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Farbe

nhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
17 in 14 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Farbe Die

Bd. 2, Sp. 19b
Die Farbe, Mz. die — n; Verkleinerungsw. das Färbchen, des — s, d. Mz. w. d. Ez. 1) Die Eigenschaft der Körper, nach welcher die Lichtstrahlen auf gewisse Art von ihnen zurückgeworfen werden, so daß dadurch eine gewisse Empfindung in unsern Augen hervorgebracht wird, wodurch wir ein neues Mittel erhalten, jene Körper bei Lichte zu unterscheiden. Das Gras hat eine grüne, das Blut eine rothe, der heitere Himmel eine blaue, der Schnee eine weiße Farbe. Ein Körper läßt die Farbe fahren, wenn er oder die Oberfläche desselben die Lichtstrahlen nicht mehr mit derselben Einwirkung auf unsere Augen zurückwirft, wie vorher, wofür man auch verschießen sagt. Ein Zeug hält oder behält die Farbe, wenn er die Lichtstrahlen immer auf dieselbe Art und mit demselben Eindruck auf unsere Augen zurückwirft. Die Farbe gehet aus. Urtheilen, wie der Blinde von der Farbe, ohne alle Kenntniß, ohne im geringsten unterscheiden zu können. Uneigentlich. Die Farbe halten, echt, zuverläßig befunden werden. »Freunde, die uns Farbe halten,« die treu, beständig sind. Günther. Und hat sich keinen Freund damit, nicht Einen Erkauft, der in der Noth ihm Farbe hielt. Schiller. Wie gar das Glück kein Farbe helt (hält). H. Sachs. R. I engerer Bedeutung rechnet man das Schwarz und Weiß nicht mit zu den Farben. Die Weißgerber verstehen vorzugsweise darunter die gelbe Farbe, welche das gewalkte Leder dadurch, wenn es auf einen Haufen gesetzt wird, bekömmt. Die Leder liegen in der Farbe, wenn sie, um diese Farbe zu bekommen, über einander liegen. Die Becker nennen die gelbbraune glänzende Farbe des Brotes auch schlechtweg die Farbe. I gemeinen Leben versteht man darunter auch die natürliche gesunde Gesichtsfarbe, das rothe frische Aussehen. Er veränderte dabei die Farbe. Er bekam nach und nach wieder Farbe. Der Kranke hat alle Farbe verloren. Uneigentlich und ungewöhnlich. Imer in Einer Farbe singen, mit einerlei Stärke oder Schwäche des Tones. 2) Ein Körper, welcher der Oberfläche eines andern die Eigenschaft auf gewisse Art auf unser Gesicht zu wirken, mittheilt. Erdfarben, Saftfarben, minerische Farben. Mahlerfarbe, Ölfarbe, Wasserfarbe  Trockene, nasse Farben. Farben reiben, auftragen, mischen  Die Farben sind zu bunt, zu grell aufgetragen (das Colorit ist zu bunt, zu grell). Die Farben brechen, sie mit andern vermischen, daß sie anders ins Auge fallen. Halbe, gebrochene Farben. S. Mittelfarbe. Einen Zeug durch die Farbe gehen lassen, bei den Färbern, ihn in die Farbe tauchen. Der Zeug nimmt die Farbe nicht an. I engerer Bedeutung, eine einzelne Art färbender Körper. So verstehen die Buch= und Kupferdrucker unter Farbe schlechtweg, die schwarze Farbe, oder Schwärze, mit welcher sie drucken. Blaue Farbe, oder blaue Stärke, Berlinerblau. Dann, die Art und Weise wie etwas durch Farbe vorgestellt ist (das Colorit). Harte, weiche, lebhafte, finstere Farben. Uneigentlich. Einen mit häßlichen Farben abmahlen, ihn häßlich schildern. Seinem Vorschlag eine schöne Farbe geben. Einer Sache eine gute Farbe geben, ihr eine Farbe, ein Färbchen anstreichen. 3) Ein farbiger oder gefärbter Körper. (1) Für Blut. Die Köche thun an verschiedene Speisen Farbe. I den Salzwerken gießt man Farbe, d. h. Rindsblut in das kochende Salzwasser, daß es besser schäume und sich reinige. (2) I Kartenspiele versteht man unter Farbe die verschiedenen Karten, welche Zeichen von einerlei Gestalt und Farbe haben, Eicheln, Grün oder Laub, Herzen und Schellen. Blätter von einerlei Farbe, deren unterscheidende Zeichen einerlei Farbe und Gestalt haben. Eine Farbe anspielen, ausspielen. Farbe bekennen, verläugnen. Mit einer Farbe stechen. Zuweilen versteht man unter Farbe auch vorzugsweise diejenige Farbe, die Trumpf ist, die Trumpffarbe. (3) Die Dienertracht, die Tracht, welche eine Herrschaft ihren Dienern giebt, besonders in Hinsicht auf die Farbe. Jemandes Farbe tragen. Die Hoffarbe, Staatsfarbe. 4) Х Der Ort, wo gefärbt wird, im gemeinen Leben; besser, die Färberei.
3985 Zeichen · 68 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Farbe

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Die Farbe , plur. die -n, Diminut. Färbchen. 1. Die Eigenschaft der Körper, nach welcher sie die Lichtstrahlen so zurück…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Farbe

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    2 Farbe Färberei [ die Weim Regierung wollte das Gebäude einer Färberei zum Abriß erwerben ] Dank für die .. Nachricht, …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Farbe

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Farbe , im subjectiven Sinne, nennt man die specifisch verschiedenen Empfindungen, welche die von den Gegenständen zu un…

  4. modern
    Dialekt
    Farbef.

    Pfälzisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Farbe f. : 1. 'Farbempfindung', Faʳb (faʳb, faÄb) [vorn. WPf NPf nördl. VPf Nordwestteil der mittl. VPf LA-Nd'hochstdt G…

  5. Sprichwörter
    Farbe

    Wander (Sprichwörter)

    Farbe 1. An der farb erkennt man das Tuch, am geschmack den Wein, am geruch die Blume, am reden den Mann. – Lehmann, 917…

  6. Spezial
    Farbe

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Far|be f. (-,-n) 1 corú (-usc) m. 2 (Färbung) coloraziun (-s) f. , corú (-usc) m. 3 (Gesichtsfarbe) corú (-usc) m. 4 (An…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit farbe

419 Bildungen · 348 Erstglied · 68 Zweitglied · 3 Ableitungen

farbe‑ als Erstglied (30 von 348)

Farbe(n)blīwīss

Idiotikon

Farbe(n)blīwīss Band 16, Spalte 2000 Farbe(n)blīwīss 16,2000

Farbe(n)schüsslen

Idiotikon

Farbe(n)schüsslen Band 8, Spalte 1481 Farbe(n)schüsslen 8,1481

Farbe(n)stich

Idiotikon

Farbe(n)stich Band 10, Spalte 1300 Farbe(n)stich 10,1300

Farbe(n)stëcher

Idiotikon

Farbe(n)stëcher Band 10, Spalte 1279 Farbe(n)stëcher 10,1279

Farbeäußerung

GWB

farbe·aeusserung

Farbeäußerung spezif Färbung eines Körpers wie .. sowohl unorganische als organische Naturkörper .. nach ihren F-en zu beurtheilen sein möch…

farbebringend

GWB

farbebringend für die (von Newton behauptete) Disposition der Lichtstrahlen, Farben erscheinen zu lassen ihm [ Newton ] sei es nur um die Th…

farbecht

LDWB2

farb·echt

farb|echt adj. che tëgn le corú, che ne lascia nia jö le corú, che ne destënj nia.

farbefunkelnd

DWB

farbe·funkelnd

farbefunkelnd , colore micans: schwebe rastlos ätherkostend, farbefunkelnd, du erlöster sommervogel! Platen 18 .

Farbegang

Meyers

farbe·gang

Farbegang ( Schergang ), der oberste u. stärkste Platten- oder Plankengang der Außenhaut eines Schiffes in Höhe des Oberdecks.

Farbegeben

Campe

farbe·geben

○ Das Farbegeben , des — s , o. Mz . das Geben der Farbe; dann, die Art und Weise des Auftragens der Farben auf einem Gemählde (Colorit ). G…

Farbehaus

Adelung

farbe·haus

Das Farbehaus , des -es, plur. die -häuser, im gemeinen Leben, die Werkstätte eines Färbers, S. Adelung Färberey .

Farbeigenschaft

GWB

farb·eigenschaft

Farbeigenschaft a Fähigkeit od Möglichkeit, farbig zu erscheinen F. nicht allein in Blumen sondern auch Blätter Amaranthus trikolor LA II 9B…

farbeindruck

DWB

farbe·indruck

farbeindruck , m. impressio, impulsio coloris: die einzelnen farbeindrücke können nicht verwechselt werden. Göthe 52, 310 .

Farbekünstler

GWB

farbe·kuenstler

Farbekünstler auch Farb- Meister des künstlerischen Kolorits Nur steht Latour nicht als glückliches Beispiel eines großen F-s, er ist ein bu…

farbeln

DWB

farb·eln

farbeln , färbeln , eine art karte zu spielen, bei welcher nur zusammensehende farben gelten und kein trumpf gemacht wird. Schmeller 1, 559 …

Farbematerial

GWB

farbe·material

Farbematerial einmal Farben- Tgb 3.7.09 a Färbemittel, Farbstoff haben einige Pflanzen die Eigenschaft, durch künstliche Behandlung fast dur…

farbe als Zweitglied (30 von 68)

Amarant-Farbe

Adelung

amarant·farbe

Die Amarant-Farbe , plur. inusit. eine Art der Purpurfarbe, welche der Farbe des Amarantes gleicht; Tausendschönfarbe.

Bleyfarbe

Adelung

bley·farbe

Die Bleyfarbe , plur. inus. eine bleichgraue Farbe, die der Farbe des Bleyes gleicht. Daher bleyfarbig, adj. et adv.

druckerfarbe

DWB

drucker·farbe

druckerfarbe , f. deren sich die verschiedenen drucker bedienen Rädlein 203 a , wie druckfarbe. bei den buchdruckern, kupfer- und notendruck…

eisenfarbe

DWB

eisen·farbe

eisenfarbe , f. ferrugo, color ferrugineus. bergmännisch heiszt auch so eine fette, lockerige, schwarz glimmernde masse.

feuerfarbe

DWB

feuer·farbe

feuerfarbe , f. igneus color, rubor: diese echte feuerfarbe der beängsteten sittsamkeit. Thümmel 3, 325 .

fleischfarbe

DWB

fleisch·farbe

fleischfarbe , f. color e rubicundo candicans, die natürliche farbe der menschlichen haut.

gesichtsfarbe

DWB

gesicht·s·farbe

gesichtsfarbe , f. die farbe des angesichts, wie sonst farbe allein, theil 3, 1322: Wallenstein war von groszer statur und hager, gelblicher…

glühfarbe

DWB

glueh·farbe

glühfarbe , f.; farbe eines körpers in glühendem zustande: bei manchen körpern treten ... auch andere glühfarben ( als rot-weisz ) auf, so l…

goldfarbe

DWB

gold·farbe

goldfarbe , f. 1 1) ' farbe des goldes ' ; seit dem spätahd. belegtes compositum. 1@a a) vom golde selbst: ein jedes goldt, das sehr rein un…

grundfarbe

DWB

grund·farbe

grundfarbe , f. , vor dem 17. jh. nicht bezeugt; 1 1) von grund V A leiten sich mehrere bedeutungen her; die unterste farbschicht ( vgl. gru…

haarfarbe

DWB

haar·farbe

haarfarbe , f. 1) farbe des ( menschlichen oder tierischen ) haars: auch hasen und füchse finden sich in den eisregionen, verändern dann abe…

hauptfarbe

DWB

haupt·farbe

hauptfarbe , f. franz. couleur principal, weisz, gelb, rot, blau und schwarz; an pferden schwarz, braun, rot, weisz: die schecken werden als…

hoffarbe

DWB

hoff·arbe

hoffarbe , f. farbe eines fürsten, die er die personen seines hofhalts tragen läszt. über diese farbe handelt Wackernagels aufsatz über die …

honigfarbe

DWB

honig·farbe

honigfarbe , f. color mellinus, melleus. Stieler 433 . honigfarben auch die ungiftigen saftfarben, die in den tuschkästen der kinder liegen.

hornfarbe

DWB

horn·farbe

hornfarbe , f. farbe des horns: hornfarb corneus color Maaler 231 a . auch farbe womit das horn gebeizt wird. Jacobsson 6, 117 b .

Isabéll-Farbe

Adelung

isabell·farbe

Die Isabéll-Farbe , oder Isabêllen-Farbe, plur. doch nur von mehrern Arten, die -n, der Nahme einer bräunlich gelben Farbe, welche aus blass…

königsfarbe

DWB

koenig·s·farbe

königsfarbe , f. couleur de roi, bleichrot Rädlein 555 b , nach Krünitz ein blau, aus blau und scharlach bereitet, auch königsblau; bei ande…

lackfarbe

DWB

lack·farbe

lackfarbe , f. farbe des lacks, auch der lackblume; farbe zu welcher man lack zusetzt; auch was lack 3.

lasurfarbe

DWB

lasur·farbe

lasurfarbe , f. farbe des lasurs oder wie lasur: lasurfarb, caeruleum, quod fit ex lapide lazuli, vulg. ultramarin Frisch 1, 582 a ; gewölb …

lauchfarbe

DWB

lauch·farbe

lauchfarbe , f. grüne farbe des lauchs: lauchfarb, color porraceus Frisch 1, 584 b .

leberfarbe

DWB

leber·farbe

leberfarbe , f. color fulvus. Stieler 433 ; hepaticus color. Nemnich 3, 133 .

Ableitungen von farbe (3 von 3)

Mißfarbe

Adelung

Die Mißfarbe , plur. die -n. 1) * Eine Mannigfaltigkeit in der Farbe, der Zustand, da ein Körper bunt ist, ohne Plural; eine veraltete Bedeu…

unfarbe

DWB

unfarbe , f. , nichtfarbe, unding von farbe: er ( Newton ) will hier dem vorwurf ausweichen, dasz er ja nicht aus allen ( körperlichen ) far…

urfarbe

DWB

urfarbe , f. , farbe mit ur- C 4 c. a) grundfarbe 1 entsprechend: streicht man aber einen solchen körper ( gold, kupfer ) an etwas gleiches …