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naß

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
16 in 11 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

naß Adj.

Bd. 5, Sp. 84
naß Adj.: 1. wie schd., Ggs.: trocken, naß (nas, nḁs) [allg., auch Auslandspfälzer, Christmann Kaulb 5 Schneckenburger 16], Komp. nässeʳ, Superl. am näschde [LU-Alsh]; Zs.: patsch-, plätsch-, pudel-, putsch-, pütsch(e)-, putschplätsch-, trätsch-, tropfs-, mist-, seichnaß; naß Werrer 'Regenwetter', nassi Luft 'feuchte Luft' [KB-Kerzh, verbr.]; nasseʳ Wind 'feuchter Wind'; en recht nasseʳ Newwel 'Nebel mit Niederschlag' [LU-Alsh, verbr.]; nasseʳ Schnee 'Schnee, der mit Regen vermischt fällt' [PS-Schmalbg]; e nassi Wiß (nasse Wisse) 'sumpfige Wiese(n)' [KU-Wolfst, verbr.]; nasseʳ Placke; nasseʳ (nasses) Platz, Plätz, s. Platz 1bγ 'nasse Stelle in einer Wiese' [verbr.]; 's naß Eck, dass. [KL-Baalbn]; 's naß Loch, dass. [NW-Dürkh]; nasseʳ Borrem (nasse Äcker, nasse Sticker, naß Feld) [NW-Freinsh, verbr.]; nasse Flechde 'nässende Hautflechte', s. Flechte 3 [LU-Oggh, verbr.]; nasse Därre, dass., s. Dürre 2a [LA-Gommh]; nasse Därrwegge, dass, s Dürreweg [LA-Impfl]. 's war heit morge so n., do halt's wirrer nit lang 'da ist Regen in Sicht' [LA-Mörzh]. Mer missen mache, daß mer haamkumme eb's reent, schunscht werr' mer n. [RO-Sippf]. Der is (so) n. wie e Katz (ist vom Regen ganz durchnäßt, ist schweißgebadet, ist ins Wasser gefallen) [verbr., auch Auslandspfälzer], n. wie e Ufziehlumbe, dass. [ZW-Battw], wie aus der Bach gezoo, dass. [Rockhs, mancherorts]. Das is n. wie Mischt [verbr. Don Gal Buch]. Morjens iss mei Hemd immer so n., wie wann ma e Katz aus de Bach gezoge hädd [Westricher Kalender 1957 103]. Ich sein ausgeritscht un hiⁿgefohr wie e nasseʳ Sack [KU-Schmittw/O]. Ich bin n. bis uf die Knoche (bis uf die Haut, bis uf's Hemd) [Kaislt, verbr.]. Der ziddert wie e nassi Katz [GH-Hatzbühl]. Die Rewe werren n. 'Am Rebschnitt tritt der Saft aus' [LU-Alsh]. 's macht n. (e bißje n. erunner), von feinem Regen [HB-Kirk, verbr.]. 's Kind hot sich n. gemacht, leit n. (in den Windeln) [RO-Dielkch, verbr.]. Er macht (sich) die Gorjel n. 'trinkt einen' [mancherorts]. RA.: Do is enner so n. wie de anner 'Da haben beide den gleichen Schuldanteil', bei Streitigkeiten [KL-Wörsb]. Wasch mich un mach mich net n.!, von einem, der an den Annehmlichkeiten teilhaben möchte, das damit verbundene Opfer jedoch scheut [Kaislt]; Var.: Wäsch mer de Belz, awwer mach mer 'ne net n.! [verbr. Don Gal Buch]. Du bischt noch n. (auch: noch net trucke) hinner de Ohre! 'Du bist noch unerfahren!' [LU-Alsh]. Dem g'heert e nasseʳ Umschlag (damit er von seinen Verrücktheiten abläßt) [GH-Zeisk]. Scherzh. zu einem sehr Mageren: Wann's reent, muschde hiⁿ- un herhuppse, daß de n. wersch [Kaislt]. SprW.: [] Wasser esch iwweral n. [BZ-Dierb]. Nässeʳ wie n. kammer nit werre [KU-Schmittw/O]. BR.: Nasseʳ März esch des Bauern Schmerz [GH-Leimh]; Var. s. März. Wenn kalt un n. de Juni war, verdirbt er meist das ganze Jahr [GH-Zeisk, LA-Nd'hochstdt]. Wann's am Froⁿleichnamsdaach rechet, gibt's e naß Häämache (Heumachen) [LA-Gommh]. Weitere BR. s. April, Barnabas, trocken 1f, Faß 1a, Januar, Juli, Juni, Mai1 1, Maria 1, März, September. WR.: Wann morjets die Wisse n. seiⁿ, gibt's scheeⁿs Werrer [KU-Roßb]. Weitere WR. s. Abendrot, trocken 1f, Morgenrot. Rätsel: E' roserore Garde / Mit weiße Ballesade, / 's rehnt net nei' un schneit net nei', / Un is doch immer naß drei' (der Mund) [Schandein Bav. IV,2 352]. 's geht iwwer de Bach un werd net n. (der Rauch) [mancherorts Don Gal Buch Rußl]. VR.: 's reechet uf die Bricke, / Die Bricke isch so n. / Wir hawwe was verlore / Un wisse net recht, was [NW-Geinsh]. Weitere VR. s. pissen, dunkel, Faß 1a, heiß 1a, Kopf1. — 2. n. als Attr. in FlN, amtl. Nasse Ebenung [BZ-Wilgws], Nasse Gewann [KL-Nanzdzw], Nasse Hohl [HB-Einöd], Im nassen Stück [FR-Battbg]; vgl. Naßacker, -tälle, -wiese. a. 1326: situm an der Natzen Vrechten bi Scheitborne (s. Frechte) [Pachtvertrag Volmar v. Watweiler mit dem Kloster Hornbach]. — Südhess. IV 932 ff.; Rhein. VI 103 ff.; Lothr. 379; Els. I 785.
4204 Zeichen · 115 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Náß

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Náß , -sser, -sseste, adj. et adv. 1. Flüssig, von flüssigen Körpern, Öhlen und dergleichen; in welcher Bedeutung es abe…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    naß

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    naß auch -ss 1 mit Feuchtigkeit u Flüssigkeit benetzt od durchtränkt a mBez auf den (der Natur u Witterungsunbilden ausg…

  3. modern
    Dialekt
    nass

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    PfWB LothWB RhWB nass [nàs allg. ] Adj. wie hochd. nass. N. wie e Mus sehr nass Steinbr. Hf. ‘nass wie e Mus’ Str. Wibbl…

  4. Spezial
    nass

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    nass adj. 1 mol (moi, mola) 2 (durchnässt) bagné (bagná, bagnada) 3 (regenreich) mol (moi, mola), da plöia 4 (feucht) tö…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit nass

264 Bildungen · 92 Erstglied · 168 Zweitglied · 4 Ableitungen

nass‑ als Erstglied (30 von 92)

nasseln

SHW

nass-eln Band 4, Spalte 935-936

Nassels

SHW

Nass-els Band 4, Spalte 935-936

Naßacker

PfWB

nass·acker

Naß-acker m. : FlN, mda. Naßackeʳ [ NW-Dürkh ], amtl. u. mda. Naßäcker [ RO-Potzb ]; vgl. PfWB naß 2. —

Nass (Adj.)

Wander

Nass (Adj.) Nass (Adj.). 1. Besser nass werden als ertrinken. Böhm. : Lépe zmoknouti, nežli utonouti. ( Čelakovský, 157. ) Poln. : Lepiéj zm…

Nassamonĭer

Meyers

Nassamonĭer ( Nasamonier ), ein altes Volk in Libyen, das seinen Ursprung von Nasamone, dem Sohne des Amphitemidis und der Tritonidis, herge…

Naßâra

Meyers

nass·ara

Naßâra (arab.), Plural von Naßrâni , Christ; s. Naßrâni .

Naßarsch

PfWB

nass·arsch

Naß-arsch m. : 'nasse, sumpfige Stelle in einem Acker oder in einer Wiese', Naßaʳsch [RO-Sippf KB-Kriegsf FR-Grünstdt LU-Böhl]; vgl. PfWB Wa…

Nassau

GWB

nas·sau

Nassau Name eines (sich seit dem Mittelalter in Taunus u Westerwald konstituierenden) Herrschaftsgebietes u zugl Bezeichnung eines (in versc…

Nassauer

Pfeifer_etym

nass·auer

Nassauer m. ‘wer sich auf Kosten anderer einen Genuß verschafft, von anderen freihalten läßt’, zuvor (19. Jh.) Ausdruck der Berliner Dirnen-…

Nassauer I

SHW

Nassauer I Band 4, Spalte 933-934

Nassauer1

MeckWB

Wossidia Nassauer 1 m. einer, der sich ums Zahlen der Zeche drückt, also för naß speist: hei verstünn dat, sonn' richtigen Nassauer tau späl…

Nassauer2

MeckWB

Wossidia Nassauer 2 m. Bezeichnung für Regenschauer: dat gifft 'n Nassauer Gü Güstrow@Gülzow Gülz ; Sta Stargard@Wulkenzin Wulk ; Wi Wismar@…

nassaueren

WWB

nassau·eren

nassaueren V. es sich auf Kosten anderer gut gehen lassen ( die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen Dor Wl).

nassauern

Pfeifer_etym

nassau·ern

Nassauer m. ‘wer sich auf Kosten anderer einen Genuß verschafft, von anderen freihalten läßt’, zuvor (19. Jh.) Ausdruck der Berliner Dirnen-…

Nassauinseln

Meyers

Nassauinseln , früher Name der Pageh-Gruppe, s. Mentawei .

nassauisch

GWB

nassau·isch

nassauisch mehrf Großschr; abgekürzt ‘Nass.’ zu den seit 1806 im Herzogtum Nassau vereinten Fürstentümern (Usingen u Weilburg) gehörig [ in …

Nassauischer

Meyers

Nassauischer (jetzt Luxemburgischer) Zivil- und Militärverdienstorden , gestiftet vom Herzog Adolf von Nassau 8. Mai 1858 zur Erinnerung an …

Nassau-Siegen

Herder

nassau·siegen

Nassau-Siegen , Joh. Moritz, Graf von. geb. 1604, Großneffe Wilhelms von Oranien, nahm niederländ. Kriegsdienste, behauptete von 1636—44 ein…

nassblüemicht

Idiotikon

nassblüemicht Band 5, Spalte 95 nassblüemicht 5,95

Nassbutteramme

RhWB

Nass-butteramme -ra·m. Allg. f.: Butterbrot mit Obstkraut (ebenso -bröck, –stöck ).

nass als Zweitglied (30 von 168)

bachnaß

DWB2

bach·nass

bachnaß adj. durchnäßt, wie in einen bach gefallen; bes. schweiz.: 1561 bachnaß seyn durcheynhin naß seyn Maaler t. spr. 48 d . 17.jh. alles…

badeⁿnass

Idiotikon

badeⁿnass Band 4, Spalte 793 badeⁿnass 4,793

bätschnass

ElsWB

batsch·nass

bätschnass [pætnàs Lützelstn. Lohr ] Adj. durch und durch nass. — Idiotikon Schweiz. 4, 793.

drëckbudelnass

Idiotikon

drëckbudelnass Band 4, Spalte 793 drëckbudelnass 4,793

drëckmūsnass

Idiotikon

drëckmūsnass Band 4, Spalte 793 drëckmūsnass 4,793

drëcknass

Idiotikon

drëcknass Band 4, Spalte 793 drëcknass 4,793

durchnaß

DWB2

durch·nass

durchnaß adj. : 1331/6 Wisse/Colin 264 Sch. 1572 Schede psalmen 25 HND. noch in rhein. und norddt. mdaa. von daher: 1924 Barlach leben 120 D…

flattermūsnass

Idiotikon

flattermūsnass Band 4, Spalte 793 flattermūsnass 4,793

fletschmūsnass

Idiotikon

fletschmūsnass Band 4, Spalte 793 fletschmūsnass 4,793

flotschetnass

Idiotikon

flotschetnass Band 4, Spalte 792 flotschetnass 4,792

flädermūsnass

Idiotikon

flädermūsnass Band 4, Spalte 793 flädermūsnass 4,793

flädernass

Idiotikon

flädernass Band 4, Spalte 792 flädernass 4,792

flätschnass

Idiotikon

flätschnass Band 4, Spalte 792 flätschnass 4,792

Ableitungen von nass (4 von 4)

benassen

AWB

be- nassen frü hnhd. sw. v. be-nasset: part. prt. ( oder 3. sg. ( ? ), so Raven 1,140 s. v. binezzen) Gl 4,86,2 ( Sal. a1, Ink. ). benetzen …

ernassen

DWB

ernassen , madere, madefieri, ahd. irnaʒʒên: und wenn der feind ernaszt, erfreuret und erschwächt. Fronsp. 1, 182 ; darzu auch alle zündstri…

Nasse

DRW

Nasse, n. feuchter Ort; als Teil einer Pertinenzformel: Wasser, Gewässer vgl. naß (II 2) vorteech enen wuwer ... met elsbruke ... alsoe alse…

Vernassen

Campe

Vernassen , v. ntr . mit sein , ganz naß werden und durch zu große Nässe verderben. Frisch. D. Vernassen .