lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Sattel

mhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
17 in 15 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
Verweise rein
52
Verweise raus
70

Eintrag · Rheinisches Wb.

Sattel

Bd. 7, Sp. 756
Sattel das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk sadəl [Wend-Winterb -ęd-; Birkf-Idar -ēd-; Meis-Meddersh, Birkf-Ellw Stdt, Wend-Freisen Leitersw Ruthw [Remmesw Urexw, Saarbr-Karlsbrunn, Simm-Schönborn -ar-; Birkf-Göttschd (u. sāl) Schwollen Vollmersb, Wend-Ilgesh Marping, Zell-Blankenr Lautzenhsn Lötzbeuren -ār-, Wend-Gehw sāl; Birkf-Eckelhsn, Meis-Jeckenb Lauschd Raumb Schweinschd, Bernk-Allenb -a-], Pl. -ę- [-E-]; Mosfrk in Saarl u. Merz hier u. da zadəl [Dilling Wadgassen -Ed-, Pl. -əln]; Merz, Saarbg -ūə(r)d-, –d-, nach N. -əd- [Merz-Bergen -ēd-], Pl. -dəln; Trier, Wittl, Bernk (Mos), Bitb, SPrüm, SWDaun -ōd-, –ad-, –ōăd-, Pl. -Ed-, –Eă-, –ēă- [in Trier, Wittl hier u. da -ad-; Trier-Welschbillig -ād-; Primst -ar-; Ruwert -d-; Bitb-Rittersd -ăd- u. -ęăd-; Röhl -Eərd-]; sonst Mosfrk -ad-, Pl. -ęd- [Daun-Boxbg Udler Schönb, May-Höchstbg, Aden-Lierstall -ǫd-; May-Bell Kollig Mörz -d-; Zell-Merl, Koch-Urmersb -Ed-; Bernk-Gonzerath, May-MBaar -ęd-]; Westerw -ad- [Neuw-Brückrachdorf zal]; Siegld -ad- u. -ār-; Rip -ad- [Aden-Antw Engeln Weibern Welcherath, Ahrw-Neuenahr -ęd-; Ahrw-Kirchsahr Kirmutschd, Schleid oft, Malm-Bracht, Monsch-Woffelsb, Eusk u. Rheinb oft, Bo-Bornh Brenig Dransd Lengsd OBachem Pützchen Sechtem Urf Walberbg, Köln, Bergh u. Dür oft, Sieg-Birk Braschoss Dahlhsn Eitorf Eschmar Juckenb Meind Süchterschd Wahlschd Wielpütz, MülhRh-Altenbg BGladb Rösr -ā:d-, Rheinb-Lüftelbg -:d-, Eusk-Wichterich, Rheinb-Maulb Scheuerheck -ęd-; Sieg-Fussh Hänschd -E·ə.d-], Pl. -ęd-, –E:-; OBerg za:dəl [in Waldbr, Gummb vielfach za:l, -ā-]; NBerg -ā:d-, Pl. -E:d-; NLRip einschl. n. Bergh-Berrend Glesch Hüchelhv, Dür-Geich NZier Weisw, Jül, Aach (doch mit -ad- durchsetzt), Eup, durch das SNfrk zā:l [Grevbr-Hochneukirch -E·ə.-], Pl. -E:- [WSelfk Pl. zEləs]; Klevld zāl [Klev auch --, –ǫ; Mörs-Ginderich zāl f. »Pferdesattel«, zl n. Tragriemen des Mannes], Pl. zElts; Demin. sędəlχə(n), zęlkə usf. m. [f. Mörs; n. hier u. da Klev]: 1. wie nhd. Reit-, Pferde-, Ochsensattel nur beim Anspannen des Zugtieres in die Schere des Wagens (bei der Deichsel, beim Pflug werden am Hamen oder am Brustriemen die Zugstränge befestigt) [in der WEif gebraucht man auch bei der Schere einen leichteren S., die Opdrog »Auftrage« u. S. bedeutet hier nur der Reitsattel]; er besteht aus den Saddelsböck (-böcken), -bredder, –kössen, –deck, –sitstöcker (-seitstücken), dem Ongers., alles zusammen et S.zeug (s. d. W.); der S. wurd met dem Bukriemen onger dem Perd her om Röcken vam Perd faste gemaekt Gummb, Allg.; dem Perd den S. oplege; et hät den S. op; der S. dröck (drückt) Rip, Allg.; de S. abschnalle (abduhn) Simm, Allg. RA.: Dat passt (stäht) (em) wie er Sau (der Kuh, Gäss) de S.; dat seiht aus wie en S. met em S. Mosfrk. En as esou stolz wie e Kouh möt em S. Saarbg-Eft. Mer soll de S. net fer dem Perd kefen (kaufen) Trier-Schleidw. Wann der Deiwel et Perd hot, da kan en de S. och hoalen WBitbg. Den han se us dem S. gehovve nach dem Nhd. Köln-Stdt. Der sitz (net) fas em S. nach dem Nhd. ebd. Verbr. De küt met S. un Zom (Zaum) fertig angezogen Bergh-Glesch (veralt.). — 2. übertr. a. Kisschen unter dem Frauenrock, zum Aufbauschen des Rockes, Bitb-NWeis (veralt.). — b. die Fasser en den S. lege; de F. ligen em S. sie sind reihenweise so aufgestapelt, dass ein F. zwischen dem S. zweier anderer liegt Sieg (Winzerorte). — c. Hühnersitz zum Übernachten Saarl-Nalb, Bitb-Rittersd, Wittl-Spang-Dahlem, Zell-Rödelhsen. S. Sedel. — d. Einsattelung im Rücken der Tiere; dat Schweng (Schwein) hot e S. Bitb. — e. an Geräten. α. der Rückenteil der Hotte, des Rückentragkorbes Trier-Thomm. — β. Einbuchtung oben am Schämel des Vorderpfluges, in welcher der Pfluggrindel ruht Siegld-Feuersb, Waldbr, Lennep. — γ. der S. der Schere Sol. — δ. der Öəwersal. in den unteren Teil des Kopfes des Hammers (im Hammerwerk) in die Rille des Hamen eingesetzt, der auf den Öngersal schlägt, der in den Amboss, in den Schafott, eingesetzt ist; der Schlichts. um das Eisen fein, glatt zu schmieden; der Wells. zum Wellen des Eisens, der Recks. zum Recken des E. OBerg (veralt.). — f. im Gelände. α. ein länglich schmaler Bergrücken eines von beiden Seiten schroff hängenden Waldes Prüm-Mürlenb. — β. Niederung, Mulde Verbr.; kleines Tälchen Rheinb-Scheuerheck. — γ. erhöhter Acker im Sumpfgelände Eusk-Friesh. — δ. in Form einer Welle verlaufende Steinschicht, bes. beim Schiefer, in der Bergmspr. Siegld, Altk. — g. langes, schmales Feld Bitb-Mettend, Prüm-Burb. — h. Geschwulst; der obere Teil des Gesässes Kobl-Kapellen.
4602 Zeichen · 125 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    sattel

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    sattel- s. satel-.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Sattel

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Sattel , des -s, plur. die Sättel, ein Ort, wo man sitzet, ein Werkzeug oder Gestell, worauf eine Person oder ein Di…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Sattel

    Goethe-Wörterbuch

    Sattel -t- GB2 1 ,86,2 1 (mit Halterungen für Gepäckstücke versehene) Sitzvorrichtung auf einem Reittier (Pferd, Esel bz…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Sattel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +2 Parallelbelege

    Sattel , in der Geographie soviel wie Einsattelung, s. Gebirge , S. 407; in der Geologie, s. Schichtung . – Bei Geigen- …

  5. modern
    Dialekt
    Sattel

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Sattel [Sàtl fast allg.; Sâtl K. Ingenh. ] m. 1. Sattel des Pferdes. E Ross üngerm S. han reiten, wenn der Ggs. zum Fahr…

  6. Sprichwörter
    Sattel

    Wander (Sprichwörter)

    Sattel 1. Auf eigenem Sattel reitet man am besten (sicher). Daher sagen die Araber: Reite nicht auf dem Sattel deines Na…

  7. Spezial
    Sattel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Sat|tel m. (-s, Sättel) 1 (Reitsattel) sela (seles) f. 2 (Packsattel, Saumsattel) bastin (-s) m. 3 (an Fahrrädern, Motor…

Verweisungsnetz

90 Knoten, 90 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 11 Hub 1 Kompositum 73 Sackgasse 5

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit sattel

216 Bildungen · 184 Erstglied · 31 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von sattel 2 Komponenten

sat+tel

sattel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

sattel‑ als Erstglied (30 von 184)

Sattel'ungeld

DRW

Sattel'ungeld, n. Kompositum? Handelsabgabe, die vom Sattler zu zahlen ist hain ich entfangen ... von dem sadel ungelt, ussginge a. (14)53, …

Sattelkuh

SHW

Sattel-kuh Band 5, Spalte 75-76

sattel als Zweitglied (30 von 31)

Būre(n)sattel

Idiotikon

Būre(n)sattel Band 7, Spalte 1437 Būre(n)sattel 7,1437

Frau(w)e(n)sattel

Idiotikon

Frau(w)e(n)sattel Band 7, Spalte 1437 Frau(w)e(n)sattel 7,1437

Fróschsattel

Adelung

frosch·sattel

Der Fróschsattel , des -s, plur. die -sättel, eine Art Sättel ohne After, hinten und vorn mit kleinen Bäuschen von sämisch garem Leder oder …

fuhrsattel

DWB

fuhr·sattel

fuhrsattel , m. ein sattel, der einem der dem wagen vorgespannten pferde aufgelegt wird oder ist, damit der fuhrmann oder fuhrknecht auf die…

Hundssattel

Adelung

hunds·sattel

Der Hundssattel , des -s, plur. die -sättel, ein Nahme sehr haariger Raupen, welche in Niedersachsen Hundesporen, und schon bey dem Raban Ma…

Krǖzsattel

Idiotikon

Krǖzsattel Band 7, Spalte 1437 Krǖzsattel 7,1437

Manne(n)sattel

Idiotikon

Manne(n)sattel Band 7, Spalte 1437 Manne(n)sattel 7,1437

packsattel

DWB

pack·sattel

packsattel , m. , mnl. packsadel ( Kilian 390 b ), sattelähnliche vorrichtung zum tragen einer last für saumthiere. Ludwig 1372 : hier werde…

pferdesattel

DWB

pferd·e·sattel

pferdesattel , m. sattel des pferdes: den ritt versucht' ich, ob es möchte glücken, auf pferdesattel. Rückert Hamasa 1, 224 .

postsattel

DWB

post·sattel

postsattel , m. : mancher ist wie ein postsattel, der auf jedes pferd gerecht ist. Lehmann 297, 61 .

quersattel

DWB

quer·sattel

quersattel , m. sattel für quer auf dem pferde sitzende damen, damensattel Stieler 2045 . Frisch 2, 78 c : im jahr 1380 fiengen die damen an…

reitsattel

DWB

reit·sattel

reitsattel , m. ephippium equitantis Frisch 2, 109 b , im gegensatze zum fuhrmannssattel, saumsattel. Jacobsson 3, 397 b .

Rītsattel

Idiotikon

Rītsattel Band 7, Spalte 1437 Rītsattel 7,1437

saumsattel

DWB

saum·sattel

saumsattel , m. ein hölzerner sattel, auf dem die saumthiere ihre last tragen, clitellae Dasypodius. Maaler 343 c . Stieler 2045 . Frisch 2,…

Schlinge(n)sattel

Idiotikon

Schlinge(n)sattel Band 7, Spalte 1438 Schlinge(n)sattel 7,1438

schulsattel

DWB

schul·sattel

schulsattel , m. in reitschulen, sattel für die, welche reiten lernen, mit hohem after, hohen pauschen und festem schenkelschlusse Jacobsson…

Säumersattel

Idiotikon

Säumersattel Band 7, Spalte 1438 Säumersattel 7,1438

tummelsattel

DWB

tummel·sattel

tummelsattel , m. , ' welcher den pferden aufgelegt wird, wenn sie sollen getummelt werden ' Schrader dt.-franz. wb. (1781/84) 2, 1392; allg…

Wage(n)sattel

Idiotikon

Wage(n)sattel Band 7, Spalte 1438 Wage(n)sattel 7,1438

weibersattel

DWB

weib·er·sattel

weibersattel , m. älter als quersattel th. 7, 2363: ein schönes pferd mit einem aufgelegten weiber-sattel Widmann Faust (1599) 255 ; lex. vo…

Ableitungen von sattel (1 von 1)

Gesattel

Campe

Х Das Gesattel , des — s , o. Mz. s. Ge — 2. 2).