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Ente

ahd. bis spez. · 24 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
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26 in 24 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Ente

Bd. 1, Sp. 824
Ente 1. De Aanten drägt er Recht uppen Puckel. – Eichwald, 6; Graf, 116, 307. Sobald sie auf fremden Grundstücken Schaden anrichtet, hat der Besitzer das Recht, sie mit Schlägen aus seiner Gemarkung zu vertreiben. 2. Der Ente Jungen sind geborene Schwimmer. 3. Die Ente lacht über das Watscheln der Gans. – Reinsberg IV, 47. 4. Die Ente wackelt mit dem Kopfe, wenn man den Flug der Vögel lobt. 5. Die Enten können nichts anderes als schnattern. (S. Gänse und Kaffeekränzchen.) 6. Ein Anten tuet bass in der Hand, denn sechs, die fliegen an dem Strand. 7. Eine gebratene Ente schmeckt gut, sagte der Junge, ich habe schon einmal den Inspector essen sehen. Holl.: Haas is een lekker eten, zei de jongen, want mijn grootvader heeft ze zien eten. (Harrebomée, I, 186.) 8. Enten sterben nicht, wenn man sie mit Wasser begiesst. Holl.: Hij wil eene eend met water begieten of nat maken. (Harrebomée, I, 171.) 9. Fremde Enten sind immer so gross wie Schwäne. 10. Hilf nur der Ente in den Korb, den Schwanz wird sie schon selbst hineinstecken. – Wullschlägel. 11. Wann de Anten Water seiet, dann töert1 'ne de Aes. (Westf.) 1) Töetern = hin- und herbewegen, zittern. 12. Wann die enten bey hauffen baden vnd quetschen, so folget gern ein regen. – Henisch, 897; Petri, II, 642. 13. Wenn die Ente kein Wasser zum Trinken hat, wo soll sie welches hernehmen, ihren Gästen (Freunden) die Füsse zu waschen. – Wullschlägel. Was einer nicht hat, kann er nicht geben. Wie kann ich dir helfen, da ich selbst Noth leide. 14. Wenn die Enten ausgehen, geht die erste voraus. Scherzwort, wenn sich jemand weigert zuerst zu gehen. Holl.: Als de eenden naar het veld gaan, gaat de eerste vooruit. (Harrebomée, I, 171.) 15. Wenn Enten, Gäns' und Taucherlein fast baden und beieinander sein, so muss nit fern der Regen sein. – Fischart. 16. Wie kommen die Enten aus, die doch so breite Schnäbel haben? – Blum, 519; Simrock, 2074; Körte, 1120. Von den spitzigen Schnäbeln entlehnt, womit die jungen Hühnlein und andere Vögel die Eierschale aufpicken, und Spott auf die Leute, welche sich ganz unnöthige Bedenklichkeiten machen. Der sprichwörtlich gewordene breite Schnabel der Ente hat wahrscheinlich auch zu ihrem Namen Tibbeke im Reineke Vos (1779) Veranlassung gegeben. Mit dem breiten Schnabel, der weit aufgetriebene Nasenlöcher zeigt, wühlt und schnobert die Ente immer im Schmuze herum, um Nahrung zu suchen, und hat ihn daher nie rein. Nun ist aber Tibbeke (Diminutiv von Ti-berta, Tide-berta) ein Frauenzimmer mit langer, nicht rein gehaltener Nase. (Vgl. Dr. Aug. Lübben, Die Thiernamen im Reineke Vos. Programm zum Osterexamen des Gymnasiums zu Oldenburg, 1863, S. 37.) 17. Wilde Enten sind schwer zu zähmen. Derselben Ansicht ist auch der Walache. (Reinsberg II, 58.) 18. Das ist eine aufgewärmte Ente. – Breslauer Zeitung, 1864, Nr. 15. Eine Nachricht, deren Grundlosigkeit schon bei einem frühern Umlauf dargethan worden ist. 19. Die Ente schwimmen lehren. Unnütze Mühe, dem in einem Fache Unterricht ertheilen, worin er selbst Meister ist. (S. Espe und Aal 21.) 20. Du sagest von blawen enten, die auff holtzschuhen gehen. – Albrecht von Eyba, Schimpffliche Comedien (Augsburg 1511); Eiselein, 82. 21. Er fällt drein wie die Ente ins Loch. 22. Es hat ihn eine Ente ausgebrütet. Von einem, der viel Durst hat. Holl.: Hij is van eene eend geschrikt. (Harrebomée, I, 171.) 23. Es sind blaue Enten. – Murner, Schelm., 2; Nb., 31; Kloster, II, 828; IV, 716; Eiselein, 82. »Setz ein Ding nit uf blaw Aenten und Gänse.« (Geiler.) 24. Ich rede von Anten und du antwortest von Gänsen. – Simrock, 2073. Wenn die Antwort nicht auf die Frage passt. Holl.: Ik sprak met u van Amsterdam, en gij antwoordt mij van Rotterdam. (Harrebomée, I, 15.) 25. Ich wollt ehe dass mich ein Ent zertrete, das were doch ein schendtlicher todt. – Franck, II, 37a. 26. Man muss die Ente erst über die Eier kommen lassen. D.h. die Sache abwarten, um zu sehen, wie sie sich entwickeln wird. 27. Von blauen Enten predigen. – Murner, Schelm., 2; Nb., 31; Körte, 1120a. Von Geistlichen, die Persönlichkeiten auf die Kanzel bringen, dann ähnlich auch von andern. »Er solt das Euangelj leren, so muss ich disen Trippel hören, wie sie einander richten auss, wie sie einander heissen liegen, vnd auff der Cantzel also kriegen. Wenn ich das Gotswort hören will, der Banbrieff liess er mir so vil. Wie Heintzens Elss vnd Cuntzens Gret den Jecklin nit bezalet het vnd all tantmär auf diser Erd' damit er vns gar schwerlich schedigt, so er von blawen Enten predigt.« (Murner, Schelm., 2; Kloster, II, 829.) »Wann die geistlichkeit will schinden, so kan sie auch blaw enten finden.« (Murner, Nb., 31; Kloster, IV, 717.) [Zusätze und Ergänzungen] 28. Die jungen Enten gehen ins Wasser, wenn auch eine Henne sie ausgebrütet hat. Die Jungen der Enten sind Schwimmer, sagen die Aegypter. (Burckhardt, 478.) 29. Ick well wol 'n Ante opp 't Water setten vnd sehen of se schwemmt. (Sauerland.) 30. Je fetter die Ente ist, je besser schmeckt sie. Je mehr die Lüge ausgeschmückt ist, desto anmassender erscheint sie. 31. Kommt die wilde Ent', so hat der Winter ein End'. – Schulfreund, 83, 16. 32. Wo Enten schwimmen sollen, da muss es auch nass sein. (Westf.) Bei Gastmählern will die Ente, wie in einem andern Sprichworte der Fisch, schwimmen. 33. Das heisst vor blaken Enten gepredigt. – Nas, 12b. 34. Dass dich d' Ente vertrette (vertrapple). – Frommann, II, 504, 27.
5445 Zeichen · 149 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    ente

    Althochdeutsches Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    ente s. inti u. enita.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    enteswf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +5 Parallelbelege

    ente swf. ente. sich tûchen als ein ente Msh. 2,157 b . enten Np. 190. 310. s. ant.

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    enteSb.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    ente , Sb. nhd. Reis (N.), Zweig E.: Herkunft ungeklärt? L.: Lü 96b (ente) Son.: zum Pfropfen (N.) oder Einpflanzen

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ênte

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Ênte , plur. die -n, S. Adelung Änte .

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Ente

    Goethe-Wörterbuch

    Ente 1 Wasservogel a wildlebende, jagdbare Art Ich will hinüber ans Wasser gehn und sehn ob ich ein Paar E-n schiesen ka…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ente

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Ente (Anas) , eine Gattung der Schwimmvögel, reich an Arten, über 20 in Europa, mit nach hinten gerichteten Füßen, am Ra…

  7. modern
    Dialekt
    Entef.

    Pfälzisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Ente f. : wie schd., Ent, Pl. Ende (ęnd, ęndə) [weit verbr.], Int, Pl. Inde [Don ( Steinmetz )], Ant [ RO-Rehborn ]; Dim…

  8. Sprichwörter
    Ente

    Wander (Sprichwörter)

    Ente 1. De Aanten drägt er Recht uppen Puckel. – Eichwald, 6; Graf, 116, 307. Sobald sie auf fremden Grundstücken Schade…

  9. Spezial
    Ente

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    En|te f. (-,-n) 1 adena (-nes) f. , anora (-res) f. 2 ‹fig› ciacola (-les) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ente

729 Bildungen · 342 Erstglied · 387 Zweitglied · 0 Ableitungen

ente‑ als Erstglied (30 von 342)

Ente(n)bersaft

Idiotikon

Ente(n)bersaft Band 7, Spalte 366 Ente(n)bersaft 7,366

Ente(n)blätter

Idiotikon

Ente(n)blätter Band 5, Spalte 183 Ente(n)blätter 5,183

Ente(n)büebli N

Idiotikon

Ente(n)büebli N. Band 4, Spalte 930 Ente(n)büebli N. 4,930

Enteärsch

LothWB

Ente-ärsch (Inten - ôsch Si. ) ;

enteªrwen

WWB

ent-eªrwen V. [verstr.] enterben; von einem versprochenen oder gesetzlichen Erbe ausschließen. De is entarwt wodden (WMWB).

enteas

MLW

enteas- v. entheas- .

enteca

MLW

enteca v. entheca . Weber

entechteren

KöblerMnd

ent·echteren

entechteren , sw. V. nhd. zurücksetzen, versäumen, beeinträchtigen Hw.: s. entachteren E.: s. ent, echteren L.: MndHwb 1, 553 (entechtern)

entechtern

MNWB

ent·echtern

entechtern , unt- , swv. , trans. zurücksetzen, versäumen, beeinträchtigen. S. noch entachter(e)n .

entecken

DWB

ent·ecken

entecken , angulos secare. ein polyeder entecken heiszt in der mathematik durch ebenen einige oder sämtliche ecken desselben abschneiden, so…

entedelen

Lexer

ente·delen

ent-edelen swv. BMZ unedel machen Mart. Myst. 2. 125,26. entadelen, denobilitare Dfg. 173 b .

entedelet

KöblerMhd

entedelet , (Part. Prät.=)Adj. nhd. „entedelt“, unedel E.: s. entedelen W.: nhd. DW2- L.: Hennig (entedelt)

entedeln

DWB

ent·edeln

entedeln , dehonestare, schänden, verderben, nnl. ontedelen. ahd. intedelen degenerare. N. Bth. 135. mhd. und hât sich sëlb entedilt gar. Ma…

entedelt

KöblerMhd

entedelt , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. entedelet*

ENTEDĬDES

Hederich

ENTEDĬDES , æ, Gr . Ἐντετίδης, ου, ( Tab. XVII .) einer von den Söhnen des Herkules, welche er mit den funfzig Töchtern des Thespius zeugete…

entedlung

DWB

entedlung , f. die verkennung, die entedlung dessen, was sie erhöht, die menschen, was sie zu menschen macht, zeigten sich mir. Klopstock 2,…

entēgen

MNWB

ente·gen

entēgen , entīgen; entgēgen , entiēgen , entjēgen; en(t)kēgen; engēgen , -iēgen , -yēgen; unt- , adv. , prp. , conj. , entgegen; dagegen , d…

entēgenen

MNWB

ente·genen

entēgenen (entiegenen; — andere Formen s. zu entēgen ), swv. , einem, einer Sache entgegentreten , entgegen sein, gegen etw. sein. S. entgēg…

entēgens

MNWB

ente·gens

entēgens , entjēgens , adv. , conj. , 1. adv. dâr e. (örtlich) gegenüber, daneben. 2. conj. , dagegen.

entehren

DWB

ent·ehren

entehren , 1 1) dedecorare, polluere. ahd. intêrên O. III. 19, 14. IV. 30, 2. mhd. entêren, nnl. onteeren: wan werstu von nature rein, laute…

ente als Zweitglied (30 von 387)

attendente

KöblerMnd

*attendente , M. nhd. Aufseher Vw.: s. sūper- I.: Lw. lat. attendēns? E.: s. lat. attendere, V., hinstrecken, anspannen; vgl. lat. ad, Präp.…

hente

KöblerMhd

*hente , Adj. Vw.: s. ge- E.: s. hant W.: nhd. DW-

intendente?

KöblerMnd

*intendente? , M. nhd. Aufseher E.: s. lat. intendere, V., hinstrecken, entgegenstrecken; vgl. lat. in, Präp., Präf., in; idg. *en (1), *n̥,…

ordente

KöblerMhd

*ordente , Adj. Vw.: s. un- E.: s. orden

wente?

KöblerMhd

*wente? , st. M. Vw.: s. wider- E.: Herkunft ungeklärt? W.: nhd. DW-

Ambiente

RDWB1

Ambiente f обстановка

Dolcefarniente

RDWB1

Dolcefarniente n ital. см. RDWB1 Schlaraffenland

ackerstudente

KöblerMnd

acker·studente

ackerstudente , M. nhd. „Ackerstudent“, junger Bauer (M.) (1) E.: s. acker, studente W.: s. nhd. Ackerstudent, M., Ackerstudent, DW2 1, 1440…

advent(e)

MNWB

advent(e) , m. , f. , (n.) , Advent, Adventszeit .

Äschaente

Adelung

ascha·ente

Die Äschaente , plur. die -n, eine Art wilder Änten auf dem Bodensee, welche sich von Äschen nähert.

Agatyrsjente

BMZ

Agatyrsjente ortsname. von Agatyrsjente wart nie beʒʒer pfelle brâht Parz. 687,12.

Alimente

Pfeifer_etym

Alimente Plur. ‘Lebensunterhaltskosten, pflichtgemäße Unterhaltszahlung, besonders für außerhalb einer Ehe geborene Kinder’. Das seit Anfang…

allemente

KöblerMnd

allemente , N. Vw.: s. element

Almosenrente

DRW

almosen·rente

Almosenrente Armenunterstützungsgelder dusse 5 gulden willen burgemestere ind rat nemmen van almissenrenten of anders, war den burgemestern …

alwente

KöblerMnd

alwente , Konj. Vw.: s. alwent

ant, ente

MWB

ant, ente stM. (stF. vgl. Boner) ‘Ente, Enterich’ die valken zu dem selben mâl / ervlugen mangen wilden ant HvFreibTr 1141; han und henne, g…

Armenrente

DRW

armen·rente

Armenrente ein provisor der armenrenten, welcher soll empfangen, aber nit ein heller aus henden geben ohne bewilligung des h. pastoren 1713 …

Atropfagente

BMZ

Atropfagente ortsname. von Atropfagente der herzoge Meiones Parz. 770,24.

authente

LmL

authente ‚authentisch‘, nach Art der authentischen Tonarten (als Bezeichnung für die 1., 3., 5. und 7. Kirchentonart, mit hochliegendem Ambi…

avente

MNWB

avente s. advente.

Baumänte

Adelung

Die Baumänte , plur. die -n, eine Art wilder Änten in den nordischen Gegenden, von welcher man ehedem glaubte, daß sie auf den Bäumen wüchse…

bediente

DWB

bedi·ente

bediente , m. famulus, minister, pedisequus, gebildet wie aufwartete ( sp. 772), und in der activbedeutung des part. praet. bedient ( s. bed…

Bêrgänte

Adelung

berga·ente

Die Bêrgänte , plur. die -n, eine Art Grönländischer Änten, welche so groß wie eine mittelmäßige Gans ist, und deren Männchen die Stimme ein…

Bêrgzêhente

Adelung

berg·zehente

Der Bêrgzêhente , des -n, plur. die -n. 1) Der Zehente von den im Bergbaue gewonnenen Mineralien. 2) In engerer Bedeutung, der Zehente von d…

Biberänte

Adelung

Die Biberänte , plur. die -n, ein Nahme einer Art Taucher, welche auch Bibervogel, Bibertaucher und Sägetaucher genannt wird; Mergus Castor,…