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Wippen

mnd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
13 in 13 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
35
Verweise raus
49

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Wippen

Bd. 4, Sp. 1570
Wippen, verb. regul. act. schnell auf- und niedersteigen machen. So pflegen sich die Kinder zu wippen, wenn sie sich auf einem in der Mitte aufliegenden Brete schaukeln. Münzen wippen, sie auf eine strafbare Art auswiegen; am häufigsten in Verbindung mit kippen, kippen und wippen, Münzen beschneiden und auswiegen. Einen Verbrecher wippen, ihn an einem Schnellgalgen aufziehen und plötzlich wieder fallen lassen. Anm. Im Nieders. wippen und wuppen, im Schwed. wippa. Es ist ein doppeltes Intensivum von weben, so fern es ehedem bewegen überhaupt bedeutete, indem die Verwandlung des b in p, und die Verdoppelung desselben, Merkmahle der gehäuften Intension sind, durch die Vertauschung des gedehnten e mit dem geschärften kurzen i aber, die schnelle Bewegung angedeutet wird.
777 Zeichen · 12 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    wippensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    wippen , sw. V. nhd. „wippen“, aufbewegen und niederbewegen, schaukeln, schwanken, aufheben und niederheben, vorwärts sc…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wippen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Wippen , verb. regul. act. schnell auf- und niedersteigen machen. So pflegen sich die Kinder zu wippen, wenn sie sich au…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    wippen

    Goethe-Wörterbuch

    wippen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    wippenintrans., trans.

    Mecklenburgisches Wb. · +4 Parallelbelege

    wippen 1. intrans. ruckartig auf- und aboder auch hin- und herschwingen, sich schaukelnd bewegen a. auf der Stelle: 'de …

  5. Spezial
    wippen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    wip|pen vb.intr. 1 (auf der Wippe schaukeln) pesé (praté) l’alcia 2 (hin und her bewegen) fá jí ia y ca, nainé ia y ca.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wippen

25 Bildungen · 19 Erstglied · 6 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von wippen 2 Komponenten

wip+pen

wippen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

wippen‑ als Erstglied (19 von 19)

Wippenbach

Meyers

wippen·bach

Wippenbach , Dorf in der hess. Provinz Oberhessen, Kreis Büdingen, am Fuß des Vogelsgebirges, hat eine Mineralquelle und (1905) 104 Einw.

wippenband

DWB

wippen·band

wippenband , n. , zu 2 wippe: 'wippenband schlanke reiser, womit man faschinen und würste zusammenbindet ' Jacobsson 4, 664 a ; als wiepenba…

Wippenbippen

MeckWB

Wippenbippen im Rätsel vom Schnee: Güng' 'n Mann up Wippenbippen Wo. V. 1, 22.

wippenbohrer

DWB

wippen·bohrer

wippenbohrer , m. , bohrer für die zündlöcher der kanonen ( s. 1 wippe 7), vgl. Hoyer-Kreuter 854 . —

wippendorn

DWB

wippen·dorn

wippendorn , m. , hagebutte ( rosa canina ), vgl. 2 wippchen: zum harten holz ( werden ) gezählet ... der hagehayne oder wippendorn Heppe au…

Wippenfüttchen

RhWB

Wippen-füttchen -pəføtχə n.: 1. a. Bachstelze Düss-Stdt . — b. Raupenpuppe Köln-Stdt . — 2. unruhiges Kind Düss-Stdt .

wippenhāke

KöblerMnd

wippenhāke , M. nhd. „Wippenhake“?, Haken (M.) zu einer kriegerischen Wippe E.: s. wippe, hāke (1) L.: Lü 587a (wippenhake)

Wippenkördchen

RhWB

Wippen-kördchen Geld-Twisteden n.: Schlagkordel an der Peitsche.

wippenrost

DWB

wippen·rost

wippenrost , m. , zu 2 wippe, rost aus faschinen, vgl. Lueger 7, 398 . —

wippensäule

DWB

wippen·saeule

wippensäule , f. , stange der wippe ( 1 wippe 7) bei den nadlern, vgl. Jacobsson 4, 664 a .

wippentürig

RhWB

wippen-türig wipən-, wepəntȳrəχ Kemp-SHubert SPeter Stdt ; -ty.r.əχ Geld-Straelen ; -trən Hinsbeck Adj.: störrisch, aufgeregt, wankelmütig.

wippen als Zweitglied (6 von 6)

Auswippen

Adelung

aus·wippen

Auswippen , verb. reg. act. vermittelst der Wage auslesen, im verächtlichen Verstande. Eine Münzsorte auswippen, die schweren Stücke aus jüd…

rinwippen

MeckWBN

rin·wippen

Wossidia rinwippen schaukelnd hineinbefördern: dor wippen se em rin Wa Waren@Penzlin Penzl .

runwippen

MeckWBN

run·wippen

Wossidia runwippen wippend, schaukelnd heruntergehen: he sleiht em, dat he krumm un lahm von 'n Hoff runwippen möt Sta Stargard@Neubrandenbu…

rutwippen

MeckWBN

rut·wippen

Wossidia rutwippen a. Spr. fischersprl. mit einer Wippe (s. Wipp 3 a) herausholen, fangen: 'weil die Fische ... schnell damit herausgewippet…

upwippen

KöblerMnd

upwippen , sw. V. nhd. in die Höhe schnellen E.: s. up (4), wippen L.: Lü 455b (upwippen)

ūtwippen

KöblerMnd

ūtwippen , sw. V. nhd. „auswippen“, Übergewicht haben, Schwereres (gute Münzen) beim Wägen aussondern, herauswerfen, verdrängen E.: s. ūt (2…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „wippen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 16. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/wippen/adelung
MLA
Cotta, Marcel. „wippen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/wippen/adelung. Abgerufen 16. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „wippen". lautwandel.de. Zugegriffen 16. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/wippen/adelung.
BibTeX
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