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Ausfahren

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Ausfahren

Bd. 1, Sp. 587
Ausfahren, verb. irreg. (S. Fahren,) welches in doppelter Gattung üblich ist. I. Als ein Activum. 1) Durch vieles Fahren vertiefen. Einen Acker, einen Weg ausfahren. Ein ausgefahrner Weg. Die Furchen mit dem Pfluge wohl ausfahren, in dem Ackerbaue. Zuweilen auch überhaupt mit einer Vertiefung in die Länge versehen. Die Fensterrähmen mit Nuthen ausfahren, bey den Tischlern. 2) Vermittelst eines Fuhrwerkes auswärts schaffen. Getreide ausfahren, aus dem Lande fahren, wofür man doch lieber ausführen gebraucht. II. Ein Neutrum, welches mit dem Hülfsworte seyn abgewandelt wird, aus einem Orte fahren, hinaus fahren, heraus fahren; doch nach Verschiedenheit der Bedeutungen des Wortes fahren, mit verschiedenen Nebenbegriffen. 1) Vermittelst eines Fuhrwerkes. Der Herr ist ausgefahren, außer dem Hause gefahren. Wir sind vor acht Tagen von Hamburg ausgefahren. 2) Figürlich. (a) Bey den Bergleuten bedeutet ausfahren so viel als aus der Grube steigen. (b) Von andern Arten einer schnellen Bewegung aus einem Orte. Der Satan ist von dem Besessenen ausgefahren. Die Seele ist ihm ausgefahren, sagt man in verächtlicher Bedeutung von einem Verstorbenen. Die Hand, der Fuß fuhr mir aus, glitte aus. Mit dem Fuße ausfahren, ausgleiten. (c) Nach einer noch weitern Figur, für ausbrechen, besonders von Ausschlägen auf der Haut. Die Blattern sind in seinem Gesichte ausgefahren, zum Vorscheine gekommen. Im Gesichte ausgefahren seyn, Finnen, Ausschläge u. s. f. haben. Das Kind fährt am ganzen Leibe aus. Bist du denn etwa ausgefahren? Gell. im Gesichte. Und war der Branntewein im Antlitz ausgefahren, Günth.
1612 Zeichen · 36 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Ausfahren

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Ausfahren , verb. irreg. (S. Adelung Fahren ,) welches in doppelter Gattung üblich ist. I. Als ein Activum. 1) Durch vie…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    ausfahren

    Goethe-Wörterbuch

    ausfahren A intr 1 a eine (Spazier-)Fahrt unternehmen; überwiegend in biogr Aufzeichnungen, meist als Tgb-Notiz; häufig …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Ausfahren

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Ausfahren , bei Dachs und Fuchs das Herausbringen von Erde aus dem Bau beim Ausräumen.

  4. modern
    Dialekt
    ausfahrenst.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    aus-fahren st. : I. intrans. 1. De Hert fahrt aus 'Der Hirte treibt das Vieh auf die Weide' [verbr. bes. WPf]. — 2. 'mit…

  5. Sprichwörter
    Ausfahren

    Wander (Sprichwörter)

    Ausfahren 1. Wenn man ausfährt weiss man wol, aber nicht, wenn man wieder zurückkommt. – Blum, 702. 2. A îs ausgefoaren …

  6. Spezial
    ausfahren

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    aus|fah|ren vb.tr. 1 (zustellen) mené fora, condüje fora 2 (spazieren fahren) condüje a spazier.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ausfahren

1 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von ausfahren 2 Komponenten

aus+fahren

ausfahren setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

ausfahren als Zweitglied (1 von 1)

Herausfahren

Campe

heraus·fahren

Herausfahren , v . unregelm. ( s. Fahren ). I) trs . mit sein , schnell herausbewegt werden, womit oft der Begriff des Unvermutheten verbund…

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Cotta, M. (2026). „ausfahren". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/ausfahren/adelung
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Cotta, Marcel. „ausfahren". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/ausfahren/adelung. Abgerufen 20. May 2026.
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Cotta, Marcel. „ausfahren". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/ausfahren/adelung.
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