Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch
scheuen
scheuen, v.
auch refl.: vor etw. zurückschrecken
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darmit ... solke böse daeden vorbleven, und den rechten handdeder mit gebürender straffe ane schuwent und gnade nagetrachtet würdevor 1531 RügenLR. Kap. 117 § 1 Textarchiv: RügenLR. Kap. 117
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dieweil auch etliche in solche vermessenheit außbrechen, das sie nit scheuhen, ihren nebendt menschen etwan vmb geringer sachen wegen in das josephatsthal zu laden1647 SchweizArchVk. 15 (1911) 46
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jenige ehrvergessene personen, ... die ... gewaltsame nothzucht ... zu begehen kein scheuens tragen1717 BaselRQ. I 2 S. 727 Faksimile
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nachdeme einige leute ... sich nicht scheuen den allerheiligsten namen gottes zu hoͤchstsuͤndlichenn seegensprechungen und wahrsagen zu mißbrauchen18. Jh. Walch,Beitr. II 285 Faksimile
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wer ... der vorgeschriben dinge deheines fürbreche, den sollent meister und knehte an alle stete schühen und nüt für gůt haben1390 Schmoller,StraßbTucherZft. 14 Faksimile
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omme alle debaten, discorden ende ghedinghen ... te scuwene1401 AardenburgRbr. 301 Faksimile
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na der tyt salmen den misdader niet haten, off sonderlinge wrake an doen; ende de misdader moet ook den gehoenden vrenden wat schuwen1470 Richth. 275 Faksimile
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en wolde die gast der saken anden rade nijet bliuen so solde die gast onse stat ende borger schuwen nader sonnen2. Hälfte 15. Jh. KampenStR. I 138 Faksimile
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[beim Schneiderhandwerk:] sie baid soͤlten solicher schimpffreden nit entgelten, vnd jr kainer darumb geschuhen werden1506 MittGMus. 1 (1884/86) 52