Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Patron m.
Patron m.
Patron m. ‘Schutzherr, Schutzheiliger, Stifter, Förderer’. Aus zu lat. pater ‘Vater’ gebildetem lat. patrōnus ‘Schutzherr, Beschützer, Vertreter, Verteidiger, Advokat’, mlat. auch ‘Schutzheiliger, Eheherr’, wird mhd. patrōn(e) ‘Schutz-, Schirmherr’ (in bezug auf Christus) entlehnt. Danach gewinnt Patron in verschiedenen Bedeutungen rasch an Verbreitung, vgl. ‘Schutzheiliger, Schutzherr einer Kirche, einer Stiftung’ (14./15. Jh.), ‘Schiffseigner, Kapitän’ (vielleicht unter Einfluß von ital. padrone), ‘Handelsherr, Hausherr’ (15. Jh.), ‘Gönner, Förderer, Anwalt, Sachwalter, Rechtsbeistand’ (16. Jh.). Wohl aus dem Gebrauch des Wortes für wunderliche Schutzheilige gehen attributive Fügungen wie pfiffiger, schlauer, sauberer, schlechter Patron hervor (seit 18. Jh.), an die sich, zumal in der Umgangssprache, abschätzige Bildungen wie übler, liederlicher, widerlicher Patron anschließen.