tülle,
f. ,
kleine rinne oder röhre, die verschiedenartigen zwecken dienen kann, meist bestandteil eines gerätes. herkunft und form. ahd. tulli,
n., mhd. tülle,
n., u. nhd. tülle,
mnl. dulle, dul
f. (
dazu mnd. dulle '
beule')
aus *dulja-,
*duljō-
gehört zur sippe idg. *dhel-,
*dholo- '
wölbung', '
höhlung' Walde-Pokorny 1, 684; Fick
43, 204; Sperber
wörter und sachen 6, 44; J. Trier in:
nachr. der ges. d. wissensch. zu Göttingen, phil.-hist. kl. 1940, 89
ff. wie die ablautenden nhd. tal (
s. teil 11, 1, 1,
sp. 296)
und tüle (
s. o.)
von derselben ablautstufe wie tülle,
nur mit anderer bildung mhd. tol(e),
f., '
abzugsgraben'
aus *dulō(n),
s.dole (
dagegen hat ahd. dola
fistula, fornaculum, cloaca germ.
im anlaut, s. Ehrismann
PBB 20, 60; Franck-v. Wijk 117;
unglaubhaft ist nd. entlehnung, die Walde-Pokorny 1, 865
annimmt).
im ablaut mit tülle
steht mnl. dille Verwijs-Verdam 2, 460 (
grundform *ðeljō-),
nl. dil, dille, dilt '
het holle deel van zekere metalen gereedschappen, waarin de steel sluit'
woordenb. 3, 2, 2626,
vgl. Franck-v. Wijk
a. a. o.;
engl. till
a socket in which something is fixed or through which a rod or spindle passes Murray 10, 1, 28,
erst seit 1611
als term. techn. spärlich belegt, also wahrscheinlich entlehnung aus dem deutschen oder holländischen. —
frz. douille '
röhre, hülse'
ist wahrscheinlich aus einem frk. *dullja
entlehnt, s. Gamillscheg
Romania Germanica 1, 231; v. Wartburg
frz. etym. wb. 3, 77
f. mundartlich zeigt tülle
insofern abweichende verhältnisse, als es auch auf nd. boden weithin im anlaut die schriftsprachliche tenuis zeigt, jedoch nur in der jüngeren bedeutung '
ausguszrohr an gefäszen' (
s. u. 1 b);
vgl. Leithäuser
Barmen 161;
Elberfeld 166; Fromme
Hohenbostel (
im Deistervorland) 86
Alpers; Schambach
Göttingen 236; Bauer-Collitz
Waldeck 106; Block
Eilsdorf 99; Damköhler
Nordharz 194; Mensing
schlesw.-holst. 5, 202; Danneil
altmärk. 229; Teuchert
neumärk. 241; Brendicke
Berliner wortschatz 184; Mi
mecklenb. 95; Sallmann
neue beitr. 51. t-
neben d-
zeigen Woeste
westf. 62; Gutzeit
Livland 3, 2, 25.
umlautloses tulle
verzeichnet Unger-Khull
steir. 182; dulle (
neben dülle, dille) Blumer
nordwestböhm. 32; dull,
f., vorspringende büchse am spatenblatt Mensing
schlesw.-holst. 1, 900;
vgl. dazu die unten folgenden literarischen belege. -i-
formen (tille, dille)
sind ostmitteldeutsch u. nd. (
Sachsen, Nordthüringen, Nordböhmen, Nordharz, Neumark, Liv- u. Estland)
verbreitet, zum teil neben den tülle- / dülle-
formen (
Ostfriesland, Schleswig - Holstein, Sachsen, Thüringen),
s. die literarischen belege unten. tele, telle
steht neben tille, dülle, dille
in Nordböhmen, s. Knothe 176. düll, döll, töll, dill,
also apokopierte formen, gelten in Westfalen, Rheinland, Lüneburg, Schleswig-Holstein, Altmark, Mecklenburg, Preuszen. in Ostfriesland steht tilt
neben tilte
und tülte,
s. Doornkaat-Koolman 3, 411.
dieser unorganische zweite dental findet sich auf nd. u. md. boden auch sonst: tilte Damköhler
Nordharz 194; tülte
Halberstadt nach Kretschmer
wortgeographie 541; dilden (
neben dile, dylen) Hertel
Thür. 249; dilten Schultze
Nordthür. 31;
wenn hierhergehörig, tolde, tuolde Knothe
schl. ma. i. Nordböhmen 180;
einmalig, in quelle von 1728,
mit unorgan. guttural tilge
bei Unger-Khull
steir. 154.
für den genuswechsel vom n. zum f. kommt ebenso alte (
urspr. nl. nd.?)
nebenform (
vgl. ags. dell
tal, höhle, vertiefung, m. n., gegenüber mnl. delle,
mhd. telle
schlucht, f.)
wie einwirkung der als fem. empfundenen endung -e (
vgl. Wilmanns 3, 2, 376; Paul
dt. gramm. 2, 116)
in betracht. als neutrum begegnet tülle
cgm. 4902
v. j. 1429
b. Schmeller-Fr. 1, 602;
Nürnb. um 1434
in städtechron. 1, 392;
mitteldt. weihnachtsspiel 482
Piderit. —
als fem. zuerst Oswald von Wolkenstein 63, 186
Schatz; Pfolspeundt
bündth-ertznei 64;
liederb. d. 16.
jhs. 120, 53
Tittmann; in den wörterbüchern Stieler (1691) 323; Frisch (1741) 1, 198
a; Adelung 1, 1361; Campe 1, 721,
ebenso in den maa. in einigen nordwestdt. maa. begegnet das masc.: døll
rhein. wb. 1, 1548; døl Leihener
Cronenberg 21;
vgl. auch tylle,
m., Jensen
nordfries. 646. dülle,
f., steht neben düll,
m., bei Woeste
westfäl. 62. düll
als fem. verzeichnet neben vereinzelten neutr. Kück
Lüneburg 387.
in Schleswig-Holstein steht dil,
f., Mensing 1, 735, tyl,
f., 5, 203
neben dul,
f. und m., ebda 1, 900.
bedeutung und gebrauch. ahd. tulli,
mhd. tülle
bezeichnet die rinnen- oder röhrenförmige verlängerung von pfeil- und speerspitze, in die der schaft eingefügt wird. nhd. lebt das wort nur mehr in der umgangssprache oder als handwerklich-technischer ausdruck in landschaftlich verschiedenen sonderbedeutungen und ist selten literarisch oder lexikalisch bezeugt. 11)
röhre, ring oder beschlag, meist als bestandteil von gerätschaften. 1@aa)
schaftröhre von pfeil oder speer u. ä. geräten. im ältesten beleg steht tulli
als pars pro toto für den pfeil selbst: gang uz, nesso, mit niun nessinchilinon, ... fonna demu fleiske in daz fel, fonna demo velle in diz tulli
wurmsegen aus dem 9. jh. bei Steinmeyer
kl. ahd. sprachdenkm. 374. tülle
als teil von pfeil oder speer, deutlich unterschieden von spitze
und schaft: im was sîn edel kochervil guoter strâle vol, von guldînen tüllen,diu sahs wol hende breit. ez muoste balde ersterbenswaz
er dâ mit versneit
Nibelungenlied 897, 3
L.; einen schaft, was lâsûrvar, vil starc und zæhe hurnî
n. jâ was im an dem orte sîn von rôtem golde ein tülle, dran ein sper geschift von Angram
Biterolf v. 7087
bei Jänicke
dt. heldenb. 1, 104; wiltu ain isnin tülle ... hertten, daz zu ainem huspfeil geschmidet ist, so nim isenkraut (1429)
bei Schmeller-Fr. 1, 602; der Hirnhaimer wart gerant durch die hauben oben das eisen untz an das tull (
bei einem turnier)
städtechron. 1, 392 (
Nürnberg); wen du ön (
den pfeil in der wunde) suche wilt, szo nim ein drot mith einem knopfen, den los vor heinein lauffen, und suche, ebenn wo der pfeil steckt. unnd such denn mith drot
noch der tülle (1460) Pfolspeundt
bündth-ertznei 64
H.-M.; (
die spieszeisen haben am hals) vielfach ein bis zwei knebel oder vorstände. von da ab erweitert sich das eisen wiederum konisch zu einer tülle, um den schaft aufzunehmen Köhler
kriegswesen (1886) 3, 1, 12; tülle des bajonetts
socket, douille de la baionnette Hoyer-Kreuter
technol. wb. (1902) 1, 782. 1@bb)
in der ma. bezeichnet tülle
die röhrenartige verlängerung des metallteiles, in die der stiel oder griff eines werkzeuges eingefügt wird, so bei der schaufel, gabel; in diesem sinne namentlich auf nd. boden verbreitet, vgl. dölle, döll Frischbier
pr. 1, 142; dülle Blumer
Nordwestböhmen 32; dille Müller-Fraureuth
obersächs. 1, 219; dill Mensing
schlesw.-holst. 1, 735 (
hier auch als dull 1, 900); døl Leihener
Cronenberg 21; døll
rhein. wb. 1, 1548 (
hier auch von einer vorrichtung am pflug und von einem röhrenartigen werkzeug des drechslers)
; obd. als tulle
bei Unger-Khull
steir. 182 (
daneben auch ein tilge
gleichen sinnes aus einer quelle v. j. 1789,
s. ebda 154). 1@cc) tülle
als eine art angel (
cardo),
die einen beweglichen oder festen bolzen umschlieszt: die stäbe (
beim vogelherd) macht man zwey ellen lang, unten mit eisernen tillen, und löcher darunter, dasz selbige an einem eisernen boltzen gehen und sich leichte drehen können Döbel
jägerpraktika (1754) 2, 283; gurtungen ... die mittelst schmiedeeiserner oder guszeiserner tüllen ... aus einander gehalten werden und durch geschmiedete bolzen mit einander verbunden sind Lueger
lex. d. ges. techn. (1894) 5, 334. 1@dd)
röhrenartiges holzgefäsz zum aufbewahren des wetzsteins: dülle, tülle Hertel
Thür. 85; 249; tille Liesenberg
Stieger ma. 140; dilten Schultze
nordthür. 31.
vgl.tul
ein köcher Soltau
beitr. zu Adelungs wb. 101. 1@ee)
in erweiterter bedeutung '
ring, öhr, öffnung': tell(e)
und tülle '
eiserner ring an der wagenlechse, der die achse umschlieszt' Knothe
schl. ma. i. Nordböhmen 176; 195; tele, tülle
am vorderrade, die über das achsenende gestülpt wird Gusinde
eine dt. sprachinsel in Obschl. 205; dölle, döll
das ohr, worin löszstock und löszwende des wagens passen Frischbier
pr. 1, 142,
vgl.öhr teil 7, 1251; düll
öse, loch, tülle für einen stiel Woeste
westfäl. 62; düll
das loch der spindel zum durchführen des fadens Kück
Lüneburg 1, 387;
hierher wohl auch, vom teil auf das ganze übertragen: tolde, tuolde
nadel mit groszem öhr ohne spitze zum einziehen von schnüren Knothe
schl. ma. i. Nordböhmen 180 (
von Knothe
zu tôlen = '
nadeln der waldbäume'
gestellt und mit mhd. tolde = '
apex'
in verbindung gebracht). 1@ff)
vereinzelt bezeichnet tülle
den bloszen eisenbeschlag am ende eines hölzernen gerätes: 1 schuvestake (
schiebstange) myt ener iszeren dillen
Wismarer inventar von 1438
bei Schiller-Lübben 6, 99; tülle
eisernes, spitz zulaufendes beschläge am untern ende eines stockes, auch der mit eisen beschlagene sperrstock beim heuziehen selbst Lexer
Kärnten 75;
vgl. Schöpf
Tirol 775. —
die von Adelung 1 (1774) 1361, Campe 1, 721
und Weigand 2, 1085
angeführte bedeutung '
schloszbeschlag um das schlüsselloch'
ist in den maa. nicht bezeugt. vergleichbar nur: beschlag, wovon die tille abgebrochen war (
aus Riga 1808)
bei Gutzeit
spr. Livlands 3, 2, 25. 1@gg)
metaphorisch. im vergleich: sinewel als ein tlle
Würzburger hs. d. 14.
jhs. in: zs. f. dt. altert. 5, 16;
übertragen mundartlich töll
vulva Schröer
Gottschee 141. —
unklar. ob mhd. sprachläufig oder, wie wahrscheinlich, ein bewuszt humoristisches bild ist tülle
in der bedeutung '
kragen': Enzman ist sîn krage verspart vast in ein îsnîn tülle
unechter Neidhart XXXII, 15
Haupt-Wieszner; vgl. er ist geheizen Grülle und treit umb sînen œden kragen ein wambas niuwe tülle
ebda 293. 22)
im 15.
und 16.
jh. ist tülle
in der bedeutung '
pfeife', '
flöte'
bezeugt. vielleicht hierher (
vom herausgeber dagegen als '
diele'
gefaszt): ich hort zu Afflane ain prief von künigen, herren, lant, die vor an dich gelaubet hant, die pfeifen dir mit grillen zu tanz auff einer tillen Oswald v. Wolkenstein 63, 136
Schatz; (hirten zum Christkind:) (
wir wollten) darnach vrolich zu velde iagen, da phiffen mir dan in eyn tulle ich und myn gevatter
mitteldt. weihnachtsspiel aus hs. d. 15. jhs. v. 482
Piderit; und do der meister das morgenmal asz, do hub er an und pfif in eine hol tülle, wol in ein hölzlein, das was hol (16.
jh.)
volkslieder 647
Uhland. 33)
im östlichen mittel- und nddt. bezeichnet tülle
seit dem 17.
jh. speciell die kleine röhre an leuchter und laterne, in die licht oder docht gesteckt werden: dille eines leuchters, darin man das liecht stecket
le tuyau d'un chandelier, myxus candelabri Duez
teutsch-franz.-lat. (1664) 102;
myxus die dille
alias lampenrörlein;
calix candelabri leuchterdille Stieler (1691) 323;
eine röhre an einem leuchter, worinnen der untere theil des lichts steckt, tubulus in candelabris cui inseritur candelae pars inferior Frisch (1741) 1, 198
a; Adelung (1774) 1, 1361; Campe 4, 909;
mundartlich Weinhold
schl. 101; Müller-Fraureuth
obersächs. 1, 219; Albrecht
Leipzig 102; Hertel
Thür. 249; 85; Weise
Altenburg 121; Danneil
altmärk. 229; Gutzeit
Livland 3, 2, 25;
leuchtertrichter zum aufsetzen der wachslichtchen am weihnachtsbaum Sallmann
neue beitr. z. estl. ma. 51;
selten literarisch: (
der drahtleuchter) hat eine eiserne tille, so man auf und nider schieben kan Amaranthes
frauenzimmerlexikon (1715) 426; ich will zwar den übeln gebrauch nicht billigen, den manche leute haben, wenn sie ein licht auslöschen, dasz sie das licht umkehren und mit der schnuppe in der tillen stecken und also kalt werden lassen Schmidt
rockenphilosophie (1718) 1, 309; den tischgenossen, vor welchen das unschlittlicht in die tülle hinabbrennt Hermes
manch hermäon (1788) 2, 48; das licht war bis in die tülle hinuntergebrannt Kosegarten
Ewalds rosenmonde (1791) 259; dem pflock enthob er die leuchte von durchscheinendem horn, die leuchtete, wann er des abends drosch und häckerling schnitt, und den pferden die raufe voll heu trug. diese langt' er herab; der geöfneten dann in die tülle stellt' er den brennenden stumpf, und schlosz die thüre des hornes J. H. Voss
sämtl. ged. (1825) 1, 138; Berthar steckte die fackel in die grosze tülle des eisernen leuchters Freytag
ges. w. (1886) 8, 118; 9, 87. tülle (
der lampe)
blechernes röhrchen, in welches der docht einer öllampe gezogen wird, auch der docht der öllampe selbst Knothe
schl. ma. i. Nordböhmen 176: die ältesten lampen ... bestanden aus einem gefäsz, an welchem sich henkel und eine ... tülle ... für den docht ansetzen Lueger
lex. d. ges. technik (1894) 6, 61; der obere boden des brennergehäuses bildet ... ein tellerchen zum aufsetzen einer ... kapsel, welche ... eine auf das dochtrohr zu schiebende tülle enthält Karmarsch-Heeren
techn. wb. (1876) 5, 257;
im vergleich: seine augen glommen in ihren tiefen höhlen wie ein paar bis in die tüllen hinuntergebrannte, dem erlöschen nahe tochte Kosegarten
Ewalds rosenmonde (1791) 309. 44)
in jüngerem sprachgebrauch bezeichnet in Nord- und Mitteldeutschland tülle
eine kurze röhre überhaupt, meist ein ausfluszrohr: rhein. wb. 1, 1548;
Elberfeld 166; Leithäuser
Barmen 161; Martin
Rhoden 203; Bauer-Collitz
Waldeck 106
a; Hupel
Liv- und Estland 238;
ausfluszrohr an wasserleitungen Gutzeit
Livland 3, 2, 24
b;
brunnen- oder pumpenröhre: die röhre an einer plumpe, woraus das wasser laufft Frisch (1741) 1, 198
a; ich wurde auf befehl
unter den brunnen geführt, unter die tülle gestellt, und so wurde mir, bis es voll schlug, wasser auf den kopf und in den rockkragen gepumpt Franz Ziegler
ges. novellen u. briefe (1872) 3, 41.
umgangssprachlich in Nordwestdeutschland am weitesten verbreitet für die ausguszmündung eines gefäszes, sowohl die röhrenförmige an tee- oder kaffeekanne als die rinnenförmige anderer kannen und töpfe (
synonyme: schnauze, schnabel, schneppe
u. a.),
vgl. Kretschmer
wortgeographie (1918) 541; Fromme
Hohenbostel i. Deistervorland 86
Alpers; Schambach
Göttingen 236; Block
Eilsdorf 59; Damköhler
Nordharz 194; Mensing
schlesw.-holst. 5, 203; Danneil
altmärk. 229; Teuchert
neumärk. 241; Brendicke
Berlin 184;
für Erfurt sprachwart 1 (1866) 378; Bruns
volksw. d. prov. Sachsen 76.
vgl. noch: auf den letzten blättern eines seiner tagebücher hat er (
V. Hehn) ein »glossarium Minnense« angelegt, das die ihm auffallenden ausdrücke seiner Minna notiert und erläutert: ... tülle = nase, pfeife, schnauze an gefäszen und lampen
V. Hehn
bei Th. Schiemann
Viktor Hehn 200.
als ein ausschlieszlich der umgangssprache angehöriges wort ist tülle
literarisch nur selten greifbar: wenn ... auch nur bei einer saucière die tülle abgestoszen würde G. Hermann
Heinrich Schön jun. (1916) 79;
vom röhrenförmigen ausgusz: einen ... alten teekessel, dessen deckel, trotzdem der wrasen auch vorn aus der tülle quoll ... klapperte Fontane
ges. w. I 5 (1905) 118.
in naheliegender verengung des begriffs '
die bewegliche oder hebbare klappe oder der deckel auf dem ausguszrohr eines teekessels' Doornkaat-Koolman
ostfries. 2, 411.
vgl. übertragen: tylle
maul, schnauze Jensen
nordfries. 646.
vereinzelt auch für das gefäsz selbst (
s. unter tulte, tülte): dil
gefäsz Hasenclever
Wermelskirchen 78.