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wirth

ae. bis sprichw. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Wirth

Bd. 20, Sp. 687
Wirth, 1) Johann Georg August, politischer Schriftsteller, geb. 20. Nov. 1798 zu Hof in Bayern, gest. 26. Juli 1848 in Frankfurt, wurde Rechtsanwalt, redigierte seit 1831 in München die Cottasche Zeitschrift »Das Inland«, ein ministerielles Organ, ging aber bald in das liberale Lager über und gründete die »Deutsche Tribüne«. Durch systematische Verfolgungen nach der äußersten Linken gedrängt, ging er nach Rheinbayern, und im März 1832 wurde seine Zeitung vom Bundestag verboten. W. selbst ward wegen einer beim Hambacher Fest (s. d.) gehaltenen Rede (neu hrsg., Kaisersl. 1872), worin er zur Bildung eines Bundes der Patrioten aufgefordert hatte, verhaftet und nach Zweibrücken abgeführt. Im Gefängnis verfaßte W. die Flugschrift: »Die politische Reform Deutschlands« (Straßb. 1832), wurde im Juni 1833 in Landau von den Geschwornen freigesprochen, aber vom Zuchtpolizeigericht wegen Beleidigung inländischer und ausländischer Behörden im November 1833 zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Im Kerker schrieb er die »Fragmente zur Kulturgeschichte der Menschheit« (Kaisersl. 1835, 2 Bde.). Nach Verbüßung der Strafe unter Polizeiaufsicht gestellt, flüchtete W. Ende 1836 nach Frankreich und 1839 nach Thurgau, von wo aus er die in Konstanz erscheinende »Deutsche Volkshalle« redigierte und die »Geschichte der Deutschen« (Emmishofen 1843–45, 4 Bde.; 4. Aufl., fortgesetzt von Zimmermann, Stuttg. 1860–64) schrieb. 1847 ging er nach Karlsruhe, wurde in die deutsche Nationalversammlung gewählt, starb aber bald darauf. Von seinen »Denkwürdigkeiten« erschien nur der 1. Band (Emmishofen 1844). 2) Max, Nationalökonom, Sohn des vorigen, geb. 27. Jan. 1822 in Breslau, gest. 18. Juli 1900 in Wien, studierte die Rechte, widmete sich der journalistischen Laufbahn, gründete in Frankfurt a. M. das Wochenblatt »Arbeitgeber« als Organ für Nachfrage und Angebot von Arbeit, gehörte dem Vorstande des volkswirtschaftlichen Kongresses und des Nationalvereins an, war von 1865–1873 Direktor des Statistischen Bureaus der Schweiz, als welcher er die »Allgemeine Beschreibung und Statistik der Schweiz« (Zür. 1870–75, 3 Bde.) herausgab, und lebte seit 1874 als Mitarbeiter der »Neuen Freien Presse« und Korrespondent des Londoner »Economist« in Wien. Er schrieb unter anderm: »Grundzüge der Nationalökonomie« (Köln 1855–73, 4 Bde.; Bd. 1 in 5. Aufl. 1881; Bd. 2 in 4. Aufl. 1882; Bd. 3: »Handbuch des Bankwesens«, 3. Aufl. 1883; Bd. 4: »Beiträge zur sozialen Frage«, 1873); »Geschichte der Handelskrisen« Frankf. a. M. 1858, 4. Aufl. 1890); »Die deutsche Nationaleinheit in ihrer volkswirtschaftlichen, geistigen und politischen Entwickelung« (das. 1859); »Deutsche Geschichte in der Periode der germanischen Staatenbildung« (das. 1862); »Österreichs Wiedergeburt aus den Nachwehen der Krisis« (Wien 1876); »Kultur- und Wanderskizzen« (das. 1876); »Die Krisis in der Landwirtschaft« (Berl. 1881); »Das Geld« (Leipz. 1884); »Ungarn und seine Bodenschätze« (Frankf. a. M. 1885); »Die Quellen des Reichtums« (Köln 1886); ferner »Ernste und frohe Tage aus meinen Erlebnissen und Streifzügen« (das. 1884); »Die Notenbankfrage in Beziehung zur Währungsreform in Österreich-Ungarn« (Frankf. a. M. 1893).
3190 Zeichen · 67 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    wirthst. M. (a)

    Köbler Afries. Wörterbuch

    wirth , st. M. (a) Vw.: s. werth* (3)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wirth

    Adelung (1793–1801) · +1 Parallelbeleg

    Der Wirth , des -es, plur. die -e, Fämin. die Wirthinn. 1. Überhaupt, eine Person in Rücksicht auf die Verwaltung ihres …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wirth

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Wirth , Joh. Gg. Aug., politischer Schriftsteller, geb. 1800 zu Hof in Bayern, Staatsdiener, dann 1831 Herausgeber des „…

  4. Sprichwörter
    Wirth

    Wander (Sprichwörter)

    Wirth 1. Beim besten Wirth zehret man am besten. – Lehmann, 922, 10. 2. Beim Wirth muss man dass lachen sowol bezahlen, …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wirth

65 Bildungen · 31 Erstglied · 31 Zweitglied · 3 Ableitungen

wirth‑ als Erstglied (30 von 31)

wirtha 1 und häufiger

KöblerAfries

wirtha 1 und häufiger , sw. V. (1) nhd. schätzen ne. estimate Hw.: vgl. got. *waírþjan, an. virða, ae. *wierþan, ahd. *werten (2?) E.: germ.…

Wirthaus

RhWB

wirt·haus

Wirt-haus PfWB ElsWB LothWB (s. S.) Allg. [ wiərdəs Prüm-Feuerschd ] n.: wie nhd. RA.: Wo e W. steht, brauch ka Backes ze stehn Hunsr. Neu K…

Wirthbar

Adelung

wirth·bar

Wirthbar , -er, -ste, adj. & adv. bewohnbar, bewohnt, so wie unwirthbar, unbewohnbar. Unter dem laubichten Dach der alten wirthbaren Linden,…

Wirthbarkeit

Campe

wirthbar·keit

Die Wirthbarkeit , o. Mz . 1) Der Zustand, die Eigenschaft, da etwas wirthbar ist. 2) I einem mit der zweiten Bedeutung von wirthbar zusamme…

wirthe 3

KöblerAfries

wirthe 3 , F. nhd. Wert ne. worth (N.), value Hw.: s. panning-; vgl. anfrk. *wirthi, ahd. wirdī*, mnd. wērde, mnl. wærde E.: s. germ. *werþī…

Wirthen

Adelung

wirt·hen

Wirthen , verb. irregul. act. Wirth seyn, einen Gast mit Wohnung und Nahrung versorgen; nur noch in dem abgeleiteten bewirthen, welches S.

wirthig

KöblerAs

wirthig , Adj. nhd. würdig, wert, angenehm ne. worthy (Adj.), pleasant (Adj.) ÜG.: lat. dignus GlEe, (merere) GlVO Vw.: s. bar-*, gi-*, unwe…

Wirthin

Wander

wirt·hin

Wirthin 1. Eine gute Wirthin springt um eine Feder über neun Zäune. ( Hermsdorf a.K. ) 2. Eine hübsche Wirthin zügelt mehr Gäste als sieben …

Wirthlich

Adelung

wirth·lich

Wirthlich , -er, -ste, adj. et adv. den Eigenschaften eines guten Wirthes gemäß, und darin gegründet; wofür doch wirthschaftlich im Hochdeut…

Wirthschaft

Adelung

wirth·schaft

Die Wirthschaft , plur. die -en. 1. Die Handhabung eigenen oder fremden Vermögens, der Inbegriff der Nahrungsgeschäfte, und deren Verwaltung…

Wirthschaften

Adelung

wirth·schaften

Wirthschaften , verb. regul. neutr. Wirthschaft treiben, eigenes oder anvertrautes Vermögen handhaben, da es denn nach dem verschiedenen Umf…

Wirthschafter

Adelung

wirth·schafter

Der Wirthschafter , des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Wirthschafterinn, eine Person, welche Wirtschaft hat, oder treibet, besonders in …

Wirthschaftlich

Adelung

wirthschaft·lich

Wirthschaftlich , -er, -ste, adj. et adv. einer guten Wirthschaft gemäß, und darin gegründet. Wirthschaftliche Ordnung und Reinlichkeit. Ein…

Wirthschaftsamt

Campe

wirthschaft·samt

Das Wirthschaftsamt , — es, Mz. — ämter , ein Amt, eine Behörde auf großen Gütern, welche die Aufsicht über die ganze Wirthschaft führet, un…

Wirthschaftsgebäude

Campe

wirthschaft·s·gebaeude

Das Wirthschaftsgebäude , — s, Mz . gl. ein zur Wirthschaft als solcher gehörendes Gebäude, zum Unterschiede vom Wohngebäude oder Wohnhause …

Wirthsfrau

Wander

wirth·s·frau

Wirthsfrau Ach, wo (wie) schön wir de Wirtsfru, sär de Knecht; ach wo hässlich is de Rä'äknung, sär de Herr. ( Strelitz. ) – Firmenich, III,…

Wirthshaus

Adelung

wirth·s·haus

Das Wirthshaus , des -es, plur. die -häuser, von Wirth, so fern es einen Gast- oder Schenkwirth bedeutet, ein Haus, in welchem Gast- oder Sc…

Wirthsknecht

Wander

wirth·s·knecht

Wirthsknecht 1. Wirthsknecht – Fürzknecht. – Fischart. 2. Wirthsknecht – Schürzknecht.

Wirthskreide

Wander

wirth·s·kreide

Wirthskreide Mit der Wirthskreide schreiben (rechnen). – Eiselein, 645. It. : La creta degl' hosti non è sempre discreta. ( Pazzaglia, 92, 4…

Wirthsleute

Wander

wirth·s·leute

Wirthsleute Man sieht auf die Wirthsleute und nicht auf den Ehehalten. – Graf, 276, 299. Die Herrschaft, in Gasthäusern der Wirth, ist für a…

Wirthsstall

Campe

wirth·s·stall

Der Wirthsstall , — es, Mz. — ställe , der Stall bei einem Wirthshause für die Pferde der Reisenden; † der Gaststall .

Wirthstisch

Campe

wirth·s·tisch

Der Wirthstisch , — es, Mz. — e , in den Gasthäusern, der Tisch des Wirthes oder an welchem der Wirth vorschneidet und vorlegt, und an welch…

wirth als Zweitglied (30 von 31)

Bettelwirth

Campe

bettel·wirth

Х Der Bettelwirth , des — es, Mz. die — e, der Wirth in einer Bettelschenke oder Bettelherberge.

Bienenwirth

Adelung

bienen·wirth

Der Bienenwirth , des -es, plur. die -e, ein Hauswirth oder Hausvater, so fern er Bienen hält. Daher die Bienenwirthschaft, die wirthschaftl…

Bierwirth

Campe

bier·wirth

Der Bierwirth , des — es, Mz. die — e, der Wirth in einer Bierschenke, der Schenkwirth.

Brauwirth

Adelung

brau·wirth

Der Brauwirth , des -es, plur. die -e, ein Schenkwirth, welcher zugleich das Recht hat, sein benöthigtes Bier selbst zu brauen; der Besitzer…

Diebswirth

Campe

dieb·s·wirth

Der Diebswirth , des — es, Mz. die — e, ein Wirth, welcher Diebe und herumstreifendes liederliches Gesindel beherberget.

Ehewirth

Campe

ehe·wirth

† Der Ehewirth , des — es, Mz. die — e, so viel als Ehemann. » Der Ehewirth der Frau,« bei Haltaus.

fürstenwirth

DWB

fuersten·wirth

fürstenwirth , m. der an einem fürstlichen hof ausschenkende wirth, der schenke am fürstlichen hof. fürsten- et hofwirt, caupo aulicus. Stie…

Gastwirth

Adelung

gast·wirth

Der Gastwirth , des -es, plur. die -e, ein Wirth, welcher Reisende für Geld aufnimmt, und mit Speise und Trank versorget. Fämin. die Gastwir…

greifenwirth

DWB

greifen·wirth

greifenwirth , m. , der wirth des gasthauses ' zum greifen ': der hausknecht des greifenwirts Auerbach 12, 195 . —

halbwirth

DWB

halb·wirth

halbwirth , m. von einem der die geschäfte eines wirt aushelfend besorgt. Göthe 28, 189 .

Hauswirth

Adelung

haus·wirth

Der Hauswirth , des -es, plur. die -e, welches nach den verschiedenen Bedeutungen des Wortes Wirth auch auf verschiedene Art gebraucht wird.…

höllenwirth

DWB

hoellen·wirth

höllenwirth , m. teufel: die schwarzen höllenwirthe. Zingerle kinder- u. hausmärchen 107 .

Hurenwirth

Adelung

huren·wirth

Der Hurenwirth , des -es, plur. die -e, Fämin. die Hurenwirthinn, ein Hauswirth, welcher Huren für andere hält.

jahrwirth

DWB

jahr·wirth

jahrwirth , m. wirt, verwalter des jahres; von dem sonnengott: du marschall dieser welt, du könig aller stralen, die das gewölbte haus, den …

Kaffeewirth

Campe

kaffee·wirth

Der Kaffeewirth , des — es, Mz. die — e , (R.) der Wirth, der Herr eines Kaffeehauses; der Kaffeeschenk .

Kêllerwirth

Adelung

keller·wirth

Der Kêllerwirth , des -es, plur. die -e, Fämin. die Kellerwirthinn, der Wirth oder Schenkwirth in einem Wein- und Bierkeller, besonders in e…

Lagelwirth

Wander

lagel·wirth

Lagelwirth Einen zum Lagelwirth machen (trinken). ( Oberösterreich. ) So trinken, dass sein Vorrath erschöpft wird, dass ihm nur die leeren …

landwirth

DWB

land·wirth

landwirth , m. 1 1) hauswirt auf dem lande, ökonom: sie hatte in der nachbarschaft schon alle landwirthe und landwirthinnen kennen lernen. G…

löwenwirth

DWB

loewen·wirth

löwenwirth , m. wirth eines gasthauses zum löwen ( vgl. DWB löwe sp. 1217): bald wünschten sie des schulzen acker, bald des löwenwirths geld…

maienwirth

DWB

maien·wirth

maienwirth , m. wirth der wein ausschenkt und zum zeichen dessen einen maien ( vergl. maie 2 a. e. ) aussteckt: reif- oder mayen-wirth. würt…

nimmerwirth

DWB

nimmer·wirth

nimmerwirth , m. ein ungastlicher wirth: das land Cilicien .. wo Taurus steht, der weisze nimmerwirth. Opitz geistl. poem. (1638) 62 und anm…

Pflegewirth

Campe

pflege·wirth

○ Der Pflegewirth , — es, Mz. — e; die — inn, Mz. — en , diejenige Person, welche in einem Pflegehause die Aufsicht führet, die Pflege der i…

Punschwirth

Campe

punsch·wirth

Der Punschwirth , — es, Mz. — e; die — inn, Mz. — en , eine Person, die Punsch macht und bei welcher Punsch für Geld zu haben ist. I weitere…

Schênkwirth

Adelung

schenk·wirth

Der Schênkwirth , des -es, plur. die -e, Fämin. die Schenkwirthinn, ein Wirth, welcher den bey ihm einsprechenden Gästen Getränk im Einzelne…

Speisewirth

Adelung

speise·wirth

Der Speisewirth , des -es, plur. die -e, Fämin. die Speisewirthinn. 1. Derjenige, bey welchem man gewöhnlich für Geld speiset. 2. Ein Wirth,…

Staatswirth

Campe

staats·wirth

Der Staatswirth , — es, Mz. — e , einer der die Staatswirthschaft verstehet (Cameralist ). Friedrich der Zweite war nicht allein ein großer …

Stadtwirth

Campe

stadt·wirth

Der Stadtwirth , — es, Mz. — e , ein Wirth, Gastwirth, in der Stadt, besonders in einem der Stadt oder dem Rathe gehörenden Gasthause 

Weinwirth

Campe

wein·wirth

Der Weinwirth , — es, Mz. — e; die — inn , ein Wirth, eine Wirthinn in einem Weinhause, Weinkeller 

Ableitungen von wirth (3 von 3)

Bewirthen

Adelung

Bewirthen , verb. reg. act. einen Gast mit Speise und Trank versehen. Viele Leute bewirthen. Wir sind ihm vortrefflich bewirthet. Man hat un…

Bewirthlich

Campe

Bewirthlich , — er, — ste, adj. u. adv. der gern bewirthet, gastfreundlich. Stieler. Ein bewirthlicher Mann. Daher die Bewirthlichkeit.

Unwirthlich

Campe

Unwirthlich , — er, — ste , adj . u. adv . 1) Einem guten Wirthe nicht gemäß. 2) Andere nicht bewirthend, nicht gastfreundlich aufnehmend, u…