Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Hefe f.
Hefe f.
Hefe f. als Gär- und Treibmittel verwendete Pilzsubstanz. Zur Bezeichnung des Treibmittels dienen in älterer Sprache mehrere Bildungen zu dem unter heben (s. d.) behandelten Verb, die es als ‘Heber(in), Hebemittel’ charakterisieren, vgl. (mit stammbildendem j- bzw. i-Suffix) ahd. heva, heffa f. (11. Jh.), hevo, hepho m. (Hs. 12. Jh.), mhd. hebe, hefe, heve m. f. (das Mask. vereinzelt bis ins 18. Jh.), mnl. heffe, aengl. hæf sowie ahd. hevil ‘Hefe, Sauerteig’ (s. Hebel), urhab, mhd. urhap (s. Urheber). Da Hefe auch den bei der Gärung alkoholischer Getränke wie Wein und Bier entstehenden Schaum und Satz bezeichnet, kann es im Sinne von ‘Abschaum’ (15. Jh.) und ‘Bodensatz’ (16. Jh.) verwendet werden.