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Hefe

ahd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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16 in 15 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Hefe

Bd. 3, Sp. 405
Hefe Rhfrk hēp, –ī- (s. heben); Saarl hē:f u. nach Ottw (hēw), Saarbr hinein u. in Altforw Berus Bisten Überherrn u. in SBarbara Wallerfang Beaumarais Bedersd Leiding -ē- [Kerprich Hemmersd GrHemmersd -E:-; Niedaltorf -ī:-; Gresaub -ī·ə.-; Roden hē:f zum Backen; hęfən Pl. 1 a Weinhefe im Fasse]; sonst Saar hī·ə.(r)f, –ē:- [aber hęfən Pl. 1 a]; Trier hē:f, –E:-, –ī·ă.- [unterschieden von hęfən Pl. 1 a]; Wittl hE:f, –ē:-; Moselorte von Bernk, dann Zell, Koch, Kobl, May hē:f, –E:- (unterschieden von hęfən Pl. 1 a; -E- m. Sg. Bernk-Dhron) [Koch auch hē·ă.f; Lutzerath Meiserich, May-Galenbg Wassenach hęf]; Bitb hē:f, –ē·ă.-, –ī·ă.- [hęfən Pl. 1 a Ammeldingen]; Daun hęf [hęfən Sg. f. 1 b Müllenborn OEhe Rockeskyll]; Prüm hē:f, –E:- [hEfən Sg. f. 1 b Büdesh Oos; -ę- Hallschlag Stadtkyll GrKampenbg (n.); -ęi- NHersd Orlenb Weinsh]; Neuw, Altk hē:f [kurköln. Teil von Neuw, NWAltk -ę-; OAltk hęwən, –Eə-, –ēə-; NFischb OWamb Weitef -ęi- Pl]; Siegld hEəf, –ēə-, –iə-, –eə- [-a- Marienborn; hiəp NSchelden]; Rip hęf [uSieg, LRip hęvf, hEf, –ęi-; hier u. da hęfə(n) Sg. f. Kr. Adenau verbr., Eusk-Schwerfen, Kr. Schleid fast allg., Monsch verbr. (Mützenich --), Aach-Merkst, Eup]; OBerg, NBerg hęfə f. Sg. [Düss-Ld hęf]; Neuss, Grevbr hęf, –E-, –Eə- [hęfə, –E- Sg. f. Grevbr-Beckr Schaan; MGladb hf u. hęfə; Erk hęfə Sg. f.; Geilk, Heinsb hęfə, –-, –- Sg. f.; Kemp, Kref hęf(ə); doch in Aach, SNfrk ursprüngl. Gisch, Gist (-e-, –ę-), Häut (Haupt), Wörter, die indes vor H. zurückweichen; Gist herrscht ausschl. im Klevld Sg. t. f.: 1.a. der Satz im Weine, Viez während des Gärens u. der Rückstand nach dem Abstechen (auch Druse genannt) in den Weinbaugeb. (hierbei unterscheiden die Weinorte von Nahe, Saar, Mos hīb, hE:f f. 1 b von hęfən Pl. t. 1 a. RA.: De es of de H. seine häuslichen Verhältnisse, seine geistigen wie körperlichen Kräfte sind zerrüttet Zell-Briedel, Prüm-Mürlenb. — b. der aus Wein- oder Bierhefe gewonnene auftreibende Zusatz zum Weissbrotteig u. Hefepfannkuchen (zum Grau- oder Schwarzbrot Damp, Deissem, Grimmeln, Bier-, Weinh.; nasse (Bierhefe) on drüge H.; de H. wor net fresch; H. anrühre (anmenge); de H. ös opgegange Rip, Allg.; aus Weissmehl un Milch werd mit H. de Deig ingemert Hunsr; der Kuche es iwer (mit) H. gebackt Birkf. RA.: De H. es at (schon) jet alt, de Melch at jet kalt, da wiərd dat Weckelche en Mesgestalt Monsch-Rollesbr. Dat Denge schümt (schäumt) wie H. Erk-Elmpt. De flüg (fliegt) op (brus op, fällt herus, kann su gefteg sen, es su weselig, es) wie e Pöttche (Büttche) H. schnell aufbrausend, lebhaft; en P. H. ein solcher Mensch Rip, SNfrk. He hät H. freəte hat einen dicken Bauch MGladb, Erk, Neuw-Breitschd. Ess H. un leg auswendig Kluckendreck drof, dann kreschde (kriegst du) dei Hor (Haare) wiərer (wieder)! Simm-Rheinböllen. De hät ken H. onger (unter) de Schohn gehat ist im Wachstum zurückgeblieben Rheinb, Jül-Tetz. Dat es de richtig H. von einem Kranken, der sich nicht schont Wend-Freisen. Enen op die H.ə setzen einen durch Redensarten reizen Schleid-Baasem. Stenken (-ę-, –ǫ-) H.ən verkofe ein Kind huckepack tragen Daun-Calenborn Gerolst Hillesh Pelm Rockeskyll Roth Walsd. — Rätsel. Ich will uf dich; ich will in dich; ich will dich bumbernelle, dat dir de Bauch soll schwelle Hefe zum Teig Simm-Raversbeuren. — c. Heffen m. Hefebranntwein Allg. — 2. übertr. Bed. s. bei Hebe.
3402 Zeichen · 99 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    hefe

    Althochdeutsches Wörterbuch

    hefe Gl 1,418,26 s. helfan.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    hefeswm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    hefe ( ahd. hefo Graff 4,823 ) swm. faex, faeces. sumerl. 36,61. 54, 15. gl. Mone 7,593. Diefenb. gl. 123.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    HefeDie

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Die Hefe , Mz. die — n , überhaupt alles dasjenige, was sich in einer Flüssigkeit, wenn sie in Ruhe ist, ohne absichtlic…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Hefe

    Goethe-Wörterbuch

    Hefe durch alkoholische Gärung einer Flüssigkeit ausgefällte Substanz; idVbdg ‘gebrannte H-n’ als Ausgangsprodukt für di…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hefe

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Hefe , der während der Gährung zuckerhaltiger Fruchtsäfte (Weintraubensaft) od. des Malzauszuges sich bildende, u. bei B…

  6. modern
    Dialekt
    Hefef.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Hefe f. : 1. wie schd., Heef (hēf) [verbr. NPf VPf Ost-PS], Heew (hēw) [KU-Rothsbg Zweibr PfId. 65], Heeb (hēb) [westl. …

  7. Spezial
    Hefe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    He|fe f. (-,-n) 1 lové (lová) m. 2 gherm m. 3 ‹fig› (treibende Kraft) fermënt (-nc) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hefe

105 Bildungen · 101 Erstglied · 4 Zweitglied · 0 Ableitungen

hefe‑ als Erstglied (30 von 101)

Hefeboppes

SHW

Hefe-boppes Band 3, Spalte 209-210

Hefebund

SHW

Hefe-bund Band 3, Spalte 209-210

Hefefrau

SHW

Hefe-frau Band 3, Spalte 209-210

Hefegockes

SHW

Hefe-gockes Band 3, Spalte 209-210

Hefekloß

SHW

Hefe-kloß Band 3, Spalte 209-210

Hefekranz

SHW

Hefe-kranz Band 3, Spalte 209-210

Hefekuchen

SHW

Hefe-kuchen Band 3, Spalte 209-210

Hefemoppes

SHW

Hefe-moppes Band 3, Spalte 209-210

Hefeplatz

SHW

Hefe-platz Band 3, Spalte 209-210

Hefering

SHW

Hefe-ring Band 3, Spalte 209-210

Hefeteig

SHW

Hefe-teig Band 3, Spalte 209-210

Hefewein

SHW

Hefe-wein Band 3, Spalte 209-210

Hefebränke

RhWB

Hefe-bränke -bręŋk Köln-Stdt f.: -bütte.

Hefebranntwein

RhWB

hefe·branntwein

Hefe-branntwein hęfə-, –E- (stets so, also auch Hunsr nicht hīp- ) Allg. m.: Br. aus Weinhefe. RA.: Stark wie H.

Hefebrei

RhWB

hefe·brei

Hefe-brei hęvfə- Sieg-ODollend m.: Br. aus Weinhefe, von den Alten viel gegessen.

Hefedampfnudel

PfWB

hefe·dampfnudel

Hefe ✝ -dampfnudel f. : = Dampfnudel 1, Heewedampnudel in der RA.: Dem geht 's Herz uf wie e H. [ Gal-Obl ]. —

Hefedruft

RhWB

Hefe-druft hęfəndrū:ft Mos f.: Weinhefe.

Hefefonzel

RhWB

Hefe-fonzel hęfəfntsəl Schleid-Dollend m.: -kuchen.

Hefefrau

RhWB

hefe·frau

Hefe-frau hīp- Simm f.: Fr., die die Hefe 1 b bringt.

Hefefronzeln

RhWBN

Hefe-fronzeln Daun-Betteld Pl.: -küchlein (vgl. –fonzel im Wb).

hefe als Zweitglied (4 von 4)

bierhefe

DWB

bier·hefe

bierhefe , f. faex cerevisiae: die kraft seiner lenden ist versiegen gegangen und nun musz bierhefe den menschen fortpflanzen helfen. Schill…

schefe

Lexer

schefe s. scheffe swm.

ölhefe

KöblerMhd

ölhefe , sw. F. Vw.: s. ölhebe