Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch
Schlupf
Schlupf, m.
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die over anderen staet in wette, die en mach niet claghen ende hi moet commen int vorenghedinghe jof int achterghedinghe, eer menne van der zake slop rumpd; maer als tslop III-waerve openghedaen es bi den scouthate, so comt hi te spade, jof hi en came zelve propria persoon1. Hälfte 14. Jh. AardenburgRbr. 224 Faksimile
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'd slop van der vierscarne ghebied ic te rumene up die hogheste boete1. Hälfte 14. Jh. AardenburgRbr. 249 Faksimile
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nachdem ... sollich gesind sich gemainlich der sondern schlupf und abweg befleißt, auch, da sie ... nit rechte sachen füeren, ... so sollen ... alle ... landtwöhren verrigelt ... und allso angericht werden, das man bei der gemainen landtstraß müesse pleiben und die verdachten durch solliche schlupf nit einfallen könden1560 ÜberlingenStR. 513 Faksimile
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wer den boden ansprechen wolte, so weit als sein tachtrauff gehet, solches mit scheid-steinen oder anderen gruͤnden beweisen muͤßte, [weil] ein tachtrauff auf der gassen kein eigenthum macht ... und wann es ein schlupff waͤre, da zween tachtrauff [zwischend zweyen haͤuseren] zusammen giengen, und kein beweiß sonst vorhanden, der plan jedem zum halben gehoͤret1728 Leu,EidgR. II 580 Faksimile
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obgleich ... innert solchen zihlen andre persohnen auch fisfach besitzend, söllend jedoch disere schlüpf und stend innert denselben ihre stell und plätz haben1668 Thun/SchweizId. XI 969 Faksimile
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söllend die ... in etlich hundert sich beloufende stend und schlüpf, darumb die besitzer anders nüt als ihre koufbriefen und hiemit kein oberkeitliche zůlaßung aufzelegen habend, ... abgeschaffet werden1673 BernStR. IX 1 S. 460
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amtsmann zu Thun ... [wird] diejenigen fischer bestellen, welche er nöthig finden wird, dabey aber sollen ... alle stände und schlüpf, als der fischetzen höchst schädlich ... verbotten seyn1784 InterlakenR. 662 Faksimile
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dan soll dye gemeyn dem mistedigen den slop in den hals thun vnder eym mantel vnd das seyll gericht vnd gemeyn glich zu samen vberzehn, vnd dat seyl vmb den paell wynden der under ym stiell staen sall, vnd also den mystetdigen vurgen laissen1535 Untermosel/GrW. II 334 Faksimile
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so führet man ihn aus zu dem gericht auf den berg ... alda soll ein steyl stehen mit einem arm, dann soll die gemeinde dem missethätigen den schlopff in den hals thun unter einem mantel ... und also den missthätigen würgen lassen1588 Untermosel/GrW. II 338 Faksimile
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so einer schluͤpf, fallen oder sonstiges fanggezeug stellet, soll er fuͤrs erstemal 100. ℔ strafe ... erlegen1782 Moser,ForstArch. VI 233
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aller sammet ... soll ... zu tragen verbotten seyn, aussert was an parreten, peruͤssen, auffschlaͤgen der manns-roͤcken, schluͤpffen, angloise und maͤntlen gebraucht wird, bey 20 ℔ buß1715 BernStR. VI 2 S. 957 Faksimile
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zobel, hermelin, ... marter und dergleichen [ist] bey ... 15 thaleren ... verbotten. es bleibet ... vergünstiget, von dergleichen peltzwerck kappen, schlüpf und ... palatines zu tragen1747 BernStR. VI 2 S. 977 Faksimile