Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
schimmern
schimmern
schimmern Vb. ‘schwach leuchten, glänzen, leicht funkeln’ (15. Jh.), durch Luther verbreitete Iterativbildung zu einem in niederrhein. schimmen (um 1300), md. schemen (15. Jh.) ‘blinken, funkeln’ belegten Verb. Entsprechende Bildungen sind mnd. schēmeren ‘schattig bzw. dunkel sein, werden oder machen’, mnl. scēmeren ‘mit einem Schatten bedeckt sein’, nl. schemeren ‘dämmern’, aengl. scymrian, engl. to shimmer ‘flimmern, schimmern’. Alle stellen sich wie Schemen und wohl auch Schimmel (s. d.) mit m-Suffix zu der unter scheinen (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *sk̑āi-, *sk̑ī- ‘gedämpft schimmern’. – Schimmer m. ‘matter Glanz, mattes Leuchten, schwacher Schein’ (17. Jh.), Rückbildung aus dem Verb.