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olt

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MeckWB
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

olt m., fem., n., adv.

Bd. 5, Sp. 185
Wossidia olt flekt. oll, öller, öllst alt; in ä. Spr., jetzt nur im W langes o, vgl. o·lt n ko·lt Jac. 1, 53; o·lt Schmidt Gad. 1, 140; vorauf geht mouillierte Aussprache, vgl. 'biim Oeljen' (1715) Kohf. Hg. 16, 3; ebenfalls alt ist die Hebung des Vokals, die ult ergibt: GüGüstrow@KobrowKobr; Schmidt Gad. 3, 15. 1. adj. a. alt, das Lebensalter von Mensch und Tier bezeichnend: wat möt 'n sick 't suer warden laten, dat 'n olt ward, un denn geiht 't ierst los WiWismar@SternbergSternb; man ward ümmer to tidig olt un to lat klok GüGüstrow@RecknitzReckn; wenn 'n olt is, steiht 'n alle Lüd' in 'n Wäg' RoRostock@DierhagenDierh; 'eyn olt mynsche' (1562) Jb. 54, 89; oll Lüd' oll Tüg (1887) HaHagenow@RedefinRed; dat geiht all natürlich to, dat oll Lüd' up 'n Stock riden (1885) GüGüstrow@GülzowGülz; oll Lüd' seihn am besten in dei Fiern Raabe Volksb. 7; dat is Kinner un oll Lüd' œwer schwere Arbeit (1885) WaWaren@JabelJab; dörch Kinner un oll Lüd' ward 'n klok Ma Malchin@RemplinRempl; oll Lüd' sünd wunderlich, wenn 't regent, führen s' tau Heu Reut. 7, 476; oll Lüd' gaht vör, blot nich in 'n Snee SchöSchönberg@DemernDem; Oll Lüd' oll Ränk, Jung' Lüd' jung' Swänk Schw; übertr.: dee is bi de ollen Lüd' Knecht bei dem alten Gespann Pferde (1887) RoRostock@BörgerendeBörg; denk up 'n ollen Mann denk an deine alten Tage Wa; wenn du dat Spill gewinnst, kannst 'n ollen Mann warden Rda. beim Kartenspiel Wa; de oll Mann Soldat im 3. Dienstjahr Wi; Oll Mann wull riden un harr kein Pierd, Oll Frug' nehm 'n Zägenbuck, Sett't denn' oll'n Mann dorup Volkslied; de ollen Manns hebben Murr Latend. Agr. 144; 'olde Friesche' (1585) Tess. Boiz. 159b; übertr.: oll Mann auf Schiffen die eiserne Rolle in einem Bügel, über welche die Kette läuft, womit Gegenstände aus dem Raum geholt werden RoRostock@RibnitzRibn; Wo. Seem. 1,66; Sprw.: Ne oll Fru un ne oll Koh Sünd noch einerwärts got to, 'n ollen Kierl un 'n oll Pierd Sünd keinen Sößling mihr wiert (1929) SchwSchwerin@PampowPamp; 'n ollen Krüppensetter scheltend ein altes Pferd, übertr. ein alter Mensch Wa; 'n ollen Kräwt übertr. alter Kerl, altes Pferd (1885) GüGüstrow@GülzowGülz; 'n ollen Fuhrmann hüürt giern de Swäp klappen SchwSchwerin@PampowPamp; wenn 'n ollen Ossen anbännigt warden sall, dor hüürt 'n starken Strick to (1887) Wa; Keen Zäg' is so olt, Se lickt giern Solt Schill. Kr. 3, 9a; de ollen Swin vergäten dat Wäuhlen nich MaMalchin@Groß MethlingGMethl; de olden Hunde sünd quat tho bändigen Mantz. Ruh. 20, 31; de ollen Bück hebben de stiewsten Hüürn (1885) Ro; HaHagenow@GammGamm; 'n ollen Hund bitt nich up 'n Stock LuLudwigslust@GranzinGranz; wat olt is, dat ritt, seggt de Düwel, donn ret he sin Großmudder dat Uhr af (1886) Ro, ähnl. vielfach; dat (Kind in der Wiege) liggt ruhig as 'n oll Minsch (1889) RoRostock@RibnitzRibn; (der Star) röppt as 'n ollen Minsch Welln. Volk 87. b. alte Sachen: arbor vetula 'ein Olt Boem' Chytr. 458; 'n ollen Bom sall man nich mihr verplanten HaHagenow@BelschBelsch; oll Möbel un oll Minschen möten nich bettau sett't warden, denn bräken s' tausam RoRostock@NiendorfNiend; oll Bier saures Bier; oll Heu vorjähriges Heu; dei oll Austkron kümmt up 'n Danzbœhn, dei ni int Herrnhus Ro; Wa; Sta; 'n ollen Schäpel war 'n lütten Schäpel von 60 ℔ in Schw, dagegen 'n groten von 80 oder 83 ℔ (Roggen) in Sta, de nig' faßte 70 ℔; oll Isen Eisen in verbrauchten Werkzeugen; dat sünd ohle Klapen altes Zeug, Geschirr Raup. 64; Rda.: dat is 'ne oll Jack, wenn se flickt is (eine Selbstverständlichkeit) C. Reinh. Holtrev. V; Reut. 2, 358; 'den Olden Sack umb des nyen Geldes willen gelevet' (von einer Geldheirat) Gry. Lb. 1, Ff 3b; anzüglich: 'n oll Kätel will putzt sin, säd' de ole Fru, dor frig't se 'n jungen Kierl V.-H.-Kal. 1871 Aug. c. Alters- und Zeitangaben: de Jung' is acht Johr olt; sprw.: klauk Kinner warden nich olt; dazu die Abfertigung: ick dacht, du sast olt warden (1885) GüGüstrow@BützowBütz; dee kann ok olt warden dorbi wer bei einer Arbeit faul ist LuLudwigslust@GrabowGrab; ungewöhnliche Konstruktion: mit acht Mond olt Loep. 185; dee is ierst von Wihnachten olt zu Weihnachten geboren SchöSchönberg@SchlagsdorfSchlagsd; de ollen Tiden; in früher ollen Tiden in früheren Zeiten (1907) WaWaren@PenzlinPenzl; St. Martin kümmt nah ullen Tiden (nach alter Gewohnheit) Up eenen Schimmel antoriden Sta; dat is een ut de oll Welt ein altfränkischer Mensch Schw; ollen Maidag 8. Mai; durch Vergleiche angedeutet: olt as Behmigold uralt (1885) WiWismar@PoelPoel; s. die Belege ob. Böhmerwoold (Bd. 1, 983); auch: olt as de Böhmer Dannen (1923) StaStargard@FriedlandFriedl; olt as Methusalem; man ward so olt as ne Koh un liehrt ümmer to allgem. d. alt und neu, alt und kalt, alt und jung: dat hett hüt gahn för olt un ni stramm (1887) SchöSchönberg@WarnowWarn; lat ehr man wat (Geld) rafgäben, nimm ehr man för olt un ni zieh sie nur tüchtig aus ebda; de Smäd' bargen sick woll, dee maken ut olt ni (1929) RoRostock@DoberanDob; So niet, so olt, So heit, so kolt sprw. von einer dicken Freundschaft, die bald auseinandergeht StaStargard@WesenbergWes; 'de Jesuiter hebben ... vele ... Olde unde Kolde Traditiones' Gry. Paw. A 2a; ick heff mi olt un kolt meig't mein ganzes Leben hindurch (1912) GüGüstrow@LanghagenLangh; weck (Matrosen) warden olt un kolt bi dei Seefohrt Ro Rostock@RibnitzRibn; denn warden wi olt un kolt bi unsere beste, tru'ste, heitste Leiw' Reut. 6, 69; H. Schröd. Buerh. 1, 96; u. a.; wenn ick nah Hus kem, wir alles olt un kolt (1929) Staroll; oll Fru un jung' Mann, dat sett't Eier un Speck, jung' Fru un oll Mann, dat sett't Kinner un Dreck Latend. Agr. 144; jungen Jager, olle Bœdler MaMalchin@Groß MethlingGMethl; jung gewahn, old gedahn Mantz. Ruh. 6, 78; wat nich olt warden will, möt sick jung uphängen MaMalchin@BrudersdorfBrud. e. aufs Seelische bezogen einerseits überdrüssig: bet eenen dat olt ward (1889) SchöSchönberg@SchlagsdorfSchlagsd; dat ward em olt un œwer WaWaren@Klein LuckowKluck; anderseits lieb, in kosender Rede: du oll lütt Diern SchwSchwerin@GadebuschGad; dat 's 'n ollen gauden Jung' ebda; du oll lütt leewe Vagel Egg. Trems. 17; oll Pingsten, du oll Pingsten Bri. 1,92. f. im Aberglauben bedeuten alte Frauen, die dem Fischer begegnen, Unglück, s. fischen Bd. 2, 928; dasselbe gilt für den Jäger (1895) RoRostock@Hohen LuckowHLuck; anderseits sichert alter Vorrat die Wirtschaft, daher darf oll Holt, oll Speck, oll Geld nicht im Hause fehlen (1934) Gü; herabsetzend überholt, minderwertig: 'de Blendelinge ... stellen up den olden Barmen, puchen up eren olden gebruck' Gry. Paw. A 2b; dor hest ne oll Rott fungen (1887) MaMalchin@BrudersdorfBrud; dor steiht oll Äten Kothaufen RoRostock@LangsdorfLangsd; en olt Gestell ein alter Mensch Mi 26b. 2. subst. m. a. alter Mensch: de Oll der Alte Mi 60b; dat Kind slöppt as 'n Ollen Nds. 8, 77; he smöökt as 'n Ollen HaHagenow@RedefinRed; de red't as en Ollen Stillfr. Köst. 2, 82; de Jungen ziert 't Blot un de Ollen dat Got Latend. Agr. 225; Ollen gaht up Krücken, Jungen kœnt sick bücken Wo. V. 2, 1628; de Ollen gahn vör, säd' de Jung', wenn 't nah 'n Galgen geiht SchwSchwerin@PinnowPinn; im besondern der Vater, die Eltern: he würd' ... sinen Ollen so ähnlich Bri. 2, 122; min beiden Ollen (1908) StaStargard@CölpinCölp; bi min Ollen ehr Tit (1907) WaWaren@PenzlinPenzl; As de Ollen flüstern in de Kat, Singen de Kinner uppe Strat RoRostock@DoberanDob; ähnl. oft; is ne Freud' för de Kinner, wenn de Ollen sick got schicken (1885) SchwSchwerin@GadebuschGad; auch der Onkel Reut. 7, 475; de Ollen möten slacht't warden to de Jungen ehr Hochtit (1890) Wa; die ältere oder frühere Generation: so hebben de Ollen vertellt Wo. Ernt. 15. b. vertrauliche Benennung vorgesetzter oder höher stehender Personen: wi seggen de Schipper oder de Oll, un wenn wi em anräden deden, säden wi Käppen Wo. Seem. 1, 109; vom Ollen sprechen Bürgersleute, wenn sie den Großherzog meinen, vgl. Reut. 6, 146; ebenso die Schloßwache (1925) Ro Rostock@DoberanDob; Kegelruf: acht üm 'n Ollen (1887) HaHagenow@RedefinRed. c. Gott und Teufel: de Oll is nich to Hus, nu hett de Düwel dat Regierent bei schlechtem Wetter (1887) RoRostock@BörgerendeBörg; de Oll is verreist, dit maken de Jungens den starken Wind (1900) WaWaren@SpeckSpeck; hüt hett de Oll wat los bei schlechtem Wetter (1890) Wa; de Oll is nich got an 'n Kopp bei Gewitter (1890) Wa; de Oll kriggt em dal einen Erntearbeiter bei großer Hitze (1905) Schö; de Oll Bri. 5, 99; volkstümliche Benennung des Teufels (1885) GüGüstrow@GülzowGülz; (1889) HaHagenow@RedefinRed; (1912) RoRostock@BartelshagenBart; denn' helpt de Oll œwer (den Selbstmörder) Nd. Kbl. 15, 27; dor is de Oll mit de Seel affohrt (1889) GüGüstrow@GülzowGülz; häufig mit Zusätzen wie mit 'n Pirfaut, mit de Hauhnerfäut, mit 'n Ulenfaut, ut de Glashütt, s. Düwel I B (Bd. 2, 609). d. alte Tiere: dei Ollen die brütenden Vögel: Krohn Ged. 19; dat is de Oll, wo all' de Jungen von sünd (1890) Wa; Schmeichelname für alte Haustiere wie Pferde, Kühe, Eber. e. das fem. Ollsch s. ob. 3. subst. n. a. landwirtschaftlich: dee hett Oll bi Ni das Korn der vorigen Ernte reicht bei ihm bis zur neuen HaHagenow@BesitzBes; int Ol in der Vormahd, eig. im alten Heu Loos; KJes. b. flektiert: dat is all wat Olls; 'biim Oeljen bliven' (1715) Kohf. Hg. 16, 3; allens blifft bi 'n Ollen. c. adv.: 'van oldes her' (1529) Jb. 9, 81; 'dat se oldes ... geven' ebda; vgl. oldinges; up oll würd' seggt der alte Ausdruck war (1890) Wa. 4. kompariert a. Komparativ: öller Mi 60b; je öller, je duller Nützl. Beitr. 1824, S. 289; je öller, je dwalscher (1887) PaParchim@DobbertinDobb; wo oller, wo narscher (1887) HaHagenow@RedefinRed; SchwSchwerin@CrivitzCriv; dazu de Öllern die Eltern, s. d. b. Superlativ: öllst Mi 60b; wer bei den Austlüd' dei öllst is, teilt das Essen aus Gü; die Erntekrone wurde von den öllsten Frugens oder den beiden öllsten Deinstmätens verfertigt Ha, Pa; überreicht wurde sie vom öllsten Mäten; de öllsten Lüd' kœnen sick dor nich up besinnen WaWaren@RöbelRöb; de tweit von 't öllst der zweitälteste RoRostock@LichtenhagenLicht; Abfertigung eines sich kindisch benehmenden Menschen: du büst de öllst von din Kinner MaMalchin@GielowGiel; subst.: den Altenteiler nennen die übrigen Hausgenossen uns' Öllst LuLudwigslust@BrunowBrun; der Altermann einer Handwerkergilde: twe Öllsten Babst Fest 2; Zss.: Knakenhauer-, Snurreröllst. 5. Dim.: Olling als Anrede Mi 60b; Wo. V. 1, 991, 7; Egg. Trems. 82. 6. Zss.: hoch-, œwer-, stein-, ur-, wunnerolt. FN.: Olendik, -dreesch, -hoff, -mœhl, -moor, ollen Acker, ollen Heuweg, ollen Kirchhoff; oll Brügg', oll Dörp, oll Koppelborn, oll Molkeriweg, oll Sod, oll Wasch u. v. a. — Mnd. olt. — Br. Wb. 3, 262; Dä. 337a; Da. 149b; Kü. 2, 496; Me. 3, 844.
9869 Zeichen · 187 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    — OLTbildungssilbe.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    — OLT bildungssilbe. bei eigennamen s. Gr. 2,334 u. 331. vgl. auch diebolt und roubolt.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    oltAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    olt , Adj. Vw.: s. ōlt

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Olt

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Olt ( Oltu ), rumän. Name der Aluta; auch ein Kreis in der Walachei, mit der Hauptstadt Slatina.

  4. modern
    Dialekt
    oltm., fem., n., adv.

    Mecklenburgisches Wb.

    olt flekt. oll, öller, öllst alt; in ä. Spr., jetzt nur im W langes o, vgl. o·lt n ko·lt Jac. 1, 53 ; o·lt Schmidt Gad.…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit olt

1.015 Bildungen · 79 Erstglied · 934 Zweitglied · 2 Ableitungen

olt‑ als Erstglied (30 von 79)

oltar

KöblerMnd

oltar , N., M. Vw.: s. altār

oltbacken

MeckWB

olt·backen

oltbacken altbacken; im Vgl. von einem alten, häßlich grinsenden Gesicht: ehr let dat as en oltbacken Semmel, de in vergift'ten Zyrup stippt…

oltbacksch

MeckWB

oltbacksch seem. mit der Seefahrt, eig. der Back ( s. Back 3 , Bd. 1, 531 ), altvertraut; übertr. auf Sinn oder Gehabe eines Menschen gewitz…

Oltbaum

Campe

olt·baum

≠ Der Oltbaum , — es, Mz. — bäume, die Oltkirsche, Mz. — n , der Ahlbaum, die Ahlkirsche, Traubenkirsche (Prunus padus L .).

Oltbinder

MeckWB

olt·binder

Oltbinder m. a. Spr. 'Altbinder', Flickböttcher, sie gehörten dem Amt der Böttcher an: 'dem altbinder' (Wi 1672) Hans. Geschbl. 22, 222; 'Bö…

Oltböter

MeckWB

Oltböter m. a. Spr. Altflicker, bes. Flickschuster, auch Oltläpper, -flicker, -schauster und Oltschohmaker genannt; ihr Arbeitsgebiet war vo…

oltboter, buter

LW

olt-boter, -buter, Altflicker (Schuster, Schneider, Pelzer).

oltdüütsch

MeckWB

olt·dueuetsch

oltdüütsch oll- altdeutsch; in altem, altertümlichem Deutsch: Anwenning ( s. d., Bd. 1, 399 ) ward up oltdüütsch seggt Ro Carl ; oltdüütsch …

oltdun

MeckWB

olt·dun

oltdun noch halb betrunken vom letzten Trinken her Mi 18 a ; oldduun Niem. Idiot. 18; noch oltdun von den gistrigen Dag un wedder andunt Reu…

Olten

Meyers

Olten , Hauptstadt des Bezirks O.-Gösgen im schweizer. Kanton Solothurn, 401 m ü. M., Knotenpunkt der Linien Basel-Luzern, O.-Aarau-Zürich, …

Oltenitza

Meyers

Oltenitza , Hafenstadt im Kreis Ilfov in Rumänien (Walachei), an der Mündung des Ardschisch in die Donau, Turtukay gegenüber, Sitz der Subpr…

olter

AWB

olter Np 11,7 s. lotar st. n.

olterlāken

KöblerMnd

olterlāken , N. Vw.: s. altārlāken

oltern

DWB

olt·ern

oltern , ultern , verb. coire, stuprare ( vergl. Germania 14, 253 und verultern): er sprach, er sach mich pei dir ligen und olterst ( var. u…

oltervōt

KöblerMnd

oltervōt , M. Vw.: s. altārvōt

oltflicken

MeckWB

olt·flicken

oltflicken altflicken, altes Zeug und Schuhwerk ausbessern; Wetterumschlag wird scherzhaft erklärt: nu will 't Winter warden, dat maakt Petr…

Oltflicker

MeckWB

olt·flicker

Oltflicker m. Altflicker 1. Flickschuster: sarcinator 'ein Oltflicker' Chytr. 269; 'Altflicker' (Ma 1633) Spald. Land. 2, 224; das Amt der A…

oltförmsch

MeckWB

oltförmsch von alter Form, altmodisch, altfränkisch: oltförmsch Tüg Schw Plate ; so oltförmsch kümmt he dormit rut Ha Red ; greisenhaft: dat…

oltfränksch

MeckWB

olt·fraenksch

oltfränksch altfränkisch, altmodisch, unzeitgemäß: 'uth sinem oltfrenkischen Wams' Laur. Schg. 4, 97; sei is ümmer tau oltfränksch antreckt …

Oltfru

MeckWB

Oltfru f. Altfrau, Hofmeisterin, Aufseherin über die Mägde am herzoglichen Hof: 'der Saelherr soll ... frische tischtucher von der Aldtfraue…

Oltfrugenssommer

MeckWB

Oltfrugenssommer m. Altweibersommer (1887) Gü Gülz ; vereinzelt statt Mettensommer ( s. d. ).

Oltgesell

MeckWB

olt·gesell

Oltgesell m. Altgeselle, der älteste Geselle der Gesellenschaft einer Handwerkerzunft, er öffnete und schloß die Gesellenlade ( s. Lad' ): R…

olt als Zweitglied (30 von 934)

bolt

KöblerMhd

*bolt , st. M. Vw.: s. hetze-, kurze-, minne-, trunken-, tunkel-, wankel- E.: s. balt W.: nhd. DW-, vgl. (Trunkel)bold, M., (Trunken)bold L.…

holt?

KöblerAhd

*holt? , st. N. (a) nhd. Fleisch, Körper ne. flesh, body E.: germ. hulda-, *huldam, st. N. (a), Fleisch; s. idg. *skel- (1), *kel- (7), *ske…

mūlenholt

KöblerMnd

*mūlenholt , N. nhd. Maulholz Vw.: s. pērde- Hw.: s. mūlholt E.: s. mūl (1), mūlen?, holt (1)

rātolt

KöblerAhd

*rātolt , st. M. (a?, i?) Q.: PN E.: s. rāt, waltan

swēvelholt

KöblerMnd

*swēvelholt , N. nhd. „Schwefelholz“, Streichholz, Zündholz Hw.: s. swēvelhölteken E.: s. swēvel, holt (1) W.: s. nhd. Schwefelholz, N., Sch…

vörlōsholt

KöblerMnd

*vörlōsholt , N. nhd. Querholz Hw.: s. vörlōshölteren E.: s. vör, lōsholt

wunderholt?

KöblerMhd

*wunderholt? , Adj. nhd. „wunderhold“, sehr hold E.: s. wunder, holt W.: nhd. (ält.) wunderhold, Adj., „wunderhold“, DW 30, 1890

abeholt

MWB

abe·holt

abeholt Adj. ‘nicht geneigt, feindlich gesinnt’, nur präd.: jmdm. ~ sîn/wërden: daz er den vînden was abholt Kreuzf 2070; abholt unde arges …

abholt

Lexer

ab-holt adj. BMZ nicht gewogen, abhold Fasn. 236, 17. 269, 27.

abēlenholt

KöblerMnd

abēlenholt , N. nhd. Pappelholz E.: s. abēle, holt (1) L.: MndHwb 1, 2 (abēlenholt)

²achterholt

MNWB

achter·holt

2 achterholt , n. , 1. Querholz, an dem die Geschirrstränge befestigt sind. 2. sik nicht nâ dem achterholte hö̑den nicht vermuten, was nachk…

acuancavolt

LmL

acuancavolt Neumenbezeichnung unbekannter Bedeutung — term of undetermined meaning that designates a neume [s.XI-XII] LmL Neum. Prima p. 195…

Aderholt

MeckWBN

ader·holt

Wossidia Aderholt n. Querstangen der geflochtenen Zäune Schö Schönberg@Groß Siems GSiems .

afholt

MNWB

afholt , n. , aus der allgemeinen Holzmark ausgeschiedenes Gehölz. Abgang vom Holz, Abfallholz, Fallholz.

alorholt

KöblerAe

alorholt , st. M. (a), st. N. (a) nhd. Erlenholz ÜG.: lat. alnetum Gl Q.: Gl E.: s. alor, holt L.: Hall/Meritt 18a

ambolt

KöblerMnd

ambolt , N. nhd. Amboss Hw.: s. anebelte; vgl. mhd. anebōz E.: s. mhd. anebōz, st. M., Amboss; ahd. anabōz 36, st. N. (a), Amboss W.: s. nhd…

anbolt

KöblerMnd

anbolt , M. Vw.: s. ambolt

Appelsmolt

MeckWBN

appel·smolt

Wossidia Appelsmolt n. Apfelschmalz, unter Zusatz von Äpfeln ausgelassenes Schmalz, beliebter Brotaufstrich Ro Rostock@Heiligendamm HDamm .

arm(e)holt

MNWB

arme·holt

arm(e)holt , n. , Armholz, aus dem die Arme des Mühlrades geschnitten werden.

armgolt

Lexer

arm·golt

arm-golt stn. BMZ armgeschmeide Swsp. 26,15. Ssp. 1. 24,3.

armholt

KöblerMnd

arm·holt

armholt , N. nhd. „Armholz“, Holz aus dem die Arme des Mühlrads geschnitten werden E.: s. arm (2), holt L.: MndHwb 1, 122 (armholt), Lü 23a …

Ableitungen von olt (2 von 2)

olté

LDWB1

olté [ol·tẹ́] I vb.tr. (oltëia) 1 (oje) drehen, wenden 2 (rodé) umwenden, umdrehen, umkehren II vb.intr. abbiegen, biegen III vb.refl. se ol…

urolt

MeckWB

urolt uralt Mi 98 b ; von urollen Tiden Sta HZier ; sehr lang: dat is all ne urolle Tit her Holld; subst.: so säden de Urollen (die ganz Alt…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „olt". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/olt/meckwb
MLA
Cotta, Marcel. „olt". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/olt/meckwb. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „olt". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/olt/meckwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_olt_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
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