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Oft

as. bis spez. · 21 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
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27 in 21 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Oft

Bd. 3, Sp. 588
Oft, - öfter, am öftesten, adv. 1) Mehr als Ein Mahl, ohne den Nebenbegriff der Vielheit; mehrmahls. Ein gutes Wort richtet oft mehr aus, als ein böses. Man sagt oft ein Wort, welches man nicht so meinet. Besonders mit den Partikeln wie und so. Wie oft? Antw. Nur Ein Mahl, zwey Mahl, drey Mahl u. s. f. Erinnere ihn daran, so oft du ihn siehest. Ich sehe[] ihn öfter als du, Cajus aber am öftesten. Eine Übermaße von Freude verursacht den Tod öfter als man wohl denkt. 2) In engerer Bedeutung, mit dem Nebenbegriffe der Vielheit; vielmahls. Unverhofft kommt oft. Ich habe es dir schon oft gesagt. Es geschiehet oft, daß man nicht weiß was man sagt. Schreibe mir fein oft. Das habe ich schon oft gehöret. Ich habe dich oft genug gewarnet. Nicht oft. Gar oft, sehr oft. Mehr als zu oft, sehr oft. Das geschiehet nur mehr als zu oft. Ich habe dir es schon so oft gesagt, sehr oft. Wie oft habe ich zu dir hingeseufzet? Dusch. Denn oft, wenn wir im Schatten bey der Herde sitzen, dann reden wir von dir, Geßn. Wer oft schwöret, sündiget oft, Sir. 23, 12. Anm. Schon im Isidor, bey dem Kero, Ottfried u. s. f. ofto, bey dem Ulphilas ufta, im Angels. und Isländ. oft, im Dän. und Schwed. ofte, ofta, im Engl. often. Es ist aller Anschein vorhanden, daß es mit dem Angels. und Engl. eft, dem Goth. aftra, dem Isländ. aptur, und dem Griech. αψ und αυθσι, wiederum, nochmahls, zu dem Geschlechte des im Hochdeutschen veralteten aber, wiederum, gehöret. Das Lat. saepe, unterscheidet sich von der Stammsylbe ab, of, bloß durch den zufälligen Zischlaut. Ehedem war es auch als ein Beywort üblich, wofür im Tatian oftiga vorkommt. Statt des Beywortes gebrauchen wir jetzt das folgende öfter und oftmahlig. Der Superlativ am öftesten, und in einigen Gegenden zum öftesten, ist analogisch völlig richtig, er wird aber doch im gemeinen Leben öfter gebraucht, als in der edlen Schreibart.
1872 Zeichen · 49 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    oftAdv.

    Köbler As. Wörterbuch

    oft , Adv. nhd. oft ne. often (Adv.) ÜG.: lat. (frequens) H, (quotiens) H Hw.: vgl. ahd. ofto Q.: Gen, H (830) E.: germ.…

  2. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    oftAdv.

    Köbler Ae. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    oft , Adv. nhd. oft, häufig ÜG.: lat. creber Gl, frequens Gl, nonnullus Gl, saepe Gl, (solere) Vw.: s. for-, -rǣde Hw.: …

  3. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    oft

    Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)

    oftîgAWB adj., im T, OT: ‚mehrfach; fre- quens‘. Deadverbiale Bildung mit dem Fortset- zer des Suff. urgerm. *-iǥa-. S. …

  4. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    oftKonj.

    Köbler Mhd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    oft , Konj. Vw.: s. of

  5. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    oftAdv.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    oft , Adv. nhd. oft, häufig Hw.: vgl. mhd. ofte, mnl. oft Q.: Stammler LB. 21 E.: s. as. oft, Adv., oft; s. germ. *ufta,…

  6. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Oft

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Oft , - öfter, am öftesten, adv. 1) Mehr als Ein Mahl, ohne den Nebenbegriff der Vielheit; mehrmahls. Ein gutes Wort ric…

  7. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    oft

    Goethe-Wörterbuch

    oft auch -ff-; gelegentl ‘of(f)te’; komp ‘öf(f)ter’, einmal ‘offters’ T1,74,16 , superl ‘am o-esten’ 49 1 ,196,8 ; einma…

  8. modern
    Dialekt
    oft

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    oft [òft Hf. ] Adv. oft.

  9. Sprichwörter
    Oft

    Wander (Sprichwörter)

    Oft 1. Offt vnd lang macht dem Kuckug kein guten gsang. – Lehmann, 580, 3. Dän. : Ofte og lang gjør gøgen ingen god sang…

  10. Spezial
    oft

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    oft adv. gonot, sovënz, tröc iadi. ▬ so oft wie möglich tan gonot che al é poscibl; tan sovënz che ara vá.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit oft

112 Bildungen · 54 Erstglied · 56 Zweitglied · 2 Ableitungen

oft‑ als Erstglied (30 von 54)

oftmals

SHW

oft-mals Band 4, Spalte 1071-1072

oftalik 1 und häufiger

KöblerAfries

oftalik 1 und häufiger , Adj. nhd. oft ne. often E.: s. ofta (1), -lik (3) L.: Hh 144a

oftalmologia

LDWB1

oftalmologia [of·tal·mo·lo·gī·a] f. ‹med› Ophthalmologie f ., Augenheilkunde f .

Oftalu

DRW

oft·alu

Oftalu, f. Verteidigung, Klagabweisung þat he [arcebisceope] ⁊ his þegenas ... hy on riht gesemdon. be ontale ⁊ be oftale [that he and his t…

oftbesagt

GWB

oft·besagt

oftbesagt würden wir..keinen Anstand nehmen..die Cautions-Leistung von o-er Mannschaft zu berichtigen A(FfA I 26K,24,29) CarlAug 4.5.79 [G/V…

Oftedal

Meyers

ofte·dal

Oftedal , Lars , norweg. Theolog und Politiker, geb. 27. Dez. 1838 in Stavanger, gest. daselbst 2. Mai 1900, war längere Zeit als Missions- …

often

KöblerMnd

often , M. Vw.: s. ochteme

oftermal

DWB

oft·er·mal

oftermal , oftermalen , oftermals , s. oftmal , oftmalen , oftmals .

oftermāls

Idiotikon

oftermāls Band 4, Spalte 145 oftermāls 4,145

ofterwähnt

GWB

oft·erwaehnt

ofterwähnt wie ‘oftgedacht’ wünsche, da der Globe in Berlin wohl nicht fehlen wird, daß Sie..die o-en Stücke durchsehen B43,32,20 Streckfuß …

Oftet

DRW

Oftet, Genus? Bedeutung?; vielleicht von lat. obses Bürge, Sicherheit, Gewähr, das im nl. Sprachbereich bereits im 12. Jh. gebräuchlich ist;…

oftfœ̄þre

KöblerAe

oftfœ̄þre , Adj. nhd. viele Reisen erfordernd E.: s. oft, fœ̄þre L.: Hh 111

oftgedacht

GWB

oft·gedacht

oftgedacht auch offt-, einmal ‘offt gedacht’ (im Vorstehenden) des öfteren erwähnt, wiederholt genannt [ betr topographische Vermessung des …

oftgemeldet

GWB

oft·gemeldet

oftgemeldet wie ‘oftgedacht’ N9,326 MinGeol Plp Syn mehrbemeldet mehrbenannt mehrerwähnt mehrgedacht mehrgemeldet mehrgenannt mehrmentionier…

oftgewaschen

GWB

oft·gewaschen

oftgewaschen einmal Getrenntschr; metrisch bedingt synkopiert [ Orest: ] Elektren gibt Orest sich zu erkennen;|..Stille führt|Sie ihn zum Or…

oftha

KöblerAfries

oftha , Konj. Vw.: s. jeftha

ofthe

AWB

[ ofthe as. conj. , mnd. oft(e), ocht(e), mnl. ocht(e); afries. oft ( s. v. 1 jef). ofthe: Gl 2,577,8 = Wa 91,6. 578,12 = Wa 92,14 ( beide D…

oftîg

AWB

oftîg adj. — Graff I,184 f. oftiga: nom. sg. n. T 63,3. mehrfach: Martha uuarlihho aualota umbi thaz oftiga ambaht Martha autem satagebat ci…

oftlîhho

AWB

oftlîhho adv. ; an. optliga; vgl. mhd. ofticlîche adv. oft-lihho: F 37,26. häufig: oftlihho einer antuurtit furi alle saepe unus respondet p…

oftlīcho

KöblerAhd

oftlīcho , Adv. Vw.: s.<b> </b>oftlīhho*

oft als Zweitglied (30 von 56)

afgekoft

KöblerMnd

*afgekoft , Adj. nhd. abgekauft Vw.: s. un- E.: a. af, kōpen

brȳdþoft

KöblerAe

*brȳdþoft , F. Pl. nhd. Hochzeit Hw.: s. þéof (2) E.: s. brȳd, þéof (2) L.: Hh 37

loft

KöblerMnd

*loft , sw. V. nhd. lobpreisen Hw.: s. loftǖtinge E.: s. lof (1), tǖten Son.: langes ü

wāfanruoft?

KöblerAhd

*wāfanruoft? , st. M. (a) Hw.: vgl. as. *wāpanhrōht?

anaruoft

KöblerAhd

ana·ruoft

anaruoft , st. M. (i)? nhd. Anrufung, Anruf, Vorwurf, Anschuldigung ne. invocation, call (N.), reproach (N.) ÜG.: lat. impetitio Gl, invocat…

ant[h]ruoft

AWB

ant·hruoft

ant [ h ] ruoft st. m. ; vgl. mnl. ontroepen. — Graff IV, 1137. ant-hruoft: nom. sg. ( lat. pl. ) S 30,43 ( Wk ). Mißgunst, Eifersucht, eife…

antruoft

KöblerAhd

ant·ruoft

antruoft , st. M. (i) nhd. Missgunst, Eifersucht, eifersüchtiges Gezänk ne. envy (N.), jealousy ÜG.: lat. aemulatio WK Q.: WK (790) I.: Lsch…

beruoft

KöblerMhd

beruoft , sw. V. (Part. Prät.) Hw.: s. berüefen, beruofen (1) W.: nhd. DW- L.: Hennig (berüefen)

brûtkoft

MNWB

° brûtkoft , m. , Ehevertrag.

brūtkoft

KöblerMnd

brūtkoft , M. nhd. Ehevertrag E.: s. brūt L.: MndHwb 1, 361 (brûtkoft) Son.: örtlich beschränkt

croft

AWB

croft s. kroph st. m.

foroft

KöblerAe

for·oft

foroft , Adv. nhd. sehr oft ÜG.: lat. saepius GlArPr Q.: GlArPr E.: s. for (2), oft L.: Hall/Meritt 131a, Lehnert 82a, Kuhn 362

gārtsedetoft

MNWB

gārtsedetoft, f. : gepachtetes Gehöft, „ Thoffte dadt sin ingetunede stucke landes, sunderlig affgenamen und sin in dem dorpe etliche binnen…

Gehoft

Adelung

geh·oft

Das Gehoft , des -es, plur. die -e, ein vorzüglich im Niedersächsischen übliches Wort, alle zu einem Ackerhofe gehörigen Gebäude zu bezeichn…

gi-[h]ruoft

AWB

gi-[ h ] ruoft st. m. — Graff IV,1137. ki-hruoft: nom. sg. F 20,7. Ausruf: naht uuarth duo uuortan kihruoft: see qui- mit der brutigomo medi…

giruoft

KöblerAhd

giruoft , st. M. (a) nhd. „Gerüft“, Ruf, Ausruf, Rufen, Gebrüll, Geschrei ne. call (N.), exclamation ÜG.: lat. clamor MF Q.: MF (Ende 8. Jh.…

groft

MNWB

° groft Reliquiengruft im Altar, s. kruft.

harloft

KöblerAhd

harl·oft

harloft , st. M. (a?, i?) Vw.: s. harluf

-[h]ruoft

AWB

- [ h ] ruoft vgl. auch ana-, ant[h]ruoft.

hwǣtecroft

KöblerAe

hwǣtecroft , st. M. (a) nhd. Weizenfeld E.: s. hwǣte, croft L.: Hall/Meritt 197b

hūstoft

KöblerMnd

hūs·toft

hūstoft , F. nhd. Hausgrundstück E.: s. hūs, toft L.: MndHwb 2, 401 (hûstimmerman/hûstoft) Son.: Fremdwort in mnd. Form, örtlich beschränkt

klagewuoft

MWB

klage·wuoft

klagewuoft stM. ‘Wehklage’ claga uuoft áne trôst Himmel 52 MWB 3,1 310,33; Bearbeiter: Hansen

kloft

DWB

kloft , s. kluft 5. 7.

lantbôtoft

MNWB

lantbo·toft

lantbôtoft , f. , mit fremden Siedlern besetztes Hausgrundstück (Schleswig-Jüt. Recht).

lantbōtoft

KöblerMnd

lantbōtoft , F. nhd. mit fremden Siedlern besetztes Hausgrundstück E.: s. lantbō, lant, bō, toft L.: MndHwb 2, 737 (lantbô/lantbôtoft)

nōtdroft

KöblerMnd

nōtdroft , F. Vw.: s. nōttorft (1)

nōtroft

KöblerMnd

nōtroft , F. Vw.: s. nōttorft (1)

Ableitungen von oft (2 von 2)

ofte

DWB

ofte , oft , adv. niederrh. oder = alts. ëfþo ( s. oder I, 4). Weinhold mhd. gramm. 2 § 331. vergl. L. Tobler in den beiträgen von Paul und …