Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Zug m.
Zug m.
Zug m. ‘Tätigkeit, Vorgang des Ziehens’ (besonders von anhaltender Bewegung im Sinne von ‘Wanderung, Reise, Fahrt’, daher auch der ‘Marsch einer bewaffneten Einheit’, dann vom Bewegen einer Schachfigur, vom Einziehen des Atems, vom kräftigen Schlucken eines Getränks), ‘das Ziehende’ (übertragen auf Zugvorrichtungen, 15. Jh., die sich bewegende Menge der Luft, 16. Jh., den marschierenden Truppenteil, 17. Jh.), ‘das Gezogene’ (mit Feder oder Stift, 16. Jh., übertragen ‘Charaktereigenschaft’, 17. Jh.), schließlich (im Anschluß an ‘Truppeneinheit’) ‘Wagenreihe mit Antriebsfahrzeug, Eisenbahn’ (seit etwa 1840). Ahd. zug (9. Jh.), mhd. zuc, zug ‘Handlung des Ziehens, Bewegung, Atemzug, Aufschub, Unterhalt, Ziehgerät, Wanderung, Reise (Kriegs-, Kreuzzug), gezogene Linie, Gegend’, mnd. toch ‘das Ziehen, Reise, Kriegszug, Schluck, Streich, Verzug’, aengl. tyge ‘Zug, Ruck, Leitung, Schluck’ ist Verbalabstraktum (i-Stamm, westgerm. *tugi-, mit grammatischem Wechsel von h und g) zur Tiefstufe des unter ziehen (s. d.) behandelten Verbs. – zugig Adj. ‘wehend, windig’ (19. Jh.). zügig Adj. ‘fortlaufend, ohne Unterbrechung’, älter ‘geschmeidig, elastisch’ (16. Jh.).