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läuten

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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Eintrag · Rheinisches Wb.

läuten

Bd. 5, Sp. 238
läuten das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk an der uNahe südl. einschl. Kreuzn-Kirn Dhaun Brauw Auen Bockenau Argenschwang Spabrücken u. Simm-Ellern Rheinböllen Erb lairə, əs lait, Part. gəlait [gəlit, –e-]; n. davon laurə bis zum Soonw [lōrə Birkf-Idar]; an der weitern Nahe südl. einschl. Wend-Sien Merzw UJeckenb OJeckenb Baumholder Thal- u. Burglichtenbg Reichw Schwarzerden lairə, –ęi-; n. davon in Wend, Ottw laurə, –ǫu- [-u-, –-]; an der Saar laudə(n), –ǫu-, –ǫ·u.- [im Monophthonggeb. von Saarbr lirə, əs lit]; dies lǫ·u.dən, ət lǫ·u.t u. lę·i.t, Part. gəlǫ·u.t setzt sich an der Mos bis Bernk, in Wittl u. SBitb fort; sonst hat der Hunsr n. Soonw lęirə, ət lęit, Part. gəlǫut bis nach Koch, Zell an der Mos hinein; die uMos, Westerw, OEif, MEif, OBitb haben lę·i.də(n), Part. gə- lǫ·u.t, –ǫu-; WBitb lęgdən, lędən, Part. gəlout; SPrüm legdən, Part. jəlout; die Geb. an der Diphthongierungsl., nicht entrundend, haben lø·y.də, Part. jəlout; Rip løgə, –y-, Part. jəløk u. -o- im selben Orte [Aden-Liers løgə, Part. jəlout; Sieg-Honnef ODollend løgə, Prät. lūt, Part. jəlūt; Sieg-Leuschd løgə, Part. jəlut; am WRande von Prüm an nicht umgelautete Formen, u. zwar Prüm logdə u. logə; Malm, Monsch logdə, –u- [Monsch-Witzerath -od-]; Schleid logə; vereinzelt Jül-Kellenbg, Aach-Eschw (u. -y-) Warden lugə; Bergh-Lipp -o-; Aach-Stdt Haaren Merkst, Eup lū·.ə, Prät. ludə, Part. jəlut; in der Selfk setzt sich dies fort als lū·ə., luə, luγə (dies auch Aach-Walh), hE lut, Prät. ludə, Part. jəlut, dasselbe weiterhin Kemp-Stdt Dilkr SHubert; Bergh-Glesch Königshv lȳ·ə., Part. jəløk]; Siegld līrə, –ȳ-, du litst, –y-, lit, –y-, Prät. lidə, –y- (Siegen -u-), Part. gəlit, –y- (Siegen -u-); OBerg lȳən, hE lyt, –ø-, Part. jəlyt, –ø- [Wippf-Geilenkausen lktən]; NBerg lydən, –ȳ:d-, nach dem Rip hin løgə, –y- [Wermelsk løgə, Prät. løgdən u. lūdən, Part. jəløkt u. jəlūt]; SNfrk lȳ·ə. [Kemp-Amern SAnton lȳ·ə.nə], lȳ:, hE lyt, Prät. lydə, lȳ·ə.t u. lūt, Part. jəlyt (-ū-); Klevld lyə, –ø-, ət lyt, Part. γəlyt; MülhRuhr lyə schw.: 1. wie nhd.; se l. met alle Klocke; mer gohn l.; de Klocke l.; et löck at (schon); et löck en de Kerch zum Gottesdienste Rip, Allg.; de Meiss (Messe) luvt es läutet zur Messe Aach-Stdt; et L. hät gedohn es hat aufgehört zu l. Klevld. — Zum Gottesdienste läutet man in der Diözese Trier dreimal; et laut dirscht, fir't irscht (1 Stunde vorher); et laut (et) zwätt (½ St. vorher); et laut ze Haf mit allen Glocken (Hauf, kurz vor Beginn) [et lätt aus Bitb-Ernzen; et laut et letscht oder zesammen Saarl, — ze Haf oder zesumen Merz; et leit an, zwätt, sesamme Bernk-Bollenb]; in der Erzdiözese Köln läutet man in der Regel zweimal vor dem Gottesdienst; et löck zesamme (mit allen Glocken, ½ Stunde vorher); et löck en (mit der kleinsten Glocke kurz vor Beginn [erstes L. tesame oder mehr te Hop l. SNfrk; ze Hauf l. Neuw, Malm, Schleid; ongerwerf (anderwerbe) l. Erk-NKrüchten; Andreff l. Sieg-ODollend; Andəreff l. Sieg-Bergh; aber auch et löck iərsch Klock, et l. zweit Kl., et l. zesamme Eusk; et l. iərschtemol, et l. zweidemol, et l. zesame Jül-Hottorf, Bergh-Hüchelhv; et l. iərschmol, et l. zesame Jül-Inden; et es am kläppen, et lückt zesame Monsch; et l. met ener Klock, et l. zesame Schleid-Scheven; et lütt de erschte Kiəhr (1 Stunde vorher); et lütt halver (½ St. vorher) Kref, Duisb; et lück de iərschte Kihr, et l. tesame Grevbr; et es am Zaiche l. eine halbe Stunde vor dem Beginn des Gottesdienstes mit einer Glocke, kurz vor B. des G. et es am zesame l. Siegld-Wilnsd; et lütt det earschte Zaiche, et l. det zwaidemol Netphen; et leckt dergent (-gegen) beim ersten L. Prüm; bei der Wandlung wird die Glocke in drei Pausen einseitig angeschlagen; et löck half (Mess) oder et kläpp, klemp, bomp, bemp, pinkt, zinkt (half (Mess)) (s. d. W.). — Morgens, mittags (11 Uhr), abends (je nach der Jahreszeit zu verschiedener Stunde) wird Angelus geläutet, wobei nach dem L. in drei Pausen gekläppt (s. o.) wird; et leut Betklock (morgens u. abends), et l. half Maria Koch-Treis; et l. Mettig Trierer Diözese; et löck Morge, Mettag, Ovend; de Morges-, Ovendsklock l. Kölner Diözese [et lütt tur Bedeklock Duisb]; et löjt hällig Märge, Meddag, Owend Klevld. — Sobald einer gestorben ist, haben die Nachbarn die Pflicht, dem Toten zu l. (et L. wird bestellt), möglichst bald nach dem Tode des Betreffenden; ist er in der Nacht gestorben, so erfolgt das L. am Morgen nach der ersten Messe; bei einem Erwachsenen wird mit der grössten Glocke geläutet, bei einem Kinde mit der kleinsten; das Kläppen folgt jedesmal (se l. enem Grussen; se l. em Kend) [et laut für ein Kind einmal, für eine Frau in zwei Pausen, für einen Mann in drei Pausen Merz]; vor die Leich l. Birkf; der Dore werd weggelaut Nahe, Ottw; et leit (of det) Schaf (Schaub; s. d.) Zell, uNahe, Hunsr, Koch, Kobl, May, Daun; et lait Beschäd (Bescheid) Koch-Laub; de Letzen l. Saarl-Berus; et leit Päss oder Piess Trier bis Bernk, Bitb; et löck zom (für ene) Dude (Dut), Dudeklock Rip, SNfrk; he wörd belütt SNfrk, — öəverlütt Selfk, Klevld; während des Begräbnisses werden die Glocken von den Nachbarn geläutet, se l. dem Duden en et Graf Rip; ter Lik l. Nfrk. — Vor hohen Feiertagen u. während der Fronleichnamsprozession werden in der Erzdiözese Köln die Glocken in feierlichem Rhythmus angeschlagen, indem an den Klöppel ein Seil gespannt wird, mit dem dieser an die Gl. angeschlagen wird; beiern, de Bämm schlagen. — Beim Ausbruch eines Brandes wird mit einem Hammer auf die Glocke rasch u. fortwährend geschlagen, op de Klock schlagen, stürmen (s. d. W.); et lütt Brongk Kemp. — Et leit en die Schoul (Schule) dort, wo eine kleine Glocke am Schulhaus die Kinder vom Hof in die Sch. ruft. — Et läut för de Gemän (Gemeinde) die Glocke des Gemeindehauses (Gemeinebackhauses) ruft zu einer Bekanntmachung udgl. auf den Marktplatz Neuw-Rheinbrohl; et leit G. Mosfrk, Rhfrk verbr. — Et löck op de Verkauf (bei Haus-, Grundstücks-, Obstverkäufen udgl.) Ahr. — RA.: He es am l. Rotzfäden hängen aus seiner Nase Lennep-Dhünn. Der hält sech dran wie der Matz (Matteis, geckig Mattes, et Hännes-chen, de geckige Michel) am L. er hört nicht mehr auf Mosfrk. Hej es för et L. in de Kerk gegohn hat schon vor der Hochzeit mit der Braut ehelich verkehrt Klev. Ein solches Brautpaar geht ohne geleit en de Kerch Ottw-Dirming. L. gohn sterben Düss. We d'längst lewt, de krijt de ganze Welt; he moss awer och alldewege l. Siegld. He hät för et Wer (Wetter) gelutt hat in kluger Erkenntnis rechtzeitig eingegriffen, vorgebaut Selfk. Et hät för dich gelutt es steht dir etwas Unangenehmes bevor SNfrk, Allg. Der lo hat ebbes l. gehort er kennt etwas vom Hörensagen u. erzählt es entstellt weiter Saarl, Allg.; hen hat wat höre l. (daneben jet Lögges gehurt Rip), mar wett nij, wor de Klocke hange Geld, Allg., — wo de Kirch steiht Köln, Allg., — wo et Kapellche ös Schleid-Scheven, — wat et bedeuren sall Altk-Wissen, — awer e hot det Säl (Seil) nöt fonn Bernk-Wintrich. Mer wäss (weiss) noch net, wie de Klock leit wie es kommen wird Trier-Mehring. Da fange de Kl.ə e je Mönster van alleng (allein) an et l. das ist unmöglich Aach. Der Überschlaue, Guthörende hürt ze Rom de Kl.ə l. Rheinb-Queckenbg, — drei Meilen weit de Kl.ə l. Neuw-Diersd. De darfscht net nuren än Kl. l. heren, de muscht ach de anner h. beide Anschauungen, Erklärungen muss man anhören Saarl-Berus. Den häbben de Kl.ə rick (reich) gelüjt es sind viele aus seiner Verwandtschaft gestorben, die er beerbte Klev. Ech habb en Klöcksken hüəre l., ech woss net, wat dat soll bedüən (bedeuten); as ech et mech ens ret (recht) besoəhch (besah), woər et üəhre Namendag Glückwunschformel Kemp-SPeter. De Seiklock l. Zoten erzählen, einen schlecht machen Simm, Rip. Emmes der Mönch l. mit jmd. keifen Dür. — Et laut erschtmol, wann's net klingelt, dann rappelt's emol; et laut zwättmol, wer en de Kerch geht, der wäscht sich noch mol; et laut ze Haf (Hauf), wer en de Kerch geht, der laf (laufe)! singen die Raspelbuben an den Kartagen Ottw-Uchtelfang; et lätt ze Haf, wen net goh kann, de laf; wen net lafe kann, de gih, et as kän Bedinkens mih! Bitb-Seimerich, — de lof, et hot ausgelaut! Bitb-NWeis; do löck et zom Engel des Häər, wer Honger hät, de friss ene Bäər! Dür-Girbelsr (u. so sind mit dem Raspeln, Klappern (s. d.) derartige Sprüche verbunden). — Et hät et zweite Mol gelöck ich bin schon über die besten Jahre hinaus Bergh-Blatzh. De kan ze Hof l. un och noch mat (mit) der Poar (Pfarre, Prozession) gohn von einem, der genug Leute hat, um zwei Arbeiten zugleich zu machen (etwa mähen u. einfahren) Bitb-NWeis. Et het ze Hauf geluck! zu dem, der aufbrechen, den Mund halten soll Neuw-Asb. Et laut ze Haf! du hast die Rotzfäden aus der Nase hängen Trier. Er geht liewer in de Kerch, wo es mit der Gliser (Gläsern) sesammelaut er geht lieber ins Wirtshaus Simm-Schlierschd. — Ovendsklock, Jungen on Mädche en et Bett gelock! rufen die Kinder beim Abendl. Schleid-Reifferschd. Wo gehst du hin? Antw.: No Grosbäck, hälleg Owend l. Klev. — Et leit Möttig, schneid Zopp an (ein) siewen Kömp voll fer ä (einen) Mann! Ruf der Klapperbuben am Ostersonntag Trier-Thomm. Susann, schneid Zopp an, et laut Meddig! Wittl-Schwarzenborn, — Soppen, drei Kömp voll, fress aus! Daun-Katzwinkel. Et läut Mottag; ber satt os, der lach, ber hongerig os, der heult, ber bang os, der gräult! Aden-Weibern, — ber neus hät, der seiht sauer! May-Bell. Do löckt et Meddag, mi Var setz em Schaf (Schrank), mi Mor setz op der Söllertrapp un moss mengem Var de Botz (Hose) lappe! Bergh-Ahe. Et löck M., der Pastur setz em Schaf (Schrank)! Sieg-Müllekoven. Et lütt M., Frau, sett de Pott op! Elbf. Der hirt immer hei Meddag l. er wird hier Heimweh bekommen, da er noch nicht von der Heimat weg war Koch-Ernst. Den hert et och net allen Dag M. l. er muss unaufhörlich arbeiten, hat nicht jeden Tag ein Mittagessen Wittl-Binsf. Eweil (jetzt) hät et awer M. gelaut! nun ist es aber Zeit Merz. De neie Fiz (Obstwein) mouss dreimol here M. l. muss drei Tage im Fass gelegen haben Bernk-Neumag. Wann du dich füren (vorne) bücks, dann lütt et hingen zo M. du bist ein Lümmel Gummb. Mer hat döcker (öfter) kalle (sprechen) gehuərt als en Kölle M. l. es wird viel versprochen, aber wenig gehalten SNfrk. Ech haue dech, dat de menst, et löck en alle Klocke M.! Sülzt, Den kann M. l. met den Buck (Bauch) er hat grossen Hunger Mörs-Xanten; wem es im Magen kollert, löjt met de Rebbe M. Mörs, Klev, Rees. Wohin gehst du? Antw.: No Möckelembömmel, wo se mem Köhsterz M. l. Sieg-ODollend. — Der Magere kann met de Kiwwe (Kiefern) helleg Märge l. Klev. — Mer hert neist Guts mih, et leit alt (schon) widder en de Andacht Trier-Stdt. — Et laut dudig aus dem Klang der Totenglocke vernehmen manche die Vorbedeutung, dass bald ein anderer stirbt Simm-Kirchbg. Den leit den Esel ze Graf er bampelt auf dem Stuhle mit den Beinen hin u. her Trier, MGladb-Rheind. Wer vor Boken (Vogelscheuchen) stirft, wiərd meat Fiarzen (Fürzen) weggelaut Merz-Nunk; ber en der Gemän (bei der Gemeindearbeit) sech zevill plogt, der kreit met Förz of de Schof (Schaub) gelaut Kobl, Neuw; wer vam Bedraie (bedrohen, voan Angst) stirft, kregt mot Ferzen zu Hof gelaut Prüm. Sej l. en Doje in et Graf, ek wass (wasche) min alle Fratten (Warzen, s. d.) af Rees, Allg. — Sprüche zur Verspottung des Geläutes (des ärm Gelütts) des Nachbardorfes sind verbr., z. B. Koch Bouhnen! Saarbg-Portz. Et laut gekochte Lensen! Saarl-Kerprichhemmersd. Dau Lümmel, dau L.! Trier-Schleidw für Rodt. Die Daufenbacher (Trier) Kapellenglocken läuten: Koch Lesen (Linsen), k. L., schäf (schöpfe) Zopp op, sch. Z. op; wieviel, wie viel? Siewen Kümp, s. K. voll! Fir wen, fir wen? Fir't Margret! Trier-Schleidw. Ärm Dörp, ge Geld, röggen Weck, dönn Bier l. die Glocken zu Erk-Kleinenbr. Bim, bam, bim, bam, den dugde (tote) Mann o (in) Bollsched enner dem Sten, do leit hen əllen (allein), o Falkendäll, do hat hen e Gesell! Prüm-Habschd. Bim, bam, sej l. in et Hamm. Wen es dor dot? Sparbrot! Mörs-Xanten. Et leit drei Minkel, dr. Sester, mein Bruder, mein Schwester! Goar-NGondershsn. Weile (jetzt) get se Hüschend (Daun-Hörschd) de Hund gedresch Daun-Darschd. Mer meint, se löckten met al Gesskanne, met al Eimere Ahrw, Verbr.; wenn de Kirchheter (Bergh-Kirchherten) l., ment mer, en Wäschkump ze hüre Bergh-Königshv. — Wortsp. Kannste't net leide (läuten, leiden), dann mosste't klempe (kläppen) Kobl. A.: De kann mich nit leire! B.: Dann kann er dich bempele losse! Simm-Horn. Wer läckt (läutet, leidet), wenn de Koster krank as? Antw.: Hen selwer, hen läckt de Peng (Pein) Bitb-Rittersd. Ech mag lüje (Wortsp. zu lije leiden), sät der Köster, du woər sie Mor (Mutter) dot Kref-Osterath; dat lot ek löjen (Wortsp. zu lujen lauten, gelten), sagg de K., du was öm et Wiff gestorven Rees-Ringenbg. Eich sin emol de Berg enuf geleit, do hat's Meddag gekrawwelt. Birkf-Herrst. — Scherzfragen. Woröm lut et? Weil se an et Seəl (Seil) trecke Aach-Stdt. Worem leit mer zesomen? Äner əllän (allein) kann et net Koch. Wat micht de Koster, wenn en leit? En Faust Trier, Bitb, Prüm.Volksgl. Seitdem das Morgen-, Mittag- u. Abendläuten eingeführt ist, sind die Heinzelmännchen verschwunden; die Stelle, wo ein Schloss, Hof versunken ist, gilt nach dem Abend- bis Morgenläuten als unheimlich MGladb-Korschenbr. Beim Mittagläuten dreht sich ein riesengrosser Stein im fernen Walde herum Sieg-Ägid. — 2.a. l. gilt nur von Kirchenglocken u. öffentlichen Gl. anderer Art; bei andern Läutewerken heisst es schellen, bimmeln; nur bei einem sehr anhaltenden u. heftigen Ziehen der Hausglocke spricht man wohl von l.; auch heisst es statt: Jong, för dech hät et geschellt wohl — gelütt SNfrk, Allg. — b. et lütt einem inne Ohre es klingt, pfeift einem in den Ohren Elbf, Ruhr, n. Ruhr, Klev, Mörs, auch Siegld, Saarbg-Rodt. — c. der löck schwätzt Dür (o. O,); et Mechelsdier (Märtels-) leit Michaeli (Martin) mahnt zur Pachtzahlung Eif. — Abl.: die Lauderei, das Gelaut (Geleits, Gelöcks, Gelütt, Gelüj); s. Ge-läute.
14159 Zeichen · 302 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Läuten

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Läuten , verb. reg. welches das Activum des vorigen ist. 1) * In weiterer und eigentlicher Bedeutung, einen Laut oder La…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    läuten

    Goethe-Wörterbuch

    läuten a intrans von (Kirchen-)Glocken: klingen, ertönen; einmal im bildhaften Zshg Als sie aber die Glocken l. hörte 20…

  3. modern
    Dialekt
    läutenschw.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    läuten schw. (st.): 1. 'mit einer Glocke läuten', laide [verbr. NOPf vereinzelt SOPf WPf, mancherorts Don verbr. Krämer …

  4. Sprichwörter
    Läuten

    Wander (Sprichwörter)

    Läuten 1. Dat loa 'k luien, sach de Köster, doa was 'me sin Wyf afstuoarwen. ( Hemer in der Grafschaft Mark. ) – Fromman…

  5. Spezial
    läuten

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    läu|ten I vb.intr. 1 (Klang geben) soné (sona) 2 (von Kuhglocken) stlinghiné (-nëia) 3 (klingeln, z.B. Telefon) soné (so…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit laeuten

18 Bildungen · 9 Erstglied · 7 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von laeuten 2 Komponenten

lau+ten

laeuten setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

laeuten‑ als Erstglied (9 von 9)

Läutenbier

RhWB

laeuten·bier

Läuten-bier lybīr Klevld n.: die Nachbarn, die das Totengeläute besorgten, kregen (früher) in't Wärtshüs L.

Läutengarben

RhWB

laeuten·garben

Läuten-garben luwję·r.vən (o. O.) Pl. t.: L. erhielt noch vor 70 Jahren der Küster von den meisten grossen Bauerngütern der Pfarre.

läutenhart

RhWB

laeuten·hart

läuten-hart lędənhart  Bitb-Seimerich Adv.: l. kreischen ganz laut weinen.

laeuten als Zweitglied (7 von 7)

anläuten

DWB

anläuten , campanam pulsare, campana signum dare inchoandi: ein metten, vesper wol an- und eingelitten. Garg. 246 a ; die kirche, den feiert…

ausläuten

DWB

aus·laeuten

ausläuten , extremum sonare campana, nnl. uitluiden: es läutet eben aus; die glocken haben ausgeläutet, campanae tacent; zum gericht hat man…

beläuten

DWB

beläuten , campanae sonitu celebrare, convocare: dein leib nit auf den kirchhof graben, bleibt unbeleut und unbeklungen. Waldis Esop 4, 46 .…

einläuten

DWB

ein·laeuten

einläuten , campanae sonitu initiare, nnl. inluiden: es wird eben eingeläutet, man hat schon eingeläutet; das fest, die messe einläuten; so …

wetterläuten

DWB

wetter·laeuten

wetterläuten , n. ( subst. inf. ); ' das läuten der glocken bei gewittern, wodurch man sie zu entfernen oder zu zertheilen denkt ' Campe 5 (…

zusammenläuten

DWB

zusammen·laeuten

-läuten , v. , mit läuten zusammenrufen: unwillkürlich griff er nach dem glockenzug, als müsse er das ganze haus ... zu seiner hülfe z. W. R…

Ableitungen von laeuten (2 von 2)

beläuten

DWB

beläuten , campanae sonitu celebrare, convocare: dein leib nit auf den kirchhof graben, bleibt unbeleut und unbeklungen. Waldis Esop 4, 46 .…

verläuten

DWB

verläuten , verb. 1 1) mittelst geläute vertreiben: einige glauben, das gewitter verläuten zu können. Heinsius 4, 1, 1315 . 2 2) verläuten, …

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „laeuten". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/laeuten/rhwb
MLA
Cotta, Marcel. „laeuten". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/laeuten/rhwb. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „laeuten". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/laeuten/rhwb.
BibTeX
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