kühl,
kühle,
adj. frigidulus. II.
Formen und verwandtschaft. I@aa)
mhd. küele,
ahd. chuoli;
alts. cuoli, côli
nicht bezeugt (
vgl. unter kuhlen, kühlde),
mnd. köle,
nnd. köl Dähnert 246
b, koil
adj., koile
adv. Schamb. 108
a,
häufiger kölig,
kühlig; nl. koel.
ags. mit und ohne umlaut cêle (cŷle)
und côl Ettm. 376;
engl. nur noch cool,
denn chill
ist nicht das ags. cêle (
s.kellen 3
und Grein 1, 182),
das altengl. noch als subst. bestand, chele, cheele Halliw. 244
a, Stratm. 138,
jetzt noch als verbum keel (
s.kühlen).
entlehnt dän. köl, kölig
mit nd. vocal, mit hd. schwed. kylig,
wie kyla
kühlen u. a. (
vgl. unter kühn I,
a),
die doch zugleich heimische anlehnung haben in altschw. kyld
kälte, altn. kylr
m. u. a.; vgl. norw. kjölen
kühl, kjöl
m. kühlung Aasen 217
b,
worin dän. und altnorw. gemischt scheint. I@bb)
formell ist zu bemerken einmal ein adv. kule, wie mhd. kuole (Lexer 1, 1787),
in einem liede des 16.
jh.: der wind der wät so kule (: bule). Uhland
volksl. 259.
in andern fällen ist der umlaut nur nicht bezeichnet, z. b.: kul machen, erkulen ..
refrigerare. voc. 1482 r 7
a,
vgl. unter dem vor. 2.
Anders älter md. kûle,
z. b. pass. H. 149, 22,
auch im subst. kûle
f. Frauenl. 343, 10 (: stûle),
pass. K. 401, 81,
mit md. û
für uo
und ausbleiben des umlautes. diesz kûle
ist in md. mundarten noch nicht ausgestorben, daher in scherzendem stile, z. b. in dem liede von der groszen seestadt Leipzig: ach das grab das ist so kuhle (: gefuhle).
regelmäszig kuhl
z. b. noch im Kuhländchen, s. Meinert
volksl. 405.
aber auch tirol. 'kuel
neben küel' Frommann 6, 304,
das wäre wie mhd. kuon
neben küene (
s.kühn I,
e). I@cc)
das volle alte kühle, das sonst die form der md. mundarten ist, wenigstens im osten (
wie schöne, grüne, süsze, kleine),
brauchen auch dichter noch, besonders im adv.: da rühren die blumen ihm kühle ans herz. Eichendorf
ged. 318 drauszen ist die nacht so kühle. 449; und kühle quoll der sprudel. Geibel
ged. (1850) 298; im gletscherabstrom stund mein jagdwein kühle. Scheffel
frau Aventiure 201.
schon Stieler
hat nur kül, Rädlein, Aler, Frisch, Adelung
nur kühl,
doch Steinbach 1, 944
nur kühle,
auch Ludwig: der wind gehet kühle, es wird allgemach kühle. I@dd)
den ursprung klärt das altn. auf, wo ein starkes verbum kala, kôl, kalinn
frieren bestand (Möbius 224, Fritzner 337
a, Egilsson 454
a),
das urspr. gemein germ. gewesen sein musz. von dessen praet. ist chuoli
gebildet, '
das, was kalt war, also neue wärme gewonnen hat' Grimm
gramm. 2, 80.
s. weiter kalt,
auch kellen frieren. IIII.
Bedeutung und gebrauch. II@11) kühl
ist ein gelinderes kalt,
wie lau
ein gelinderes warm,
nicht alle sprachen haben diese abstufung von kalt, z. b. die lat., wo beides in frigidus
zusammenfällt: in ainer küelen zwischen haiʒ und kalt. Megenberg 166, 24; mit eiern, welche sich .. in derselben (
höhle) übers jahr halten, weil das ort mehr kühl als kalt ist.
Simpl. 2, 262
Kurz. Übrigens wird der unterschied auch bei uns manchmal übersprungen. wie ahd. chuoli
auch für gelidus
eintritt (Graff 4, 379),
mhd. auch der winter küele
heiszt Neidh. 24, 13,
und vorhin im voc. inc. teut. kul
frigus, gelu ist, so bedeutet noch nd. in der Altmark verkölen
vielmehr erkälten Danneil 238
a, köl
auch kälte 112
b,
wie dän. forköle
erkälten, schwedisch förkyla
erkälten, erfrieren. und umgekehrt erscheint auch kalt
gleich kühl, s. sp. 75 (
e),
besonders am ende, kühl
dagegen als nächste stufe bei heisz: 'Dol, leg den braten morgens bald zuo (
am bratspiesz zum feuer) und lasz in küel und langsam abbraten, das er nit verbrin'.
Eulensp. cap. 64 (
ebenso in Ayrers
singspiel vom Eulensp., s. u. kühlung 1,
b);
Eulenspiegel, der sich als kuchenknab
verdungen hatte, versteht freilich den küchenausdruck falsch und legt den braten in den keller; vgl. unter k. II@1@aa) kühle
luft, tageszeit, jahreszeit u. dgl.: da der tag nu kuel ward und schier fur uber war. Luther 4, 30
b,
als die abendkühle kam, in der bibel von 1545 da der tag küle worden war 1
Mos. 3, 8,
vgl. hohel. 4, 6; der morgen war kühl und frisch; küle nächte, kül wetter, küler wind Stieler; jetzt, beim eintritt der kühleren witterung,
nach dem sommer, während man nach dem winter dieselbe luftwärme lau
oder wärmer
nennt; bei kühlem purpurschein. Spee
trutzn. 132,
beim morgenrote; du kühle morgenstunde. Voss (1825) 4, 37. kühler wind,
im volksliede formelhaft (
wie der grüne wald
u. ä.),
wie schon mhd.: wer weisz, wo mich der wind, der kühle wind hin treibet. Hoffmann
schles. volksl. 259.
scherzhaft auch von voller kälte, über die man sich mit dem scherze hinaushebt, besonders es ist maikühle,
in dem sinne wie man die ersten schneeflocken den spielenden mücken
vergleicht, vergl. Fischart
unter c. der kühle mai
s. z. b. sp. 75
unten. kühler thau: gen diser sumerzeite do fallen die klen tawe. Uhland
volksl. 577. II@1@bb)
dazu das kühle (
vgl.das kühl
oben),
kühle luft, kühler schatten, kühler ort u. dergl., doch im nom. kaum vorkommend: im külen sein,
sub arboribus recubare, umbra frui, refrigerari Stieler; nach mittage saszen wir junges volk im kühlen. Göthe 1, 15; wie ergötz ich mich im kühlen dieser schönen sommernacht. 1, 46; ringsum nahmen ihn palmen ins kühle. Klopstock
Mess. 1, 53; lasz uns hineingehn, frau, ins kühlere. gebe der himmel uns die nacht ein gewitter. Voss
abendschmaus v. 15.
nd. im kölen,
gegen abend Dähnert 246
b.
vgl.das kalte sp. 86. II@1@cc)
wasser, quell, wein u. dgl.: lebt wohl, ihr grotten und ihr kühlen brunnen. Schiller 452
a,
mhd. trefflich kisküele
von einer quelle, der kies als die kühlung erzeugend oder bewahrend gedacht: der brunne ûf dringet âne mies (
moos, ganz rein) ûʒ dem felsen durch daʒ gries (
kiessand) kisküele, stæte, reine. Mones
anz. 8, 489. kühler trunk,
vom januar sagt Fischart: wann es in diesem monat gefroren ist, so wird es kühl, trocken und frisch, und wird der arm gleich so wol ein klen trunk haben, als der reich, wiewol die tränk sind ungleich.
groszm. 624
Sch., mit anspielung auf den kühlen wein,
der in den lustigen kreisen ein wichtig ding war, in volks- und schlemmerliedern formelhaft: bei sszem most und klem wein. Uhland 571,
vgl. 578; trag einher klen wein und schenk uns tapfer ein. 583; was trag ich auf der hende? ein gleslein mit klem wein. 587,
vgl. 589. 593; man singt nicht viel vom warmen wein, der kühl uns lustig macht .... ein warmer ghört den weibern zu, dem mann der kühle wein. Hoffmann
gesellschaftsl. 157,
vgl. unter kühlwasser.
auch im gegensatz zum brannten wein,
brantwein: der eheteufel ... treibet den mann ... aus dem haus, frü morgen zum brannten wein, von dem zum külen wein. Musculus
eheteufel 1564 F 4
b.
noch im volksliede, aber neuerdings auch in gebildetem munde, mit halb scherzender halb gelehrter alterthümelei, vgl. Scheffels kühl stehender jagdwein
unter I,
b (kalt stellen, kalt stehen
ist das gewöhnliche),
so ein kühler trunk,
in Berlin eine kühle blonde (2, 143). II@1@dd)
kühler ort u. ä.: kl und lustig ort,
aestiva. Maaler 254
d,
eine sommerfrische; die gegend, wo ich ietzund dichte, ist einsam, schatticht, kühl und grü
n. Günther 269; ein kühles thal mit leichten büschen. Göthe 3, 40; noch ist die laube kühl und grü
n. Hölty 251. kühler keller,
mit gedanken an den kühlen wein: im kühlen keller sitz ich hier auf einem fasz voll reben. K. Müchler (
s. weim. jahrb. 6, 160).
ferner kühler schatten (
vgl.schattenkühl Göthe 13, 84): daʒ diu linde mære mir küelen schaten bære. Walther 93, 13
Wack.-Rieger. und die bäume und büsche, die ihn bringen: unter schatticht kühlen linden. Lessing 1, 53; wo über Eckhofs grab geheime schauer wehn und kühle bäume grünen. Gotter 1, 271. kühles zimmer, kühle wohnung,
auch im adv.: prächtger wald, wos kühl zu wohnen. Eichendorf 140. II@1@ee)
übertragungen des begriffes: der wälder kühle lust. Hagedorn 1, 34,
statt der kühlen wälder lust,
mit übertragung des kühl
vom äuszern ins innere. mit einer andern übertragung spricht Brockes
von kühler klarheit,
gedämpftem lichte: durch allgemeine (
vorherschende) schatten bricht ein sanftes licht, in welchem dunkelheit mit küler klarheit scherzet.
ird. vergn. in gott 1, 48 (1728),
was von der wärme gilt, auf das verwandte licht übertragen; vgl. übrigens kalte farbe
sp. 80
unten. kühler mondschein (des alters) J. Paul
herbstbl. 3, 181. II@1@ff)
besonders springt, wie natürlich, der begriff leicht in kühl machend über, kühlung gebend, kühlend, wie Stieler küler schatten
mit umbra refrigerans erklärt: doch mir umschwebt ein zarter lichter nebelstreif noch brust und stirn, erheiternd, kühl und schmeichelhaft. Göthe 41, 252. ein kühles bad,
ein kühlendes. von kühlenden früchten: erdbeeren kühl und duftig (
walderdbeeren). Uhland
ged. (1847) 450. II@1@gg)
auch vom menschen selber, oder von vieh, wie kalt
und gegensätzlich heisz, warm: und spielt' ihr mit dem flügelein die rothe wange kühl. Hölty 47 (
der traum); das wasser rauscht', das wasser schwoll, ein fischer sasz daran, sah nach dem angel ruhevoll, kühl bis ans herz hinan. Göthe 1, 185,
allerdings nicht blosz sinnlich gemeint, s. 3,
a; führe den schecken zum stall, und futter' ihn, Jürgen, mit haber. doch erst trockne den schaum, dasz er kühl werd', ehe du tränkest. Voss
abendschmaus 2; im blanken hemde gehn wir bursche kühl und mähn.
die heumad 73.
dazu sich kühl kleiden, kühle kleidung: das jüngferchen kleidet sich immer luftig und kühl.
Luise 1795 1, 453 (
später zefyrlich 1, 554). II@1@hh) das kühle grab, die kühle erde: üb' immer treu und redlichkeit bis an dein kühles grab. Hölty 48 (
der alte landmann); nun schläft sie dort im kühlen. es schneit auf sie, und thaut auf sie. Kosegarten
dicht. (1825) 6, 153; er liegt in Padua begraben ... zum ewig kühlen ruhebette. Göthe 12, 151.
es heiszt einen in die kühle erde betten,
er liegt da kühl gebettet,
und in diesem kühl
sammeln sich trostgefühle, während man vom kalten grabe,
der kalten erde
mit schmerzlicher abwendung spricht, vgl. das folg. kühner die kühle verwesung J. Paul 4, 218. II@1@ii)
ins jenseits wird nämlich kühle, kühlung versetzt als gegensatz zu der hitze oder kälte, unter deren bilde uns das suchen, leiden, schmerzen hienieden erscheint, schon Göthes 'ewig kühles' ruhebette
vorhin ist bestimmt zugleich so gemeint, vgl. kühlen 3,
a: droben im paradiese, wo kühle bäche flieszen zwischen palmbäumen, und früchte drüber hängen wie gold. Göthe
an Lotte 9.
oct. 1772 (
G. u. Werther s. 58); bleibt, sel'ge, bleibt in eurem Eden! des lebens hauch bläst schwer und schwül durch stumme leichenvolle öden. Elisium ist mild und kühl. Kosegarten
poes. 1798 2, 358.
schon im erdenleben kühlt
uns hoffnung, trost u. ä.: vom hauch der hofnung kühl umweht vergiszt er gram und schmerz. die erde rings um ihn vergeht, er schwingt sich himmelwärts. Salis 42 (
das abendroth). II@1@kk)
selten von speisen im gegensatz zu dem heiszen zustande in dem sie aufgesetzt werden: die speis wird kühl,
cibus infrigescit Aler 1250
b,
man nennt das sonst kalt,
mit der übertreibung des verdrusses. vgl. das kühl braten
im Eulensp. oben, Michaelis
unter kühlen 1,
von brote unter kühlen 2,
d. II@22)
eine art mittelstellung zwischen dem vorigen und folgenden nimmt ein älteres kühl
ein, in der alten mystischen naturlehre, wie kalt 3,
das nachzusehen ist; von einem throne von elefàndes beine
heiszt es: daʒ rîche gestûle (
mhd. gestüele) ist von natûre kûle.
pass. H. 149, 22;
das elfenbein war von natûre kalt (
sp. 81
unten),
vgl. Megenberg 135, 27 von der natürleichen kelten des helfenpains.
noch im 16.
jahrh.: wenn das silber erhitzt ist, so eilet und begert es des külen bleyes, wie ein gejagter und hitziger hirsch des külen wassers begert. Mathesius
Sar. 159
a, 13.
pred., vom schmelzen und silberbrennen,
auch das blei war nämlich kalter natur 149
a (
auch frisch
nennt er es ebend.),
s. Megenberg 481, 9
vergl. mit 480, 1. 479, 15.
s. auch kühlen 2,
b. II@33)
ins innere übertragen. II@3@aa)
auf der schwelle zum innerm steht z. b. Göthes kühl bis ans herz hinan (1,
g),
von leiblich- seelischem gesamtgefühl, mit vorwiegen des erstern. mehr ins innere tritt folg.: schon will die freche hand das heilige berühren. da zuckt es heisz und kühl durch sein gebein und stöszt ihn weg mit unsichtbarem arme. Schiller 71
a (
bild zu Sais),
hier von einer unheimlichen, geisterhaften kühle, nicht wie sonst einer wolthuenden; nicht jeder log, wer dir die wahrheit vorenthielt ... er will das herz mit fleisz dir machen kühl, nicht heisz. gott sagt dir auch zum glück nicht alles was er weisz. Rückert
brahm. 281,
nach dem sprichwort was ich nicht weisz, macht mich nicht heisz.
noch mehr innerlich: die silbenstechenden ausleger der poeten erwecken mir halb kühl im busen und halb schwül aus stolz und trauer ein gemischtes mitgefühl.
das. 652,
reimend kühl
und schwül,
wie sonst kalt
und heisz. II@3@bb) kühler kopf, mut, kühles blut, kühle seele
u. dgl., im gegensatz zur hitze der aufgeregten leidenschaft: hitzig köpf und gehe dat die hören warlich in kein rat (
kriegsrat). es ghört ein kler kopf darzu, das recht ein hauptman kriegen thu. Murner
luth. narr 126
Sch.; bei kühlem muth. Gryphius 1, 115; denn in der blutgen affair' bei Lützen ritt er euch unter des feuers blitzen auf und nieder mit kühlem blut. Schiller 323
a; den herzog selbst sah man, mitten unter dem feindlichen kugelregen, mit kühlor seele seine truppen durchreiten. 964
b.
auch hier, wie im folg., nicht eins mit kalt,
das vielmehr jede empfindung leugnet, die bei kühl
noch vorhanden ist, nur unbeherscht durch die dinge. II@3@cc)
auch der mann selber heiszt in diesem sinne kühl,
wenn z. b. Keisersberg
fürs strafen der kinder den rat gibt, nicht im frischen zorne zu strafen und dabei bemerkt: wenn du kl bist und du es strofen soltest, so thuost du im nüt (
nichts).
post. 2, 61
b,
genauer kühl von sinnen,
nl. koel van sinnen,
sedatus, tranquillus Kil. (
vgl. kühlsinnig); nur gegen ende ihres lebens, nach tausendfachem kampf, ward Eloise etwas kühler. Zimmermann
einsamk. (1784) 2, 262; o schande Roms! dasz Nero kühl das blut der bürger zapft' und zechte. Gökingk 2, 35; er sah ruhig und kühl die äuszeren schneestürme um sich fliegen. J. Paul
Fibel 17,
doch unsicher ob adj. oder adv., die da ineinander flieszen. II@3@dd)
von allerlei verwandtem thun, z. b. kühl berechnen, überlegen, kühle berechnung.
ein kunstwerk, das nicht '
zündet', findet kühle aufnahme, wird kühl aufgenommen,
was doch auch wärmer ist als kalt. kühl beten
u. ä., ohne die nötige wärme: nicht küel, sondern eifrig und andächtig beten. Albertinus
bei Schm. 2, 290,
das trifft denn mit lau
ziemlich zusammen, s. dazu unter kalt 3,
d. 4,
a. kühle arbeit,
die leidenschaftslose ruhe und milde wärme braucht: (
der jüngling) oft scherzhaft, selten klug, voll sprünge wie sein gaul, auf tanz und jagd erhitzt, zu kühler arbeit faul. Hagedorn 1, 120. II@3@ee)
endlich von äuszerungen des geistes oder der seele, worin sich ihre temperatur spiegeit und auf andere wirkt: e küele ausred,
eine schale a., bair. Schm. 2, 291,
auch hd. ein kühler spasz
u. ä., ein schaler, kahler, eig. gehaltloser, denn aller gehalt erwärmt irgendwie; wäre ich der elendeste schmierer und hätte ... die schalsten romänchen und kühlsten empfindeleien oder possen und fratzen aufs papier gekleckt .. Wieland
in Merks briefs. 1, 194,
vgl.kalte bossen (frigidi joci
Suet. Claud. 21)
u. kalt 4,
a. Daher wird etwas, das uns erkältet, im verdrusz kühl, kalt
genannt: muszte Judas solches geld wegen des abgeschmachen und khlen 'meum et tuum' der gemain übergeben. Abr. a. S. Clara
bei Schm.; trefflich mit rückkehr zum sinnlichen kühl
in einem kath. rätsel bei Schmeller: 'warum beten die klosterfrauen lateinisch?' weil es den armen seelen wol tuet;
nämlich lateinisch beten und nichts davon verstehn ist küel, und was küel ist, tuet den armen seelen wol (
die ja in der höllenglut sind, wie man das dort bildlich an wegen täglich sieht).
s. auch kühlheit.