Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Strumpf m.
Strumpf m.
Strumpf m. ‘gestrickte oder gewirkte enganliegende Beinbekleidung’, spätmhd. strumpf ‘Stummel, (Baum)stumpf, verstümmeltes Glied des menschlichen Körpers, Rumpf’, mnd. strump ‘verstümmeltes Glied, (Baum)stumpf, Bekleidung des Unterschenkels (aus Leder und Stoff, später gestrickt)’, norw. (mundartlich) strump ‘kleine Holzschüssel, Kübel’ (eigentlich wohl ‘ausgehöhlter Baumstumpf’) sind verwandt mit den unter strampeln und stramm (s. d.) verzeichneten Formen und stellen sich wie diese zu ie. *stremb-, *stremp-, Labialerweiterung der Wurzel ie. *(s)ter(ə)- ‘starr, steif sein’ (s. starren). Ausgangsbedeutung ist ‘Baumstamm, Baumstumpf’; in diesem Sinne werden Strumpf und Stumpf (s. d.) bis ins 18. Jh. synonym gebraucht. Danach bedeutet Strumpf nur noch ‘Beinbekleidung’ (erstmals im 16. Jh.) als Ergebnis einer modischen Entwicklung, die die ursprünglich aus einem Stück gearbeitete Bekleidung des Unterkörpers (vgl. Hosenstrumpf, 16. Jh.) in zwei Teile (Hose und Strumpf) trennt, so daß Strumpf als der übriggebliebene Rest, der ‘Stumpf’ zu deuten ist.