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Gedächtnis

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GWB
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Eintrag · Goethe-Wörterbuch

Gedächtnis

Bd. 3, Sp. 1176
Gedächtnisfast ausschließl -ß, nur vereinzelt in frühen Briefen -ss, einmal (eigenh) -s ( GWBB30,22,4) rund 380 Belege (gegenüber ca 900 mal ‘Erinnerung’); neben häufiger Verwendung in der seit dem 19.Jh vorherrschenden eng begrenzten Bed von ‘Gedächtnis’ als Speicher- u Kapazitätsbegriff iS eines (statischen) Nicht-Vergessens u (reproduktiven) Wieder-Erinnerns (s 1) bei G auch noch die ältere Bed iS eines (aktiven) Sich-Vorstellens u Gedenkens lebendig (s 2 u 3 vgl auch s v Erinnerung 3 u 4); als produktives Erinnerungsvermögen mehrf (bes im Spätwerk nach 1800) koordiniert mit den schöpferischen Kräften der Einbildungskraft, vereinzelt der Phantasie, Anschauung u Vernunft (s 2) möglicherweise auch als eine implizite Reaktion auf die zeitgenöss theoret Diskussion des Begriffs als erkenntnis- u dichtungstheoret Kategorie in seinem Verhältnis zu Erinnerung, Einbildungskraft u Vorstellung (bei Gottsched, Hölderlin, Kant, Hegel ua)1), an der sich G jedoch mit Ausnahme einer Gelegenheitsäußerung zu Kant (siehe unter 2 Sp 1177,73) nicht direkt beteiligt  1 Erinnerungsvermögen, -eindruck als Speicher od als (bloße) Reproduktionsleistung; mehrf im Hinblick auf Dauer sowie Stärke, Umfang u Verläßlichkeit der Gedächtniskapazität (s bes 1 b u c)   a prozeßhaft iS eines Be- u Festhaltens sowie (bewußten) Sich-(Wieder-)Erinnerns, (als bewahrendes Gedenken teilweise in inhaltl Berührung mit 3)  α für das (dauernd) in Erinnerung-Bewahren u (zu einem späteren Zeitpunkt) Wieder-Vergegenwärtigen von Erlebnissen od Ereignissen, früher empfangenen Eindrücken uä, in (situationsgebundener) gegensätzlicher Bewertung sowohl als Geschenk wie als Last empfunden; vereinzelt personifiziert (in der Anrede)  Ottilie wollte sich der beiden [Eduard u Charlotte] noch als des schönsten Hofpaares erinnern; und wenn Eduard ihr ein solches G. aus ganz früher Jugend absprach, so behauptete sie .. Einen Fall noch vollkommen gegenwärtig zu haben GWB20,79,10 Wv I 7  [Prinzessin zu Tasso:] Wenn das G. einzig schöner Stunden | In euren Seelen lebhaft bleiben wollte Tasso 1039  Wo der Antheil sich verliert, verliert sich auch das G. GWB422,130,24 MuR(192)  Wer G. hat sollte niemand beneiden Tgb 30. 10.75 GWBFaust II 8838 GWB22,259,8 Lj VI GWB4,92 An Venus 23 [Zit s v Erinnerung 1 a] GWB11,175,12 Stella IV GWB16,371 Epimen 743  β für die Merkfähigkeit, das Festhalten u Reaktivieren von Fakten, verifizierbaren Begebenheiten, erlerntem Wissen, Kenntnissen uä, wiederholt (bes altersbedingt) als begrenzt erfahren; mehrf in dafür typischen Wdgn wie ‘aus, nach dem G.’, iSv aus der Erinnerung bzw auswendig, einmal ‘ins G. fassen’ iSv sich dauerhaft einprägen  er [G-s Vater] ist stiller und sein Gedächtniss nimmt ab GWBB4,62,14 ChStein 20.9.79  [aus Frankf] Redaction meiner Lebenschronik [TuJ] .. hab ich .. von der neusten Zeit angefangen, da ich mich denn bey frischem G. nicht lange um Stoff zu bemühen brauche GWBB37,135,9 Zelter 24.7.23  Dieses Document [Satyros] der göttlichen Frechheit unserer Jugendjahre .. Ich wollte es einmal aus dem G. wieder herstellen; aber ich brachte es nicht mehr zusammen GWBB20,6,27 Jacobi 11.1.08  Dr. Welker .. in Göttingen .. citirte die Farbenlehre aus dem G. GWB36,415,17 TuJ Plp GWB26,124,22 DuW 2 GWBB38,7,13 CReinhard 2.1.24  γ sehr häufig die verbalen Vbdgn ‘(sich) etw ins, vor’s G. (zurück-, hervor-)rufen, bringen, (zurück-)führen’ uä, gelegentl anschaulich ‘im, dem G. auf-, anfrischen’: (sich) etw Vergangenes, Vergessenes, Verdrängtes, Vernachlässigtes, Unvollendetes wieder ins Bewußtsein holen, sich daran erinnern; mehrf auch ‘(wieder) ins G. kommen, treten, zurückkehren’ iSv wieder einfallen, in der Erinnerung wieder lebendig werden; wiederholt im Rückblick auf das eigene Leben u Schaffen  An die natürliche Tochter darf ich gar nicht denken; wie wollt ich mir das Ungeheure .. wieder in’s G. rufen? GWBB49,58,3 Zelter 4.[9.]31  Möge die neue Ausgabe deines Lucrez .. uns wieder den außerordentlichen Mann vor’s G. führen GWBB48,49,15 Knebel 22.12.30  bekannte Wahrheiten [üb zwei Methoden der wiss Darstellung], die man aber .. manchmal wieder dem G. .. auffrischen muß GWBN9,408 MinGeol Plp GWBB22,34,12 u 187,9 JFHSchlosser 15.2. u 28.10.11 GWB32,337,10 ItR GWBB6,95,11 ChStein 21.11.82 gelegentl ‘(jdm) aus dem G. kommen, (ver-) schwinden’ iSv entfallen, vergessen  meine Sammlungen .. ich habe wirklich recht schöne Sachen, die mir in diesen unruhigen Jahren ganz aus dem G. gekommen sind GWBB21,121,20 Knebel 21.10.09 GWBB50,31,25 Mannlich 8.5.07   b als rezeptives Organ: Speicher für verbales u bildhaftes Material, insbes Vorstellungen u Bilder von früher Erfahrenem od Erlebtem sowie für Überliefertes, Gelerntes uä; häufig in für die Speicherfunktion typischen Vbdgn wie ‘im G. befestigen, fixieren, be-, verwahren’, ‘dem, ins G. (ein-)schreiben, (ein-)prägen, begraben’; ‘(noch) im G. stehen, bleiben’; einmal ‘ins G. aufhäufen’ pejor iS eines unmethod Sammelns von Wissensballast  [Eugenie:] die Bittende: | .. leider ohne Namen tritt sie auf. [Gouverneur:] Ein Name wird vergessen; dem G. | Schreibt solch ein Bild sich unauslöschlich ein GWBNatT 2428  [Hatem mBez auf die alten pers Dichter:] Kenn’ ich doch der Väter Menge, | Sylb’ um Sylbe, Klang um Klänge, | Im G. unverloren GWB6,178 Vs 15 DivSuleika  Zuerst .. befestigt er [der Mensch] im G., was er von Vätern vernommen GWB7,48,7 DivNot Überliefergn  Durch Wiederholung prägten sich die Namen [der Pflanzen] in mein G. GWBN6,107,20 BotanStudien [1831] GWB6,33 Vs 5 DivHafis2) GWBB51,29 Langer 8.9.[68] GWB27,236,14 DuW 9 GWB37,359,5 PhysiognFragm [Zit s v aufhäufen a] einmal im myth Kontext als bewahrende Instanz gegen das letheische Vergessen sowie andererseits im bildl Vergl mit dem Sieb der Danaiden unter dem Aspekt der Unzulänglichkeit  die drey Richter [des Hades] .. in deren ehrenes G. sich alles einsenckt was in dem Lethestrome zu ihren Füßen vorüberrollend zu verschwinden scheint GWB152,211 Helena Plp 1,270 GWBB12,265,23 CarlAug 24.8.97   c für die Gedächtniskraft als verliehene (Natur-)Gabe, sowohl auf die Reproduktionsfähigkeit wie die Speicherkapazität bezogen (u damit die Bed von 1 a und b einschließend); häufig mit qualifizierenden u wertenden Attr wie ‘glücklich, (vor-)trefflich, stark, herrlich, ungeheuer, lebendig, genau’; mehrf (bes iZshg mit der Schauspielkunst) das bloße Wortgedächtnis als Gabe des Auswendiglernens; einmal als Fähigkeit des Elefanten  Entschiedene natürliche Anlagen .. leichte Fassungskraft, vortreffliches G., Sprachengabe besaß er [Klinger] in hohem Grade GWB28,253,28 DuW 14  Er [G-s Vater] suchte mein G., meine Gabe etwas zu fassen und zu combiniren, auf juristische Gegenstände zu lenken GWB26,229,19 DuW 4  bei dem glücklichsten, alles festhaltenden G. konnte er [Prof Beireis] sich anmaßen, in den sämmtlichen Facultäten zu Hause zu sein GWB35,213,22 TuJ  Da seinem ungeheuren G. alle Facta gegenwärtig sind, so weiß er [AHumboldt] sie mit der größten Geschicklichkeit und Kühnheit zu brauchen GWBB49,106,28 Zelter 5.10.31  Ein vortreffliches G. kam ihm [Serlo] zu Hülfe, er wußte ganze Stücke auswendig GWB52,267,6 ThS VI 12 GWB20,17,10 Wv I 2 GWBN6,382 Morph Plp GWBN3,200,12 FlH IV GWB22,136,15 Lj V 1 GWB37,352,6 PhysiognFragm uö(sehr häufig)   2 als produktive od apperzeptiv tätige Vorstellungs- u Erinnerungskraft: das Vermögen des ‘Fassens und Festhaltens’, der geistigen Vergegenwärtigung u Aneignung von Gegenständen der Wahrnehmung, Anschauung u des Erkennens; in Kombination mit versch anderen Sinnes- u Geisteskräften eine Komponente des wiss Erkenntnis- u künstlerischen Gestaltungsprozesses; mehrf unter dem Aspekt der Begrenztheit, bes im Hinblick auf die zunehmende Spezialisierungstendenz in den Natwiss sowie vereinzelt mBez auf die ästhet Rezeption durch das ‘anschauende G.’  [mBez auf eine naturgeschichtl Bild-Tafel] Der Versuch, zwar sinnliche, aber dem Auge keineswegs faßliche Gegenstände durch symbolische Darstellung vor den Blick zu bringen und der Einbildung, dem G., dem Verstand das Übrige anheim zu geben, ist .. gelungen .. G. und Einbildungskraft sind sogleich erregt GWBN7,101,7 u 102,8 Rez:WilbrandtRitgen  [betr Reproduktion innerer vor das Auge gerufener Bilder] Hier ist die Erscheinung des Nachbildes, G., productive Einbildungskraft, Begriff und Idee alles auf Einmal im Spiel GWBN11,283,9 Purkinje,Sehen subj  [üb FVReinhards ‘Kurze Vorstellung der Kantischen Philosophie’] Hier werden als Hauptkräfte unseres Vorstellungsvermögens Sinnlichkeit, Verstand und Vernunft aufgeführt, die Phantasie aber vergessen .. sie supplirt die Sinnlichkeit, unter der Form des Gedächtnisses GWBB27,309,2 Maria Paulowna 31.12.16/2.1.17 [Beilage]  Die neue Chemie wird .. immer unzugänglicher, indem das G. die unendliche Nomenclatur nicht mehr fassen, die Einbildungskraft so viel vorübergehende Verwandlungen nicht verfolgen, und das Urtheil mit dem unzähligen Gegebenen nicht mehr spielen .. kann GWBB22,379,22 Seebeck 29.4.12 K GWB27,81,11 DuW 7 [Zit s v Gabe 3] Gespr Eckerm 11.4.27 GWBN8,219,4 TibiaFibula GWBB28,282,19 Boisserée 17.10.17 GWBN6,300,7 PhysiolPfl speziell als Gabe der Wieder-Erinnerung iS der platon Anamnesis-Lehre; einmal ‘Göttin des Gedächtnisses’ scherzh-metonym für eine (hs) Gedichtsammlung mit dem Titel ‘Mnemosyne’ Gespr (He2,774) Falk [25.1.13] [Zit s v Erinnerung 3 (Sp 325,6ff)] GWBB27,333,10 FLuck 8.2.17 K   3 An-, Gedenken, Erinnerung   a (gefühlsbetontes) anteilnehmendes Gedenken als Ausdruck persönlicher Verbundenheit u Wertschätzung gegenüber einer (verstorbenen) Person sowie als offizielle Würdigung; im relig Kontext in expliziter Anspielung auf die bibl Wdg “Das tut zu meinem Gedächtnis” (Luk 22,19), im ‘Vermächtnis’ des sterbenden Parsen modifiziert mit dem Nebensinn einer (Er-)Mahnung; in pointierter Gegenüberstellung mit dem erlebten Glück der Gegenwart (in der ‘Wonne des Gebens’3)) auch mit negativer Konnotation  Du beweinst, du liebst ihn [Werther], liebe Seele, | Rettest sein G. von der Schmach GWB4,162 Zu den Leiden des jungen Werthers 6  [nach Augusts Tod] Vielleicht gibt es Gelegenheit in künftigen Tagen, aus seinen Reiseblättern das G. dieses eignen jungen Manns Freunden und Wohlwollenden aufzufrischen und zu empfehlen GWBB48,129,21 Zelter 23.2.31  Und nun sei ein heiliges Vermächtniß | Brüderlichem Wollen und G.: | Schwerer Dienste tägliche Bewahrung GWB6,240 Vs 26 DivParse  Reiche froh den Pfennig hin, | Häufe nicht ein Gold-Vermächtniß, | Eile freudig vorzuziehn | Gegenwart vor dem G. GWB6,71 Div Pend-Nameh 84) GWB37,166,20 BriefPastors GWBB44,277,10 Duvau [16.8.28] K GWBB3,128,9 ChStein 3.[1.77] mehrf in gängigen Devotionsformeln ‘(sich) jdm ins G. bringen, (zurück-)rufen’ iSv (sich) jds wohlwollendem Andenken empfehlen  möge sich ein Anlaß finden Ihrem höchsten Gönner [Metternich] .. mich in’s G. zu rufen GWBB46,284,17 Deinhardstein 27.3.30 GWBB9,81,2 AnnaAm 6.2.89   b metonym: der Gegenstand als Erinnerungszeichen, bes iS eines Andenkens an geliebte u geschätzte Freunde, bedeutende Persönlichkeiten uä, einmal mit dem Nebensinn eines Merkzeichens; konkr für ein (schriftl) Denkmal  Herrn von Müllers G. [Nekrolog] der hingegangenen Frau Großherzogin [Louise] GWBTgb 22.3.30  dein Grab [Morar] .. Vier Steine mit mosigen Häuptern sind dein einzig G. [memorial] AA141,8 Werth1 II Ossian GWB11,32 Elp2 721 [G/Riemer] GWBB30,22,4 Diede 8.8.82 GWBEhrengedächtnis GWBLokalgedächtnis GWBToten-Syn zu 1 3 GWBErinnerung zu 1 und 3 GWBGedenken zu 2 GWBEinbildungskraft GWBErinnerungsgabe(sd) GWBReproduktionskraft zu 3 GWBAngedenken GWBAndenken GWBDenkzeichen GWBErinnerungszeichen GWBReminiszenz GWBZeugnis zu 3 b GWBDenkmal 1) zur Begriffsgeschichte von ‘Gedächtnis’ u ‘Gedächtniskunst’ von der Antike bis ins 18.Jh im Spannungsverhältnis der platon ‘anamnesis’ u rhetorischen ‘memoria’ s HistWbPhilos5,1441 45 (s v Mneme u Mnemotechnik); Memoria. Vergessen u Erinnern ed AHaverkamp ua, 1993,bes IX-XXVII u 1 8 2) zur Erläuterung des Beinamens ‘Hafis’ in diesem Kontext s JA5,339 3) Div, ed Birus, FfA I 3/1,564 (Titel) 4) zu diesem Gedicht s den ausführl Kommentar von HBirus, FfA I 3/2,1064 66Dorothea Weiss-Schäfer D. W.-S.
11970 Zeichen · 154 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gedächtnisn.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +1 Parallelbeleg

    gedächtnis , n. subst. verb. zu gedenken. I I. Die form. I@a a) ahd. nur einmal kithêhtnissi devotio Graff 5, 163 ( Nyer…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Gedächtnis

    Goethe-Wörterbuch

    Gedächtnis fast ausschließl -ß, nur vereinzelt in frühen Briefen -ss, einmal (eigenh) -s ( B30,22,4 ) rund 380 Belege (g…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Gedächtnis

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Gedächtnis ist der Inbegriff der subjektiven Bedingungen, welche die Reproduktion (s. d.), d. h. die Wiederholung, Wiede…

  4. modern
    Dialekt
    Gedächtnis

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Gedächtnis [Kətæχtnis Str. ] n. 1. Gedächtnis. Vgl. Gedanke n 2. 2. Kopf. Eins uf s G. schlawe n einen Schlag auf den Ko…

  5. Spezial
    Gedächtnisn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +4 Parallelbelege

    Gedächtnis , n память , ж

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gedaechtnis

92 Bildungen · 89 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von gedaechtnis 3 Analysen

ge- + daechtnis

gedaechtnis leitet sich vom Lemma daechtnis ab mit Präfix ge-.

Alternativen: ge-+dacht+-nis gedacht+-nis

gedaechtnis‑ als Erstglied (30 von 89)

gedächtnisarbeit

DWB

gedaechtnis·arbeit

gedächtnisarbeit , f. arbeit für das wortgedächtnis ( s. gedächtnis 5, f ): wozu alle diese letternmühe und gedächtnisarbeit für die zeit Mo…

gedächtnisbein

DWB

gedacht·n·isbein

gedächtnisbein , n. ein bein im hinterhaupte, os occipitis, s. Adelung und unter gedächtnis 2, b. 5, a. 1, a.

gedächtnisbild

DWB

gedaechtnis·bild

gedächtnisbild , n. bild von auszendingen im gedächtnis ( s. d. 2, d ): wer erinnerte sich nicht hierbei alter gedächtnisbilder, die so auf …

gedächtnisblatt

DWB

gedaechtnis·blatt

gedächtnisblatt , n. blatt zur erinnerung: so legt' auch ich auf dies gedächtnisblatt, das du wol öfter blätternd wirst berühren, mein saite…

gedächtnisbuch

DWB

gedaechtnis·buch

gedächtnisbuch , n. commentarium Stieler 256 . buch, um dem gedächtnisse zu hilfe zu kommen: ein denkzeddel oder gedächtnisse-buch, denkregi…

gedächtnisbürde

DWB

gedaechtnis·buerde

gedächtnisbürde , f. belastung des todten gedächtnisses ( s. d. 5, f ): was nützt belesenheit, was die gedächtnisbürde, die schreib- und ruh…

gedächtniseindruck

DWB

gedaechtnis·eindruck

gedächtniseindruck , m. eindruck in der seele durch das blosze ( todte ) gedächtnis: die todten gedächtnis-eindrücke. Herder lebensb. 2, 221…

gedächtnisfehler

DWB

gedaechtnis·fehler

gedächtnisfehler , m. fehler den man aus gedächtnisschwäche macht. Adelung ; die gebildeten reden da gern lat. mit lapsus memoriae, wie für …

gedächtnisfeier

DWB

gedaechtnis·feier

gedächtnisfeier , f. feier zum gedächtnis eines mannes, sieges u. ä. ( s. gedächtnis 4, b selbst in diesem sinne ): dann, auf Cyprias gebot,…

Gedächtnisgabe

GWB

gedaechtnis·gabe

Gedächtnisgabe -ß- mBez auf die G gewidmete (bes in Brasilien heimische) Pflanzengattung Goethea B37,229,4 Nees 29.9.23 1) 1) vgl dazu G-s s…

gedächtnishügel

DWB

gedaechtnis·huegel

gedächtnishügel , m. hügel als denkmal: gleich einem gedächtnishügel, den die menschen aus prächtigen trümmern verwüsteter palläste und temp…

gedächtnishülfe

DWB

gedaechtnis·huelfe

gedächtnishülfe , f. unterstützung des gedächtnisses oder der gedanken an etwas: so sagten sie ( unsere vorfahren ) zu einem kinde, das sein…

gedächtnisidee

DWB

gedaechtnis·idee

gedächtnisidee , f. idee als sache des gedächtnisses: die erinnerung, die schaffende kraft, aus gegebenen gedächtnisideen eine folgende .. z…

Gedächtniskasten

PfWB

gedaechtnis·kasten

Gedächtnis-kasten m. : ' Kopf ', scherzh., Gedächtniskaschde [PS-Lembg KB-Albish mancherorts VPf]; vgl. Hirnkasten . Syn. s. Kopf . Südhess.…

gedächtniskopf

DWB

gedaechtnis·kopf

gedächtniskopf , m. gedächtnisgelehrter: der philosophische eigentliche leser häuft nicht blosz in seinem gedächtnisse an, wie der fresser i…

gedächtniskraft

DWB

gedaechtnis·kraft

gedächtniskraft , f. facultas, vis memorativa. Rädlein ; was wird sich von der gedächtniskraft eines verklärten erwarten lassen .. Lavater a…

gedächtniskunst

DWB

gedaechtnis·kunst

gedächtniskunst , f. mnemonica, ars memoriae Aler 853 b , mnemotechnik ( zur sache s. unter gedächtnis 5, a ): wer gedächtnüs-kunst denket z…

gedächtnislast

DWB

gedaechtnis·last

gedächtnislast , f. wie gedächtnisbürde ( s. d. ): sogar einen gebildeten beladen übersetzungen grammatischer wörter mit neuer gedächtnis-la…

gedächtnislein

DWB

gedaechtnis·lein

gedächtnislein , n. memoriola: einige einbildische mahler, ja schmierer .. die sich auf ihr gedächtnislein verlassen. Göthe 35, 381 , nach B…

gedaechtnis als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von gedaechtnis (2 von 2)

ungedächtnis

DWB

ungedächtnis vergessenheit ( Oberlahnstein. urk. 1638) Kehrein Nassau 416 . —

urgedächtnis

DWB

urgedächtnis , f. , von gott gebraucht ( vgl. gedächtnis II 1 c cogitatio ): gebenedeiet sei auch das dritte gemach der gedächtnisz, das die…