Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
nuoen
und Gl. 3,409,26 (um 1175, alem.): ‚glätten;
edisserere [explanare]‘, part.prät. ‚eingefügt;
incastratus‘ <〈Var.: noen; part.prät. genuiet>〉. –
Mhd. nüejen sw.v. ‚durch Schaben glätten, ge-
nau zusammenfügen‘. Das ahd. Verbum purum
ist, wie bei diesen Verben üblich, in die Flexion
der sw. Verben übergegangen. Gegen eine de-
nominale Ableitung des ahd. Verbs vom Subst.
ahd. nuoa f. ‚Fuge, Nut, schmale Ritze‘ (s. d.)
spricht die bereits im Ahd. bezeugte ti-Bildung
ahd. nuot f. (vgl. K. Matzel, HS 100 [1987],
159), da ti-Abstrakta im Germ. stets von st.
Verben abgeleitet sind (vgl. Krahe-Meid 1969:
3, § 123, 6).