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mont

mhd. bis Lex. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MNWB
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Eintrag · Mittelniederdeutsches Wb.

mont m.

Bd. 2-1, Sp. 1035
1munt °mont (westfäl.) (flekt. -nd-), m., f. (seltener Plur. munde münde), 1. Mund als Öffnung des menschlichen Gesichts, zur Nahrungsaufnahme, de nēringe vȫr der m. wechrîten, Sprw. dê wischet den m. unde geyt darvan — dat is: hê deyt it unde vorlö̂chent it (Agricola Nr. 42), zur Verstärkung des Gesichtsausdrucks, mit lachender m., mit ōpenen munde, zum Küssen, ênen vȫr den m. küssen, verwundbare Stelle, ênen vȫr/an/up de(n) m. slân; — Maul, Schnauze, Schnabel des Tieres, mit scharpen tanden unde wîden munden, ên bêre (Eber) drāget bö̂se wâpen in dēme munde, (bibl.:) du schalt dem ossen de m. nicht tôbinden (z. B. 1. Tim. 5, 18 ält. Bibeln und Bugenhagen; Luther: maul), übertr. dat de ērde up deyt ȫren m. (Num. 16, 30), up den m. der kûlen ‚super os laci' (Lüb. und Halb. Bibel Dan. 6, 17). S. auch 1mûl. 2. Mund als menschliches Sprechorgan, sowohl auf die Stimme als lautliche wie auf die Sprache als gedankliche Äußerung bezogen, de wōrde mînes mundes ‚verba/eloquia oris mei' (Deut. 32, 1; Ps. 18, 15); die Mundhöhle als Gefäß der Zunge als dem eigentlichen Sprachwerkzeug, de tunge formêret de sprâke in den m. (Leyen Doctr. 134, vgl. auch Hiob 33, 2), Ggs. herte als Organ der inneren Bewegung, dat herte des wîsen lêret sînen m. ‚cor sapientis erudiet os eius' (Prov. 16, 23, s. auch Sir. 21, 29; Luther zu Matth. 12,34), bidden mit dem munde of mit dem herten, Sprw. de vulle m. sprikt des herten grunt (Tunnicius 46), de drunken m. meldet des herten grunt (Josep ed. Schütz 257), (metaph.:) Christus als m. der wârhê(i)t; (mit Attribut als dem Inhalt des Ausgesprochenen:) êne(n) hȫvische(n) m. hebben (up ênen) sich höflich, liebenswürdig benehmen (gegen jem., insbes. gegen Höhergestellte), (bes. pejorativ:) unhȫvische (unhöflich, grob), untüchtige (unanständig), unnütte (unnütz, locker), bö̂se/quâde m. ‚os []vum'pravum', (übertr.:) ōpens mundes öffentlich; (Präd.- Vbdg.n:) sîne(n) m. updôn ‚os aperire', de m. tô wît updôn das Maul aufreißen, de(n) m. bewāren, hö̂den (u.a.m.) sein Mundwerk hüten, bewahren, zügeln, sînen m. hōlden seinen Mund halten, das Maul halten, ênem de(n) m. (tô)stoppen jem. zum Schweigen bringen, das Maul stopfen (Luther), (bei Verben des Sagens:) mit sînem munde sprēken selbst aussprechen, dörch den m. aller propheten vorkündigen ‚per os omnium prophetarum', (Paarformel:) lōven mit dem munde unde mit werken/mit der dât, (bildl. Rdaa.:) ênem in de m. stēken jem.m in den Mund legen (was er sagen soll), ênem in de(n) m. tasten aus jem.m. eine Aussage herauszuholen suchen, jem.m auf den Zahn fühlen, ênem dat wōrt ût dem munde nēmen das Wort abschneiden; — (rechtl.:) gerichtliche Aussage, gesprochener Eid, in sînes sülves m. tên auf seinen eigenen Eid nehmen, ût ûseme ê(i)genen munde nach unserem eigenen Vorschlage, ût ērer bê(i)der munde nach dem Vorschlage beider Parteien, in dēme munde twîer edder drîer tü̂ge steyt alle wōrt/allerley sāke jede Rechtssache steht auf der Aussage von zwei oder drei Zeugen (2. Cor. 13, 1 u. ö.), mit handen und mit munde mit Handschlag und mit mündlicher Aussage, auch mit dûmen ... (s. d.), m. jēgen/tô mund(e) in unmittelbarer mündlicher Verhandlung der Parteien, (Strafe für Verleumdung:) sik (sülvest) up/vȫr de m. slân; gichtich m. Geständnis (s. 1agichtich), dôde m. Rechtsverhältnis, Leumund eines Toten; — Sprw.: dê allen lü̂den de m. stoppen schal de behö̂vet vēle mēls (Prov. comm. 13), me schal dēme gēven pērde nicht altô dêp in de m. sên (ebd. 17), vîendes m. sprikt selden guͦt ebd. 21, s. auch RV. V. 155), ferner s. v. 1lof 1, morgenstunde, salât. 3. mündähnliche Öffnung eines Körperteils, des māgen m. Magenaus- oder -eingang, Pförtner, m. des hö̂vedes Fontanelle, der môder m. Muttermund, Bärmund, swēr mit ênen engen munde Fistel. — 4. (techn.:) Mundloch, Ofenloch, bes. des Kalkofens de m. tô der rö̂se; *Labium am Labialregister der Orgel. Dimin. mündekîn, -en (münken), n., Mündchen, „oscillum”. muntbet, ~bōde, ~vul, ~harpe, ~holt, ~kok, ~christ, ~ledder, ~löfte, ~lôs, ~rôf, ~rôm, ~sêr, ~slach, ~spēr, ~spēringe, ~stücke, ~tāle
4073 Zeichen · 117 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    mônt

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    mônt , môntac s. mânde, mântac.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    montM., F.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    mont , M., F. Vw.: s. munt (1)

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    mont

    Goethe-Wörterbuch

    mont auch Großschr u in Zusammen- od Bindestrichschr mit anderen Namenbestandteilen frz: Berg; als Bestandteil geogr Eig…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Mont

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +2 Parallelbelege

    Mont (franz., spr. mong), Berg.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit mont

363 Bildungen · 351 Erstglied · 10 Zweitglied · 2 Ableitungen

mont‑ als Erstglied (30 von 351)

Montabaur

Meyers

Montabaur , Stadt im preuß. Regbez. Wiesbaden, Unterwesterwaldkreis, an der Staatsbahnlinie Engers-Limburg, hat zwei Vorstädte, eine evangel…

montägig

DWB

mon·taegig

montägig , adj. einem montage zufallend: montägige zusammenkünfte.

Montafon

Meyers

Montafon ( Montvona ), Tal in Vorarlberg, Bezirksh. Bludenz, wird von der Ill durchflossen, westlich durch die Kette des Rätikon gegen-die S…

Montafūner

Idiotikon

Montafūner Band 4, Spalte 344 Montafūner 4,344

montag

DWB

mon·tag

montag , m. dies lunae. ahd. mânetag (fone mânetage, secunda sabbati Notker ps. 47, 1 ), mhd. mântac, später môntac, umgelautet mæntac, welc…

Montagabend

PfWB

montag·abend

Montag-abend m. : wie schd., Mondaagowend, Mundaa-, Mandaa-, -owed, usw. s. Montag und Abend [verbr., Krämer Gal 151]. VR.: Heit is Kerb un …

Montage

Pfeifer_etym

mont·age

montieren Vb. ‘(technische Geräte, Anlagen) aufstellen, aufbauen, zusammenfügen, anbringen, anschließen’. Mhd. (vereinzelt) sich muntieren w…

Montagewerk

LDWB2

montage·werk

Mon|ta|ge|werk n. (-[e]s,-e) (Montagebetrieb) fujina de montaja f. , stabilimënt de montaja m.

Montaggefälle

DRW

Montaggefälle, pl. die montags eingenommenen städtischen Gefälle (I) vgl. Montagskost die drei sollen alle montaggevelle, die man namet die …

Montagjünger

DRW

montag·jünger

Montagjünger, m. wie Jünger (I), ausgelernter Handwerkslehrling, der das Gesellenrecht noch nicht erworben hat vgl. 2Mittler wann er aber ni…

Montagmorgen

PfWB

montag·morgen

Montag-morgen m. : wie schd., Mondaachmoʳche, Mun-, Man-, -daag, -daa, -morje, -morge, usw., s. Montag und Morgen [verbr., Krämer Gal 151]. …

Montagn

Meyers

Montagn (spr. mónnteghjū), Mary Pierrepont, Lady Wortley , engl. Schriftstellerin, geb. 26. Mai 1689 zu Thoresby in der Grafschaft Nottingha…

Montagna

Meyers

Montagna (spr. -tannja), 1) Bartolommeo , ital. Maler, geb. um 1440–45 in Orzinuovi bei Brescia, war seit 1480 in Vicenza ansässig und starb…

Montagnac

Meyers

montag·nac

Montagnac (spr. mongtanjáck), Stadt im franz. Depart. Hérault, Arrond. Béziers, an der Lokalbahn Montbazin-St.-Chinian, hat eine Kirche (14.…

Montagnacht

PfWB

montag·nacht

Montag-nacht f. : wie schd., -nacht, -naacht, s. Nacht [mancherorts]. Südhess. IV 746 .

Montagnais

Meyers

montag·n·ais

Montagnais (spr. mongtanjä), nordamerikan. Indianerstamm der Athabasken (s. d.) im Norden des St. Lorenzstromes. Eine Grammatik ihrer Sprach…

Montagnana

Meyers

montag·nana

Montagnana (spr. -tanjāna), Distriktshauptstadt in der ital. Provinz Padua, 16 m ü. M., rechts vom Frassine, an der Eisenbahn Monselice-Legn…

Montagnards

Meyers

Montagnards (franz., spr. mongtanjár), die Mitglieder der sogen. Bergpartei, s. Berg , S. 658.

Montagne

Meyers

Montagne (spr. mónnteghjū), Stadt im nordamerikanischen Staat Massachusetts, Grafschaft Franklin, am Connecticut River, hat zahlreiche Fabri…

mont als Zweitglied (10 von 10)

евроремонт

RDWB2

евроремонт eine gründliche Renovierung des Hauses bzw. der Wohnung nach den vermeintlichen "neuesten europäischen Standards"

Hillemont

Wander

hille·mont

Hillemont O Hillemont, du edler Berg, zu dir gehören achtzehn Berg. »Dieses Sprichwort soll schon um die Zeit Karl's des Grossen entstanden …

Pêmont

MNWB

Pêmont s. *° Pie(mont).

Pie(mont)

MNWB

pie·mont

*° Pie(mont) , -munt ( -muͤnt ), Pêmont , nom. pr.: Landschaft in Norditalien, Piemont, „Pedemontium, vel Pedemontana regio” (Chytr.).

Pēmont

KöblerMnd

Pēmont , N. Vw.: s. Piemont L.: MndHwb 2, 1443 (Pêmont)

Septimont

KöblerAhd

Septimont , ON Vw.: s. Semptimunt

Vermont

Wander

ver·mont

Vermont Vermont ist ein guter Staat der Abkunft. Vermont gehört zu den Neuenglandstaaten, die man als die Staatenmutter bezeichnet, und es i…

ōsemont

KöblerMnd

ōsemont , M. Vw.: s. ōsemunt

Ableitungen von mont (2 von 2)

Monte

Meyers

Monte (ital.), Berg.

Vermont

Wander

Vermont Vermont ist ein guter Staat der Abkunft. Vermont gehört zu den Neuenglandstaaten, die man als die Staatenmutter bezeichnet, und es i…

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Cotta, M. (2026). „mont". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/mont/mnwb
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Cotta, Marcel. „mont". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/mont/mnwb. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „mont". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/mont/mnwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_mont_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
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  year         = {2026},
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  urldate      = {2026-05-19},
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