Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
hauchen
hauchen
hauchen Vb. ‘den Atem hörbar durch den Mund strömen lassen, kaum wahrnehmbar flüstern’. Neben lautmalendem mhd. kūchen, frühnhd. kauchen ‘hauchen’ (s. keuchen) ist ebenfalls lautnachahmendes mhd. hūchen seit dem 13. Jh. bezeugt. Luther übernimmt das vor ihm selten verwendete Verb, das obd. durch blasen, wehen wiedergegeben wird. Im 16. Jh. noch wenig gebraucht, breitet es sich im 17. Jh. aus und erfährt in der Dichtung (2. Hälfte 18. Jh.) eine poetische Aufwertung. – Hauch m. ‘beim Ausatmen erzeugter, kaum wahrnehmbarer Luftstrom, sanfter Luftzug, leichter Duft, dünne, feine Schicht’, Rückbildung (17. Jh.) aus dem Verb.