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tüll

mhd. bis Dial. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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9 in 7 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

tüll n.

Bd. 22, Sp. 1693
tüll, n. , 'palisade, zaun, wall; balken, brett'. vom ende des 13. jhs. bis zum 17. jh. obd., vor allem bayr.-schwäb. (Augsb.) bezeugt. in der bedeutung 'saepes, vallum' gleichbedeutend, gleichaltrig und gleicher lebenszeit mit dem kollektiv getülle, s. teil 4, 1, 3, sp. 4570; gedille teil 4, 1, sp. 2055; gedülle ebda sp. 2051; Fischer schwäb. 3, 145 s. v. gedille; Schmeller-Fr. bayr. 1, 602 s. v. tüll; Fischer schwäb. 2, 206 s. v. dile. herkunft und form. ahd. nicht bezeugt. tüll erscheint im 13. jh. in der bedeutung 'zaun' neben älter bezeugtem till 'balken' (ahd. dil aus *þeli(z), dillo aus *þeljen-, dille aus *þeljō(n) als glossierungen zu lat. *cinulus [lies scindulus], pluteus, planca, [ima pars navis], laterculus, area [planities tabularum] ; mhd. dil, dille 'brett, planke, bretterwand, verdeck' Benecke-Müller-Zarncke 1, 331a; Lexer 1, 432 f.), das nhd. noch mundartlich als dill, till, m. f. n., 'dickes brett, balken' lebendig ist, vgl. Wilmanns 1, 190; Fischer schwäb. 2, 206; Schmeller-Fr. bayr. 1, 500; siebenbürg.-sächs. wb. 2, 41. obwohl auch die andern germ. sprachen nur die e-stufe *þel- zeigen, wird man doch mit W. Grimm (teil 2, sp. 1101 s. diele 7) wegen der bedeutungsdifferenz tull und tüll als ablautsformen zu till ansehen müssen. tüll lediglich als rundung von till aufzufassen (womit vor allem in jüngerer zeit zu rechnen ist), ist auch deshalb unwahrscheinlich, weil schon im 13. jh. umlautlose formen bayrisch und alemannisch belegt sind (s. u.). erst im 16. jh. erscheinen i-formen in der bedeutung 'zaun' und ü-formen in der bedeutung 'brett, balken'. vgl. ferner dul, m., 'diele' luxemburg. 75; tillhag, tollhag, tüllhag 'zaun' schweiz. id. 2, 1072; tilboum, tollbaum ... 'tragbalken für zimmerdecke, brücken usw.' ebda 4, 1247. einmaliges tall (Augsb. um 1530) städtechr. 23, 7 ist wohl fehler.die ablautsform germ. *þul- kehrt sicher wieder im bslav. lit. tìlės, f. pl., 'bodenbretter im kahn', lett. tilaudas 'bretter, welche die diele eines bootes bilden', aksl. tъla, n. pl., 'fuszboden', russ. tlo 'grund und boden' u. s. w., s. Walde-Pokorny 1, 740; Trautmann bsl. wb. 321. anlautendes d- bleibt selten: dülle Buck flurnamenb. 46; dull vocab. theut. (1482) z 3a; die umlautbezeichnung fehlt öfter; vgl. auszer den unten angegebenen belegen (um 1280) Augsburger stadtb. 147, 9 Meyer; (1482) monum. Boica 6, 317; (1394) bei Heumann opusc. (1747) 322; (um 1400) reimchron. d. Appenzeller krieges 39 Arx; ferner Diefenbach gl. 606a; nov. gl. 376b. für die till- und dill-formen vgl. Diefenbach gl. 305b s. v. intervallum; 606a s. v. vallum; ferner die literarischen zeugnisse: (Augsburg 1510) städtechron. 23, 128; teil 4, 1, 1, sp. 2025; Fischer schwäb. 2, 207. in jüngerer mundart: dille Unger-Khull steir. 154; dîl (aus dem Donau-Lechwinkel) Bayerns maa. 1, 307; dill Schmid schwäb. 126. — tüld mit angefügtem -d begegnet nur (1426) bei Lori bayr. bergrecht 27. bedeutung und gebrauch. AA. saepes, vallum. A@11) der zu kriegerischer befestigung dienende palisadenzaun um stadt, schlosz oder burg: vallum tll (15. jh. obd.), tul (15. jh. obd.) Diefenbach nov. gloss. 376; tull aspar ... paries factus ex asseribus voc. inc. teut. (ca. 1485) g g 5b; voc. primo ponens (Straszburg 1515) d 1a; intervallum ain till (obd. voc. mit niederrhein. sprachzügen) b. Diefenbach gl. [] 305b; vallum ... till ebda 606a aus gleichem glossar; dill vel till, hodie muris et moenibus opponitur atque sepem notat, e fustibus, lignis aut asseribus compactum Schilter (1728) 3, 248. tüll, mauer und zaun werden als kennzeichen verschiedener befestigungsgrade einander gegenübergestellt: hât diu stat mûre, man sol sie ûf die erde brechen, unde hât si tülle, man sol ez nider brechen (1274/75) Deutschenspiegel 225, 9 Eckhard-Hübner; Schwabenspiegel § 207, 7 Gengler; also ward von in daselbst gemacht die stat, aun mur, sust wol besacht mit einem tüll und guoten graben Augsburger reimchronik 131, s. städtechron. 4, 347; wann die statt Augspurg fand sant Ulrich mit hültzin schrancken und gattern und mit ainem tüll von faulem holtz umbgeben: darumb halff sant Ulrich nach allem seinem vermügen ain nider mawr ze machen (vor 1456) legende v. hl. Ulrich 7 Hirsch; darnach maurt Trusus die stat Vindelici mit mauren und türn, die vor was mit aim tüll umbgeben (Augsb. nach 1469) städtechron. 4, 287; und soll die befridung (umzäunung) in der stat dermassen beschehen: wann es von alters herkommen oder sonst bedingt worden, mit ainem tüll zubefriden, so soll der jhenig, so solchs tüll zu machen schuldig ist, dasselbig siben statschuch hoch von der erden oder pflaster aufrichten. wo es aber mit ainem zaun herkommen, der soll fünf statschuch hoch gesetzt werden Nürnberger reformation (1564) 158b. in rechtsdenkmälern gern in formelhafter verbindung mit mauer und zaun: mur oder want ... zune oder tulle Augsb. stadtbuch 147 Meyer; mit zune, mit tülle, mit mûren (1322) bei Buck flurnamenb. 283; kein buwe tun ... mit zun oder mit dullen oder mit muren (Weinsberg 1312) bei Fischer schwäb. 2, 207; mit zúnen, mit túllen oder mit muren begriffen (Esslingen 1331) ebda. gröszere städte und festungen haben mauer und tüll: die purger habent gesetzet, daz niemant an der stat maur noch an diu tüll noch diu torr an der stat pauen sol, daz diu eisnein stang, diu darzuo gehöret, berüren müg (1347) stadtrecht v. München 140 Auer; und ich han das gesehen, wann an derselben stadt (an der stelle, wo mauerwerk in der stadtmauer nicht halten wollte) ain tüll darumb geet Schiltberger reisbuch (1394/1427) 51 lit. ver.; vgl. Tucher baumeisterb. 215; 249 Lexer. auch eine für den augenblick des kampfes angelegte schanzanlage wird als tüll bezeichnet: si wolten aller gernest daz velt mit tôten füllen. Troiære zuo den tüllen der grendel wurden în getân Konrad v. Würzburg troj. krieg 36340 Keller; die weil pauten die von München ain grosz tül zbischen [!] der stat und der vesst, und wurffen die auszer prugkh ab, die in die vesst gienng (1403) städtechron. 15, 501. dasz in späterer zeit ein tüll, das der befestigung diente, auch zu festerem schutz ausgebaut wurde, als ein einfacher pallisadenzaun ihn bieten konnte, zeigen einige lexikalische belege sowie posten aus Münchner handwerkerrechnungen: maceria tüll (1418) bei Schmeller-Fr. 1, 602; tulle planck oder grabe oder schut zwischen zweyen graben vallicula voc. theut. (Nürnberg 1482) b b 3a; sogar sein tülle oder stainwant (1325) Heinrich von Mügeln (zu psalm 79, 13) bei Khull beitr. zu einem mhd. wb. 35; 1 ℔ 56 D ... Perchtolden dem kalchprenner von 9½ tag zu lon daz er daz tüll zu der newen vest und ander ding gefürt hat städtechron. 15, 551; item 3½ ℔ D ... allen furlawten von dem tüll, ziegl, kalch und sant zu furen piz auf Katerine ebda.vereinzelt bleibt die glossierung 'antemurale tüll vel vorstat' (1429) bei Schmeller-Fr. 1, 602. A@22) in jüngerer zeit bezeichnet tüll auch einen einfachen zaun um haus oder garten: herren Nicklas Muffel hat man vergunt auszen vor der stat underhalb des werderthurleins von seinem garten doselbst ein thüll überzwerch an den statgraben zu machen auf sein kost, dardurch die leut gehindert und nit mer also an das wasser an dem ent auf dem graben hinab kumen mugen Tucher [] baumeisterb. (1464/75) 265 lit. ver.; ain haus und tüld darumb nach notdurfft (1426) bei Lori bair. bergrecht (1764) 27; es habe sich gefügt, das sinem brder und im der wind ettwas in irem gartten zerbrochen hab, das nun Wernly Kolb inen widermachen wolt, und da lAege ane geverd ein stang dawider selbs, da er und der Kolb nit anders wisztend, won sy gehorte zuo dem thüll dokumente zur gesch. d. bürgerm. Hans Waldmann 1, 285; vormals ging ein schlecht tüll um den boumgarten (um 1500) J. v. Watt dt. histor. schr. 2, 411 Götzinger; da erschrack das wild und lieff in den holen weg und der statt zuo und sprang über ain hoches till in des Weyers garten (Augsburg 1521) städtechron. 25, 157; bäum, till, heusslin muszten darnieder (Ulm 1549) bei Fischer schwäb. 2, 207; es sol auch kainer ... ohne erlaubtnus ... in die dörfer umb provant ... gehn, desgleichen der gärten, abbrechens der zein und thüll oder ops sich miessigen (Augsb. um 1565) städtechron. 33, 438; vgl. bei Fischer schwäb. 2, 207: pl. tiel gartenzäune (17. jh.); bey den gärten am till (Ulm um 1700); alles till sambt den garttenhäusslein eingerissen ebda. zaun im tiergarten: dill (1610) b. Birlinger schwäb.-augsb. 126. noch in jüngerer ma.: gartenzaun dîl (aus dem Donau-Lechwinkel) Bayerns maa. 1, 307; dill bretterne einzäunung, z. b. gartendill Schmid schwäb. 126. A@33) seltener von einer geschlossenen bretterwand: item vor des keissers kuchen im inneren hoff ein thül von pretteren aufgeslagen vor den kuchenleden herdann pei 7 schuhen weit und pei 10 schuhen hoch, als lang die kuch und das kemmerlein do pei was, dorein in der mit ein tür gestelt (1464/75) Tucher baumeisterbuch 297 Lexer; ain vast grosze stuben uff der erden und ist die stub mit aim thüll umbmachet gesein (Biberach 16. jh.) Alemannia 17, 109. barriere: anno des jars (1510) am afftermontag in pfingstfeiren da het der khaiser ain welsch stechen, er stach selbzehenndt ... man stach über ain till, es ward nicht wol gestochen städtechron. 23, 128; ward zu dem gestech ... ein lannges gethill aufgerichtet, über welches dill der könig und herren mer dann hundert spiesz zerbrochen haben (16. jh.) bei Schmeller-Fr. 1, 500. BB. die bedeutung 'balken, brett, planke' ist erst frühnhd. bezeugt: faselus tulle (obd. anf. 15. jh.) Diefenbach gl. 226c, dazu vgl. aisl. þilja, f., 'brett im boden des bootes'. allgemein als 'balken, brett': bluteus tyle, bret, schribbret (15. jh.) Diefenbach nov. gl. 296a; bluteus dillpret (1468) ebda; dilipostes schrancken, tüll (1429 Inntal) ebda 135a; pluteale bole, prett oder tyl (1482) bei Höfer Österr. 3, 246; von ainem flosz von ainem ieden tülln (floszbalken) mauth pfenning (1469) österr. weist. 8, 104, 28; die schirmbrätter werden aus thülen gemacht, welche die knecht, so den sturm anlauffen, bedeckend, unnd vor den pfeilen beschirmend H, Pantaleon mitnächtische völckeren historien (1562) 1, 138; die hütden machten ... etliche ... von strow, grasz und hew ... andere aber von thüren, taflen, thülen und brädtern, so sie aller orten, insonders aber in dem gotzhausz in den gebewen abgebrochen Seb. Bürster schwed. krieg (1644) 164 Weech. vgl. ferner die belege bei Fischer schwäb. 2, 206.
10559 Zeichen · 280 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    tüll

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    tüll s. tâhele, tille.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    tülln.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +2 Parallelbelege

    tüll , n. , ' palisade, zaun, wall; balken, brett '. vom ende des 13. jhs. bis zum 17. jh. obd., vor allem bayr.-schwäb.…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Tüll

    Goethe-Wörterbuch

    Tüll [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Tüll

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Tüll , ein Stoff, bei dem seine, untereinander gut gebundene Fäden regelmäßige Zellen bilden, kommt glatt und einfach, a…

  5. modern
    Dialekt
    Tüllm.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Wossidia Tüll m. das Gewebe Tüll Wo. Sa.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tuell

77 Bildungen · 51 Erstglied · 21 Zweitglied · 5 Ableitungen

tuell‑ als Erstglied (30 von 51)

tüllartig

DWB

tuell·artig

tüllartig , adj. , wie tüll geartet: das tüllartige réseau ( siebartiger flor ) Fischbach gesch. d. textilkunst (1883) 140 .

tülle

FWB

1. ›kleine Röhre, rohrähnlicher Gegenstand‹; speziell: ›unterirdischer Abzugskanal‹.; 2. ›Scheide (von Messern, Degen o. Ä.)‹.; 3. ›eisernes…

tülleisen

DWB

tuell·eisen

tülleisen , n. , s. unter tullen, sowie s. v. tolleisen teil 11, 1, 1, 638 u. vgl. rüffeleisen teil 8, 1408.

tülleken

WWB

tuel·leken

tülleken V. [nördl. OWestf (außer Lüb) Kr. Paderborn Pad Kr. Höxter Höx Kr. Warburg Wbg sowie Dor] 1. (bes. Bier und Schnaps) (häufig in kle…

tüllen

Lexer

tuel·len

tüllen swv. BMZ mit einem tülle versehen Schm. Fr. 1,602. getult, geschift Wolk. 100. 1,17. hôch getüllet umb den kragen Msh. 3,281 a . — mi…

Tüllenbutz

RhWB

tuellen·butz

Tüllen-butz tuləbuts  Dinsl-Vörde Walsum Sg. t. m.: T.schieten Purzelbaum schlagen.

tüllen I

RhWB

tüllen I -y·l.- Jül-Langerwehe , Aach , Monsch-Mulartzhütte Vossenack , Eup , Geilk-Grotenr Prummern schw.: 1. a. rollen, trans. u. intrans.…

tüllen II

RhWB

tüllen II -y- = foppen s. tülen.

Tüller

RhWB

tuel·ler

Tüller ty·l.ər, Pl. -rə Monsch-Germeter Vossenack m.: dickster Wurfklicker.

tüllern

MeckWB

tuell·ern

Wossidia tüllern in der Zs. MeckWB antüllern das gerundete tillern 2 2.

Tüllerspäl

MeckWB

tuell·er·spael

Wossidia Tüllerspäl n. Murmelspiel, bei dem große Glaskugeln antüllert warden Wi Wismar@Warin War .

tüllgardine

DWB

tuell·gardine

tüllgardine , f. , ziervorhang aus tüll: die herstellung von ... tüllgardinen auf der bobbinnetmaschine datirt seit einführung der jacquardm…

tüllgarniert

DWB

-garniert , adj. , mit tüll besetzt ( vgl. tüllgarnitur): und Ellian sasz im lichterschein in ihren [!] seidenen, rüschenreichen, spitzenbes…

tüllgarnitur

DWB

tuell·garnitur

-garnitur , f. , zierbesatz aus tüll: heute trug sie ein seegrünes seidenkleid, das an hals und ärmeln tüllgarnituren hatte ebda 45. —

tüllgewebe

DWB

tuell·gewebe

-gewebe , n. , gazeartiges gewebe: die kettenfäden des tüllgewebesfehlen ( Valenciennesspitzen ) Karmarsch-Heeren techn. wb. 8 (1885) 368 . …

tüllgrund

DWB

tuell·grund

-grund , m. , entsprechend wie spitzen- u. stickgrund ( s. dort, sowie teil 4, 1, 6, 730 s. v. grund): tüllgrund ... eine der bekanntesten g…

tüllhäubchen

DWB

tuell·haeubchen

-häubchen , n. : ich bin fest überzeugt, dasz ich nicht dümmer aus meinem tüllhäubchen hervorsehe als alle die hagern oder feisten tröpfe au…

tüllhaube

DWB

tuell·haube

-haube , f. , aus tüll angefertigte weibliche kopfbedeckung ( vgl. spitzenhaube): mit seinem eheleiblichen schäfchen über tüllhauben reden G…

tüllich

Lexer

tuel·lich

tül-lich adj. aus tüllen bestehend, damit versehen. ein dulicher, düllicher panzer Zeitz. s. 2,105 u. anm.

Tüll II

RhWB

Tüll II Rhfrk, Mosfrk tul u. til, sonst -y-, –ø- Sg. t. m.: lockerer Baumwollstoff. — Zs. Tüllkled, –koppdoch Allg.; Tüllsdouk Wippf ; Tülle…

tüllkleid

DWB

tuell·kleid

tüllkleid , n. , kleid aus tüll: sie trug ein hellfarbiges ... einfaches tüllkleid Gutzkow zauberer v. Rom (1858) 4, 221 ; ich trage ein ros…

tüllkrause

DWB

tuell·krause

-krause , f. , zierkrause aus tüll: ja, sie umarmte am schlusz des tanzabends ihre freundinnen so herzlich, dasz es einigen tüllkrausen und …

tuell als Zweitglied (21 von 21)

aktuell

Pfeifer_etym

aktuell Adj. ‘für die Gegenwart bedeutsam, zeitgemäß, zeitnah, vordringlich’ (Mitte 19. Jh.), zuvor ‘wirklich, wahrhaftig, gegenwärtig’ (1. …

Bicktüll

RhWB

bick·tuell

Bick-tüll Aach-Würselen m.: runder Kieselstein, der die Stelle eines Kl. vertritt.

Burtuell

MeckWB

bur·tuell

Wossidia Burtuell Name der Kuh im Volksreim Ma Malchin@Chemnitz Chemn .

eventuell

Pfeifer_etym

even·tuell

eventuell Adj. ‘möglich, unter Umständen eintretend’ (nur attributiv), häufig Adv. ‘vielleicht, möglicherweise, unter Umständen’. Zu lat. ēv…

habituell

GWB

habituell einmal subst neutr a ständig (wiederholt), fortdauernd [ Seyton: ] Sollte es nicht möglich sein, daß der h-e Anblick von bellenden…

Intellectuell

Herder

Intellectuell (vom lat. intelligere , einsehen, Begriff oder Kenntniß von etwas haben, etwas verstehen), was sich auf die Erkenntniß bezieht…

intellektuell

Pfeifer_etym

Intellekt m. ‘Verstand, Denkvermögen’ (19. Jh., ein vereinzelter Frühbeleg Intellect 16. Jh.), aus lat. intellēctus ‘Verstehen, Erkenntnisve…

kontextuell

FiloSlov

kontextuell , adj контекстуальный , п

konzeptuell

FiloSlov

konzeptuell , adj концептуальный , п

Perpetuell

Herder

Perpetuell , perpetuirlich , lat. deutsch, ununterbrochen; Perpetuität , ununterbrochene Dauer; Perpetuitäten , unveräußerliche Güter.

Picktüll

RhWB

pick·tuell

Pick-tüll Aach-Würselen m.: runder Kieselstein ( Kei ), mit dem man pickt 2 a β.

punktuell

DRW

punktuell, adv. wie pünktlich wird der magistrat ... erinnert, der ... anordnung überal punctuel nachzuleben 1724 MittKönigsberg 2 (1910) 20…

silbertüll

DWB

silber·tuell

silbertüll , m. aus silberfäden verfertigter, mit silberfäden durchzogener, bestickter, silberglänzender tüll: das unterkleid ( des brautsta…

Tülltüll

MeckWB

tuell·tuell

Wossidia Tülltüll m. Geldbeutel im Rätsel Pa Parchim@Goldberg Goldb .

virtuell

Pfeifer_etym

virtu·ell

virtuell Adj. ‘möglich, gedacht, als Kraft vorhanden ohne Wirksamkeit’, Entlehnung (19. Jh.) von gleichbed. frz. virtuel, dies zurückgehend …

Ableitungen von tuell (5 von 5)

betüllen

Lexer

be-tüllen swv. mit einem tülle versehen Wh. v. Öst. 11 b .

getülle

DWB

getülle , n. dasselbe was gedille, dielenwerk th. 4, 1, sp. 2055 und gedülle sp. 1051 bedeutet. unsere form begegnet in oberdeutschen quelle…

tülle

DWB

tülle , f. , kleine rinne oder röhre, die verschiedenartigen zwecken dienen kann, meist bestandteil eines gerätes. herkunft und form. ahd. t…

vertülle

BMZ

vertülle swv. verzäune, versperre. den furt vertüllen Lohengr. 72.

vertüllen

Lexer

ver-tüllen swv. BMZ verzäunen, -sperren Loh. 2850.