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Kol

ahd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
34 in 17 Wb.
Sprachstufen
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313
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104

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Kol

Bd. 11, Sp. 255
Kol, Volk in Vorderindien, das wahrscheinlich einst das Gangestal bewohnte, vielleicht auch im südlichen Indien sich angesiedelt hatte und in der Bezeichnung Kolarier (nach andern Kolântscha) namengebend für ganz Indien wurde, wie auch das Wort Kuli (s. d.) als Bezeichnung eines Tagelöhners von K. abgeleitet ist. Die Zahl der K. betrug 1901: 298,997, die sich auf Bengalen, Zentralindien und Assam verteilen. Sie zeigen sprachlich große Ähnlichkeit mit den Schau-Stämmen Hinterindiens, beschäftigen sich wenig mit Ackerbau; in den Bergen gewinnen sie Eisen, aus den Flüssen Gold, am meisten lieben sie aber die Jagd und ein wanderndes Leben und sind unter abergläubischen Gebräuchen dem Dienst böser Geister (s. Bhûta) ergeben. Missionare haben sich mit einigem Erfolg unter ihnen niedergelassen (vgl. Goßner). Unter dem Namen Kolarier (von Kol und Arier) faßt man eine ganze Reihe von Stämmen zusammen, von denen außer den K. die bedeutendsten die Munda (466,668), Santhal (1,907,871), Korwa (13,117), Ho (385,125) und Kharwar (139,625) sind, im weitern Sinn auch die Bhil (1,198,843) und Mena (989,039), die ihre alte Sprache gegen Hindidialekte vertauscht haben. Einige Forscher sehen die Gond (2,286,913), Khond (316,571) und Oraon (614,501) als zwischen den Kolvölkern und den Drawida stehend an, während andre sie diesen ganz zurechnen. Vgl. Dalton, Descriptive ethnology of Bengal (Kalkutta 1872); Hislop, Papers relating to the aboriginal tribes of the Central Provinces (Nagpur 1886); Jellinghaus in der »Zeitschrift für Ethnologie« (Berl. 1871); Nottrott, Die Goßnersche Mission unter den Kolhs (Halle 1874–88, 2 Bde.; 2. Ausg. 1894).
1652 Zeichen · 19 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    kolst. n.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    kol st. n. , mhd. nhd. ( älter ) kol; mnd. kol, mnl. cool f. ; ae. cól; an. kol. — Graff IV,386. chol: nom. sg. Gl 3,121…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    KOL

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +11 Parallelbelege

    KOL KOLE s. ich QUIL .

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kolM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    kol , M. Vw.: s. kolle (1)

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    kolm.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    kol , m. scheitel, ein seltnes, merkwürdiges wort. 1 1) hd., genauer md. nur in einer spur: vertex, eminentior pars capi…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kol

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Kol , Volk in Vorderindien, das wahrscheinlich einst das Gangestal bewohnte, vielleicht auch im südlichen Indien sich an…

  6. modern
    Dialekt
    (Kol)

    Elsässisches Wb. · +7 Parallelbelege

    (Kol) in

  7. Spezial
    кол

    Russ.-Dt. Übers. (ru-de)

    кол ( разг. ) (Schulnote) eine Eins (die schlechteste Note in Russland) ему хоть кол на голове теши идиом. - den Mund fu…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kol

1.330 Bildungen · 1.289 Erstglied · 37 Zweitglied · 4 Ableitungen

kol‑ als Erstglied (30 von 1.289)

kôl(i)

EWA

kôl(i)AWB m. (j)a-St., neben kôlaAWB f. ō(n)-St. und kôloAWB m. an-St., seit dem 8. Jh. in Gl.: ‚(Gemüse-)Kohl; blandona, brassica, caulis, …

kolchen

SHW

kol-chen Band 3, Spalte 1601-1602

kolære

BMZ

kola·ere

kolære stm. köhler. kolære gnôʒ einem köhler gleich Hadl. 1,19,5.

Kolaila

GWB

Kolaila weibliche Titelfigur der geplanten orientalischen Oper ‘Feradeddin und K.’ 12,308 Feradeddin Titel u PersVerz 53,101 FeradeddinNacht…

Kolaim

ElsWB

† Kolaim , Koleim n. der Kreuzgang im ehemaligen Stifte St. Wilhelm, wo sich die Lehrsäle des protestantischen Gymnasiums befanden, Kollegiu…

Kolakoron

KöblerGerm

kola·koron

Kolakoron , ON nhd. bei Frankfurt an der Oder, Züllichau? Q.: ON (2. Jh.) E.: aus dem Gr.

Kolakrēten

Meyers

kola·kreten

Kolakrēten (griech., »Schinkensammler«), bei den alten Athenern die Vorsteher der städtischen Hauptkasse, daher benannt, weil sie von den be…

kō¹lammeren

WWB

kō¹-lammeren V. sich sehr ungeschickt benehmen ( Wdf Wf).

Kō¹lammer(t)

WWB

Kō¹-lammer(t) m. [ Ahs Stf Tek Kos] ungeschickte, unbeholfene, großgewachsene Person.

Kolamsleⁿ

Idiotikon

Kolamsleⁿ Band 1, Spalte 241 Kolamsleⁿ 1,241

Kō¹land

WWB

kol·and

Kō¹-land senkrechte, etwa armdicke Hölzer zwischen Kuhstall und Diele (Frbg.) ( Hal Eb ); Querholz über den→ Feªrskel n ( Mün Sc). ¶ Evtl. l…

kolander

DWB

kol·ander

kolander , m. für galander, haubenlerche: colander und from nachtigal concordierten lieplich zumal. Lenz Schwabenkr. 2 a .

Kolanuß

Pfeifer_etym

kola·nuss

Kolanuß f. harter Samenkern des im tropischen Westafrika vorkommenden Kolabaumes, für Genuß- und Nahrungsmittel, besonders Erfrischungsgeträ…

Koláptik

Meyers

Koláptik (griech.), technische, jetzt nicht mehr übliche Bezeichnung für Meißelarbeit in Stein.

Kolár

Meyers

Kolár , Josef Jiři , tschech. Dramatiker, geb. 2. Febr. 1812 in Prag, studierte daselbst Philosophie, wendete sich aber später dem Theater z…

Kolarische Sprachen

Meyers

Kolarische Sprachen (auch Mundasprachen genannt), die Sprachen einiger kulturloser Bergvölker (der Munda oder Kolh, Sonthāl u. a.) Mittelind…

Kolatie

Wander

kola·tie

Kolatie Es ist eine Kolatie. Dieser Ausdruck wird in Neumark (Schlesien) oft gehört und bedeutet dort eine Gasterei, eine gute kostenfreie M…

Kolatorĭum

Meyers

Kolatorĭum , Seihetuch aus Leinwand oder Flanell zum Durchgießen einer Flüssigkeit. Kolatūr , die durchgeseihte Flüssigkeit.

Kolatsch

Pfeifer_etym

kola·tsch

Kolatsch m., Kolatsche f. rundes Hefegebäck, ‘Kringel’, Kollatschen Plur. (Goethe 1786 brieflich aus Karlsbad), coletichenbacher (-bäcker) z…

kolatsche

DWB

kolatsche , kollatsche , s. collatsche , coletchen .

Kolatschen

Meyers

Kolatschen (tschech.), kleine runde Kuchen aus mürbem Teig, mit Korinthen, mitunter auch mit Früchten und Obstmarmelade belegt.

kolatzie

KöblerMnd

kolatzie , F. Vw.: s. kollācie

kol als Zweitglied (30 von 37)

arkôl

MNWB

arkôl , erkôl , n. , das nur einmal geschmolzene unreine oder Stückmessing (im Gegensatz zum zweimal geschmolzenen reinen Messing).

beckenkol

MWB

becken·kol

beckenkol stN. ‘Bäckerkohle’ daz ich [...] min pachhovs [...] verchovffet han [...] vm sehs phvnt Wienner phenninge [...] vnd vm einen mvtte…

beiʒkol

MWB

beiʒkol stM. ‘Rübe’ (Beta vulgaris, vgl. Marzell 1,583ff.) beta: beizcol VocBV947 3:536,23 MWB 1 534,49; Bearbeiter: Schnell

bêtekôl

MNWB

bete·kol

bêtekôl (s. bête) , bêtel- , m. , beta vulgaris, rote Rübe, Beißkohl; Mangold; beta alba.

dôk (ol-)

MNWB

° ~dôk (ol-) Tuch zum Durchseihen des Öls in der Mühle (Ub. Hildesh. 6, 448). —

eckol

AWB

eckol st. m. ( n. ? ) , mhd. eckel; aus rom. aciale. — Graff I, 130. ecch-ol: nom. sg. Gl 3,668,22. 677,33. 4,111,44 ( Sal. a 2 ). Beitr. 73…

ekkol

KöblerAhd

ekkol , st. M. (a) nhd. Stahl, Schwert, Halseisen, stählerner Halsring, aus Stahl Verfertigtes ne. steel (N.) ÜG.: lat. aciarium Gl, acuale …

erkol

MNWB

erkol s. arkol.

hellekol

MWB

helle·kol

hellekol swM. ‘Höllenkohle’ diz ist der [...] tot, / den die bosen muzen doln / in den heizen helle koln HeslApk 20628 MWB 2 1333,10; Bearbe…

kabûskôl

MNWB

kabus·kol

kabûskôl , kabbûs- , kabusken- , m. , weißer Kopfkohl, überh. Kopfkohl, Brassica oleracea capitata, witte k. S. noch kabûs.

karkôl

MNWB

kar·kol

° karkôl (karke ° l) = arkôl , s. d. (vgl. Ub. Brschwg. 3, 676 b).

kumpstkôl

MNWB

kumpst·kol

kumpstkôl (kumst- , konst-) , m. , Sauerkraut , zum Sauerkraut verwendeter Weißkohl , witte k., sûre k.

mērkôl

MNWB

mer·kol

° mērkôl Crambe maritima, Strandkohl (Garde d. S. c. 161) . —

minnekol

KöblerMhd

minne·kol

minnekol , sw. M. nhd. Liebesglut E.: s. minne (1), kol W.: nhd. DW- L.: Hennig (minnekol)

прокол

RDWB2

pro·kol

прокол перен. , разг. прокол / прокольчик вышел; промашечка вышла идиом. - j-d ist ins Fettnäpfchen getreten idiom. ; j-d hat sich blamiert;…

prôtokol

MNWB

proto·kol

+ prôtokol , n. ( Gen. Sg. -les ) : offizielles Verzeichnis , tô p. schrîven vermerken (Lauremberg ed. Lappenberg 108), (bes.:) notarielle A…

prōtokol

KöblerMnd

prōtokol , N. nhd. Protokoll, offizielles Verzeichnis, notarielle Aufstellung von Eigentum bzw. Zahlungen Vw.: s. gerichte-, stat- Q.: Laure…

rôtkôl

MNWB

rot·kol

*° rôtkôl , m. : ein Pflanzenname, (wohl:) Liegender Fuchsschwanz, Amarantus viridis, „Blitum” (Chytr.); — vgl. Marzell 1, 242.

sprōtenkôl

MNWB

sprote·n·kol

° sprōtenkôl (sprāten-) die Sprossen der im Frühjahr wieder ausschlagenden Strünke des braunen Kohls als Gemüse (Hartich Sierk 78).

statprōtokol

KöblerMnd

stat·prōtokol

statprōtokol , N. nhd. „Stadtprotokoll“, städtisches Protokollbuch, städtisches Pfandbuch, städtisches Schuldenbuch E.: s. stat (2), prōtoko…

sȫtekol

KöblerMnd

sȫtekol , M. Vw.: s. sȫtekōl*

Ableitungen von kol (4 von 4)

bekolen

LW

be-kolen, kühl machen, kühlen.

erkol

MNWB

erkol s. arkol.

erkolen

KöblerMhd

erkolen , sw. V. Vw.: s. erquelen

kole

Lexer

kole s. kol.