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Schmetterling

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Schmetterling Der

Bd. 4, Sp. 214b
Der Schmetterling, — es, Mz. — e. 1) * Ein schmetterndes, erschütterndes Ding. So nannte man ehemahls die Ohrfeige einen Schmetterling, weil sie mit schmetternder Gewalt gegeben wird und den Kopf sehr erschüttert. »— so gibstu im ein Schmetterling an ein backen, daß es umbdörmelt.« Kaysersberg. 2) Der Name verschiedener Thiere. (1) Der ersten Gattung der dritten Ordnung der Ziefer mit haarigem Leibe und vier Flügeln, welche dem bloßen Auge bestäubt erscheinen, wirklich aber mit kleinen Schüppchen oder Federchen besetzt sind (Papiliones); auch Tagschmetterlinge, Tagvögel, Tagfalter, weil sie nur am Tage fliegen, Sommervögel, Sommerfalter, Bienenvögel, im Algau Fletersche, von flattern, im N. D. Maivögel, Buttervögel, Butterfliegen, Raupenschmeißer, in Lübeck Ketelböter, im Osnabrückschen Fluchter, im Dithmarsischen Flörlörken, in Schlesien Molkenteller, Molkendieb (s. d.), in Preußen Molkenkäfer, in Baiern Mühlamahler, in einigen Gegenden auch Pfeiffalter. S. Tagschmetterling. Zu derselben Ordnung von Ziefern gehören noch zwei andere Gattungen, die Dämmerungsschmetterlinge oder Dämmerungsvögel (Sphinges L.) und die Nachtschmetterlinge oder Nachtvögel (Phalaenae L.). S. d. Von dem Umstande, daß die Schmetterlinge immer von einer Blume, Pflanze zur andern, von einem Gegenstande zum andern flattern, belegt man mit diesem Namen auch uneigentlich einen leichtsinnigen flatterhaften Menschen, besonders einen solchen Liebhaber, welcher von einer Schönen zur andern flattert. I den schönen Künsten ist der Schmetterling ein Sinnbild künftiger und vollkommener Fortdauer, weil er erst das vollkommene Ziefer ist, welches aus einer Raupe in eine Puppe verwandelt, in welcher er wie in einem Grabe ruhte, aus derselben auskroch, gleichsam aus seinem Grabe auferstand. Dem Umstand, daß der Schmetterling viele Eier schmeißt, d. h legt, (s. Schmeißen und Schmettern), aus welchen die Raupen auskriechen, hat er seinen Namen zu verdanken. (2) Eine blaue und schwarze, schön gezeichnete Art Baumkletten in Amerika. (3) Der bunte Schmetterling, der Name einer Art Napfmuscheln. S. Schmetterlingsflügel 2) (1).
2135 Zeichen · 28 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schmêtterling

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Schmêtterling , des -s, plur. die -e, ein Insect mit vier bestaubten glatten Flügeln und einem haarigen Leibe, desse…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schmetterling

    Goethe-Wörterbuch

    Schmetterling abgekürzt ‘Schmetterl(.)’ (zB 26,360,10 ) u ‘Schm.’ (zB N6,412,19u21 ) in vielen Arten vorkommendes, sich …

  3. modern
    Dialekt
    Schmetterlingm.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Schmetterling m. : 1. 'Tagfalter, Insekt mit zwei Paar großen, oft bunten Flügeln', flattert auf der Suche nach Nektar v…

  4. Sprichwörter
    Schmetterling

    Wander (Sprichwörter)

    Schmetterling 1. Auch der schöne Schmetterling war erst eine hässliche Raupe. – Altmann V, 118. 2. Das ist ein armer Sch…

  5. Spezial
    Schmetterling

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schmet|ter|ling (Lepidoptera) m. (-s,-e) ‹entom› paol (paoi) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schmetterling

40 Bildungen · 35 Erstglied · 4 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von schmetterling 2 Analysen

schmettern + -er + -ling

schmetterling leitet sich vom Lemma schmettern ab mit Suffixen -er und -ling, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Alternativen: schmetter+-ling

schmetterling‑ als Erstglied (30 von 35)

schmetterlingen

DWB

schmetter·lingen

schmetterlingen , verb nach art eines schmetterlings umher flattern, bildlich: er schmetterlingte umher, um sich eine dame für den nächsten …

schmetterlingsart

DWB

schmetterling·sart

schmetterlingsart , f. : ein honigvöglein, weich und zart, ist leichte sinnenliebe. von schmetterlings- und bienenart sind ihre nahrungstrie…

schmetterlingsartig

DWB

schmetterling·s·artig

schmetterlingsartig , adj. : die raschen flatterhaften dirnen, die mit schmetterlingsartigem leichtsinn von einem gegenstande zum andern for…

Schmetterlingsblüte

Meyers

schmetterling·s·bluete

Schmetterlingsblüte , s. Blüte , S. 87, und Tafel »Blütenformen I«, Fig. 15 u. 16; Schmetterlingsblütler , Pflanzenfamilie, s. Leguminosen .

schmetterlingsblume

DWB

schmetterling·s·blume

schmetterlingsblume , f. eine orchideenart, orchis papilionacea Nemnich; Oken gebraucht das wort in allgemeinerem sinne zur bezeichnung best…

schmetterlingsbuch

DWB

schmetterling·s·buch

schmetterlingsbuch , n. ein buch über schmetterlinge, mit abbildungen von schmetterlingen: Lys schlug so unbefangen ein blatt nach dem ander…

schmetterlingsflug

DWB

schmetterling·s·flug

schmetterlingsflug , m. zur bezeichnung eines leichten flatternden fliegens, bildlich: ( er ) hielt für gefangenschaft den schmetterlingsflu…

Schmetterlingsform

GWB

schmetterling·s·form

Schmetterlingsform Bindestrichschr an einen Falter erinnernde Gestalt der Blüte mit charakteristischer Anordnung von Schiffchen, Fahne u zwe…

schmetterlingsherz

DWB

schmetterling·s·herz

schmetterlingsherz , n. bildliche bezeichnung eines flatterhaften, wankelmütigen herzens: selbst für ein schmetterlingsherz, wie das des jun…

schmetterlingslarve

DWB

schmetterling·s·larve

schmetterlingslarve , f. : ein menschenähnliches wesen, gleichsam einen beweglichen umrisz, aus welchem die edlen sinne noch nicht hervorget…

schmetterling als Zweitglied (4 von 4)

Ableitungen von schmetterling (1 von 1)

Schmetterlinge

Herder

Schmetterlinge , Staubflügler (Lepidoptera) , eigene Ordnung der Insekten, mit sehr vollkommener Verwandlung und ausgezeichnet durch die 4 g…