Kolorit mit zwei Ausnahmen ( GWB342,197,7 u GWB48,234,14) nur C-; ca 190 Belege, davon knapp die Hälfte in der ‘Farbenlehre’ (mehrfach auch in Zwischenüberschriften, Titelwiedergaben uä), insbesondere in den von JHMeyer beigesteuerten Abschnitten ‘Hypothetische Geschichte des Colorits besonders griech Mahler’ u ‘Geschichte des Colorits seit Wiederherstellung der Kunst’; vgl auch s v 1Farbe A1 Farbgebung, charakteristische Farbigkeit, Farbwert eines Gegenstandes Man kann nicht eigentlich sagen, daß es nur Ein C. in der Natur gebe, denn bei’m Worte C. denken wir uns immer zugleich den Menschen, der die Farbe sieht, im Auge aufnimmt und zusammenhält GWB45,312,16 Diderot, Malerei Farbe Colorit des Orts .. Die erste Erscheinung des C-s tritt in der Natur gleich mit der Haltung [=wahrgenommene Verteilung u Abstufung von Licht, Schatten, Farbe] ein: denn die Luftperspective beruht auf der Lehre von den trüben Mitteln .... Colorit der Gegenstände .... Das C. des Ortes und das C. der Gegenstände in Harmonie zu bringen, wird nach der Betrachtung dessen, was von uns in der Farbenlehre abgehandelt worden, dem geistreichen Künstler leichter werden .. Charakteristisches Colorit .. Hiezu ist besonders die Kenntniß der Wirkung der Farben auf Empfindung .. nöthig .... Harmonisches Colorit .. so entsteht doch die eigentliche harmonische Wirkung nur alsdann, wenn alle Farben neben einander im Gleichgewicht angebracht sind GWBN1,343,1u2u13 u 345,4u11 u 347,1 FlD (vor) 872,873,879,880,885 GWB491,50,26 Neudt relig-patriotKunsr [Meyer/G] uö ganz überwiegend bezogen auf Bildwerke (Gemälde, Zeichnungen, Druckgraphiken), als eins der wesentlichen künstlerischen Gestaltungselemente; auch im offenen akademischen Kategorienkanon (neben Erfindung, Zeichnung, Komposition ua); im Kunsturteil öfter mit Attr wie ‘angenehm, geschmackvoll, schön’, ‘zart, schwach, lebhaft, kräftig, gewaltig, glühend’, auch ‘düster, roh’ ua glückten ihm [dem Maler GMKraus] landschaftliche Zeichnungen, die sich durch reinliche Umrisse, massenhafte Tusche, angenehmes C. dem Auge freundlich empfahlen GWB29,168,22 DuW 4 Alles in der Mahlerei durch die Farben zu erzielende Wohlgefällige beruht zuletzt auf dem Transparenten .. Wie oft hört man .. von Tizians bewundernswerthem C. an nackten Figuren, zumal weiblichen, man glaube das Blut unter der Haut fließen zu sehen GWB53,224,11 Zu:Meyer,TransparentGemälde Den Gemählden fehlte damals [zu Polygnots Zeit] fast alles, was wir jetzt an solchen Kunstwerken vorzüglich schätzen: Richtigkeit der Perspectiv, Einheit einer reichen Composition, Massen von Licht und Schatten, liebliche Abwechselung des Helldunkels, Harmonie des C-s GWB48,100,21 Polygnot [Schema über das Studium der bildenden Künste; Aspekte der Bildkomposition] Begebenheiten des Menschen als Gegenstände der bildenden Kunst .. Anordnung .. Licht und Schatten .. Haltung .. C. Theoretisch physisch, angewandt mahlerisch GWB47,294,28 Stud bildKünste Schema GWB48,160,14 AltdtGemälde Lpz [Quandt/G] GWBN3,89,11 u 106,15u24 FlH Kolorit griechMaler [Meyer] GWB36,171,3u28 TuJ 1820 GWB342,197,7 VorbereitgItal 1795/96 uö(häufig) öfter als Gegenstand kunsttheoret Erörterungen, besonders in ‘Diderot’s Versuch über die Mahlerei’ Bei der Zeichnung hat man .. wenn auch keine vollkommene Theorie, doch wenigstens gewisse Grundsätze .. bei dem C. hingegen weder Theorie noch Grundsätze .... das C. .. ist eine Erscheinung, die nur an’s Gefühl Anspruch macht und also auch durch’s Gefühl gleichsam instinctmäßig hervorgebracht werden kann .... von dem C. als eigentlichem Kunstproducte kann doch nur der Meister, so wie von allen übrigen Rubriken urtheilen .... [Diderot:] “Der allgemeine Ton der Farbe kann schwach sein, ohne daß die Harmonie zerstört werde, im Gegentheil läßt sich die Stärke des C-s mit der Harmonie schwer verbinden.” Man gibt keineswegs zu, daß es leichter sei,[] ein schwaches C. harmonischer zu machen als ein starkes; aber freilich wenn das C. stark ist, wenn die Farben lebhaft erscheinen, dann empfindet auch das Auge Harmonie und Disharmonie viel lebhafter .... Ein Gemählde kann allen Anforderungen an’s C. genugthun und doch vollkommen hell und licht sein GWB45,289,7u16 u 291,12 u 303,16u19u20 u 304,7 Diderot,Malerei Farbe Eine Eigenschaft desjenigen Theils der Mahlerei, dessen Geschichte wir hier zu bearbeiten übernommen, ist bisher noch nicht berührt worden, wir meinen die Harmonie der Farben. Zwar wird solche unter dem allgemeinen Begriff des C-s gewöhnlich mit gefaßt, kann aber auch als abgesondert von demselben gedacht werden. Die Harmonie also, für sich allein betrachtet, besteht im schicklichen zweckmäßigen Nebeneinander- und Gegeneinandersetzen der Farben; C. hingegen, im strengen und eingeschränkten Sinne, bedeutet nur die künstliche Mischung derselben und die treue Darstellung der Natur .... Die großen venezianischen Meister des C-s haben fast ohne Ausnahme die Regel beobachtet, sich ungemischter ganzer Farben zu den Gewändern zu bedienen GWBN3,360,20u24 u 362,12 FlH V Gesch dKolorits [Meyer] Die Kunstrichter haben Hackerts früheren Gemählden Mangel an Übereinstimmung des Colorits vorwerfen wollen .... Hackerts C. ist .. zumal wenn er Abendschein ausdrücken wollte, nur in einzelnen Theilen vortrefflich; aber in diesen einzelnen Theilen auch wirklich unübertreffbar .. jedoch hat er, wenn man nämlich den milden Ton und Farbenschmelz im Ganzen als die Haupteigenschaften des guten C-s betrachten will, gerade hierin die .. älteren Meister nicht immer erreicht GWB46,352,6u25 u 353,5 HackertNachtr [Meyer] Wer zuerst aus der Systole und Diastole, zu der die Retina gebildet ist, aus dieser Synkrisis und Diakrisis, mit Plato zu sprechen, die Farbenharmonie entwickelte, der hat die Principien des C-s entdeckt GWB48,204,4 MuR(1079) GWBN3,369,16 FlH V Gesch dKolorits [Meyer] GWB46,370,5 HackertNachtr ÜbLandschMalerei [Hackert/G] GWBN4,288,20 FlH VI Konfess dVerf GWBN4,483,10 FlH Plp uö vereinzelt übertr, einmal metonym ‘das alte Colorit’ für eine Abhandlung darüber, hier JHMeyers Studie zum römischen Wandgemälde der Aldobrandinischen Hochzeit [über Miltons ‘Paradise Lost’] der seltsame einzige Fall daß er [der Autor] sich .. besser in die Rolle des Teufels als des Engels zu schicken weiß, hat einen großen Einfluß auf die Zeichnung und Zusammensetzung des Gedichts, so wie der Umstand daß der Verfasser blind ist auf die Haltung und das C. desselben GWBB14,139,19 Schiller 31.7.99 Daß Sie durch Damen, Musen und Dichter abgehalten werden, das alte C. zu fördern, müssen wir freylich geschehen lassen GWBB19,463,6 Meyer 27.11.07 uö(selten) Syn GWBh1nFarbe GWBFarbenbehandlung GWBFarbengebung GWBFarbenkunst GWBFärbungNikolaus Lohse N.L.