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Wirthschaft

nhd. bis sprichw. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Wirthschaft

Bd. 4, Sp. 1577
Die Wirthschaft, plur. die -en. 1. Die Handhabung eigenen oder fremden Vermögens, der Inbegriff der Nahrungsgeschäfte, und deren Verwaltung, sowohl überhaupt, aller häuslichen Geschäfte, oder auch nur der zusammen gehörigen Geschäfte einer Art; ohne Plural. Die Wirthschaft verstehen. Der Wirthschaft vorstehen. Eine gute, schlechte Wirthschaft führen. Die Hauswirthschaft, Landwirthschaft, Feldwirthschaft, Forstwirthschaft, Gastwirthschaft u. s. f. In engerer Bedeutung gebraucht man es theils von dem Inbegriffe der häuslichen Geschäfte; so sagt man z. B. jemand habe seine eigene Wirthschaft, wenn er die häuslichen Geschäfte selbst verwalten und besorgen läßt; theils von dem Inbegriffe der zu einem Gast- oder Schenkwirthe gehörigen Geschäfte, und deren Verwaltung. Wirthschaft treiben, ein Gast- oder Schenkwirth seyn. Die Wirthschaft verpachten. Im gemeinen Leben ist Wirthschaft oft die Handhabung eines jeden Geschäftes, aber gemeiniglich nur im verächtlichen Verstande, von einer verworrenen, schlechten Handhabung desselben. Sie haben eine schöne Wirthschaft in dem Garten angerichtet. Was ist das für eine Wirthschaft? 2. Eine Lustbarkeit bey Hofe, nach welcher die häuslichen Geschäfte eines Gastwirthes in einer Verkleidung vorgestellet werden. 3. Der Inbegriff der zu den häuslichen Geschäften gehörigen Personen, eine Familie. So sagt man oft, ein Dorf bestehe aus zwanzig Wirthschaften, wenn es aus so vielen Familien bestehet. Anm. Das Wort ist alt, und lautet schon bey dem Notker und andern Wirthscaft, wird aber daselbst am häufigsten von einem Schmause, einer Gasterey gebraucht, von Wirth, so fern derselbe den Gästen entgegen gesetzet ist.
1665 Zeichen · 24 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wirthschaft

    Adelung (1793–1801) · +1 Parallelbeleg

    Die Wirthschaft , plur. die -en. 1. Die Handhabung eigenen oder fremden Vermögens, der Inbegriff der Nahrungsgeschäfte, …

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Wirthschaft

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

    Wirthschaft , der Inbegriff aller Geschäfte, die einen materiellen Erwerb bezwecken, als Staats -, Haus -, Feld -, Forst…

  3. Sprichwörter
    Wirthschaft

    Wander (Sprichwörter)

    Wirthschaft 1. Alltag wirthschaft macht öd hoffstadt. – Hätzlerin, II, 70, 35-36. 2. Die Wirthschaft steht schlecht, wo …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wirthschaft

24 Bildungen · 9 Erstglied · 11 Zweitglied · 4 Ableitungen

Ableitung von wirthschaft

wirth + -schaft

wirthschaft leitet sich vom Lemma wirth ab mit Suffix -schaft.

wirthschaft‑ als Erstglied (9 von 9)

Wirthschaften

Adelung

wirth·schaften

Wirthschaften , verb. regul. neutr. Wirthschaft treiben, eigenes oder anvertrautes Vermögen handhaben, da es denn nach dem verschiedenen Umf…

Wirthschafter

Adelung

wirth·schafter

Der Wirthschafter , des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Wirthschafterinn, eine Person, welche Wirtschaft hat, oder treibet, besonders in …

Wirthschaftlich

Adelung

wirthschaft·lich

Wirthschaftlich , -er, -ste, adj. et adv. einer guten Wirthschaft gemäß, und darin gegründet. Wirthschaftliche Ordnung und Reinlichkeit. Ein…

Wirthschaftsamt

Campe

wirthschaft·samt

Das Wirthschaftsamt , — es, Mz. — ämter , ein Amt, eine Behörde auf großen Gütern, welche die Aufsicht über die ganze Wirthschaft führet, un…

Wirthschaftsgebäude

Campe

wirthschaft·s·gebaeude

Das Wirthschaftsgebäude , — s, Mz . gl. ein zur Wirthschaft als solcher gehörendes Gebäude, zum Unterschiede vom Wohngebäude oder Wohnhause …

wirthschaft als Zweitglied (11 von 11)

Fischwirthschaft

Adelung

fisch·wirthschaft

Die Fischwirthschaft , plur. inus. die Wissenschaft, die Fischteiche und Fischwasser mit Vortheil zu unterhalten und zu nutzen, und diese Be…

Forstwirthschaft

Adelung

forst·wirthschaft

Die Forstwirthschaft , plur. die -en. 1) Die Art und Weise, wie man einen Forst benutzet. 2) Die klügliche oder wirthschaftliche Benutzung e…

Hauswirthschaft

Adelung

hauswirth·schaft

Die Hauswirthschaft , plur. inus. die Verwaltung des Hauswesens, die Haushaltung; zum Unterschiede von der Gastwirthschaft, Schenkwirthschaf…

Hofwirthschaft

Adelung

hof·wirthschaft

Die Hofwirthschaft , plur. inus. die Wirthschaft eines Hofes, d. i. die Verwaltung der zur Erhaltung des ganzen Hofstaates nöthigen Ausgaben…

landwirthschaft

DWB

landwirth·schaft

landwirthschaft , f. oeconomia rustica. Frisch 1, 571 c : die kunstwörter und erklärungen derjenigen sachen, welche in einer vollständigen l…

Milchwirthschaft

Campe

milch·wirthschaft

Die Milchwirthschaft , o. Mz . derjenige Theil der Land= und Hauswirthschaft, welcher sich mit Gewinnung und Benützung der Milch durch Absat…

Sauwirthschaft

Campe

sau·wirthschaft

Х Die Sauwirthschaft , o. Mz . eine säuische höchst unreinliche Wirthschaft, säuisches Wesen, säuische Aufführung.

Staatswirthschaft

Adelung

staatswirth·schaft

Die Staatswirthschaft , plur. inusit. die Verwaltung der Einkünfte und Ausgaben eines Staates; zum Unterschiede von der Privat-Wirthschaft.

Waldwirthschaft

Adelung

wald·wirthschaft

Die Waldwirthschaft , plur. inusit. die Art und Weise, wie man einen Wald nutzet, und die Wissenschaft, ihn mit Vortheil zu unterhalten und …

Ableitungen von wirthschaft (4 von 4)

Bewirthschaften

Adelung

* Bewirthschaften , verb. reg. act. Ein Gut bewirthschaften, die Wirthschaft oder Besorgung des Haus- und Feldwesens auf demselben führen; i…

Unwirthschaft

Campe

Die Unwirthschaft , o. Mz . eine schlechte Wirthschaft. »Ire Unwirthschaft nöthigte die Jungfer A. zu mehrmaligen (mehrmahliger) Versteigeru…

Unwirthschaftlich

Campe

Unwirthschaftlich , — er, — ste , adj . u. adv . nicht wirthschaftlich, einer guten Wirthschaft nicht gemäß. Davon die — keit .

Verwirthschaften

Campe

Verwirthschaften , v. trs . 1) I die Wirthschaft verwenden. 2) Durch Wirthschaften verbringen; nämlich, durch schlechtes oder auch unglückli…