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Schaufel

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
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15 in 13 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Schaufel

Bd. 3, Sp. 114
Schaufel 1. Die Schaufel, die dem Pferde sein Grab gräbt, wird's auch seinem Herrn graben. Dem Tode kann keiner entgehen. Heute der Knecht, morgen der Herr; vor dem Tode sind wir alle gleich. 2. Die Schaufel lacht über den Schmied. 3. Die Schaufel macht keinen Bauer, die Lanze keinen Ritter. – Winckler, XVI, 44. 4. Mit Schaufeln vnd Spaten bezahlt mancher, aber es soll einer nichts davon in Beutel stecken. – Petri, II, 479. 5. Schaufel und Pflug zerstören unsere Vorfahren. 6. Wer die Schaufel eine Schüppe nennt, wird damit auf den Kopf geschlagen. Holl.: Die eene schop eene schop noemt, wordt er well meê op den kop geslagen. (Harrebomée, II, 258b.) 7. Wer mit der Schaufel arbeitet, kann keine Seide spinnen. Holl.: Die met de schop werkt, wil altijd steken. (Harrebomée, I, 258b.) 8. Ebbes uf der Schûfla hô. (Vorarlberg.) – Frommann, III, 303. Etwas begangen haben und dafür der Bestrafung gewärtig sein müssen. 9. Énen die Schüffel geben. Soviel wie den Korb; einen Freier abweisen. Im Dithmarschen: Se hefft (haben) die Schüffel bekommen. Schüffel, bei den alten und neuern Dithmarsen eine abschlägige Antwort des Mädchens (s. Korb). Wenn in einem Hause von den Brautwerbern Anspruch um ein Mädchen geschah und ihnen nach der ersten Unterredung eine Zeit zur Wiederkunft bestimmt worden war, so nahm man im Hause sich in Acht, dass nicht etwa eine Schaufel oder dergleichen bei der Hausthür ihnen aufstiess, weil dies die abgeschickten Boten für ein Zeichen der Weigerung nahmen. Wenn man im Gegentheil einen Freier vermuthete, der nicht angenehm war, so stellte man im Hause der verlangten Jungfrau zur Zeit, wenn man ihn erwarten durfte, eine Schaufel hinter die Thür, wodurch dem Kommenden der Antrag und der Verdruss der abschlägigen Antwort erspart wurde. Daher die obige Redensart soviel wie: Einem den Korb (s.d. 27) geben; er hat den Korb bekommen. Schüffeln, abschüffeln = einen Freier abweisen. (Schütze, IV, 76.) 10. Er geht mit der Schaufel auf dem Rücken. Muss sich sein Brot mit schwerer Arbeit sauer verdienen. Holl.: Hij gaat met de schop op den rug. (Harrebomée, II, 258b.) 11. Er hat etwas auf der Schaufel. (Rottenburg.) Eine Schuld abzubüssen. 12. Er hat Schaufel und Spaten in den Winkel gestellt. Hat so viel erworben, dass er in Ruhe geniessen kann. Holl.: Hij gift schop en spade weder terug. (Harrebomée, II, 258b.) 13. Er hat Schaufel und Spaten mitgebracht. Er wird wol hier sterben. Holl.: Hij heeft schop en spade medegebragt. (Harrebomée, II, 258b.) 14. Er wird mit der Schaufel bezahlen. Wenn er todt ist, d.h. gar nicht. 15. Hei hoat Schüppen an den Fingern, hei kann der siyne beste Môr (Grossmutter) met ut der Erde krassen. (Westf.) Seine Fingernägel sind ungebührlich lang. 16. Schauflen für den arss schlagen. – Murner, Schelm., 40. Von den Undankbaren, die aller Wohlthaten vergessen und Gutes mit Bösem vergelten. »Vmb guts gen böss, kein danck nit sagen, die schauflen für dz arssloch schagen.« – »Das gibt der schelm jn beide lohn, ... das sie sich billig klagen, er hab jn beid d' schauffeln gschlagen.« (Murner, Schelm., in Kloster, I, 876.) 17. Se hefft de Schüffel bekamen. (Holst.) – Schütze, IV, 77. Man fragt auch wol scherzweise: Sünd em de Schênen ôk blau? [Zusätze und Ergänzungen] 18. Die Schaufel häuft an, der Spaten wirft auseinander. – Schuller, 48. 19. Einem mit der Schaufel nachschlagen. – Mathesius, Sarepta, CCIIa. D.i. ihn begraben.
3445 Zeichen · 98 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schaufel

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Die Schaufel , plur. die -n, Diminut. das Schäufelchen, Oberd. Schäuflein, ein Wort, welches so wohl den Begriff der Flä…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schaufel

    Goethe-Wörterbuch

    Schaufel Kleinschr B2,203,17 Werkzeug, Gerät zum (breitflächigen) Aufnehmen u Bewegen lockeren, auch flüssigen Materials…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schaufel

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schaufel ( Schippe, Schüppe ), spatenförmiges Werkzeug aus Holz oder Eisen zum Aufnehmen und Fortschaffen loser, auch fl…

  4. modern
    Dialekt
    Schaufelf.

    Lothringisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Schaufel [šaufəl, Pl. –ən, Demin. šaifəltχən D. Si. ] f. 1. kleine Sehaufel. — 2. Kelle. s. a. Schufel.

  5. Sprichwörter
    Schaufel

    Wander (Sprichwörter)

    Schaufel 1. Die Schaufel, die dem Pferde sein Grab gräbt, wird's auch seinem Herrn graben. Dem Tode kann keiner entgehen…

  6. Spezial
    Schaufel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schau|fel f. (-,-n) 1 (Schippe) badí badis) m. 2 (Schaufel voll) badí (badis) m. 3 (Wurfschaufel) vëntora (-res) f. 4 (O…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schaufel

67 Bildungen · 51 Erstglied · 15 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schaufel 2 Komponenten

schau+fel

schaufel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schaufel‑ als Erstglied (30 von 51)

schaufelband

DWB

schaufel·band

schaufelband , n. 1) mhd. schûvelbant, band von eichenholz zu einer radschaufel: fur ein eichen schauffelpant zu dem segrat oder einem malra…

schaufelbbeite

DWB

schaufelbbeite , f. im mühlenwesen die von der dicke des wasserstrahles abhängige breite der schaufeln des wasserrades. Jacobsson 3, 554 b .

schaufelbein

DWB

schaufel·bein

schaufelbein , n. 1) das dritte paar beine bei den bienen, weil in diesen eine höhlung sich befindet, in welche sie das blumenmehl packen. 2…

schaufelblatt

DWB

schaufel·blatt

schaufelblatt , n. 1) ein schaufelförmiges blatt. Campe. 2) im mühlenbau ein am togzapfen angebrachtes stück eisen. Jacobsson 3, 554 b .

schaufelbohrer

DWB

schaufel·bohrer

schaufelbohrer , m. im bergbau ein groszer hohler bohrer von schaufelartiger gestalt, womit die röhren zu den kunst- und wasserwerken ausgeb…

schaufelbügel

DWB

schaufel·buegel

schaufelbügel , m. : ein aar vor Tayget schwang über mir die flügel, indesz mein türkisch ross mit blankem schaufelbügel aus einem marmorkna…

schaufelbürger

DWB

schaufel·buerger

schaufelbürger , m. , gleichbedeutend mit pfahlbürger, ursprünglich wol ein mit der schaufel arbeitender tagelöhner. Campe. die pfahlbürger …

Schaufelbürger

DRW

schaufel·bürger

Schaufelbürger, m. im Umkreis einer Stadt wohnende und (mehr oder minder eingeschränkt) an deren Bürgerrecht teilhabende Person bdv.: Pfahlb…

schaufelente

DWB

schaufel·ente

schaufelente , f. name der moderente, bergente ( anas marila ) Nemnich. Behlen lex. d. jagd- u. forstk. 5, 467 .

Schaufelgeld

DRW

schaufel·geld

Schaufelgeld, n. I Geldreichung an die Bierbrauer soll der brauermeister bey jedem brauen weder vor sich noch seine knechte einiges schuͤrtz…

schaufelhirsch

DWB

schaufel·hirsch

schaufelhirsch , m. hirsch, der ein in eine breite tafel verwachsenes geweih hat. Oken 7, 1294 ; tannen- und damhirsch wegen des starken sch…

schaufelhose

DWB

schaufel·hose

schaufelhose , f. in der bergmannssprache eine hose, d. h. ein fasz mit süszem wasser, worin man die heiszen salzschaufeln abkühlt. Jacobsso…

Schaufelig

Campe

Schaufelig , adj . u. adv . Schaufeln habend, mit Schaufeln versehen.

schaufelkunst

DWB

schaufel·kunst

schaufelkunst , f. eine art wasserkunst, einen teich vermittelst umgetriebener schaufeln auszuschöpfen Campe, schaufelwerk Jacobsson 3, 555 …

Schaufelkäfer

Herder

schaufel·käfer

Schaufelkäfer (Cychrus) , Gattung Käfer aus der Abtheilung der Pentameren, mit eiförmig gewölbtem Körper, der schmale Kopf rüsselförmig verl…

Schaufelmeister

DRW

schaufel·meister

Schaufelmeister, m. für die Straßenreinigung zuständ. Stadtbediensteter scheifelmaister 1542 ZSchwabNeuburg 46 (1926) 60

schaufelmorchel

DWB

schaufel·morchel

schaufelmorchel , f. spatularia, benannt nach der schaufelförmigen, am stil herablaufenden keule. Oken 3, 123 , als unterart gelbliche schau…

schaufel als Zweitglied (15 von 15)

Gießschaufel

Adelung

giess·schaufel

Die Gießschaufel , plur. die -n, in der Haushaltung, ein Gefäß in Gestalt einer Schaufel, flüssige Körper damit auszuschöpfen.

grabschaufel

DWB

grab·schaufel

grabschaufel , f. , mit graben, vb., komponiert. nur vereinzelt mit fugenvokal grabeschupfel (15./16. jh. ) Diefenbach gl. 244 c ; grabe-sch…

H_s;rdschaufel

Adelung

Die H_s;rdschaufel , plur. die -n, in den hohen Öfen, eine eiserne Schaufel, den Herd damit rein zu halten.

kornschaufel

DWB

korn·schaufel

kornschaufel , f. furcillae. Maaler 249 c , breite schaufel zum umstechen des getreides ( vgl. kornrührer ) Adelung.

ladeschaufel

DWB

lade·schaufel

ladeschaufel , ladschaufel , f. schaufelförmiges gerät zum laden von kanonen, feuerwerkkörpern und minen: jedes ( geschütz ) mit seiner zuge…

Lschschaufel

Adelung

Die L—schschaufel , plur. die -n, in dem Hüttenbaue, eine Schaufel, womit die Lösche, d. i. der Kohlenstaub, auf den Herd getragen wird.

ofenschaufel

DWB

ofenschau·fel

ofenschaufel , f. misellus, ovenschufel Dief. nov. gloss. 254 a (15. jahrh. ); ofenschaufel, infurnibulum Stieler 1782 .

schöpfschaufel

DWB

schoepf·schaufel

schöpfschaufel , f. schaufel mit hohem seitenrande, um wasser aus einem raume zu schöpfen Adelung. Jacobsson 4, 37 b .

schürschaufel

DWB

schuer·schaufel

schürschaufel , f. feuerschaufel Schröer 289 a , besonders im hüttenwesen eine breite schaufel damit die ofen - brüche aus dem ofen genommen…

worfschaufel

DWB

worf·schaufel

worfschaufel , f. , dasselbe wie worfelschaufel ( s. d. ). worffschufel (15. jh. ) Diefenbach gloss. 98 c ; 222 c s. vv. captiva, faga; wurf…

wurfschaufel

DWB

wurf·schaufel

wurfschaufel , f. 1 1) kurzstielige holzschaufel zum worfeln des getreides; ahd. uuorphscûuala Tatian 13, 24 S.; ventilabrvm wo r fscvfela, …

Ableitungen von schaufel (1 von 1)