Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Sod
Sod
Sodbrennen n. (durch Mangel oder Überschuß an Magensäure hervorgerufenes) ‘brennendes Gefühl in Schlund, Speiseröhre oder am Mageneingang’ (16. Jh.); verdeutlichendes Kompositum zu (heute kaum noch üblichem) Sod m. ‘das Sieden, das Siedende’, auch ‘brennendes Gefühl in Schlund und Speiseröhre’. Ahd. sōd, gisōd (9. Jh.), mhd. sōt ‘das Wallen, Sieden, siedende Flüssigkeit, Brühe, Brunnen’, sōte ‘das (Auf)wallen’, auch (14. Jh.) ‘brennender Schmerz in Schlund und Speiseröhre’, asächs. sōð ‘Brunnen’, mnd. sōde ‘das Sieden, (Auf)wallen, Aufgekochtes, Brühe, Brunnen’, mnl. soot ‘Kochendes, Gekochtes, Pfuhl, Pfütze’, aengl. sēaþ ‘Pfütze, Pfuhl, Tümpel’ stehen wie die unter Sud (s. d.) angeführten Formen ablautend zu dem unter sieden (s. d.) behandelten Verb und gehören zu ie. *seut- ‘heftig bewegt sein, sieden’.