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tupfen

ahd. bis Dial. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
17 in 13 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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73
Verweise raus
68

Eintrag · Pfälzisches Wb.

tupfen schw.

Bd. 2, Sp. 629
tupfen schw.: 1. 'berühren, anstoßen', tuppe (tubə) [verbr. WPf NPf], duppe (dubə) [übrige Pfalz], tupfe (dubfə) [Südost-Ecke, vgl. Linie Apfel/Appel auf K. 1]. Zs. ab-, an-, aus-, daneben-, daran-, darauf-, herauf-, her-, herum-, hinauf-, hin-, hinübertupfen. a. sachl. α. 'mit dem Finger leicht berühren', vgl. tippen 1 a; mit de Finger uf eppes duppe [KB-Albish, verbr.]. Er dut sich an die Nas d., um nachzudenken [LU-Altr], an die Stern d., weil ihm das Vergessene wieder eingefallen ist [verbr.]. RA.: 's is gehuppt wie getuppt 'einerlei' [verbr.]. SprW.: Wer will schnuppe, der muß duppe in die Bichs (Schnupftabakbüchse), sunscht kriet er nix [KU-Schmittw/O, verbr. VPf (Wilde 240)]. — β. 'mit dem Finger schnellen'; de Klicker duppe [RO-Imsw]. — γ. '(beim Tabakpflanzen) die Setzstellen markieren', duppe [NW-Haßl]. — δ. 'das Kreuz schlagen', tuppe [Don-Schowe Tscherwk]; vgl. Tupfer 1 b β. — ε. 'an etwas erinnern, etwas erwähnen', vgl. tippen 1 b. Dou därf mer nit dran duppe [LU-Altr BZ-Dernb]. — ζ. s. vertupfen. — b. persönl. α. 'einem einen Schlag versetzen'; aane t. [KU-Kreimb, verbr.]. Syn. s. verhauen. Dich muß ich mol tuppe [KL-Matzb]. Er horrem (hat ihm) uf die Naas, uf de Kopp, uf die Leffel, uf die Stern (Stirn), uf's Hern (Hirn) geduppt [verbr.]. Ich muß d'r e paar tuppe 'paar Ohrfeigen geben' [KU-Adb]. — β. 'einem die Meinung sagen'. Den hab ich emol geheerich geduppt [GH-Schwegh, verbr. bes. VPf]; vgl. tupfsen. Er isch geduppt worre 'ihm wurde ein Fehler vorgehalten' [PS-Erfw]. Sie dun das Kind bestännich tuppe un stuppe 'tadeln' [KL-Hirschhn]. — γ. vom Geschlechtsverkehr. Er hat getuppt [Klein Prov. 201]. — 2. 'mit Tupfen 3 versehen', duppe [FR-Bockh LU-Altr]; vgl. tüpfeln 2, tupfig. De Stoff is getuppt [PS-Schmalbg, verbr.]; geduppte Bergamott, eine Birnensorte [NW-Kallstdt]. — Südhess. I 1849/50; Rhein. VIII 1465/66; Lothr. 112/13; Els. II 704; Bad. I 598.
1948 Zeichen · 74 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    tupfensw. V. (1a)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    tupfen , sw. V. (1a) nhd. betupfen, benetzen ne. stain (V.), moisten ÜG.: lat. lavare Gl Q.: Gl (11. Jh.) E.: germ. *dup…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    tupfenstm., n.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +4 Parallelbelege

    tupfen stm. n. topf Hpt. arzb. 44. Wiesb. gl. 174 u. anm. der tuppen Schm. Fr. 1,614. daʒ duppen Karlm. 6,2. Erf. fzo. 3…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tupfen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Tupfen , verb. regul. act. & neutr. im letztern Falle mit dem Hülfsworte haben, mit der Spitze eines Dinges stoßen oder …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Tupfen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    Tupfen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Tupfen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Tupfen ( Dupfen ), s. Vogelsang .

  6. modern
    Dialekt
    Tupfen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Tupfe n [Tùpfə allg.; Tùpə Lützelstn. ; Typə Wh. ; Pl. ebs., doch Tìpfə Roppenzw. , Tepfə u. Tùpfə Dü. ; Demin. Tîpfli O…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tupfen

13 Bildungen · 4 Erstglied · 6 Zweitglied · 3 Ableitungen

tupfen‑ als Erstglied (4 von 4)

tupfenglich

ElsWB

tupfen·glich

tupfe n glich Adj. gleich bis auf den Tupfen, Punkt, völlig gleich Pfetterhsn.

Tupfens Tüpfiⁿs

Idiotikon

Tupfens Tüpfiⁿs Band 13, Spalte 987 Tupfens Tüpfiⁿs 13,987

tupfen als Zweitglied (6 von 6)

a(n)stupfen

Idiotikon

a(n)stupfen Band 11, Spalte 1186 a(n)stupfen 11,1186

b(e)stupfen

Idiotikon

b(e)stupfen Band 11, Spalte 1187 b(e)stupfen 11,1187

untarstupfen

KöblerAhd

untarstupfen , sw. V. (1a) nhd. untergliedern, unterteilen, durch Punkte unterteilen ne. subdivide ÜG.: lat. terminum communem sumere N Q.: …

Zusammentupfen

Wander

zusammen·tupfen

Zusammentupfen Sie tupfen zusammen. – Mayer, I, 69. Wirken gemeinschaftlich für einen übeln Zweck.

Ableitungen von tupfen (3 von 3)

betupfen

DWB

betupfen , betüpfen , leviter digitis, vel penicillo attingere, betippen: es wird gar bald, wenn wirs nur leicht betüpfen, uns durch die fin…

tupfené

LDWB1

tupfené [tup·fe·nę́] vb.tr. (tupfenëia) betupfen, mit Tupfen versehen.

vertupfen

PfWB

ver-tupfen schw. : 1. 'einen leichten Hieb versetzen', vgl. Tupfen 1. Syn. s. verhauen 1. Ich du der emol ens veʳduppe [ PS-W'fischb ]. — 2.…

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APA
Cotta, M. (2026). „tupfen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/tupfen/pfwb?formid=D05217
MLA
Cotta, Marcel. „tupfen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/tupfen/pfwb?formid=D05217. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „tupfen". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/tupfen/pfwb?formid=D05217.
BibTeX
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