Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Klotz m.
Klotz m.
Klotz m. ‘großes Stück Holz, besonders Teil eines Baumstamms’, (vgl. Hack-, Hauklotz), übertragen (seit etwa 1500) ‘grober, schwerfälliger, ungeschlachter Mensch’ ahd. kloz ‘Zapfen’ (um 800), mhd. kloz ‘Klumpen, Kugel, Baumstumpf, Kloben’, aengl. clot(t), engl. clot ‘Klumpen, Klümpchen’ stehen (mit Verdoppelung des Dentals) im Ablaut zu dem unter Kloß (s. d.) behandelten Substantiv und gehören wie dieses zu der dort angeführten Dentalerweiterung von ie. *gleu-, damit also zu der verbreiteten Wurzel ie. *gel- ‘(sich) ballen, Gerundetes, Kugeliges’ (s. kleben). Klotz und Kloß sind in der Bedeutung ursprünglich nicht wesentlich verschieden; in südd. Mundarten steht Klotz noch heute für ‘Klumpen’. Dazu die Wendung einen Klotz am Bein haben ‘belastet, in seinen Bewegungen gehemmt sein’ (18. Jh.; ausgehend von einem mit Ketten angeschmiedeten Klotz zur Behinderung der Bewegungsfreiheit von Sträflingen). – klotzen Vb. nur fachsprachlich sowie in neuerer Umgangssprache für ‘unsportlich roh zutreten’ (beim Fußballspiel, 20. Jh.), älter ‘plump, laut auftreten’, auch ‘(be)zahlen’ (18. Jh.), (ran)klotzen ‘hart arbeiten’ (20. Jh.). klotzig Adj. ‘plump, wuchtig, massiv, ungeschlacht’ (15. Jh.), auch klotzicht, klotzecht.