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Kunst

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Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Kunst

Bd. 11, Sp. 804
Kunst (von können) im weitesten Sinne des Wortes ist jede zur Vollendung gebrachte Fertigkeit und bezeichnet im Gegensatz zum Erkennen und Wissen die Gabe, das richtig Erfaßte mit Leichtigkeit und Sicherheit in Handlungen zu betätigen; zweitens ist K. im engern Sinne diejenige Fertigkeit, die allein wegen ihrer ästhetischen Gefühlswirkung geübt wird, wie die K. des Malens, Dichtens, Musizierens, Komödiespiels; endlich drittens (und dies ist der weitaus wichtigste Sinn des Wortes) ist K. nicht sowohl Ausdruck für ein subjektives Vermögen, als vielmehr für die objektiven Erzeugnisse dieses subjektiven Vermögens: K. ist alsdann die abstrakte Gesamtbezeichnung für die dauernden oder zu beliebiger Erneuerung fixierten Produkte des ästhetischen Schaffens; hierin, daß sie neue ästhetische Werte von bleibender Bedeutung schafft, liegt die Hauptaufgabe der K. Daher werden Künste, die nur oder doch ganz überwiegend in dem zweiten Sinn als subjektive ästhetische Fertigkeiten in Betracht kommen, ohne dauernde ästhetische Werke zu hinterlassen, wie die Tanzkunst oder die reproduzierenden Künste des Musikspiels, des Gesanges, der Rezitation und des Komödiespiels, nach allgemeinem Urteil niedriger eingeschätzt als Poesie, bildende K. und musikalische Komposition. Jedes produktive und reproduktive künstlerische Vermögen beruht auf Anlagen, die sich wohl durch Verstandeseinsicht und Übung lenken und erweitern, niemals aber wecken und zur Vollendung führen lassen: es ist letzten Endes auf die die Vorstellungstätigkeit begleitenden und leitenden Gefühle begründet, und die Fähigkeit ungehemmten, kräftigen und vielseitigen Gefühls ist sehr viel seltener anzutreffen und verkümmert viel leichter als die des gefühlsschwachen logischen Denkens. Das Gefühl steigert die intellektuellen Funktionen zu ungewöhnlichen Leistungen, läßt Werte erfassen, die der Verstand nicht begreift, beschleunigt den Ablauf der Vorstellungen und führt zu Kombinationen, die abseits vom Wege liegen. Diese in der Regel als Phantasie bezeichnete, von originellen Gefühlsimpulsen bestimmte Vorstellungsbetätigung des künstlerischen Vermögens weicht von dem logischen Verstandesdenken durchaus ab, ohne dessen Grundgebote zu verleugnen; auf ihr beruht der eminent produktive Charakter der höhern Künste, und wie diese sich in letzter Linie aus dem Gefühl entwickeln, so ist es zu begreifen, daß ihre entscheidende Wirkung auch wieder in Gefühlen besteht (s. Ästhetik). Die K. im objektiven Sinne des Wortes stellt sich entweder die Aufgabe, das in der Natur, im Leben Vorgebildete neu zu erschaffen, oder neue Gebilde zu erzeugen, denen in der Natur nichts Ähnliches entspricht. Die Künste der erstern Art, die sich an ein Gegebenes anlehnen, heißen gebundene, die der letztern Art freischaffende Künste. Diese Tatsache, daß es Künste gibt, die mit der Natur nichts zu tun haben, zeigt bereits, daß es grundfalsch ist, die Nachahmung der Natur als maßgebendes Prinzip der K. hinzustellen; vielmehr ist es immer nur ein innerlich erschautes Leben, das der Künstler durch seine Darstellung (s. d.) nach außen wiedergibt; lehnt er sich in den gebundenen Künsten an die Natur an, so sind es doch nur ihre Grundzüge und Gesetze, nicht ihre zufälligen Erscheinungsformen, die er festhält; er ist daher auch hier Neuschöpfer, nicht Nachahmer des Lebens; er soll meiden, was den Charakter einer Neuschöpfung stört, niemals aber den Schein der Lebenswirklichkeit erstreben (s. Illusion). Erscheint es auf diese Weise notwendig, alle Künste unter einen gemeinsamen Gesichtspunkt zu rücken und K. als Gesamtbezeichnung für die Erzeugnisse schöpferischer Neubildung des ästhetisch geläuterten innern Lebens aufzufassen, das nach außen (für Auge oder Ohr) wahrnehmbar gemacht ist, muß also ein prinzipieller Gegensatz zwischen gebundenen und frei schaffenden Künsten geleugnet werden, so kommt hinzu, daß die Grenze zwischen diesen und jenen fließend ist. Die wichtigsten der frei schaffenden Künste sind die Ornamentik und die Musik. Aber die Ornamentik lehnt sich gleichwohl häufig an Naturgebilde an (vgl. Haeckel, Kunstformen der Natur, Leipz. 1899–1904), und die Musik kann Geräusche, Schalle und andeutend auch Gesichtseindrücke des Lebens (man denke an Wagners Feuerzauber im »Ring des Nibelungen« u. ä.) wiedergeben. Anderseits entfernen sich die gebundenen Künste der Malerei, Plastik und Poesie oft sehr erheblich von der Natur; es läßt sich hier von der enggebundenen K. des Porträtmalers oder des naturalistischen Dichters bis zu den phantastisch-imaginären Schöpfungen eines Dante oder Böcklin eine höchst mannigfaltig abgestufte Entwickelungslinie verfolgen. Aber auch dort, wo sich der Künstler an die Natur binden muß, ist das eigentlich Künstlerische die Zutat aus seinem Innern. Alle K kann außer dem, was sie unmittelbar darstellt, eine große Fälle mittelbar anklingender Vorstellungen und Gefühle in dem Aufnehmenden erwecken, die nicht selten erst das letzte Geheimnis des ästhetischen Eindrucks erschließen; zu dem unmittelbar Dargestellten tritt der assioziative Faktor, treten die symbolischen Obertöne und Ausstrahlungen hinzu. Begreiflicherweise sind diese symbolischen Erhöhungen und Steigerungen bei den frei schaffenden Künsten am größten. Die Gebilde der Ornamentik, so kunstvoll sie seien, bedeuten an und für sich oft wenig; die musikalischen Klänge und Melodien geben unsrer Seele meist keinen greifbaren Inhalt; und doch können uns beide derart entzücken, daß wir ihre Eindrücke immer wieder zu erneuern suchen; denn sie eröffnen dem Gemüt eine weite Perspektive und weisen über das unmittelbar Dargestellte hinaus in eine unendliche Ferne. Auch die gebundenen Künste lassen diesen indirekten Faktor der Darstellung zur Geltung kommen; der Dichter wie der Maler und Bildhauer rufen »das Einzelne zur allgemeinen Weihe«, auch sie genügen erst durch symbolische Tiefe und Weite höhern ästhetischen Ansprüchen. Aber es leuchtet doch ein, daß das, was sie unmittelbar bieten, daß der direkte Faktor der Darstellung inhaltreicher und wichtiger ist als in den frei schaffenden Künsten. Von geringerer prinzipieller Bedeutung ist der weiterhin zu nennende Unterschied der unabhängigen und abhängigen Künste; jene schaffen Werke, die allein um ihrer selbst willen da sind, diese sind in den Dienst praktischer Lebenszwecke gestellt. So erscheinen die Tragödie, die Symphonie etc. als Erzeugnisse unabhängiger K., während sich die Baukunst, das Kunstgewerbe, die Gartenkunst und vollends die dekorativen Künste vorgeschriebenen Zwecken anbequemen müssen. Insoweit in den abhängigen Künsten die schöpferische Tätigkeit des Künstlers zum Ausdruck kommt, stehen sie an Wert den unabhängigen gleich; insoweit sie auf bloßer Verstandeseinsicht und mechanischer Fertigkeit beruhen, haben sie keinen ästhetischen Wert, verdienen alsdann also überhaupt nicht als Künste eingeschätzt zu werden. Von entscheidender Bedeutung für Inhalt und Entwickelung der Künste sind ihre Darstellungsmittel. Während die bildende K. durch Formen und Farben im Raume, die Musik durch die Folge von Klängen in der Zeit wirkt, vermag die Poesie durch das dem Ohr oder indirekt im Schriftbild dem Auge sich darbietende inhaltreiche Wort zu allen Sinnen zu sprechen und zugleich die Welt der abstrakten Vorstellungen (wenigstens innerhalb gewisser Grenzen) zu durcheilen. Ist sie auf diese Weise den anderen Künsten an Ausdrucksfähigkeit weit überlegen, so kommt noch hinzu, daß sie durch Rhythmus und Reim an den Wirkungen der Musik Anteil gewinnen kann, und daß nur sie die bedeutsamste Erweiterung ihrer Darstellungsmittel durch die ästhetischen Apperzeptionsformen (s. d.) erfährt. Auf der andern Seite sind doch auch ihr unverrückbare Schranken gesetzt: sie kann auch bei höchster Ausnutzung ihrer Mittel dem Gesichtssinn niemals so deutlich greifbare Bilder darbieten wie die Malerei, und sie kann uns das Wallen und Wogen der Gefühle und Affekte niemals so innerlich zu verstehen geben wie die Musik. Jede K. soll die Grenzen achten, die ihr durch ihre Darstellungsmittel gezogen sind; Lessings strenge Scheidung der Poesie und bildenden Kunst (im »Laokoon«) bleibt eine kritische Tat von unvergänglichem Wert, wenn auch viele seiner Ergebnisse anfechtbar sind. Moderne Grenzüberschreitungen der sogen. Programmmusik werden trotz geistreicher Durchführung kaum dauernde Anerkennung finden. Bei den bildenden Künsten kommt bei Abschätzung der Darstellungsmittel insbes. auch das zu bewältigende Material in Betracht: plastische Werke, in Marmor, Ton, Holz oder Porzellan ausgeführt, wirken durchaus verschieden, und ein Gegenstand, der in dem einen Material künstlerisch bewältigt werden kann, paßt in der Regel nicht zu dem andern. Vollends abweichend sind die Darstellungsmittel der Malerei und Plastik, und nie ohne Nachteil sind die Eigentümlichkeiten der einen K. auf die andre übertragen worden. – Höchste Aufgabe alles ästhetischen Schaffens ist es, die Darstellungsmittel dem jeweils vorliegenden Stoff innerlich zu vermählen, Inhalt und Form in Harmonie zu setzen, dergestalt, daß jeder Zug der Formgebung Gefühle und Stimmungen weckt, die denen, die der Inhalt anregt, entsprechen. Genaueres hierüber s. in dem Artikel »Stil«; ferner s. die Artikel über die einzelnen Künste »Ästhetik, Darstellung, Idealisieren, Illusion, Schön, Symbol«. Über die bildenden Künste im engern Sinne, d. h. die Künste, welche die Erzeugnisse der schaffenden Phantasie durch Farben und plastische Formen zur Anschauung bringen, s. die Artikel »Architektur, Bildhauerkunst und Malerei«.
9552 Zeichen · 63 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    kunstst. F. (i)

    Köbler As. Wörterbuch

    kunst , st. F. (i) nhd. Weisheit ne. wisdom (N.) ÜG.: lat. (potestas) H Hw.: vgl. ahd. kunst (st. F. i) Q.: H (830) E.: …

  2. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    kunstst. F. (i)

    Köbler Afries. Wörterbuch

    kunst , st. F. (i) nhd. Kunst, Kenntnis ne. knowledge Hw.: vgl. as. kunst*, ahd. kunst Q.: W, Jur E.: germ. *kunsti-, *k…

  3. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    kunst

    Althochdeutsches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    kunst O D 3,24,17 s. kumft.

  4. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kunststf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +7 Parallelbelege

    kunst ( gen. künste) stf. das wissen, wie in etwas gehörig zu werke zu gehen ist nebst der fertigkeit in der ausübung di…

  5. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kunstF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    kunst , F. Vw.: s. kumpst (1) L.: Lü 194a (kunst) Son.: örtlich beschränkt

  6. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kunst

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Kunst , plur. die Künste, Diminut. das Künstchen, Oberd. Künstlein, und zusammen gezogen Künstel. Es stammet vermitt…

  7. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Kunst

    Goethe-Wörterbuch

    Kunst ca 3600 erfaßte Belege (bei teilw selektiver Exzerption, besonders in Br u Tgb). Die ältere Bed “Kenntnis, gelehrt…

  8. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kunst

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Kunst , s. Aesthetik . Man unterscheidet redende, tönende und bildende K.; vgl. die betr. Art.; freie Künste , s. d.

  9. modern
    Dialekt
    Kunst

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    Kunst [ X ùnt Olti. Fisl. ; ‘ X òỳt Attenschw. ; Khùnt Su. Co. Dü. Str. Z. Han. Betschd. W.; Kht M. ; Khût Sulzern…

  10. Sprichwörter
    Kunst

    Wander (Sprichwörter)

    Kunst 1. A Konst at nian Bruat. ( Amrum. ) – Haupt, VIII, 369, 321. 2. Aller Kunst Anfang ist geringe. 3. Als beste Kuns…

  11. Spezial
    Kunstf

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Kunst , f искусство , ср

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kunst

1.152 Bildungen · 986 Erstglied · 163 Zweitglied · 3 Ableitungen

kunst‑ als Erstglied (30 von 986)

Kunstdung

SHW

Kunst-dung Band 4, Spalte 43-44

Kunsteis

SHW

Kunst-eis Band 4, Spalte 43-44

Kunstherd

SHW

Kunst-herd Band 4, Spalte 45-46

Kunstmist

SHW

Kunst-mist Band 4, Spalte 45-46

Kunstwabe

SHW

Kunst-wabe Band 4, Spalte 45-46

kunstabelēren

KöblerMnd

kunst·abelēren

kunstabelēren , sw. V. nhd. an den Festen der Patrizierbrüderschaft teilnehmen E.: s. kunstabel L.: MndHwb 2, 708 (kunstavelêren) Son.: örtl…

kunstabelīe

KöblerMnd

kunstabelīe , F. nhd. Festveranstaltung der Patrizierbrüderschaft E.: s. kunstabel L.: MndHwb 2, 708 (kunstavelîe) Son.: örtlich beschränkt

Kunstabler

MeckWBN

kun·stabler

Wossidia Kunstabler m. Konstabler, Polizist, Schutzmann Müll. Reut. 76 b .

Kunstabsicht

GWB

kunst·absicht

Kunstabsicht Pl für jds (eines Malers) künstlerische Bestrebungen Tischbeins Talente, so wie seine Vorsätze und K-en lerne ich nun immermehr…

Kunstadel

Campe

kunst·adel

○ Der Kunstadel , des — s , o. Mz . der Adel, der höhere Rang, der Vorzug, welchen die schönen Künste geben; oder auch der Adel, die höhere …

kunstadept

DWB

kunst·adept

kunstadept , m. eingeweihter der kunst, spöttisch für kritiker. Gotter 3, lxix.

kunstähnlich

DWB

kunst·aehnlich

kunstähnlich , der kunst nahekommend: das handwerk zu einer gewissen kunstähnlichkeit erheben. Göthe 44, 282 .

Kunstähnlichkeit

GWB

kunstaehnlich·keit

Kunstähnlichkeit für eine weithin technische, kunsthandwerkliche Angleichung an die Kunst [ über den Dilettanten auf dem Gebiet der Zeichnun…

Kunstäußerung

GWB

kunst·aeusserung

Kunstäußerung iSv künstlerische Ausdrucks-, Gestaltungsweise Von Claude Lorrain, der nun ganz ins Freie, Ferne, Heitere, Ländliche .. sich e…

kunstakademie

DWB

kunst·akademie

kunstakademie , f. akademie für kunst, s. Krünitz 55, 125 ff., in Berlin schon 1699 ( das. 140), anfangs lieber pluralisch ( s. kunst 5, c, …

Kunstakademien

Meyers

Kunstakademien , Kunstschulen höherer Art, auf denen alles, was zum technischen und praktischen Unterricht des bildenden Künstlers notwendig…

kunstanfang

DWB

kunst·anfang

kunstanfang , m. die ältesten kunstanfänge. Beckers weltg. 2, 32 , eine der zusammensetzungen, die man für unnötig und unnütz erklären musz,…

Kunstanfrage

GWB

kunst·anfrage

Kunstanfrage Bitte um nähere Information über ein best Kunstwerk [&spiklzu;Kunstfrage] B33,385 Noehden 22.9.20 K Syn Kunstfrage Horst Fleig …

Kunstangelegenheit

GWB

kunst·angelegenheit

Kunstangelegenheit Pl mit Ausnahme von T12,152,5 , zweimal Bindestrichschr pauschal, summarisch für Dinge u Verhältnisse im Bereich der (bil…

kunst als Zweitglied (30 von 163)

Kleinkunst

RDWB1

Kleinkunst f (Lakune) малые художественные формы: собирательное обозначение таких видов искусства, как шансон, акробатика, кабаре, карикатур…

Redekunst

RDWB1

Redekunst f ораторское искусство, красноречие, велеречивость устар. feine Redekunst - цветы красноречия идиом.

ackerkunst

KöblerMhd

acker·kunst

ackerkunst , st. F. nhd. „Ackerkunst“, Feldbau E.: s. acker, kunst W.: nhd. DW2- L.: Lexer 361b (ackerkunst), LexerN 3, 12 (ackerkunst)

Ätzkunst

Adelung

atz·kunst

Die Ätzkunst , plur. inusit. die Kunst, Figuren mit Scheidewasser in eine kupferne Platte zu ätzen; die Radier-Kunst.

Apothekerkunst

Wander

apotheker·kunst

Apothekerkunst Ist dies eine Apothekerkunst? D.h.: Ist es so schwer, als die Kunst eines Apothekers? Man will damit sagen, dass sich von dem…

Arzneikunst

Wander

arznei·kunst

Arzneikunst Die Arzneikunst macht kranke, die Mathematik traurige und die Theologie sündhafte Leut. – Einfälle, 276.

aukunst

KöblerMhd

aukunst , st. F. Vw.: s. ākust (1)

Bǘschelkunst

Adelung

Die Bǘschelkunst , plur. die -künste, eine Art einer sehr einfachen Wasserkunst, da das Wasser durch mehrere an einer Kette befindliche Büsc…

baukunst

DWB

bauk·unst

baukunst , f. architectura, in allen ihren anwendungen, bürgerliche und kriegsbaukunst, wasserbaukunst, bergbaukunst u. s. w. auch die ausge…

Baumkunst

Adelung

baum·kunst

Die Baumkunst , plur. die -künste, im gemeinen Leben, Künste, die Natur der Bäume und ihrer Früchte zu verändern.

Bienenkunst

Adelung

bienen·kunst

Die Bienenkunst , plur. die -künste, im gemeinen Leben, künstliche und oft abergläubige Hülfsmittel, die Bienen zu erhalten und zu vermehren…

bildkunst

DWB

bild·kunst

bildkunst , f. bildende kunst: es ist fast kein glied an des menschen leibe, welches nicht seine deutung in der bildkunst hat, die ohren bed…

Blumenkunst

Adelung

blumen·kunst

Die Blumenkunst , noch mehr aber im Plural die Blumenkünste, Handgriffe, die Blumen an Farbe, Größe und Geruch zu verändern.

dichtkunst

DWB

dicht·kunst

dichtkunst , f. poësis, die fertigkeit zu dichten, dann die gesetze die dabei zu beobachten sind, im allgemeinen wie in beziehung auf einzel…

Edelkunst

Wander

edel·kunst

Edelkunst Ein Edelkunst ist federbose; wer die brauchen kan, der nem ein fuchsschwantz für ein besen, die Welt wils jetzt so han. – Henisch,…

Êrdmêßkunst

Adelung

erd·messkunst

Die Êrdmêßkunst , plur. car. die Kunst oder Wissenschaft, die Erde, und in weiterer Bedeutung auch alle auf derselben befindliche Körper zu …

eselskunst

DWB

esel·s·kunst

eselskunst , f. ars asinina, stulta: und wolte mit solchen worten ire eselskunst brauchen. Luther 3, 521 a ; dein eselskunst ist gar kein nu…

färbekunst

DWB

faerbe·kunst

färbekunst , f. ars tingendi, inficiendi: anleitungen zur färbekunst. Göthe 52, 295. 54, 250 .

Fếldmếßkunst

Adelung

feld·messkunst

Die Fếldmếßkunst , plur. inus. die Kunst oder Wissenschaft, welche solches lehret, und welche ein Theil der Geometrie oder Erdmeßkunst ist.

feuerkunst

DWB

feuer·kunst

feuerkunst , f. pyrotechnia. feuerkunst oder chymie. Leibnitz 468 . in Nürnberg auch eine feuersprütze.

Feuerwêrkskunst

Adelung

feuerwerk·s·kunst

Die Feuerwêrkskunst , oder Feuerwerkerkunst, plur. inus. die Wissenschaft, allerley Feuerwerke, besonders Feuerwerke zum Erste zu verfertige…

firkunst

AWB

fir·kunst

fir- kunst st. f. ; vgl. ae. fracoþu f. ( vgl. Bosw.-T., Suppl. S. 260 ). — Graff IV,413 f. uir-chunst: nom. sg. Np 24,14; gen. sg. - ] e Np…

gartenkunst

DWB

garten·kunst

gartenkunst , f. gartenbau als kunst, gartenbaukunst, aufgeführt zuerst bei Adelung, früher gärtnerkunst, das er auch als gleich dazu stellt…

geberdenkunst

DWB

geberden·kunst

geberdenkunst , f. mimik, pantomimik. Engel mimik 1, 23 u. ö., vgl. Adelung. auch nl. gebarenkunst.

Gedächtnißkunst

Adelung

gedaechtniss·kunst

Die Gedächtnißkunst , plur. inus. die Kunst, die Kraft des Gedächtnisses zu erweitern, besonders wenn solches vermittelst der Einbildungskra…

Ableitungen von kunst (3 von 3)

unkunst

DWB

unkunst , f. : mangel an kunst und deren gth.; ohne plur.; mhd. mnd. unkunst, mnl. onconste, nl. onkunst. vgl. after-, gaukel-, halb-, misz-…

urkunst

DWB

urkunst , f. , ursprüngliche kunst. kunst II 4 mit ur- C 4 c: es darf wohl als allgemein verständlich angenommen werden, dasz ... das hervor…

verkunsten

Lexer

ver-kunsten swv. nu ist dîn kunst verkunstet Msh. 3,56 b .

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APA
Cotta, M. (2026). „kunst". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kunst/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „kunst". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kunst/meyers. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „kunst". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kunst/meyers.
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