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schnupfen

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
21 in 11 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

schnupfen schw.

Bd. 5, Sp. 1371
schnupfen schw.: 1. 'geräuschvoll den Nasenschleim oder Flüssigkeiten in der Nase hochziehen', schnuppe (šnubə) [vereinzelt, lothr. SWPf Christmann Kaulb 19 Kamm 59 Mang 108, Don-Schowe Torscha]; Part. Perf. geschnuppt [Krämer Gal 191], g'schnubbt [Wilde 278 Lambert Penns 138]. Schnupp uf, zieg die Uhr uf!, sagt man zu einem Kind, dem die Nase läuft [Don-Neufutok]. RA.: Der hat der se sch. geb 'Der hat Dich an etwas unangenehmes erinnert' [KL-Bruchmühlb]. Do kannschde dran sch.! 'Nun mußt Du sehen, wie Du mit diesem Problem fertig wirst!' [KL-Reichb]. Volksmed.: Schnupp kalt Wasser, dann hert die Nas uf se blure! [KL-Reichb]. Schnupp warem Wasser, dann vergeht 'r (der Schnupfen) werrer! [KL-Reichb]. Wammer geblokt is mit Ketär (Katarrh), soll mer alle Obed vun seim egne Wasser 'Urin' di Nas nuf schnuppe so as es in de Hals kummt. Mer solls aber rausschpaue [Fogel Beliefs Penns Nr. 1625]. — 2. 'Schnupftabak in die Nase hochziehen' [IB-Ensh (Glass II 58) LU-Altr, Schmitt Billh. 123 Lambert Penns 138 Krämer Gal 191]. Er schnubbt [PS-Rodalb (Bernhard 166)]. Er fangt aa aaⁿ se sch. 'Er fängt auch an, sich das Tabakschnupfen anzugewöhnen' [LU-Alsh]. Meer dun eens sch. [LU-Alsh]. De Tuwak werd geräicht, geschnuppt un gekaut [KU-Schmittw/O]. Minn Grooßbabbe hadd noch e Wooⁿvoll (wagenvoll) geschnubbd, daß war sellmohls soo Moole (Mode)! [IB-Ensh (Glass II 58)]. Wescht, ich sauf halt so arig un schnupp noch dezu [Münch Werke I 437]. Eich sauf un freß' un schnupp un raach [Münch Werke I 487]. RA.: Du derfscht net sch., du hoscht käⁿ Hoer in de Nas, sagt man zu einem Jungen, der schon sch. möchte [LU-Alsh]. Er raacht net, trinkt net, schnuppt net un lebt ganz wie e Sau [KU-Kaulb RO-O'mosch]. Die hot g'schnubbt, sagt man von einer wurmigen Zwetschge [Wilde 278]. SprW.: Schnubb wer will. Awer nit so viel! [verbr. VPf (Wilde 240)]. Wer will sch., der muß duppe in die Bichs (Schnupftabakbüchse), sunscht kriet er nix [KU-Schmittw/O, verbr. VPf (Wilde 240), Bergz (Kamm 116) Theo Geiger in: Feierowend 13/1949 5]; vgl. tupfen 1aβ. Soldatenreim: Wer schickt (schicken2), hot e Maul wie e Sau; wer schnuppt, hot e Nas wie e Sau; wer raacht, der stinkt wie e Sau un wer gar nix treibt, lebt wie e Sau [LA-Rhodt]. — 3. 'verstehen, bemerken, kapieren'. Uf Kerwe hann's die Mäd' geschnuppt, / Der Michel dät se hänns'le [Schandein Ged. 67]. — Südhess. V 673/74; Rhein. VII 1672/73 schnuppen; Els. II 503 schnuppen and. Bed.; Hess.-Nass. III 379/80; Kluge-Seebold22 649.
2528 Zeichen · 57 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    2. Schnupfen

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    2. Schnupfen , verb. reg act. et neutr. welches im letztern Falle das Hülfswort haben bekommt, der Form nach ein Intensi…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schnupfen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Schnupfen häufig -ppen Erkältungskrankheit, Katarrh der Nasenschleimhaut; wiederholt mBez auf Goethes eigene Erkrankunge…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schnupfen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Schnupfen (coryza) , Entzündung der Nasenschleimhaut, Katarrh derselben, verbunden mit öfterm Niesen, Gefühl von Spannun…

  4. modern
    Dialekt
    schnupfen

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    schnupfe n [nùpfə fast allg.; nypə W. ] 1. schnupfen (Tabak oder auch zerriebene Kräuter, Kampfer). Gi b m i r e Pris,…

  5. Spezial
    Schnupfen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    Schnup|fen m. (-s,-) ‹med› ( Atemwegserkrankung, Erkältung, Nasenkatarrh) strüscia (-ies) f. ▬ sich einen Schnupfen hole…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnupfen

17 Bildungen · 10 Erstglied · 6 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schnupfen 2 Komponenten

sch+nupfen

schnupfen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schnupfen‑ als Erstglied (10 von 10)

schnupfenhaft

DWB

schnupfen·haft

schnupfenhaft , adj. : schnupfenhafte zustände; schnupfen verursachend: schnupfenhafter nebel. Göthe an Zelter 6, 195 .

schnupfenhaftet

DWB

schnupfenhaftet , adj. schnupfenbehaftet: träg, faul, und schnupfenhaftet. Göthe 2, 138 Weim. ausgabe.

Schnupf(en)nase

PfWB

schnupfen·nase

Schnupf(en)-nase f. : 1. a. 'durch eine Erkältung gerötete, geschwollene, triefende Nase', Schnuppenas ('šnubə;nās) [ KB-Kriegsf , vereinzel…

schnupfennasz

DWB

schnupfennasz , adj. : um sie todt, auf jeden fall schnupfennasz ( aus dem wasser ) herauszufischen. briefwechsel zwischen Humboldt u. Varnh…

Schnupfen (Subst.)

Wander

schnupfen·subst

Schnupfen (Subst.) Schnupfen (Subst.). 1. Es muss einer bissweilen den Schnuppen haben, das er den Handel nicht rieche. – Lehmann, 790, 13. …

Schnupfen (Verb.)

Wander

schnupfen·verb

Schnupfen (Verb.) Schnupfen (Verb.). 1. Jeder schnupft, und niemand sagt, es stinkt. In der grossen eleganten, wie politischen Welt sieht ma…

schnupfen als Zweitglied (6 von 6)

Heuschnupfen

RDWB1

Heuschnupfen m аллергия на цветение (тж. на травы, пыльцу растений) (а не "насморк")

einschnupfen

DWB

ein·schnupfen

einschnupfen , naribus ducere, vgl. einschnauben : viel taback einschnupfen; den säuerling einschnupfen. Ettners med. maulaffe 829 ; einer e…

stockschnupfen

DWB

stocksch·nupfen

stockschnupfen , m. , schnupfen, der nicht flieszen will ( vgl. 1 stocken, verb. III, 1; als gegensatz der flieszende schnupfen) öcon. physi…

verschnupfen

DWB

versch·nupfen

verschnupfen , verb. 1 1) durch schnupfen aufbrauchen: viel tabak verschnupfen. Campe ; auch viel geld verschnupfen, für schnupftabak veraus…

Ableitungen von schnupfen (1 von 1)

verschnupfen

DWB

verschnupfen , verb. 1 1) durch schnupfen aufbrauchen: viel tabak verschnupfen. Campe ; auch viel geld verschnupfen, für schnupftabak veraus…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schnupfen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schnupfen/pfwb?formid=S04842
MLA
Cotta, Marcel. „schnupfen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schnupfen/pfwb?formid=S04842. Abgerufen 14. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schnupfen". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schnupfen/pfwb?formid=S04842.
BibTeX
@misc{lautwandel_schnupfen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„schnupfen"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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  urldate      = {2026-05-14},
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