Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
qualm
Hss., 1. Drittel des 9. Jh.s bis zum 10./11. Jh.,
alle bair.). 118,32 (3. Viertel des 11. Jh.s, bair.).
229,9 (in 2 Hss., beide 2. Hälfte des 9. Jh.s,
bair.) und Gl. im Clm. 6305 (9. Jh., bair.; vgl.
Glaser 1996: 496 Nr. 11): ‚Tötung, Vernich-
tung, Untergang; excidium, nex, pernicies‘
〈Var.: quha-, chua-, chuua-〉. – Mhd. qualm
st.m. ‚Beklemmung‘, frühnhd. qualm m. ‚Be-
täubung, Ohnmacht‘, nhd. thür. qualm m.
‚Angst, Bedrängnis, Hunger‘, osächs. qualm m.
‚Hunger‘, schles. qualm ‚Betäubung‘. – Nicht
hierher gehört seit dem 16. Jh. belegtes Qualm
m. ‚dichter, quellender Rauch, dichter Dunst‘,
das aus mndd. qualm ‚Dunst, Nebel, Rauch,
aufgewirbelter Staub‘ übernommen ist.