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Tönen

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Campe
Anchors
11 in 10 Wb.
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10

Eintrag · Campe (1807–1813)

Tönen v., ntr, intrs, trs

Bd. 4, Sp. 846b
Tönen, v. I) ntr. mit haben, einen Ton, oder Töne von sich geben; im N. D. dönen, in der Schweiz, als Zustandwort richtiger, tonen. Es tonet, es donnert. »Ein tönend Erz.« 1 Cor. 13, 1 »Deine Empfindung töne deinem Geschlechte einartig.« Herder. I engerer Bedeutung auch von verschiedenen Arten der Töne, wofür man sonst eigene Zeitwörter gebraucht, und wo ertönen üblicher ist. Die Morgenglocke tönet schon. Tönt in meinen Lobgesang, Wellen, Felsen und Gestade, Ramler. Süßes Tönen entlockt er der Flöte. Schiller. »Unser Gesang tönet dann weit umher.« Geßner. »Munterkeit und Freude tönt jetzt durchs Thal.« Ders. II) intrs. Töne hervorbringen, sowol durch die Sprachwerkzeuge, als auch auf Tonwerkzeugen; laut tönend sprechen, schreien, wie auch, auf laut tönenden Tonwerkzeugen blasen , wo es jedoch eben nicht sehr gewöhnlich ist. »Das Volk tönete laut, daß man das Geschrei ferne hörete.« Esra 3, 11. 13. »Da riefen die Kinder Aaron laut, und bliesen mit Trommeten und töneten laut.« Sir. 50, 18. Töne, Schwager, ins Horn. Göthe. Thörichter Schwätzer, Thersites, obgleich ein tönender Redner Schweig' — — — — Voß. So auch, von Thieren. I der — bluete schin Dönet wol die nachtegal. Konrad d. Schenke von Landegge (R.). I einer engern Bedeutung wird es in der Schweiz gebraucht für, langweilig reden und Andern dadurch Langweile, Überdruß verursachen. Stalder. III) trs. 1) Tönen oder ertönen machen. »Und wenn man des Halljars Horn blaset und dönet, so sol das gantz volk ein väldtgeschrey machen.« Züricher Bibel, Josua 6. (R.). 2) Durch Töne, mit Tönen zu erkennen geben, äußern. »Alle Thiere bis auf den stummen Fisch tönen ihre Empfindung.« Herder. »Wer kann Gestalten reden? Wer kann Farben tönen?« Ders. Dann auch, singen, besingen. Auch tönt er Josephs Lob — Alxinger Uneigentlich auch von leblosen Dingen, welche tönen. Töne sanfte Leier, Töne Lust und Wein! Lessing. 3) ◬ Durch sein Tönen bewirken, hervorbringen. Heroldsruf nun tönte — jeden herbei, Voß. d. h. rief jeden herbei, gab jedem das Zeichen herbeizukommen. Uneigentlich auch von leblosen Dingen. Und der Gesendete — erhub die Donnerposaune, Tönte des Weltgerichts Entsetzen aus der Posaune. Klopstock. »Der Gesang, den euer Mund erst jenseits vollendete, wird mir Entschlossenheit in das Herz tönen« Huber. — D. Tönen. D. — ung.
2319 Zeichen · 63 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    tö̑nenswv.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    ° antônen , -tö̑nen , swv. , anzeigen; zitieren.

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tönen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Tönen , verb. reg. 1. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben, einen Ton von sich geben, in der ersten eigentlichen Be…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    tönen

    Goethe-Wörterbuch

    tönen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    tönenschw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    tönen schw. : 1. die eigentliche Bed. 'klingen, schallen' ist der Mda. unbekannt. — 2. übertr. 'tüchtig, viel trinken', …

  5. Sprichwörter
    Tönen

    Wander (Sprichwörter)

    Tönen Er tönt, wie ein alter Kessel. – Eiselein, 371; Braun, I, 1815.

  6. Spezial
    tönen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    tö|nen I vb.tr. (färben) intënje (-nj, intënt) II vb.intr. (klingen) soné (sona), ressoné (-na).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit toenen

11 Bildungen · 3 Erstglied · 3 Zweitglied · 5 Ableitungen

Zerlegung von toenen 2 Komponenten

to+nen

toenen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

toenen‑ als Erstglied (3 von 3)

tönen II

RhWB

tönen II -:- s. o. bei Ton IV;

toenen als Zweitglied (3 von 3)

ertönen

DWB

ertönen , sonare, erschallen, reboare. Maaler 118 d . 1 1) intr. der wald ertönt vom gesange der vögel; ringsherum ertönen glocken; seine st…

Mḯßtönen

Adelung

miss·toenen

Mḯßtönen , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, einen Mißton von sich geben. Mittelw. mißgetönt. Die Musik der Instrumente ward mir e…

Wiedertönen

Adelung

wieder·toenen

Wiedertönen , verb. regul. neutr. mit dem Hülfsworte haben. 1. Einen Ton oder mehrere Töne zurück schicken. Die Wälder tönen wieder von dem …

Ableitungen von toenen (5 von 5)

betœnen

Lexer

be-tœnen swv. s. bedœnen.

enttönen

DWB

enttönen , sono privare: nicht die nation, nur einzelne herscher und ihre schwärme strebten die stimme der welt zu enttönen. Klopstock 7, 6 …

ertönen

DWB

ertönen , sonare, erschallen, reboare. Maaler 118 d . 1 1) intr. der wald ertönt vom gesange der vögel; ringsherum ertönen glocken; seine st…

Mḯßtönen

Adelung

Mḯßtönen , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, einen Mißton von sich geben. Mittelw. mißgetönt. Die Musik der Instrumente ward mir e…

vertönen

DWB

vertönen , verb. , ' aufhören zu tönen, verklingen ' Campe ; ein weichlich geklingel vertönet im ohre Denis lieder Sineds 80 ; die stimmen d…