lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Schulter

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
17 in 17 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
Verweise rein
41
Verweise raus
44

Eintrag · Rheinisches Wb.

Schulter

Bd. 7, Sp. 1887
Schulter das Wort ist allg.; im Rhfrk, Mosfrk auf schülder zurückgehend, u. zwar Rhfrk šilər, –e- [Saarbr -u- Pl. auch šilərə), auch Ottw-Neunk, Wend-Stdt, Kreuzn-Dorsh Warmsr, Goar-OWesel Weiler; -u- u. -e- Kreuzn-Boos Daxw; -u- u. -i-, Pl. šilərə Meis-Meckenb; -o- Birkf-Idar]; Mosfr še·l.ər [-ę- Saarl-Felsbg, Bitb-Kyllbgw; -ē- Zell-Enkirch; -o- Kobl-Metternich Sayn; -- Neuw-Leutesd; -e- u. -o- Saarl-Roden; Saarl-Pachten, Koch-Hambuch, Kobl-Moselweiss -o-; Pl. še·l.ər Pachten; še·l.ərə Hambuch-Moselweiss]; diese umgelautete Form reicht lrhn. bis ausschl. Prüm-KlLangenf, Malm-Hünning, Daun-Wiesbaum u. umfasst noch Aden [Malm, Aden -ø-]; rrhn. reicht sie bis ausschl. kurköln. Neuw, NAltk zur Sieg hin, Wildenburgisch; n. des Umlautgeb. liegt schulder zugrunde, u. zwar NAltk, Siegld šo·l.ər; Rip šo·l.dər seltener šo·l.ər [šō:ldər vielfach in Sieg, MülhRh, rip. Sol, Wippf, Waldbr (Wildbg šō:lər u. -ldər), Gummb-Dieringhsn Nümbrecht; dann noch in Eusk, Dür-Golzh Nideggen, Monsch-Kesternich; šō:dər Bergh-Blatzh; in Bergh-Bedbg, NMonsch, Jül, Dür-Langerwehe Pier (u. šo·l.dər), Aach-Ld šō·ə.(r); šō:r, š·ə.r; Aach-Merkst, Geilk-Gillr šōwər; Eup u. auch Aach šo·u.ər, –ō·u.-]; dieses letztere Geb. mit Ausfall von -ld- setzt sich anschliessend im SNfrk fort, u. zwar südl. Heinsb-Dalh Arsbeck, Erk-Rickelr, MGladb-Hardt Winkel Bettr Neuwerk Giesenk Steinhsn, Neuss-Glehn Grefr šō·ə.r, šō:r; w. Heinsb-Birgelen Luchtenbg Oberbr Porselen Horst, Geilk-Ütterath Tripsr bis Geilk-Hattenr, Heinsb-Waldenr Scheifendahl Schleiden Schafhsn Orsbeck Ophv Effeld šōγər, šōjər; w. davon šōwər; n. einschl. Erk-OKrüchten Tetelr Merbeck, Kemp-Leloh Hehler Naphsn Hausen, MGladb-Beberich Helenabrunn Donk bis Geld-Niederd Herong Wankum Harzbeck, Kemp-Vinkr Grefr Hagenbr (in den geldrischen Orten auch daneben šō:r, in Geld-Straelen Aldekerk Nieukerk Sevelen Schravelen Kevelaer noch šo·u.ər) herrscht šo·u.ər, –ǫ·u.; n. einschl. Kemp-Hagen Klörath, MGladb-Neersen Herrenshf Korschenbr Neersbr Kleinbr, Neuss-Büttgen Stdt herrscht šo·l.dər; in Mörs -ō-, –-; Klev u. Emmerich -ǫ- [Klev-Goch Hommersum šowər]; rrhn. Klevld -o- [Rees-Haldern -u-]; MülhRuhr, Ess-Werden šo·u.lər, dies auch Düss-Ld, Mettm, nfrk. Sol (u. -ldər), Elbf; Barm šo·l.ər; Mettm-Cronenbg, Elbf-Hahnerbg, Remschd -ūəl-; Wermelsk -ō:l-; sonst Lennep -old-; OBerg -old-, –u- [Gummb-Bergneustdt Stdt auch šu·l.ər]; Pl. -rə, –rn; in Geld, Mörs -ldərš, Klevld -ldərs f. [m. Bitb-Dudeld, Trier-Heidenbg, Bernk-Neumag, Aden-Kempenich]: 1. wie nhd., bei Mensch u. Tier; de rechte, de lenke Sch.; beidse Sch.ə; du häs en Paar orndliche bret Sch.ə; en schmal Sch. (hierbei auch Demin. Schölderche); he hät en huh, depe (obhänkig Saarbg-Schoden) Sch. Rip, Allg., — en verzogen Sch. hoch Wittl-Neuerbg; de treck (zehjt) de Sch.ə huh wenn einer krank, bes. schwindsüchtig ist; den ruselt de Sch.ə er zuckt verächtl. oder zweifelnd die Achsel WMosfrk, — schödd de Sch.(ə) Rip, — treck de Sch.(ə) Aach, Nfrk, — schubb de Sch.(ə) MüEif, Köln, MGladb-Hardt, — schuppst de Sch. Wittl-Meerf, — schockelt de Sch. Mörs, — zockt de Sch.n Siegld; do ziehschde de Sch.ə en! davon willst du nichts wissen Rhfrk; de drähj (dreht) de Sch.ə bös en de Uəhre (Ohren) Erk-Rickelr; sek de Sch. uteren (auseinander) fallen Gummb, Allg.; he lüg (lügt) sech en Sch. useren uWupp, Sol; er singt sich de Sch. usenein er singt schlecht Köln-Stdt. An de Sch.ə schuppe die Achseln zucken MüEif; enem de Hangd op en Sch. lege Eup-Raeren, Allg., — op de Sch. kloppe (haue) Geld, Allg.; schmit mech de Sock (Sack) ens op de Sch.! Kemp, Allg.; nemmt et marr op ow Sch.s! nimm es nur auf dich Klev, Allg.; holl de Ben op de Sch.n! beeile dich WEif, Birkf. Idar; ebbes op de leicht Sch. hollen gleichgültig hinnehmen Trier-Stdt; dat arm Minsch (die arme Frau) dreiht och op alle beidse Sch.ə erträgt geduldig viel Leid Rip; der dräht (trägt) op zwei Sch.n will jede Partei zufriedenstellen OBerg, Allg., — de Mantel op beide Sch.s Mörs-Xanten, — Wasser Bitb-Dudeld, Saarbr; wem de Beddelsack of der Sch. warm wor es, der es vor sust neist meh se brauche Birkf-Bundenb; der es bret (kräfteg, stark) in den Sch.n breit, stark gewachsen Gummb, Allg.; dat Märe (Mädchen) hot de Kopp jo ganz en de Sch.ə hocke Rhfrk, Allg. (setzen); he treckt sech en den Sch.n zuckt mit den Achseln NBerg; met de Sch.ə trecken dass. Kemp, — heəve Aach-Merkst; der häldscht möt dem lenke Sch. die linke Sch. ist tiefer als die rechte Aden-Kempenich; äne iwer de Sch.ə angucke (ansehn, –kiken) wie nhd. Rhfrk, Allg.; wen (wegen) dem diht eich net iwer de Sch. kucken es lohnt sich nicht; den Ärm om sing Sch.ə schlage Eup, Allg.; he schmitt et van iəner Sch. op de anger NBerg; töschent (zwischen) de Sch.n der Teil des Rückens zwischen den Sch.blättern; de Kopp t. de Sch.n ziehjen Bitb, Allg. (trecken). — Stück Fleisch des Schlachttieres vom Sch.blatt Allg.; e Schölderche Köln-Stdt. En Stöck van de Sch., dat geht bu (wie) langer, bu doller! aus dem Hochzeitsbitterspr. Rees-Ringenbg. — 2. übertr. a. nach der Seite stehende Bogrebe des Weinstockes Bernk-Wolf. — b. Verdickung am Batzenhalm einer Schere; Schaulers Pl. eine solche Sch. Sol. — c. Bahn für das Aufsetzen der Kegel Goar-Weiler.
5309 Zeichen · 139 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    SCHULTERswstf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +2 Parallelbelege

    SCHULTER swstf. schulter, schulterblatt. ahd. scultarra, scultra, sculdra Graff 6, 490. humerus sumerl. 9,51. scapula da…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schulter

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Schulter , plur. die -n, der erhabene und zugleich breite Theil zu beyden Seiten des Rückens unmittelbar hinter und …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schulter

    Goethe-Wörterbuch

    Schulter ‘Schulder’ 8,339 1 beweglicher, beiderseits des Halses den Brustkorb mit den Armen verbindender Teil des Rumpfe…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schulter

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schulter , bei aufrechter Stellung des Menschen der höchste Teil der Vordergliedmaßen, also der Oberrand des Oberarmknoc…

  5. modern
    Dialekt
    Schulter

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Schulter [ʿSùltər O. U. W.; Pl. ʿSìltərə Dehli. ] f. Schulter (selten, dafür Achs e l Seite 12). ‘Der draht uf zwo Schil…

  6. Sprichwörter
    Schulter

    Wander (Sprichwörter)

    Schulter 1. Auf der schwächsten Schulter ruht oft die schwerste Last. Holl. : Die de zwakste schouders heeft, moet het z…

  7. Spezial
    Schulter

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schul|ter f. (-,-n) ‹anat› 1 sciabla (-les) f. 2 f.pl. (Rücken) sciables f.pl., spiné m. ▬ sich eine Schulter ausrenken …

Verweisungsnetz

75 Knoten, 72 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 8 Wurzel 3 Kompositum 55 Sackgasse 9

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schulter

134 Bildungen · 130 Erstglied · 3 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von schulter

schult + -er

schulter leitet sich vom Lemma schult ab mit Suffix -er.

Zerlegung von schulter 2 Komponenten

schul+ter

schulter setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schulter‑ als Erstglied (30 von 130)

schulterader

DWB

schulte·rader

schulterader , f. : spatula .. schulderader Dief. nov. gl. 344 b ; von der haupt ader, cephalica, diese nennen sie auch humeralem, die schul…

schulterband

DWB

schulter·band

schulterband , n. 1) in der anatomie, die bänder der schulterknochen Campe. 2 ) auch als ausdruck der zimmerleute, s. Mothes baulex. (1863) …

schulterbein

DWB

schulter·bein

schulterbein , n. bezeichnung der knochen, die zusammen die schulter bilden Adelung, scapula Nemnich. Oken 4, 26. 171 : ascella ... de sculd…

schulterblat

Lexer

schulter·blat

schulter-blat stn. BMZ schulterblatt. er sluoc in durch den helm unz an sîn sculterplat Rul. 209,23, durch daʒ schulderblat Karl. 6917. divi…

schulterblatt

DWB

schulter·blatt

schulterblatt , n. breiter dreieckiger knochen, der an der obern seite des rückgrats unmittelbar unter der achsel liegt und diese bilden hil…

schulterblattnerv(e)

DWB

schulterblatt·nerve

schulterblattnerv(e) , m. nerv, der durch den obern ausschnitt des schulterblattes zu den muskeln desselben geht, nervus scapularis. ebenda.…

schulter als Zweitglied (3 von 3)

hebeschulter

DWB

hebe·schulter

hebeschulter , f. die schulter eines zum hebopfer gebrachten thieres, nur in Luthers bibelübersetzung: und solt also heiligen die webebrust,…

Schweinschulter

DRW

schwein·schulter

Schweinschulter, f. Schweinebug, Vorderbein vom ¹Schwein (I); ua. als Abgabe, Reichnis bdv.: Schulter (II) wo aber der zinßherr ... schŭldi…

Ableitungen von schulter (1 von 1)

geschulter

DWB

geschulter , n. , coll. zu schulter: gesculter, palae Dief.-Wülcker 615 .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schulter". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schulter/rhwb?formid=S14456
MLA
Cotta, Marcel. „schulter". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schulter/rhwb?formid=S14456. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schulter". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schulter/rhwb?formid=S14456.
BibTeX
@misc{lautwandel_schulter_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„schulter"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/schulter/rhwb?formid=S14456},
  urldate      = {2026-05-15},
}