Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Bache f.
Bache f.
Bache f. ‘weibliches Wildschwein’. In der 1. Hälfte des 16. Jhs. zuerst belegt, ursprünglich identisch mit dem aus der Schriftsprache geschwundenen, aber noch landschaftlich (obd.) bezeugten Bache(n) m. ‘Schinken, Speckseite’. Die schwach flektierten Substantive ahd. bahho ‘Rücken, Schinken, Speckseite’ (9. Jh.), mhd. bache, asächs. bako, mnd. bāke, mnl. bake gehören als Ableitungen zu stark flektiertem ahd. bah ‘Rücken’ (9. Jh.), asächs. bak, mnd. bak, mnl. bac, aengl. bæc, engl. back, anord. bak. Auf eine schwach flektierte Form gehen auch die aus dem Germ. entlehnten Substantive mlat. baco ‘Speckseite, Schinken, (Mast)schwein’, afrz. bacon ‘Speck’ (woraus engl. bacon) zurück. Zur etymologischen Verwandtschaft s. 1Bank sowie Backbord und 2Backe. Der Ausdruck für ‘Speckseite’ wird in frühnhd. Zeit auf das geschlachtete, dann auf das lebende Hausschwein übertragen. Mit diesem im Frühnhd. (wie auch im Mnl.) auftretenden Bedeutungswandel zu ‘Mastschwein’ tritt Genuswechsel zum Fem. ein, doch halten sich daneben im 16./17. Jh. noch, altem Gebrauch folgend, mask. Formen. Jägersprachliches Bache f. ‘weibliches Wildschwein’ geht in die Allgemeinsprache über.