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tönen

mnd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
11 in 10 Wb.
Sprachstufen
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10

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

tönen

tönen

2Ton m. ‘Klang, Laut, Betonung, Akzent, Farbe in bestimmter Abstufung’, mhd. dōn, tōn ‘Melodie, Lied, Gesang, auf einem Instrument gespielte Weise, Strophenform, Laut, Stimme, Art und Weise, Schall, Krach’, mnd. dōn(e) ist entlehnt aus lat. tonus ‘Ton, Klang, Akzent, Farbton, Spannung’, spätlat. ‘Melodie’, griech. tónos (τόνος) ‘Spannung, Seil, Saite, Sehne, Spannung der Stimme’; vgl. griech. té͞inein (τείνειν) ‘strecken, dehnen, spannen, ausdehnen, sich erstrecken’ (s. dehnen). Daneben besteht ahd. tuni ‘das Dröhnen’ (11. Jh.), aengl. dyne, dynn, engl. din ‘Getöse, Lärm’, anord. dynr ‘Lärm’; ahd. tuni fällt mit der zuvor genannten Entlehnung zusammen, so daß mhd. dōn, tōn auch die Bedeutung ‘Geräusch, Schall, Krach’ fortsetzt. Mit dem germ. Substantiv ist verwandt das Verb mhd. dünen, dunen ‘dröhnen, donnern’, asächs. dunnian ‘dröhnen’, mnd. dȫnen, aengl. dynian ‘lärmen, tönen’, engl. to din ‘schreien, grölen, betäuben’, anord. dynja ‘dröhnen, hervorstürzen’, außergerm. sind vergleichbar aind. dhúniḥ ‘rauschend, brausend, tosend’, dhvánati ‘tönt’, lit. dundė́ti ‘dröhnen’, so daß von einer lautnachahmenden Wurzel ie. *dhu̯en-, *dhun- ‘dröhnen, tönen’ ausgegangen werden kann. – tönen Vb. ‘als Ton oder Schall weithin hörbar sein, Töne, Klänge von sich geben, sich wichtig machen, eine Färbung geben’, mhd. dœnen ‘singen, spielen’; getönt Part.adj. ‘gefärbt, in der Färbung abgestuft’ (19. Jh.). ertönen Vb. ‘erklingen, erschallen, plötzlich zu tönen beginnen’ (Anfang 16. Jh.). betonen Vb. ‘mit Nachdruck aussprechen, nachdrücklich mit Worten unterstreichen, auf etw. Gewicht legen, hervorheben, akzentuieren’ (18. Jh.); Betonung f. (18. Jh.). vertonen Vb. ‘zu einem Text die Musik schreiben’ (Anfang 20. Jh.). Tonart f. auf einem Grundton beruhende und ein bestimmtes Tongeschlecht aufweisende Stufenfolge von Tönen, Tonleiter f. stufenweise vom Grundton ausgehende Folge von Ganz- und Halbtönen innerhalb einer Oktave (beide 1. Hälfte 18. Jh.).
1964 Zeichen · 60 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    tö̑nenswv.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    ° antônen , -tö̑nen , swv. , anzeigen; zitieren.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tönen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Tönen , verb. reg. 1. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben, einen Ton von sich geben, in der ersten eigentlichen Be…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    tönen

    Goethe-Wörterbuch

    tönen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    tönenschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    tönen schw. : 1. die eigentliche Bed. 'klingen, schallen' ist der Mda. unbekannt. — 2. übertr. 'tüchtig, viel trinken', …

  5. Sprichwörter
    Tönen

    Wander (Sprichwörter)

    Tönen Er tönt, wie ein alter Kessel. – Eiselein, 371; Braun, I, 1815.

  6. Spezial
    tönen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    tö|nen I vb.tr. (färben) intënje (-nj, intënt) II vb.intr. (klingen) soné (sona), ressoné (-na).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit toenen

11 Bildungen · 3 Erstglied · 3 Zweitglied · 5 Ableitungen

Zerlegung von toenen 2 Komponenten

to+nen

toenen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

toenen‑ als Erstglied (3 von 3)

tönen II

RhWB

tönen II -:- s. o. bei Ton IV;

toenen als Zweitglied (3 von 3)

ertönen

DWB

ertönen , sonare, erschallen, reboare. Maaler 118 d . 1 1) intr. der wald ertönt vom gesange der vögel; ringsherum ertönen glocken; seine st…

Mḯßtönen

Adelung

miss·toenen

Mḯßtönen , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, einen Mißton von sich geben. Mittelw. mißgetönt. Die Musik der Instrumente ward mir e…

Wiedertönen

Adelung

wieder·toenen

Wiedertönen , verb. regul. neutr. mit dem Hülfsworte haben. 1. Einen Ton oder mehrere Töne zurück schicken. Die Wälder tönen wieder von dem …

Ableitungen von toenen (5 von 5)

betœnen

Lexer

be-tœnen swv. s. bedœnen.

enttönen

DWB

enttönen , sono privare: nicht die nation, nur einzelne herscher und ihre schwärme strebten die stimme der welt zu enttönen. Klopstock 7, 6 …

ertönen

DWB

ertönen , sonare, erschallen, reboare. Maaler 118 d . 1 1) intr. der wald ertönt vom gesange der vögel; ringsherum ertönen glocken; seine st…

Mḯßtönen

Adelung

Mḯßtönen , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, einen Mißton von sich geben. Mittelw. mißgetönt. Die Musik der Instrumente ward mir e…

vertönen

DWB

vertönen , verb. , ' aufhören zu tönen, verklingen ' Campe ; ein weichlich geklingel vertönet im ohre Denis lieder Sineds 80 ; die stimmen d…