Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
stützen
stützen
stutzen Vb. ‘innehalten, (erschreckt) stehenbleiben, aufmerksam werden, zurückschrecken’, auch (älter bzw. landschaftlich) ‘zum Stillstand bringen, hemmen, gegenstoßen, Widerstand leisten’, ahd. irstuzzen ‘wegscheuchen, ins Unglück stürzen’ (um 1000), spätmhd. stutzen ‘scheu werden’ (vom Pferd), eigentlich ‘durch Anstoßen gehemmt werden und sich versteifen, anhalten’, dann auch ‘steif, aufrecht gehen, stolzieren, prunken, protzen’ (16. Jh.), mnl. stutten, nl. stuiten, wohl eine Intensivbildung mit expressiver Konsonantengemination (germ. *stuttjan) zu dem unter stoßen (s. d.) behandelten Verb. Die heutige Bedeutung entwickelt sich aus ‘anstoßen und dadurch scheu und gehemmt sein’, dann ‘stehenbleiben, zurückschrecken’; anfangs auf das Verhalten der Pferde, seit dem 16. Jh. auch auf menschliche Reaktionen bezogen. Dann auch (unter Einfluß von Stutzen m., s. d.) ‘kürzer machen, abschneiden, verstümmeln’ (16. Jh.), übertragen ‘beeinträchtigen’ (17. Jh.). – stutzig Adj. ‘mißtrauisch, befremdet’ (16. Jh.). Stutzer m. ‘Modenarr, Elegant, Geck’ (17. Jh.); zu stutzen ‘stolzieren, protzen’ (s. oben), oder wer eine modisch gestutzte Kleidung, Haar- oder Barttracht trägt.