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gesod

ae. bis nhd. · 2 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

gesod n.

Bd. 5, Sp. 4126
gesod, n. , auch gesot, gesott, gesött, gesütt, oberpfälz.-fränk. gsôd, gsîd Schmeller2 2, 339, tirol. gsôt, gsout Schöpf 680, ahd. kisod, coctio, coll. zu dem erst mhd. belegbaren masc. und neutr. sôt, das sieden, aufwallen, der brunnen, pfuhl, die brühe als absud und speise, ags. der seað, brunnen, schlund, grube, altfries. sôth, brühe, altn. soð, n. brühe, schwed. sd, n. brühe, sdor, f. pl. spreu, kleie. 11) zum absieden oder abbrühen als viehfutter bestimmter abfall von gedroschenem getreide, spreu, wie söde, palea, furfur voc. von 1432 bei Schm., fränk. die sütt, süd ebenda, wetterauisch die sütt, sitt Dief. gl. 406a, kurh. die süde Vilmar 408, schles. die siede Berndt 128, obersächs. die sæde: gesott, sprewer, paleae Aventin. 1, 396, 6 Lexer, kleibngsot Schmelzl verl. sohn 24b, s. theil 5, 1085, zu gleichem zweck auch kleingeschnittenes stroh, häcksel, häckerling, sowie andere futterstoffe: gsod, palea fit e stramento secto additis minutiis ex foeno etc. Pinicianus prompt. (1516) C 1b; haberstro und rockenstro, gesod darausz geschnitten, mit gesaltznem wasser angemacht. Seuter rossarzn. (1599) 115; wann die maierin dem vieh sowol heu als streu, gesod und gras vorleget. Hohberg 3, 1, 44a. 63b; krautblätter und rubenkräuticht drocknen, vors vieh im winter in ihre gesode (plur.) zu gebrauchen. 1, 134a, das gesott, plur. die gesötter 2, 271a; nesselgesot Schmeller a. a. o.; der leb (löwe) und das rind werden mit einander gesot essen. Aventin. 4, 1098, 20 Lexer; ich (esel) hab nichts zu fressen als leeres gesott und heu. Abr. a S. Clara etwas f. alle 2, 558; das gesöde Zinck öcon. lex. 934; schwäb. das gsod, häckerling, das gsied, der abfall von den ähren beim dreschen Schmid 496, gsod, die fülle für würste Birlinger augsb. wb. 193b; appenz. das gsod, der hühnerbrei, uneig. ein langsamer, linkischer mensch, phlegmatiker Tobler 244b. 22) gesod, m. verstärkung von mhd. sôt, höllenpfuhl: man solt si versenken in den gesod. teufelsnetz 7037. 33) zu nr. 1 das verb. gesötten, gesütten, gesitten, dem vieh gesott anbrühen und füttern Schm., ferner die zusammensetzungen:
2139 Zeichen · 62 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    gesodst. N. (a)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    gesod , st. N. (a) nhd. Kochen E.: s. ge-, *sod L.: Hh 306

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    gesodn.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    gesod , n. , auch gesot, gesott, gesött, gesütt, oberpfälz.-fränk. gsôd, gsîd Schmeller 2 2, 339, tirol. gsôt, gsout Sch…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit gesod

7 Bildungen · 5 Erstglied · 0 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von gesod

ge- + sod

gesod leitet sich vom Lemma sod ab mit Präfix ge-.

gesod‑ als Erstglied (5 von 5)

gesodschneiden

DWB

gesod·schneiden

gesodschneiden , n. das schneiden von häckerling: im jahr 1481 ist das gesodschneiden, mit dem jetzt allenthalben an statt der sprewer das v…

gesodschneider

DWB

gesod·schneider

gesodschneider , m. 1) wie gesotthacker: ein gesprechbüchlein von aim xodtschneider ( var. stroschneider) und aim holtzhawer, von Conr. Dist…

Gesoduron

KöblerGerm

Gesoduron , ON nhd. Gesoduron (in Norikum) Q.: ON (2. Jh.) E.: kelt. Herkunft, s. kelt. *duro-, Sb., befestigter Platz; vgl. idg. *dʰu̯ē̆r-,…

Ableitungen von gesod (2 von 2)

gesōde

MNWB

gesōde unde gebrâde Gesottenes und Gebratenes .

ungesōden

MNWB

° ungesōden , -gesāden , adj. : ungekocht, „ Ghesaden water maket weniger upblasent. wen dat vnghesaden ” (Garde der Suntheit e 5 v ), „ Som…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „gesod". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/gesod/dwb?formid=G11522
MLA
Cotta, Marcel. „gesod". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/gesod/dwb?formid=G11522. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „gesod". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/gesod/dwb?formid=G11522.
BibTeX
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