lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Anbinden

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
18 in 17 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
Verweise rein
42
Verweise raus
15

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Anbinden

Bd. 1, Sp. 270
Anbinden, verb. irreg. act. S. Binden. 1) Durch ein Band an einen andern Körper befestigen. Den Wein anbinden. Einen jungen Baum anbinden, an den Pfahl. Ingleichen bey den Buchbindern, ein Buch an das andere anbinden, es mit einem andern in einen Band bringen. Jemanden anbinden, ein Gebrauch verschiedener Arbeits- und Handwerksleute, Fremde, welche zu ihnen treten, zu binden, um dadurch ein Trinkgeld von ihnen zu erhalten, welches bey andern schnüren, in Preußen bey den Brauleuten aber rommeln genannt wird. Daß dieser Gebrauch bey den Alemannen schon lange üblich gewesen, erhellet aus einer Stelle des jüngern Eckhart, welche Schilter im Gloss v. Band anführet. Jemanden an seinem Nahmenstage anbinden, oder mit etwas anbinden, ihn an diesem Tage beschenken, weil man ihn dabei zum Scherze im eigentlichsten Verstande anzubinden pfleget. † Einen Bären bey jemanden anbinden, eine gemeine R. A. für ihm schuldig bleiben, welche von einem Bärenführer herkommen soll, der, da er seinen Gläubiger nicht bezahlen können, demselben seinen Bären an die Hausthüre gebunden, und dadurch gleichsam bonis cediret. Indessen sagt man auch: er hat den Kaufmann angebunden, hat bey ihm angebunden, und ist bey ihm angebunden, für, er ist ihm schuldig. An einigen Orten bedeutet anbinden, von Kälbern, Füllen u. s. f. gebraucht, auch so viel als abbinden, abspänen, d. i. entwöhnen; daher ein Anbindekalb, ein solches entwöhntes Kalb. 2) Figürlich. Kurz angebunden seyn, leicht zum Zorne zu bewegen seyn; weil man dasjenige, was im eigentlichsten Verstande kurz angebunden ist, leicht und bald haben kann. Mit einem anbinden, in der gewöhnlichen Sprache des Umganges, es mit ihm aufnehmen, sich mit ihm in einen Streit, in ein Handgemenge einlassen. Der Ursprung dieser Redensart ist unbekannt; denn die Ursache, die Frisch davon angibt, ist nicht erweislich. Daher die Anbindung, in den eigentlichen Bedeutungen.[]
1914 Zeichen · 28 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    anbindenst. V.

    Köbler Mhd. Wörterbuch

    anbinden , st. V. Vw.: s. anebinden

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    anbindenst. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    anbinden , st. V. Vw.: s. anebinden*

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Anbinden

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Anbinden , verb. irreg. act. S. Adelung Binden . 1) Durch ein Band an einen andern Körper befestigen. Den Wein anbinden.…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    anbinden

    Goethe-Wörterbuch

    anbinden 1 durch Seil, Band uä festbinden Die .. Pflanzen laß in den Rabatten vertheilen und an Stäbchen a. B20,323,5 Ch…

  5. modern
    Dialekt
    anbinden

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    anbinden Band 2, Spalte 2,855f.

  6. Sprichwörter
    Anbinden

    Wander (Sprichwörter)

    Anbinden 1. Wer bindet gern mit Grossen an! 2. Er bindet immer wieder an, wenn man ihm auch garstig heimleuchtet. Lat. :…

  7. Spezial
    anbinden

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    an|bin|den I vb.tr. 1 (festbinden) taché (taca) , lié (liëia) 2 (eine Verkehrsverbindung herstellen) colié (coliëia), ch…

Verweisungsnetz

55 Knoten, 43 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 6 Kompositum 37 Sackgasse 12

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit anbinden

0 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Keine Komposita gefunden — anbinden kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.