Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
sudeln
sudeln
Sudel m. ‘Morast, Pfütze, Schmutz, Unflat, Jauche’, mhd. sudel ‘Pfütze’, gebildet mit l-Suffix neben Sutte f. ‘Pfütze, Pfuhl’, mhd. sut(t)e, mnd. südde ‘Morast, sumpfige Wiese’, aengl. (ge)syd ‘Pfuhl, in dem sich die Schweine wälzen’, auch (in den Mundarten verbreitet) Sutter m. ‘Sumpf, schmierige Masse, Eiter, eingedickter Tabaksaft in der Pfeife, Jauchenbrühe’, zu einer Dentalerweiterung der unter saufen, saugen, suhlen (s. d.) angeführten Wurzel ie. *seu-, *sū- für ‘etw. Feuchtes’, verbal ‘tropfen lassen, schlürfen, saugen’. Von Sudel abgeleitet sudeln Vb. ‘(sich) beschmutzen, schmieren, schmutzige Arbeit verrichten, unsauber arbeiten’ (sudelen 15. Jh.). Sudelei f. ‘Schmutz, unsaubere Arbeit’ (16. Jh.).