Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Ruck m.
Ruck m.
Ruck m. ‘durch einen plötzlichen Stoß, Zug ausgelöste schnelle, kurze Bewegung’. die Substantive ahd. ruc (um 1000; vgl. auch framruc ‘Fortschritt’, 9. Jh.), mhd. ruc ‘schnelle Ortsveränderung, Fortbewegung’, mnd. ruck, nl. ruk, anord. rykkr, schwed. ryck, dän. ryk ‘Ruck’ gehören zu den unter rücken (s. d.) behandelten Verben. Vgl. die Fügung in einem Ruck ‘plötzlich und ohne Halt’ (16. Jh.), heute häufig mit einem Ruck ‘auf einmal, plötzlich’, ferner die Wendung sich einen (inneren) Ruck geben ‘sich zusammenreißen, sich überwinden, etw. gegen seine Neigung zu tun’. Vom Substantiv neu abgeleitet ist 1rucken Vb. ‘Rucke machen, sich in kurzen Stößen, Schüben, Zügen fortbewegen’ (18. Jh.) und anrucken Vb. ‘mit einem Ruck, unvermittelt anfahren’ (19. Jh.). Dazu das landschaftlich, besonders nordd. und md. gebrauchte Iterativ ruckeln Vb. ‘leichte Rucke machen, sich stoß-, schubweise fortbewegen’. ruckweise Adv. ‘in Rucken, stoßweise’ (17. Jh.; anfangs auch mit Umlaut rückweise).