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Schlitten

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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17 in 13 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Schlitten

Bd. 7, Sp. 1358
Schlitten das Wort ist allg. (s. u. Selfk), u. zwar Rhfrk -īrə (Demin. -idχ(ə) [Wend-Berschw Erzw Fohren Linden Ilgesh Leitersw Ruthw Schwarzerden, Meis-Raumb -ēr-; Wend-Freisen, Zell-Mastershsn Senhals, Kreuzn-Hergenf, Goar-Basselschd -ir-; Simm-Belth Frankw -ęr-; Saarbr, Ottw-Neunk, Wend-Dickesb Grumb Heimb Winterb, Birkf-Reichw, Meis-Bärenb, Kreuzn-Kirn -īd-; Wend-Ruschbg -ēd-; Kreuzn-Boos Traisen Eckw Rümmelsh Schweppenhsn Sobernh, Birkf-Eckelhsn -id-]; Saar -īdən, Saarl auch -id-, ebenso Merz-Mitlosh Rappw Stdt Wadern, Saarbg-Wehing; Merz-Mettlach, Saarbg durchweg, Trier-Euren Könen Irsch Metzd Wintersd Mesenich Pelling Wasserliesch -it; Minden Welschbillig -īt, dies auch durchweg Bitb [Beiling Hosten Malbg Matzen Orsf Preist Röhl Usch Speicher -īdən] u. SPrüm [Schlausenb Welchenhsn -it, Nimshuschd Schönecken -īdən; Hallschlag -ē-; Prüm-Stdt -i-]; Hochw, Mos ö. Trier, Wittl -īdən [Trier-Filzen Hamm -ed-; Wittl-Bausend Honth Krinkhf OÖffl -id-; Bernk-Mülh -īn; Zell-Liesenich Senhals, Kobl-Kettig Winning -irə, in Koch, Kobl meist -id-; Mallendar -idər; Dieblich -edən; Goar-Ospay -idə, älter -inə]; SDaun, SMay -īdən, NDaun, NMay -id-; Westerw -idər, –irən, –ilən [-inən Neuw-Ehlschd; Altk-Hinhsn Alsd Katzenb NFischb Peterslahr -in; Kötting Sassenr -īn; kurköln. Neuw -idər]; Siegld -ērə [Johannld u. Netphegeb. -erə; Heuslingsgrund u. w. davon, Wilgersd Hickengrund u. o Freier Grund -irə, u. Freier Grund -īrə]; Rip links der Erft in WEusk, WSchleid, Malm, Monsch f., Aach, Jül, WDür -it, –et f.; -it noch in Bergh-Angelsd Balkhsn Brüggen Hüchelhv, Köln-Sinthern, MülhRh-BGladb Flittard Heumar [-ęt f. Aach-Breinig; -ei Bardenbg; Dür-Wissersh -īt; Malm-Mürring -īrə]; sonst Rip -idə, –e- [Aden-Hanneb Heulingshf Welcherath Wollschd -īdə; in Ahrw, OSchleid, Eusk, Rheinb, Bo, Köln, Sieg, MülhRh auch -idər, –e-]; OBerg in Waldbr, Gummb -īən [Sieg-Schreck -ēn]; Wippf -īədən (rip. -id-); NBerg in Lennep -īər (-Stdt -ēnən; Lüttringhsn -īən); sonst -īədən, –ēd- [Sol-Stdt Höhschd -ēnən; Vockert -īə-; Steinbüchel -et f., Dierath, Düss-Stdt -i-]; Eup, SNfrk -it, -e- f., m. [Geilk-Beggend Immend Puffend -its f.; in der Selfk īsštō:l Knabenschlitten, šlitən (aus dem Nhd.) Pferdeschlitten; šlē f. Pflugschlitten; šlēp Eggenschl.]; Klevld (auf sleide zurückgehend) -ai, –E, –āi, –ē f., Pl. -ə(n) Mörs, Geld jünger -itə [Rees-Stdt -īr; Bienen -et; Dinsl-Gahlen -ēn; Millen -ēj'ən] bei -t im Sg. -də(n); NBerg auch -dənts) m. (f. s. o. im einzelnen): 1. wie nhd. a. der Kinder- oder Rodelschl.; er besteht aus zwei glatt gehobelten Seitenbrettern; diese sind durch den aus lückenlos zusammengefügten Querbrettern bestehenden Sitz verbunden. Die Seitenbretter sind auf der Unterkante mit einem flachen oder halbrunden Eisen bis vorn zur Spitze hin beschlagen. Das Eisen schützt das Holz vor schneller Abnutzung und bezweckt auch ein leichteres Gleiten des Schlittens; im vordersten Sitzbrett ist in der Mitte ein Loch eingebohrt, worin ein Strick befestigt ist, der dem Schlittenfahrer zum Lenken dient, wobei er seine eigenen Füsse als Hilfe benutzt, indem er sie bald mehr oder weniger gegen den Boden stemmt oder ganz in die Höhe hebt, bald gleichzeitig, bald das rechte oder linke Bein einzeln in der geschilderten Weise auf den Boden aufsetzt, je nach dem Lauf und der Neigung der Fläche, über die der Schlitten dahingleitet. Hin und wieder sieht man auch eine Art Hörnerschlitten, bei dem aber die beiden Hörner schräg zusammenlaufen und an der Verbindungsstelle nach vorn zu einer Spirale oder zu einem Kreis umgebogen sind; solch einen Schlitten nennt der Volksmund Gans (so im Hunsr); Bockschl. kleiner Kinderschl. OBerg; Isschl. Dinsl; anderswo benutzt der Junge zwei Handstöcke, unten mit Eisenspitze versehen, mit denen er in den hart gefrorenen Schnee oder das Eis hineinbohrt u. vorandrückt (s. Pieke, Priel); Schl. fahren (ritsche »rutschen« Saarbr-Feching), seltener met dem Schl. f., der Schl. bockt wenn er nicht voran will Allg. RA.: Se kome vanənanner wie der Bach (Eigenname) un se Schl. Birkf-Idar. Sak (soll ich) mit di ens Schl. fahren? mit dir ein Wörtchen unter vier Augen sprechen, dich mal vornehmen, prügeln Gummb-Schwarzenbergisch. — b. grosser Schl., der von Pferden gezogen wird und mit dem man bei schönem Winterwetter spazieren fährt, also eine šlīrəbardī micht, Perds-, Gaulschl. Allg. [nicht überall bekannt; gegenüber šlīre 1 a šlidə Kreuzn; šlē : šlit Mörs-Wallach; īsštō:l : šlitə Selfk]. — c. das Untergestell mit eisenbeschlagenen Kufen, auf das der Oberbau des Bauernwagens aufgesetzt wird, das also im Winter, wenn alle Wege mit Schnee bedeckt sind, an die Stelle der Räder mit Achsen u. Langfurt tritt. Wenn alle Wege verschneit sind, wäre mit dem Radfuhrwerk nicht mehr vorwärts zu kommen Rhfrk. In gleicher Weise wurden auch die früheren Postkutschen nach starkem Schneefall im Winter auf ein Schlittenuntergestell aufgesetzt, pos-šlirə.d. bān-šlīrə Bahnschlitten, d. h. der Schneepflug, der bei Schneeverwehungen die Landstrassen vom Schnee befreit und so für den Verkehr die Bahn frei macht Rhfrk. — 2. übertr. a. Fahrzeuge anderer Art, nicht im Schnee benutzt. α. kleiner Kastenwagen, vorn ein Gestell wie ein Schl., hinten zwei Räder; faəhr de Sak Äppel mat dem Schl, holen! mosfrk. Saar. — β. schl.artiges Gestell, auf dem der Pflug oder die Egge aus dem Felde gefahren wird, Plug-, Egteschl. Rhfrk, Mosfrk, Rip, bes. in Malm, Schleid, Ahrw, Aden, Eusk, Sieg, Berg in Gummb, Lennep, Mettm, Sol; für die Egge (Schleip für den Pflug) Selfk, Mörs, Klev. — γ. Förderbehälter, auf hölzernen Schienen, in der Bergmspr. Saargeb. — δ. son alen Schl. verächtl. altes Fahrzeug, Auto Berg, Verbr. — b. an Geräten. α. Gleitschiene, an der z. B. der Kettenzug eines Baggerwerkes hinaufgleitet, in der Bergmspr. Siegld, Altk. — β. dass. im Kopf der Zahnmaschine bei der Sägefabrikation Remschd. — γ. Schlittche kleine Winkel aus Zinkplatten in der Papiermaschine, in die das Papier beim Sortieren gelegt wird Dür-Winden. — c. Kaffischlettche Untersatz aus Holz für die schwere u. heisse Kaffeekanne, bestehend aus einem Gestell mit einem um eine Achse drehbaren Brett; beim Eingiessen wird die Kanne, ohne aufgehoben zu werden, mit dem Brett vornüber gekippt Siegld. — d. mehr übertr. α. der beim Pflügen umgewandte Erdstreifen Mos von Trier bis Bernk. — β. verächtl. Pl. grosse, plumpe Schuhe Merz-Haustdt, Wittl-Binsf, Daun-Strohn. — γ. irdene Mutzpfeife mit schräg stehendem Kopfe; en erde Schl.; der hät den ganzen Dag senge Schl. en der Mul Sieg-Ittenb, Neuw-Etschd. — δ. persönl. verächtl. e lange Schl. hoch aufgeschossener, hagerer, schleppend gehender Kerl Saarl-Piesb, Trier-Geisf Mettnich, Bernk-Wederath.
6797 Zeichen · 120 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schlitten

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Der Schlitten , des -s, plur. ut nom. sing. ein Fuhrwerk ohne Räder, welches auf zwey Kufen oder vorn gekrümmten Balken …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schlitten

    Goethe-Wörterbuch

    Schlitten ‘Schliten’ B4,183,9 ; zweimal Zusammenschr ‘schlittenfahrend’ mit Kufen versehenes Fahrzeug zum Gleiten auf Sc…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schlitten

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Schlitten , im Maschinenwesen ein Maschinenteil, der sich, in Nuten geführt, in einer Horizontal- oder Vertikalebene bew…

  4. modern
    Dialekt
    Schlitten

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Schlitte n [ʿSlìtə u. ʿSletə allg. ] m. 1. Schlitten. Wënn numme Schnee dät lije n , d ass m i r S. könnte n fa h re n !…

  5. Sprichwörter
    Schlitten

    Wander (Sprichwörter)

    Schlitten 1. Auf dem Schlitten ist englisch Fahren und teuflisch Umwerfen. Poln. : Na saniach anielskie wożenie, ale dja…

  6. Spezial
    Schlitten

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schlit|ten m. (-s,-) 1 (Pferdeschlitten) slita (-tes) f. 2 (Rodel) liösa (-ses) f. ▬ Schlitten fahren jí cun la liösa; f…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schlitten

103 Bildungen · 90 Erstglied · 12 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schlitten 2 Komponenten

sch+litten

schlitten setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schlitten‑ als Erstglied (30 von 90)

schlittenbahn

DWB

schlitten·bahn

schlittenbahn , f. bahn auf dem eise oder im schnee für schlittschuhläufer und schlitten, via super nive trahis trita Frisch 2, 200 c ; schl…

schlittenbalken

DWB

schlitten·balken

schlittenbalken , m. 1) bezeichnung der schlittenkufen. 2) beim schiffbau die beiden balken, auf denen der schlitten ( s. schlitten 4, h ) m…

schlittenbaum

DWB

schlitten·baum

schlittenbaum , m. 1) schlittenkufe Jacobsson 3, 630 b . 2) holzart, die sich wegen ihrer härte besonders zum bau von schlitten eignet. Behl…

schlittenbein

DWB

schlitten·bein

schlittenbein , n. , sletebeyn Nesselmann deutsch-preusz. vocab. 13 b , bezeichnung der balken, die den sitz des schlittens mit den kufen ve…

schlittenboot

DWB

schlitten·boot

schlittenboot , n. ein mit schlittenähnlichem gestell versehenes boot, welches auch auf eisflächen nach art eines schlittens benutzt werden …

schlittenbremse

DWB

schlitten·bremse

schlittenbremse , f. eine am wagengestell zwischen den rädern angebrachte vorrichtung, welche beim bremsen gegen die schienen gepreszt wird …

schlitten als Zweitglied (12 von 12)

Egeschlitten

Adelung

ege·schlitten

Der Egeschlitten , des -s, plur. ut nom. sing. eine hölzerne Schleife, die Egen damit auf das Feld und wieder nach Hause zu führen.

Fuhrschlitten

Adelung

fuhr·schlitten

Der Fuhrschlitten , des -s, plur. ut nom. sing. ein Schlitten zur Fortschaffung schwerer Sachen; zum Unterschiede von einem Rennschlitten.

handschlitten

DWB

hand·schlitten

handschlitten , m. mit der hand zu ziehender schlitten. — Ein mann spricht zu seinem weibe: sag mir, pist nur anders doch, dan ein handschli…

Mörderschlitten

DRW

mörder·schlitten

Mörderschlitten, m. "Schlitten, auf dem Mörder zur Richtstätte geschleppt wurden" SchweizId. IX 775 1563 SchweizId. IX 775 Faksimile

schellenschlitten

DWB

schellen·schlitten

schellenschlitten , m. mit schellen behangener oder von schellen tragenden pferden gezogener schlitten. Adelung : wie wir nun mit den schiff…

stachelschlitten

DWB

stachel·schlitten

stachelschlitten , m. ein niedriger schlitten der spielenden knaben, im winter auf schnee oder eisz zu fahren, und sich fortzuschieben oder …

stechschlitten

DWB

stech·schlitten

stechschlitten , m. , wie oben stachelschlitten ( sp. 400), ein schlitten, welcher über die schnee- oder eisfläche mittelst einer stachelbew…

Stei(n)schlitten

Idiotikon

Stei(n)schlitten Band 9, Spalte 778 Stei(n)schlitten 9,778

wurstschlitten

DWB

wurst·schlitten

wurstschlitten , m. , vor allem im 18. jh. für einen dem wurstwagen ( s. d. ) bzw. der wurst ( s. d. B 3 a) entsprechend konstruierten schli…

Ableitungen von schlitten (1 von 1)

Geschlitten

RhWB

Ge-schlitten Prüm-Nimsreuland m.: Pflug- u. Eggenschlitten.