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Schälen

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Adelung
Anchors
13 in 10 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Schälen

Bd. 3, Sp. 1338
Schälen, verb. reg. act. der Schale berauben, wo es doch nur von weichen biegsamen Schalen gebraucht wird. Äpfel, Birnen schälen. Geschälte Äpfel. Die Bäume schälen, die Rinde von denselben abziehen oder absondern. Jacob schälete Stäbe, 1 Mos. 30, 37. In einigen Gegenden schälet man einen Boden, welcher urbar gemacht werden soll, wenn man den Rasen mit der Schälhacke oder dem Schälpfluge absticht und hernach verbrennet, welche Arbeit im Badenschen schorben genannt wird. Von harten Schalen gebraucht man dieses Wort nicht, außer von den Eyerschalen; wohl aber ist es in machen Fällen auch von solchen weichen und dünnen Bedeckungen üblich, welche unter dem Nahmen der Häute und Hülsen bekannt sind, z. B. Nüsse schälen, nicht der harten festen Schale berauben, sondern das weiche Häutchen von dem Kerne absondern. Daher es auch als ein Reciprocum gebraucht wird, sich schälen, sich in Gestalt einer Schale oder Haut absondern. Die Haut im Gesichte schälet sich, oder das Gesicht schälet sich, wenn sich die Haut in Gestalt einer trocknen biegsamen Schale absondert. So auch das Schälen. Anm. Im Nieders. schellen, im Schwed. skala. Das Engl. to scale bedeutet schuppen, abschuppen. Es kann seyn, daß dieses schälen nicht so wohl unmittelbar von Schale abstammet, sondern eine eigene Onomatopöie des Theilens, Schneidens ist, da es denn nur eine einzelne Bedeutung des vorigen Wortes schalen seyn würde. Im Schwed. ist skälla in dünne Blätter schneiden, udn skilja theilen, absondern. Das bey dem vorigen Worte gedachte Nieders. schälen, spülen, und schälen, befruchten, in beschälen, gründen sich auf ähnliche Onomatopöien.
1628 Zeichen · 27 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schälen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Schälen , verb. reg. act. der Schale berauben, wo es doch nur von weichen biegsamen Schalen gebraucht wird. Äpfel, Birne…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schälen

    Goethe-Wörterbuch

    schälen a zu ‘Schale’ A1b: die Schale entfernen, abziehen sie [ Hersilie ] faßte einen Apfel und reichte ihn dem heranwa…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schälen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Schälen , das flache Umpflügen von Grasnarbe, mitunter auch von Stoppeln, um sie durch reichlichen Luftzutritt rascher z…

  4. modern
    Dialekt
    schälen

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    schäle n [êlə Fisl. Roppenzw. Attenschw. ; élə Su. Hlkr. Co. ; êlə Dü. Bf. U. ] schälen. D Hüt schält si ch nach Scha…

  5. Spezial
    schälen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    schä|len vb.tr. 1 descuscé (descüscia), moné (mona) 2 (entrinden) scorzé (-za).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schaelen

11 Bildungen · 4 Erstglied · 4 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von schaelen 2 Komponenten

scha+elen

schaelen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schaelen‑ als Erstglied (4 von 4)

Schälenprügel

PfWB

schaelen·pruegel

Schälen-prügel m. : 'geschälter Prügel', Scheleprichel [Pirmas ( Kieffer 68) PS-Rodalb ( Bernhard 158)]; vgl. Schälbengel , -prügel . —

schaelen als Zweitglied (4 von 4)

abschälen

DWB

abschälen , decorticare, von der schale lösen: bäume, äpfel, obst abschälen, die rinde, das brot abschälen. einen wilden boden abschälen, de…

anschälen

DWB

anschälen , parum deglubere: bäume, äpfel anschälen.

ausschälen

DWB

aus·schaelen

ausschälen , decorticare: nüsse, mandeln, bohnen ausschälen; Christus kann sich wol ausschelen, das du die schale davon kriegest und den ker…

beschälen

DWB

beschälen , besser wäre beschelen, equam inire: die stute beschälen, belegen, bedecken, bespringen lassen; wird aber nur vom hengst, nicht v…

Ableitungen von schaelen (3 von 3)

beschälen

DWB

beschälen , besser wäre beschelen, equam inire: die stute beschälen, belegen, bedecken, bespringen lassen; wird aber nur vom hengst, nicht v…

Verschälen

Campe

† Verschälen , v. ntr . mit haben , im N. D. 1) unterschieden oder verschieden sein, ungleich sein. 2) Verschlagen. Es verschält nichts, es …

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schaelen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schaelen/adelung
MLA
Cotta, Marcel. „schaelen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schaelen/adelung. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schaelen". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schaelen/adelung.
BibTeX
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