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kehr

nhd. bis sprichw. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

kehr f.

Bd. 11, Sp. 400
kehr, kehre, f. wendung, subst. zu kehren wenden, wie einkehr zu einkehren u. a.; ahd. chêra, mhd. kêre, daneben aber bestand ein masc. chêr, kêr (vgl. noch z. b. der ritz und die ritze, der bund und die binde, auch oben sp. 14 kack, kacke), s. das vor.; ags. gibt es nur masc. cerr (cyrr), wie nl. keer m., nd. aber kêre, kêr (kîr) f. das mitteld. hat eine alterthümliche nebenform kahre (s. d.). kehr f. für kehre ist wol blosz durch die oberd. abwerfung der endung entstanden, die sich aber in rückkehr, heimkehr u. s. w. auch im schriftdeutsch und sonst festgesetzt hat, wol durch den einflusz des tonverlustes; freilich hat schon Jeroschin 57b. 93d ein fem. kêr, vgl. nachher kêre m. 11) die kehre ist ursprünglich das wenden mit dem rosse, pfluge u. ä., besonders im turnier, im kampf zu ross, das wenden und rückgehn mit dem rosse zum neuen anlauf wider den gegner; das hiesz mhd. einen oder den kêr nemen, tuon (auch den widerswanc), vgl.kahre 1. 3; daher gleich 'ausholen': dô der wint der wonden (wunde) entpfant ... er nam einen wîten kêre ... mit éinem sprung er dar über sprang. Dioclet. 1322 (leseb. 959, 20), aus dem kampfe eines windhunds (wint) mit einer schlange: lief weit fort, um in der weite seinen 'kehr zu nehmen' zum anlauf, 'holte weit aus' zum sprunge (zur form s. unter dem vor.). dann hiesz so der anritt, anlauf selbst (s. weiter u. 4), auch die richtung überhaupt die man einschlägt, endlich die fahrt, reise u. s. w., auch zu schiffe (z. b. Lohengrin 6731): ein schönes, klares, malerisches wort, für dessen verlust wir keinen ersatz haben. was nhd. davon erhalten ist, ist folg. 1@aa) im eig. sinne, das umwenden, beim fahren, reiten u. a.: wer sich läszt in holen weg treiben, der hat kein kehr. Lehmann flor. 1, 572, sprichwörtlich, vom wagen entnommen, wie bei Fischart: stünd zubesorgen, wa man also fortfahret (fortführe), werde man sich ohn merklichen schad und schand nicht darausz mögen wickeln noch in der enge mögen die kehr haben. Garg. 263b (498), übertragen auf schwierige verhältnisse; die kehr haben gleich 'die kehre nehmen können', platz dazu haben, der ausdruck ist gewiss alt. schweiz. du muszt mit dem wagen einen kehr machen Stalder 2, 93. die ausdrücke volle (ganze) und halbe kahr sp. 35, ganze und halbe wendung sind auch bei kehr vorauszusetzen, gewiss von alter zeit her: daʒ si 'mit voller kêre' sich in gotes gelouben zôch. pass. K. 340, 46, bildlich gleich entschieden, mit völliger hingebung, vgl. unter vor. 1@bb) vom wagen übertragen auf den weg selbst, der bug, die krümmung einer strasze, so schweiz., cher m. Tobler 98a, die kehri, platz wo man mit einem fuhrwerk wenden kann. Stalder 2, 94. schon mhd. so, daher 'an der kêre' als ritterlicher familienname (14. jh.) Mones zeitschr. f. g. d. Oberrh. 8, 400. s. die gleiche bed. von kahre 1 a. e. und 3. im nnd. verrät sich die bed. in 'ût der kere gân, einen umweg machen' br. wb. 2, 761, 'ênem ût de kêre gân, fâren, rîden, aus dem wege' Schütze 2, 242, eig. die stelle räumen wo er wenden musz; in der kêr sîn, im wege sein. Schambach 99a. s. aber auch unter d). 1@cc) in der ersten bed. noch beim pflügen, wie md. kahre (s. d.), auch ankehr (1, 378), und wieder auch von dem orte der wendung, das gewende. auf dem Hunsrück bezeichnet die kehr je zwei furchen im umgepflügten felde (Rottmann ged. in Hunsrücker mundart 137), also die beiden furchen die durch die kehre verbunden sind. Vom wenden des pflugs heiszt auch die pflugsterze, die dazu hauptsächlich dient, die pflugkehre Steinbach 1, 845, da bezeichnet kehre das werkzeug des kehrens. 1@dd) die richtung des gehens, kommens, mhd. z. b. von schüssen Parz. 569, 6; das zeigt sich noch im nnd. ût de kêr, 'vom nächsten wege abweichend', ein umweg z. b. is ût de kêr. Danneil 99a, eig.: geht aus der eingeschlagenen, rechten richtung; s. auch Schambach 99a. mhd. auch so: do reit der schadehaften kêr der marcgrâve (nach beendetem kampfe). Wolfram Wh. 15, 30, ritt zu den verwundeten, eig. nahm reitend die richtung der verwundeten (die auf dem schlachtfelde lagen). 1@ee) daher im nordd. deichbau die gerade richtung eines dammes. 22) Selten von menschen, 2@aa) rückkehr: erscholle ein geschrei, es wäre Marcus Tullius Cicero nach erhaltenem freien pass und kehre aus dem ewigen fegfewer .. auf der post angelanget. Philander 2, 188 (1650 186). hierher wol auch nd. de sunne geit to kere, neigt sich zum untergange? 2@bb) wendung zur flucht, umkehr, wie gr. τροπή: wiszt ihr noch mit den Arragoniern! wie wir die zu kehr getrieben hatten! Klinger theater 4, 121. mhd. bei Wolfram Wh. 17, 13 flühteclîcher kêr, bei Jeroschin die kêr nemen an die vlucht; s.kehren 2, f sp. 411. ähnlich in Aachen de kier krigge, abgewiesen, eig. wol fortgejagt werden, s. kehren 2, b gleich scheuchen. 33) Übertragen, wie kehren. 3@aa) wendung, geistig: Isidorus und Boecius sait, das man thuo von der welt ker. Vintler, Haupt 9, 112, gleich sich von der welt kehre, abwende, s. Tauler unter kehr m. 3@bb) ende, zu kehren 4; das ergibt sich, glaub ich, aus folg.: ihr bundgenossen habt zum mehsten euch guts gewissens zu getrösten, in dem dasz ihr sucht gottes ehr, damit dieselb gewinn kein kehr. Fischart im kloster 10, 1063, wie mhd. (gott loben) sunder kêre pass. K. 691, 3, ohne ende, ohne aufhören, eig. wendung, umkehr. 3@cc) unsicher im folg., von unglücklichem würfelspiel: so ligt der würfel uf der cher, das er den man pringt umb sein guot. Suchenwirt bei d. Hätzl. 203b, 44, schwerlich 'verkehrt' (so im mhd. wb.), vielleicht nach 1, b oder d zu fassen, der würfel als wegelagerer gedacht? 3@dd) wendung, von dingen: schweiz. die sache wird einen andern kehr nehmen. Stalder 2, 93, nd. it schall bald ene andere kêr nemen, die sache soll bald anders gehen. brem. wb. 2, 761, nnl. de zaaken neemen eenen heel (ganz) anderen keer. dieses kehr nehmen ist aber noch wie unmittelbar vom reiten und fahren (s. u. 1), wie das bildliche mit voller kêre u. 1, a a. e., ebenso wol 'in ordenlîcher kêre' pass. H. 58, 49, K. 334, 13, gleich völlig, gehörig; bei Jeroschin in arger, sneller, vîentlicher kêre (Pfeiffer 181), mit wîser kêre pass. H. 319, 47, vgl. mnl. in allen keren, omnino De Vries gloss. zum lekenspieghel 479, offenbar so weit abgeschwächt, dasz es zur umschreibung von adverbien dient, wie weise u. a., vgl. gr. τρόπος. 3@ee) 'geschickte wendung': der sach e chêr (m.) derna gä (geben), colorem inducere rei. Fromm. 2, 371b schweiz.; ja 'cher, fallacia' das., etwa list, gewandtheit im spiele, oder der einzelne listige 'streich' (eig. hieb, im fechten); so mnl. kêr, vom fuchs: hi wêt so maneghen kêr. Reinaert 1915. auch das mag unmittelbar vom kampfe entnommen sein, 'geschickte wendung', wie mhd. tuc (s.tücke, vgl. 2, 1489); vgl. kehrig gewandt, kehren 14, a sp. 424 und sich kehren 417 e). ganz ebenso das gleichbed. franz. tour (engl. turn), das überhaupt mit kehr auffallend übereinkommt. 3@ff) dem franz. gleich und sonst unbezeugt ist auch folgender gebrauch in Bern: der (acc.) chêr mache, circumire omnes, omnia (und 'ambire munus') Frommann 2, 371b, franz. faire le tour, wie e chêr gä unter e) gleich ist donner un tour, und anderes im folg.; ist das nicht wirklich blosz entlehnung? so sagt man nl. het jaar heeft zijnen keer gedaan, seinen umlauf vollbracht, franz. a fait son tour, wie nl. eenen keer doen auch eine rundreise machen heiszt, faire un tour. aber schon in mhd. zeit hat auch kêr diese bed., Jeroschin im fernen nordosten beginnt öfter eine neue erzählung mit der wendung in des selbin jâris kêr 134b. 165a. 173a, 'im verlauf' d. j., au tour de l'année; er braucht vart ebenso (Pfeiffer 252), und vart galt zwar auch vom sternenlauf, wie tour (mhd. wb. 3, 251b), aber doch ist nach dem folg. einheimische entstehung auch davon denkbar. auch aus den 'cimbr.' gemeinden (s. karfreitag) gibt Schmeller 135b kear f. umlauf, was die bed. für die mhd. zeit oder älter bestätigt. 44) Unmittelbar ausflusz der bed. 1 sind folgende verwendungen. 4@aa) der einzelne 'gang', beim spazierengehen: indem wir in dem garten ein kehre (gen.) etliche gethan. Philander (1650) 1, 201, ein paar mal hin und her gegangen, wie franz. faire un tour (de promenade). noch schweiz. vom spazierengehn: chêr deambulatio, e chêr mache Fromm. 2, 371b. Stald. 2, 94, ein kehrli machen Gotthelf; auch von landpartien, fahrten u. ä., wie eben franz. tour, ist es franz. einflusz? auf der vorigen kehr, als allein er die reis' in das hochland macht'. Baggesen 1, 111 u. ö. Den ursprung zeigt recht deutlich Philanders gebrauch, eig. die wendung und die daraus fort gehende richtung, dann der ganze gang bis zur neuen wendung, zuerst vom anritt im turnier; das turnier, tournoi hat selbst den namen davon, denn tour, kêr hiesz dann auch der einzelne ritt, 'gang' mit dem gegner, für die zuschauer das einzelne kampfspiel. 4@bb) daher der einzelne gang, die partie, tour 'beim tanzen, spielen und andern handlungen die nach absätzen vorgenommen werden' Schmeller 2, 324, ebenso nd., z. b. ditmars.; in Leipzig nennen das die kinder im spielen einen ritt. daher bair. in die kêr spielen, nach einzelnen partien: ie ein cher zu 16 aus (as) sol nur um 1 dn. und nicht höher gespilt werden. Gemeiner Regensb. chr. 2, 189, spielordnung v. j. 1373; bair. heiszt selbst der einsatz zu einer kêr so, die kêr einziehen vom gewinner. 4@cc) die zeit die ein gang dauert; das scheint sich wenigstens aus folg. zu ergeben und ist an sich wahrscheinlich: e guete chêr warte, eine gute weile warten, e chêr dahär inde ab aliquo tempore. Frommann 2, 371b. 4@dd) weiter 'die reihe' die den einzelnen trifft, im tanz, spiel, wie in allen andern verhältnissen: nun hinfür ist an uns die keer. trag. Joh. C 6; er hatte den kehr, d. h. die reihe war an ihm, das wasser auf seine matte zu lassen. J. Gotthelf 3, 415, franz. avoir son tour. schweiz. sagt man auch im chêr und chêr um chêr wechselsweise, franz. tour à tour. schwäb. die kehr ist an mir Schmid 310, ich bin an der 'reihe' (diesz reihe vom tanzen entlehnt). in Bern es ist mi chêr, ich bin daran, franz. c'est mon tour (engl. it is my turn). 4@ee) mal: schweiz. diesen kehr, dieses mal, einen andern kehr, in zwei kehren. Stalder 2, 94; jez bhütdi gott der her! en anderi cheri mehr. Hebel 104. cimbrisch disa kear, zwoakèr zweimal 135b. auch mittelrh. dés kehr, kiehr dieszmal Kehrein 219, in Aachen dis kier, de êschte kier das erste mal. und nd. de êrste, twêde kêr, nnl. twee keeren, drie keeren zweimal, dreimal, elken keer etliche mal. ja, was bedeutsam ist, schon ags. ät ânum cierre einmal, ät ôðrum cerre das andre mal, ät sumum cyrre manchmal; danach wird unser kehr nicht durch franz. einflusz entstanden sein, sondern das franz. wort durch deutschen einflusz diese entwickelung erhalten haben, das deutsche wort aber mag aus ältester zeit her in wettlauf und kampfspiel jene bedeutung gehabt haben. ähnlich ist auchn. i een kjöre in éinem zuge fort ('in éiner tour' wie man volksmäszig sagt), schwed. i ett köre oder körande, zu kjöre, köra fahren gehörig (vgl. f). nl. heiszt das erste mal auch de eerste reis, einmal eene reis u. s. f., wie isl. tvær reisur zweimal u. a., reise aber ist eben auch urspr. kriegsritt; ebenso hd. vart, fart, s. 3, 1265, mhd. wb. 3, 252b, goth. sinþ, ags. sîd, reise, weg, und dem kehr noch näher ahd. warba, nd. werf, eigentlich wendung, wie ital. volta (s. gramm. 3, 230. 232). 4@ff) schweiz. geschäft, kurze arbeit, en ôlostiga chêr, ein unangenehmes geschäft, und es gôd i êm chêr, es geht in éinem geschäfte (in einem hin). Tobler 98a. auch in Tirol kear verrichtung, arbeit, demin. kearl. Schöpf 312. ebenso engl. turn. 4@gg) eigen ist nd. to kêre gân lärmen, toben, mnl. z. b. ten kere lopen zügellos umher laufen, toben Mone anz. 5, 349; nnl. ist te keer gaan sich widersetzen. nd. auch überhaupt sich ungehörig benehmen, derb, grob mit etwas umgehn, nach folg.: de süek! wo geit de böse welt in disser tid to kere! da hört ja nu keen minsch nich mehr na user mömen lere u. s. w. Lappenbergs Lauremberg s. 149; wol (wer) plegt so mit dem armen tüg der derens gaen to keer, as wen de söte suckermund van stahl un isern wer. 133, so beklagt sich eine braut (ditmars. auch to gast gân). danach auch hd. bei nordd. schriftstellern: mit aller dieser gelehrsamkeit über nasen, welche unaufhörlich in meines vaters phantasie zu kehre gieng. Bodes übers. von Tristram Shandy Hamb. 1774 4, 78, gemeint ist 'spukte', spukend sich umtrieb (bei Sterne steht nur running perpetually in my father's fancy); Prado hat nach Seraphinen schon acht jahr gefreit, als sie noch im flügelkleide gieng, er hat sie aufknospen sehen ... und eine solche blume läszt man sich nicht gern unter den fingern wegbrechen. sie können denken wie er zu kehr geht (über ihren verlust). Lenz 1, 223 ('die freunde machen den philos.' 1, 5). 55) Auch der trans. älteste gebrauch von kehren hatte sein subst. (die vorigen bed. sind alle vom intrans.): 5@aa) tirol. kehr 'leitung, besonders des wassers', abkehr, ankehr, zukehr Schöpf 312; bair. die kehr, ableitung eines mühlbachs, auskehr, bachauskehr von der ableitung der stadtbäche in München zur reinigung der rinnsale, ankehr zuleitung des wassers auf ein sinkwerk in Berchtesgaden. Schm. 2, 323. s.kehren 2, b. 5@bb) kehr, wiedererstattung, in rechtlichem gebrauch, wie kahr 4, in der formel 'kehr und wandel' thun. Haltaus 1084. Grimm RA. 14. s.kehren 5. 66) mit kehr übersetzt Rompler von Löwenhalt das griech. στροφή, s. 83. 85 theilt er ein gedicht in strophen und antistrophen: das 1. kher, dann das 1. widerkher, dann das 1. letzgesang, darauf das 2. kher, das 2. widerkher, das 2. letzgesang; er hätte besser gethan die heimischen ausdrücke zu behalten (s.stollen). bemerkenswert ist das neutr., es zeigt sich auch in verkehr. Es ist zu verwundern, dasz diesz alte einfache und doch so reiche wort nhd. so wenig gebraucht und entwickelt ward (wie doch dem franz. und engl. wort geschah), dasz es jetzt so gut wie aus der gebildeten sprache verschwunden ist, während es nl. und in mundarten, auch nhd. in zusammensetzungen in täglichem gebrauche lebt, umkehr, rückkehr, heimkehr, einkehr, wiederkehr, verkehr, s. auch zukehr, abkehr, ankehr, auskehr (Schm. 2, 323); mhd. gab es auch noch bekêre bekehrung, dankêre fortgehn u. a.
14452 Zeichen · 397 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Kehr

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Kehr , plur. die -en, das Abstractum des Zeitwortes kehren in dessen zweyten Hauptbedeutung, welches doch nur in den…

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kehr

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Kehr , 1) Karl , Volksschulpädagog, geb. 6. April 1830 in Goldbach bei Gotha, gest. 18. Jan. 1885 in Erfurt, wurde auf d…

  3. modern
    Dialekt
    Kehr

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Ke h r [‘ X êr Roppenzw. ; Khêr Heidw. Hi. ; Khièr M. ; Khér U. W. ] m. ( f. Hi. Bf. Bärend.; n. Betschd. Kühlend. ) Wen…

  4. Sprichwörter
    Kehr

    Wander (Sprichwörter)

    Kehr 1. Hä konn de Kiehr net kriggen. ( Bedburg. ) 2. M'r wei dü Chehr 1 füüfi lâ grad sî. ( Bern. ) – Zyro, 7. 1 ) Das …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kehr

171 Bildungen · 140 Erstglied · 18 Zweitglied · 13 Ableitungen

kehr‑ als Erstglied (30 von 140)

Kehr(e)

SHW

Kehr(e) Band 3, Spalte 1231-1232

Kehraus

SHW

Kehr-aus Band 3, Spalte 1231-1232

Kehrbesem

SHW

Kehr-besem Band 3, Spalte 1231-1232

Kehrbesen

SHW

Kehr-besen Band 3, Spalte 1231-1232

Kehrfrau

SHW

Kehr-frau Band 3, Spalte 1233-1234

Kehrmagd

SHW

Kehr-magd Band 3, Spalte 1233-1234

Kehrmann

SHW

Kehr-mann Band 3, Spalte 1233-1234

Kehrputz

SHW

Kehr-putz Band 3, Spalte 1233-1234

Kehrseite

SHW

Kehr-seite Band 3, Spalte 1233-1234

Kehrsel

SHW

Kehr-sel Band 3, Spalte 1233-1234

Kehrweg I

SHW

Kehr-weg I Band 3, Spalte 1233-1234

Kehrwisch

SHW

Kehr-wisch Band 3, Spalte 1233-1234

kehrab

DWB

kehrab , m. wie kehraus. 1 1) kehrab ist bei den musicanten ein sonderlicher tanz, welcher gar lange weret und in welchem der tanzplan durch…

Kehranpackches

RhWB

Kehr-anpackches Siegen : Nachlaufesp.; der Hascher läuft einem Kinde nach, erhascht es u. hält es fest, bis er bis 10 gezählt hat; dann fass…

kehraus

DWB

kehr·aus

kehraus , m. 1 1) der letzte lustige oder wilde tanz zum beschlusz eines festes, der den letzten rest der lust in tollem ausbruch vollends h…

Kehrauslied

SHW

Kehraus-lied Band 3, Spalte 1231-1232

Kehrbach

Meyers

kehr·bach

Kehrbach , Karl , Pädagog und Schriftsteller, geb. 22. Aug. 1846 in Neustadt a. d. Orla, studierte in Jena und Leipzig, promovierte mit eine…

Kehrbese

LothWB

kehr·bese

Kehr-bese [-bêzə Bi. ] m. Borstenbesen mit langem Stiel. — els. 2, 98 .

Kehrbesem

PfWB

kehr·besem

Kehr-besem m. : 1. a. 'Besen mit langem Stiel zum Ausfegen eines Raumes', Kehʳbesem [mancherorts WPf u. NPf], -bäss(e)m, -besse [mancherorts…

kehrbesen

DWB

kehr·besen

kehrbesen , m. besen zum kehren des fuszbodens, von kehren verrere, ahd. kerbesimo, kerebesemo verriculum ( fundgr. 1, 378 b ), mhd. kerbese…

Kehrbirscht

LothWB

Kehr-birscht [-béiršt Bi. ] f. Bürste zum Fegen.

Kehrbohr

RhWB

kehr·bohr

Kehr-bohr Altk , Siegld m.: Bohrer, mit dem man Kurven bohren kann, in der Bergmspr.

kehrbürste

DWB

kehr·buerste

kehrbürste , f. bürste zum abkehren des staubes, schmutzes, kehrbürst, peniculus, penicillus Dasyp. 362 b , kerbürst 282 a , keerbürst Maale…

Kehrdichannichts

Wander

Kehrdichannichts He hett en goden Kehrdiannicks. – Wochenblatt für Schlesw.-Holst., 11. Er ist lau, gleichgültig, phlegmatisch.

kehr als Zweitglied (18 von 18)

Einkehr

RDWB1

Einkehr f (Lakune) остановка, отдых, возможность перекусить созерцание, уход в себя ein Ort der Stille und ~ - место, где можно отдаться пок…

Kreisverkehr

RDWB1

Kreisverkehr m кольцевое движение

Schienenersatzverkehr

RDWB1

Schienenersatzverkehr m (Lakune) замена прерванного движения поезда автобусным транспортом

Stoßzeitverkehr

RDWB1

Stoßzeitverkehr m час пик (транспорт по время часа пик)

Verkehr

RDWB1

Verkehr m aus dem Verkehr ziehen idiom. : изъять из употребления (напр., о товаре) обезвредить; нейтрализовать эвфем. ; устранить (убить) ко…

abkehr

DWB

abkehr , f. aversio, das abkehren, wegwenden, gebildet wie rückkehr, wiederkehr. die sünd ist nichts anders dann ein freiwillig abker und ab…

Amtskehr

DRW

amts·kehr

Amtskehr rotwelsch: Amtmann, Richter Groß,UR.⁶ I 455 Krafft-Sommer,JaunerWB. 356

ankehr

DWB

ank·ehr

ankehr , m. accessio, handlung des ankehrens: als manigen ankere er daruf thut, der bessert 30 sch. den. ( so oft er unbefugt über das grund…

Aufkehr

DRW

auf·kehr

Aufkehr Auftrieb, Almauftrieb bdv.: Aufkehrung 1742 Tirol/ÖW. V 802 Faksimile

auskehr

DWB

aus·kehr

auskehr , m. exitus: der mensch muosz drei auskere thuon, der erst von Egipten diser welt, der ander von der wüstin sein selbs, der drit in …

einkehr

DWB

ein·kehr

einkehr , f. bei Denzler m. diversorium oder deversorium solchen, die deminutio dem diminutio vorziehen, hospitium, nnl. inkeer. 1 1) gastha…

rückkehr

DWB

rueck·kehr

rückkehr , f. verbalsubstantiv zu zurück-, rückkehren, reversio. 1 1) eigentlich. Adelung ; zu diesen äuszeren verhältnissen zähle ich ... d…

Überkehr

Adelung

ueber·kehr

Die Überkehr , plur. car. in der Landwirthschaft, die zerschlagenen Ähren, Stürzeln u. s. f. welche von dem gedroschenen und abgerechten Get…

umkehr

DWB

umkehr , auch umkehre ( s. teil 5, 400), f. 1 1) die wendung, drehung in die entgegengesetzte richtung oder lage, auch die rückkehr; eigentl…

verkehr

DWB

verk·ehr

verkehr , m. n. umgang, betrieb. substantivisch entwickelt aus der intransitiven bedeutung des zeitworts ( s. unten ); wie diese bedeutung d…

wi(e)derkehr

DWB

wieder·kehr

wi(e)derkehr , f. ( m., n. ), zurückerstattung, wiedergutmachung; rückkehr, wiederkunft. verbalabstraktum zu wi(e)derkehren ( s. d. ). ahd. …

zukehr

DWB

zukehr , m. f. , mhd. zuokêre, zuokêr Lexer 3, 1192 , vgl. ags. tôcir-hûs Bradley-Toller 1, 994 b . räumlich, fast wie ' verkehr ': und bawe…

zurückkehr

DWB

zurueck·kehr

zurückkehr , f. , für rückkehr im 17. u. 18. jh. beliebt, bes. in den wendungen bei, in, nach meiner z. u. ä.: von der widerkunfft und zuruc…

Ableitungen von kehr (13 von 13)

bekehren

DWB

bekehren , avertere, convertere. kehren ist wenden, bekehren im sinne von abkehren, abducere, reducere, umkehren, umwenden, auf die rechte s…

Bekehrlich

Campe

≠ Bekehrlich , adj. u. adv. bequem, günstig. Es ist eine bekehrliche Witterung, bei welcher man etwas bequem verrichten, vornehmen kann.

kehre

DWB

kehre , s. kehr .

mißkehren

PfWB

 miß-kehren schw. : ' umkehren, verkehren '; a. 1390: sollent es nit miszkehren das hinderteile vor [ Grimm Weist. V 615 (KB-Rams)]. — Mhd.…

unkehr

DWB

unkehr , n. : doch schuff die weyszhait das unker Folz affen ( zs. f. d. altert. 8, 540) 131; etwa ' verkehrtheit ', syn. missewende; vgl. u…

unkehrlich

DWB

unkehrlich , adj. , ' unersetzlich ': der unkehrliche schade quelle des 16. jhs. bei Bauer-Collitz 179 . nl. onkeerlijk, -baar. veraltet. —

verkehr

DWB

verkehr , m. n. umgang, betrieb. substantivisch entwickelt aus der intransitiven bedeutung des zeitworts ( s. unten ); wie diese bedeutung d…

Verkehre

RhWB

Ver-kehre: nach dem Nhd. m. [ Schleid-Hellenth n.]: 1. en dem Städtche (Geschäf) es vill V. Rip, Allg.; et ös winneg V. op der Stroət Kemp ,…

verkehren

DWB

verkehren , verb. mittels kehren aufbrauchen, hinwegfegen ( zu kehren in der bedeutung ' fegen ' s. theil 5): wann der besem verkert ist, si…

verkehrlich

DWB

verkehrlich , adj. was verkehrt werden kann, unsicher, dann schädlich, nachtheilig ( nur in letzterer bedeutung nachgewiesen ): perverse ver…

verkehrung

DWB

verkehrung , f. umkehrung, ablenkung. unter den substantivbildungen neben dem zeitworte verkehren die am häufigsten gebrauchte, besonders in…

Zitieren als…
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Cotta, M. (2026). „kehr". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/kehr/dwb?formid=K03115
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Cotta, Marcel. „kehr". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/kehr/dwb?formid=K03115. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „kehr". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/kehr/dwb?formid=K03115.
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