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goldfarbe

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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

goldfarbe f.

Bd. 8, Sp. 768
goldfarbe, f. 11) 'farbe des goldes'; seit dem spätahd. belegtes compositum. 1@aa) vom golde selbst: ein jedes goldt, das sehr rein und hoch ist, das bringet seine ... schöne natürliche rechte goldtfarb selbs mit Ercker beschreibg. aller mineral. ertzt (1580) 84a; goldfarbe geben die goldschmiede dem golde allgem. haushaltlex. (1749) 1, 609; eine hohe goldfarbe ertheilt man ihm (dem golde) ... durch eine besondere behandlung Karmarsch-Heeren techn. wb.3 1, 2. übertragen: goldfarb ist die schönste, wer mit solcher angestrichen (d. h. reich) ist, der gefällt jedermänniglich Abr. a s. Clara mercks Wien (1680) 63. 1@bb) goldartige farbe anderer, unechter metalle: man spricht auch, daz der asch auz dem unk geprant die art hab, wer silber dâ mit salb und temperier, daz nem goltvarwe Konrad v. Megenberg buch d. natur 264, 27 Pf.; kupfferblech in goldfarb Thurneysser magna alchymia (1538) 35; das man dem kupffer ... ein goltfarbe ein brennen könne, wissen bergkleute und rothgieszer ser wol Löhneisz bericht v. bergwerken (1690) 25; auf aus ... messing hergestellte ... blechwaaren kann man ... eine schöne goldfarbe hervorbringen Muspratt chemie (1888) 4, 1967. 22) 'goldähnliche farbe nicht metallischer dinge, besonders von leuchtenden und von glänzenden körpern': an himele chumet tageliches tiu sunna niuuiu, aber demo uualde gibet skimo goldfareuua Notker 1, 706, 3 P.; die untergehende sonne erleuchtete die wolken mit den glänzenden goldfarben G. Forster s. schr. (1843) 1, 205; poetisch auch goldesfarbe: um den schnitter und die garbe flosz der abendglut, der warmen, wunderbare goldesfarbe C. F. Meyer ged. (1900) 66; das glänzende aber ist nichts anders als die gedrängtheit und dichtheit des lichtes. so entsteht die goldfarbe, wenn das gelbe und sonnenhafte, verdichtet, stark leuchtet Göthe II 3, 33 W.; man überzieht etwas mit firnis, um ihm eine goldfarbe zu geben Sulzer theorie d. schönen künste (1771) 2, 236; alle hauptfarben des ... (fasanen-) gefieders haben ... (einen) metallschimmer in die feurigste goldfarbe Naumann naturgesch. d. vögel (1822) 6, 435; cypricus ist der geringst (diamant), hat ein goltfarb Alberus dict. (1540) l l 4b; für eine goldgelbe farbtönung allgemein: es haben aber etwan die wein solliche goldfarb von natur oder von alter Ryff spiegel d. gesundh. (1544) 62a; der wein ... ist von guter starker beschaffenheit und einer dunkeln lockenden goldfarbe Steub drei sommer i. Tirol (1895) 2, 369; so seindt alle kerne der vollkommenen pflantzen in beginne irer iugend weisz und feucht und im zunemen irers alters gandt sie zu goldvarbe und trukenheit Petrus de Crescentiis vom ackerbau (1531) 11b; begieszet sie (die hühner) öffters mit butter, damit sie fein eine goldfarbe bekommen mögen Amaranthes frauenz. lex. (1715) 900; nirgends ist der contrast zwischen der goldfarbe des sandsteins und der saphirbläue des himmels ... schneidender Gaudy s. w. (1844) 5, 98. 33) goldgelber farbstoff aus echtem oder unechtem blattgold (vgl.goldbronze), oder auf chemischem wege hergestellt, vgl. auripigmentum goltfarbe (15. jh. md.) Diefenbach gl. 62b: das sie (die kugel) izt eine mit vermeineter schönen goldfarbe gesmükte seite gezeiget hat, so tut sich bald darauf eine andere, meisten teils mit unbeständiger wasserfarbe angestrichene seite hervor M. J. Bellini hdt. rechtschr. (1657) ).( 3b; das anstellungsdecret, dessen kalligraphische ausführung im texte eine lorbeergeschmückte lyra in goldfarbe zeigt jahrb. d. Grillparzerges. (1890) 2, xxvi; (er) war beauftragt, mit der werthesten goldfarbe die anfangsbuchstaben auszumalen Scheffel Ekkehard (1913) 63; bildlich: die mit goldfarbe aufgefrischten trümmer der vergangenheit Jean Paul w. 6, 128 (Hempel); auch 'lösungen, in welche goldgegenstände eingetaucht werden, um einen gewünschten farbenton zu erhalten', vgl. Lueger lex. d. techn. 4, 729; citrin ist die goldfarbe, damit die goldmacher ihre metalle tingieren wollen Apinus gl. nov. (1728) 123; zur erzielung bestimmter farbentöne stehen mannigfache goldfarben in gebrauch Karmarsch-Heeren3 techn. wb. 3, 348. —
4135 Zeichen · 95 Sätze

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Goldfarbe

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Goldfarbe , plur. inus. 1) Die Farbe, welche das Gold in seinem natürlichen Zustande hat, noch mehr aber die hochgel…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Goldfarbe

    Goethe-Wörterbuch

    Goldfarbe hochgelber od rötlichgelber, leuchtender Farbton das Kupfer zum Rothen hinanrückt .. durch Zink hingegen wiede…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Goldfarbe

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Goldfarbe , s. Goldlegierungen .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit goldfarbe

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Ableitung von goldfarbe

goldfarb + -e

goldfarbe leitet sich vom Lemma goldfarb ab mit Suffix -e.

Zerlegung von goldfarbe 2 Komponenten

gold+farbe

goldfarbe setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Keine Komposita gefunden — goldfarbe kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „goldfarbe". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/goldfarbe/dwb?formid=G21724
MLA
Cotta, Marcel. „goldfarbe". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/goldfarbe/dwb?formid=G21724. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „goldfarbe". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/goldfarbe/dwb?formid=G21724.
BibTeX
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