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Tupfen

ahd. bis Dial. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
17 in 13 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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52
Verweise raus
49

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Tupfen

Bd. 4, Sp. 723
Tupfen, verb. regul. act. & neutr. im letztern Falle mit dem Hülfsworte haben, mit der Spitze eines Dinges stoßen oder berühren. Dupfen, tupfen und tüpfen, welche doch im Hochdeutschen nur selten gehöret werden, sind nicht ganz einerley, wovon der Grund theils in dem härtern oder weichern Mitlaut, theils in dem breitern u oder spitzigern ü liegt. Dupfen heißt mit einem stumpfen oder weichen Körper leicht anstoßen, oder berühren, tupfen setzt eine stärkere Berrührung, tüpfen aber nebst derselben ein spitzigeres Werkzeug oder einen spitzigern Theil eines Dinges voraus. Die Wundärzte dupfen mit angefeuchteter Baumwolle auf eine Wunde, sie bedupfen den Beinfraß mit Scheidewasser. Die Kupferstecher tupfen auf die hintere Seite der Kupferplatte, wenn sie mit dem Ballen der Hand darauf stoßen, damit sich der Firniß auf der polierten Seite fein eben ausbreite. Andere bedienen sich statt dessen eines Tupfballens, Franz. tampon. Man tüpfet oder tipfet jemanden, wenn man ihn mit der Spitze des Fingers, oder einem andern spitzigen Werkzeuge, anstößt. Tüpfeln ist davon das Iterativum. Anm. Alle drey sind Nachahmungen des verschiedenen eigenthümlichen Schalles, daher man nicht eigentlich sagen kann, daß eins von dem andern abstamme. Für tüpfen gebrauchen die Niedersachsen tippen und stippen, welches letztere auch tunken bedeutet, die Engländer to tip, und die Schwed. tippa. Tappen bezeichnet eine weit gröbere Art des Berührens, wovon der Grund in dem breitern a und stärkern Blaselaut liegt.
1502 Zeichen · 18 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    tupfensw. V. (1a)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    tupfen , sw. V. (1a) nhd. betupfen, benetzen ne. stain (V.), moisten ÜG.: lat. lavare Gl Q.: Gl (11. Jh.) E.: germ. *dup…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    tupfenstm., n.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +4 Parallelbelege

    tupfen stm. n. topf Hpt. arzb. 44. Wiesb. gl. 174 u. anm. der tuppen Schm. Fr. 1,614. daʒ duppen Karlm. 6,2. Erf. fzo. 3…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tupfen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Tupfen , verb. regul. act. & neutr. im letztern Falle mit dem Hülfsworte haben, mit der Spitze eines Dinges stoßen oder …

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    tupfen

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    tupfen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Tupfen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Tupfen ( Dupfen ), s. Vogelsang .

  6. modern
    Dialekt
    Tupfen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Tupfe n [Tùpfə allg.; Tùpə Lützelstn. ; Typə Wh. ; Pl. ebs., doch Tìpfə Roppenzw. , Tepfə u. Tùpfə Dü. ; Demin. Tîpfli O…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tupfen

13 Bildungen · 4 Erstglied · 6 Zweitglied · 3 Ableitungen

tupfen‑ als Erstglied (4 von 4)

tupfenglich

ElsWB

tupfen·glich

tupfe n glich Adj. gleich bis auf den Tupfen, Punkt, völlig gleich Pfetterhsn.

Tupfens Tüpfiⁿs

Idiotikon

Tupfens Tüpfiⁿs Band 13, Spalte 987 Tupfens Tüpfiⁿs 13,987

tupfen als Zweitglied (6 von 6)

a(n)stupfen

Idiotikon

a(n)stupfen Band 11, Spalte 1186 a(n)stupfen 11,1186

b(e)stupfen

Idiotikon

b(e)stupfen Band 11, Spalte 1187 b(e)stupfen 11,1187

gestupfen

KöblerMhd

ges·tupfen

gestupfen , sw. V. nhd. einstechen E.: s. ge, stupfen W.: nhd. DW- L.: Hennig (gestupfen)

untarstupfen

KöblerAhd

untarstupfen , sw. V. (1a) nhd. untergliedern, unterteilen, durch Punkte unterteilen ne. subdivide ÜG.: lat. terminum communem sumere N Q.: …

Zusammentupfen

Wander

zusammen·tupfen

Zusammentupfen Sie tupfen zusammen. – Mayer, I, 69. Wirken gemeinschaftlich für einen übeln Zweck.

Ableitungen von tupfen (3 von 3)

betupfen

DWB

betupfen , betüpfen , leviter digitis, vel penicillo attingere, betippen: es wird gar bald, wenn wirs nur leicht betüpfen, uns durch die fin…

tupfené

LDWB1

tupfené [tup·fe·nę́] vb.tr. (tupfenëia) betupfen, mit Tupfen versehen.

vertupfen

ElsWB

vertupfe n prügeln Str. ‘Wenn d'Buewe sich verschlaaue ... Dis heisse sie vertupft’ Kettner So sin m'r halt 159.